Michael Pand

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Alle Texte © by Michael Pand


Exzellenzen ausstopfen. Ein Unfug ?

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In einer Zeit in welcher der Begriff „Staatsgrenze“ eine merk(l)würdige Neudefinition erfährt, soll am Beispiel der Österreichischen Botschaft im Königreich Thailand als exterritorialer Arbeitsplatz privilegierter Repräsentanten, über Staatswesen, Diplomatie und Obrigkeit räsoniert werden. Die Motivation und Überwindung des Schreibers hierzu stammt aus der habituellen Nichtbeantwortung eines vor Wochen an seine Exzellenz, den österreichischen Botschafter gerichteten Schreibens, in welchem detaillierte Vorschläge zur Aufführung österreichischer Filme im Goethe Institut Bangkok vorgelegt wurden. Außerdem stehen heuer 150 Jahre diplomatische Beziehungen Österreich-Siam auf der kulturpolitischen Agenda. mehr...

Der Unterschied, der den Unterschied macht

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Das Zitat stammt von Gregory Bateson (Kybernetik) und wurde von Niklas Luhman (Systemtheorie) oft verwendet. Einen Printessay als zweiwertiges Bild beginnen zu lassen hat den Vorteil, dass der Leser in nuce entscheiden kann ob das Thema für ihn von Belang sein könnte; der Schreiber erspart sich die Mühe des ersten Satzes. Links also der König von Thailand, rechts Ho Chi Minh im selben Medium Papiergeld. Der monochrom leere Raum zwischen den Bildern bedeutet, dass König Sihanouk fehlt. Er verbindet die genannten Exzellenzen so wie der Mekong, der von Thailand durch Kambodscha nach Vietnam fließt. mehr...

Der Fenstergucker von Phnom Penh
Wenn ein Staat 8 Mio Einwohner zählt (Kambodscha vor 20 Jahren), wenn in diesem Land seit jeher ein mächtiger Strom fließt (Mekong), von Nordwesten nach Südosten, wenn sich die Hauptstadt (Phnom Penh) nur wenige Kilometer von der kommunistischen Ostgrenze befindet (Vietnam), wenn auch der nördliche Nachbar  sozialistisch ist (Laos), wenn hingegen der westliche Nachbar (Thailand, 60 Mio Einwohner) ähnlich groß wie Westdeutschland vor 1989 ist und sich so pro-amerikanisch verhält wie dieses nach dem 2.Weltkrieg, wenn im Süden das Meer lockt, spätestens dann wird der  österreichische Winterflüchtling  zwangsläufig, weil Struktur determiniert, von Heimat und Herkunft eingeholt.     mehr...


Demokratie vs. Kunst
Das Ziel demokratischer Systeme besteht in der Nivellierung, zum Beispiel von Ungerechtigkeiten. Ein Kunstsystem hat demgegenüber niemals den Anspruch, allen auch nur halbwegs gerecht zu werden.
Peter Noever bleibt für mich der Einzige, dem Begriffe nach „wahre Kunstdirektor“, wenn „directus“ im Lateinischen „in gerader Richtung“ heißen soll. Doch war es ein anderer, ebenfalls großer Direktor, der preußische Großindustriellensohn Peter Stein, damals Leiter der Schaubühne am Halleschen Ufer, der bei den Proben zu „Groß und klein“ (Botho Strauß) dem Verfasser erstmals von der „prinzipiellen Unverträglichkeit“...   mehr...


Damals in Afghanistan
Es war schon gegen Ende der „Hippie-Zeit“, im Wiener Konzerthaus spielten Frank Zappa, Procol Harum, Leonard Cohen, das  täglich inhalierte Haschisch kauften wir  beim Theseustempel, -da wo jetzt illustre ÖVP-Nachwuchsparties stattfinden-, einstmals junge und  schmale Bürschchen wie der  ORF-Ressortleiter für politische Auslandsthemen  Dr. Raimund Löw  waren noch in der, mittlerweile aufgelösten, GRM (Gruppe Revolutionärer  Marxisten/Trotzkisten) bei Kambodscha-Demos engagiert. Damals, vor  27 Jahren, konnten wir am Landweg  mit Bussen und Bahn,  von Wien Südbahnhof via Türkei, Persien, Afghanistan, Pakistan, Indien bis nach Kaschmir reisen.    mehr...


Vietnamesischer Synkretismus
Das in Europa seit Schopenhauer verbreitete Sympathisieren mit fernöstlichen Religionen, beispielsweise Hinduismus und Buddhismus, lässt sich am Beispiel der modernen vietnamesischen Mischreligionen CAODAISMUS und HOA HAO fortsetzen. Eine allgemeine Beschäftigung mit asiatischem Synkretismus verspricht dem Mythos Vietnam näher zu kommen. Von der französischen Kolonialmacht rund 100 Jahre als „Annamiten" bezeichnet, stammen die Vietnamesen aus Südchina und standen bis ins 12.Jh. politisch und kulturell völlig unter chinesischem Einfluss.    mehr...


Zwei Österreicher in Vietnam
Im folgenden möchte ich Sie für eine bisher unveröffentlichte und unbeachtet gebliebene Emigrantengeschichte interessieren.
Das ist die von uns (Alexander Muliar, Sylvia Frey, Dr. Irmgard Schwartz und mir) in Hanoi 1996 filmisch recherchierte Geschichte der beiden österr. Juden Ernst FREY und Georg WÄCHTER, die nach einer abenteuerlichen (und teilweise mißglückten) Flucht vor den Nazis aus Wien (1938) als Fremdenlegionäre in Französisch-Indochina strandeten und ab 1945-1950 als erste Europäer auf der Seite der siegreichen Viet Minh für die Unabhängigkeit Vietnams kämpften!    mehr...


Oderich von Portenau, der erste österreichische Weltreisende
Vor rund 680 Jahren, zwischen 1314 und 1321, marschierte ein Franziskanermönch namens Odoricus de Portu Naonis von seiner Heimatstadt Portenau in Kärnten (jetzt: Pordenone in Friaul) zu Fuß bis nach Peking und kehrte nach insgesamt 16jähriger Reise nach Europa zurück, wo er seinen Reisebericht in lateinischer Sprache, nur wenige Jahre nach dem Tod Marco Polos, einem Ordensbruder diktierte. Bald danach verstarb er.
Daß dieser aus österreichischer Sicht früheste Weltreisebericht und sein Verfasser bis heute hierzulande weitgehend unbekannt blieben könnte man als "fatum austria cum", als österr. Schicksal bezeichnen.    mehr...


Christoph Carl Fernberger, der unfreiwillige Weltumsegler
Nomen est omen, doch was dem jungen Soldaten zu Beginn des 30-jährigen Krieges mit fernen Bergen, (Vulkanen), unerforschten und fremden Völkern widerfuhr, darf als das gewaltigste individuelle Reiseabenteuer des ganzen 17. Jahrhunderts bezeichnet werden. Aus dem Raißbuch, so er allendhalben gethan hat wissen wir, daß Christoph Carl Fernberger im Oktober 1621 nach einer Schiffspassage fragte, um von Amsterdam über Venedig nach Österreich zu reisen. So wurde er, unfreiwillig, zum ersten österreichischen Weltreisenden.    mehr...


Pazifikrundreise
Bei den meisten Weltkarten die in Europa manche Büro- oder Zahnärztevorzimmer dekorieren, oder die der Fluggast gelangweilt überblättert während seine Maschine nach Miami oder Damaskus abhebt, ergibt sich, bedingt durch die rechteckige Grundform auf denen alle Kontinente Platz finden müssen, jeweils zwischen dem 180° Längengrad östlich, bzw. dem 140° westlich von Greenwich ein marineblaues "Niemandsland", das nur mehr den Reiseprofis, also Flugkapitänen, Mittelschullehrern oder Ozeanexperten ein geographisches Vorstellungsvermögen abverlangt.    mehr...


Insider-Tips aus Hollywood und Umgebung
Möglicherweise überkommt einen, mit durchschnittlichen Schulenglischkenntnissen ausgestatten Fluggast beim Landeanflug nach LAX, wenn die Gottesfrage sehr denk-würdig in den Vordergrund tritt, jene selbstbewußte Genugtuung: "als guter Bote", "Vertreter einer kulturellen Großmacht" etc. unterwegs zu sein, und die geplanten Geschäfte, oder sei es auch nur vergnügliches Reisen in den "Vereinigten Futter-und Mutterstaaten", fortan und sowieso unter alphabetisierten Seinesgleichen zu bewerkstelligen. Doch kurz danach, beim Ausfüllen des amerikanischen Einreiseformulars in welchem unter Punkt 33 dualistisch, also nur mit YES or NO beantwortbar, gefragt wird: "ARE YOU A MEMBER OR REPRESENTATIVE OF A TERRORIST ORGANIZATION?" könnte ein Verdacht, nämlich keineswegs in der "Stadt der Engel" sondern eher in einem Verein uniformierter Idioten gelandet zu sein, virulent werden.    mehr...


Vergangenheitsbewältigung in Kambodscha
Im Frühjahr 1999, kurz nach dem chinesischen Neujahrsfest zu welchem der Hase den Tiger ablöste, interviewten wir den ranghöchsten buddhistischen Mönch im Königreich Kambodscha, den mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierten Maha Ghosananda Bhikku, d.h. wörtlich: "die ehrwürdige und gute Nachricht, bettelnd". Seit 1978, als die maoistisch-rassistischen Khmer Rouge von den nach Westen expandierenden marxistisch-leninistischen Vietnamesen überrannt und okkupiert wurden und einen gewaltigen Flüchtlingsstrom nach Thailand auslösten, arbeitet der 74jährige Hinayana Buddhist an der nationalen Versöhnung: er marschiert und meditiert.    mehr...


Insider-Tips aus Phnom Penh
Für den ambitionierten Südost- bzw. Weltreisenden dem Bangkok zu laut, Singapur zu langweilig und Hongkong, besonders im Hotelbereich, zu teuer geworden ist, empfiehlt sich ein Abstecher in das Königreich Kambodscha. Obwohl das Land erst seit 1992 für Touristen geöffnet wurde kann man neuerdings von allen genannten asiatischen Metropolen direkt in die verhältnismäßig kleine Hauptstadt Phnom Penh fliegen, ohne Visum, denn dieses wird am Airport ausgestellt. Apropos: nach über 20 Jahren Bürgerkrieg wurde der Flughafen zuletzt im Juli 1997 von putschenden Militärs in Schutt und Asche geschossen, aber erstaunlich schnell wieder aufgebaut.    mehr...


AMS-Zoodirektor
Charles Darwins 200.Geburtstag zum Anlass nehmend, möchte ich Sie und die humanistische Öffentlichkeit nach den gemeinsamen Spielregeln im Menschenzoo AMS befragen.
Meine Ausbildung als dressierter Kulturaffe erfolgte am Wiener Reinhardt Seminar, bei Otto Schenk, Susi Nicoletti, Samy Molcho, später bei Otto Tausig; dann in der Filmhochschule und am IKM Karlsplatz. 36 Zirkusjahre lang diente ich bei großen Dompteuren im In-und Ausland, zum Beispiel bei Karl Paryla, Lee Strasberg, Peter Stein, schließlich bei Edwin Zbonek.    mehr...


Afghanistan bis Warhol
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19 essayistische Reisetexte

10€ - Bestell Nr. 001


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