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Erzählungen... 2020
 

31. Jänner 2020

Pumperlg’sund

Wir haben endlich eine Diagnose!

Mexxin hat in ihrer Verfressenheit ein Satinband gefressen und es ist Gott sei Dank wieder retour gekommen.


Woher sie das hat, kann ich nur vermuten. Es ist zur Zeit so, dass sich alles rückentwickelt und sie sich wieder so verhält wie ein hilfsbedürftiger Welpe. Mittlerweile sieht sie fast nichts mehr, hören gar nichts mehr und der Geruchssinn lässt auch schon stark nach. Daher war ihr das wohl auch nicht klar, dass das Band nichts zum Fressen ist.

Durch das Satinband hat sie eine Magenreizung bekommen, hat einen Tag nichts gefressen und dann war’s wieder gut.


Da es ihr aber allgemein schlechter ging – sie war wackeliger auf den Beinen und hat in der Hinterhand wenig Kraft – dachte ich, es wäre der richtige Zeitpunkt um mal wieder beim Tierarzt vorstellig zu werden.

Diesmal waren die Blut- und Harnwerte so eindeutig, dass es leicht war Morbus Cushing festzustellen. Ja und da das alleine nicht reicht, hat sie auch noch Diabetes dazu bekommen. Höchstwahrscheinlich als Folge von MC.


Mit dem Verdacht renne ich schon eineinhalb Jahre herum und warte darauf, dass es ihr mal so schlecht geht, dass sich ein Tierarztbesuch wirklich auszahlt. Denn beim letzten Mal waren wir gesund und nur zur Kontrolle (Blut/Harn) dort. Morbus Cushing-Symptome gut erkennbar- für den Tierarzt aber nicht der Grund zu behandeln. Sie hat dann Medikamente (Herzmedis für die Niere wg. Durchblutung) bekommen, die sie überhaupt nicht vertragen hat und es ging ihr daraufhin sehr übel.


Deshalb habe ich drauf gewartet, bis es wirklich einen Anlass dazu gibt und siehe da, wir haben eine Diagnose!


Die ist zwar auch nicht so schön, aber mir fällt ein Stein vom Herzen. Die Ungewissheit ist weg und man kann jetzt was dagegen tun.


Heilung ist nicht in Sicht - ist auch nicht möglich – aber sie kann noch gute Jahre haben.

Anzeichen zu Morbus Cushing waren mir aufgefallen als Mexxin die Deckhaare nach dem Trimmen nicht mehr nachgewachsen (bei Rollingcoat fällt das erst später auf) und dann ganz ausgefallen sind. Die Rute ist von der Spitze her immer haarloser geworden.


Momentan ist die Oberseite der Rute kahl. Überall wo die Haut stärker beansprucht wird, z.B. Ellbogen, oder wo das Halsband oder Geschirr aufliegt, wurden auch kahl. Die Haut bekommt dunkle Stellen, manche davon werden schwarz und die Haut wird sehr dünn (besonders am Bauch). Am übrigen Körper ist ihr die Unterwolle, also das feine Haar, geblieben.


Stellenweise schuppt die Haut und dicke Hautpartikel lassen sich herauskämmen. Darunter ist die neue Haut rosa. Der Körper wird tonnenförmig, d.h. es ist keine Taille mehr vorhanden. Hängebauch.


Erst spät hat sie begonnen vermehrt zu trinken und dementsprechend auch oft zu pinkeln.


Ist kein Einzelfall, dass Border Terrier diese Krankheit entwickeln können. Tumore (Bereitschaft dazu welche zu bekommen) dürfte ja auch vererbbar sein. Soweit mir bekannt ist, war das in unserem Stammbaum auch schon der Fall.


Sie bekommt jetzt eine Insulininjektion und Vetoryl. Momentan steht das noch unter Beobachtung.


Ich bin optimistisch, dass es eine Besserung bewirkt