| Diese Internetseite habe ich meinem Großonkel Adolf Kaipel (1915-1942)
und meinem Onkel Hans Bundschuh (1920-1944) gewidmet. Sie waren beide im
2.Weltkrieg Soldaten der Wiener 44.Infanteriedivision und haben auf den
Schlachtfeldern des Krieges ihr Leben verloren.
Diese Seite berichtet von ihrem Soldatenleben in den Jahren 1938 bis 1942. Den Rahmen bilden historische Betrachtungen der militärischen und politischen Lage nach unserem heutigen Wissensstand. In diesem Rahmen sind viele Briefe eingebettet, die in dieser Zeit hauptsächlich zwischen Adolf Kaipel und seinen Freunden und Verwandten ausgetauscht wurden. Den Inhalt dieser Briefe habe ich weitgehend unverändert gelassen. Ich habe lediglich Rechtschreibfehler und schwer verständliche Ausdrucksweisen geändert. Durch diese Kombination von historischen Tatsachen und persönlichen Eindrücken der Personen dieser Zeit entstand ein zeitgeschichtlich äußerst interessantes Dokument. Mein Großonkel Adolf Kaipel war nach Berichten von Leuten, die ihn noch gekannt haben, ein ehrlicher und hilfsbereiter Mensch. Umso mehr war es für mich verwunderlich, daß er bereits im Alter von 20 Jahren seine politische Heimat im damals in Österreich verbotenen Nationalsozialismus gefunden hatte. Er gehörte dieser illegalen politischen Organisation an und wurde deswegen im Jahr 1936 sogar für einige Monate wegen seiner politischen Meinung inhaftiert. Als im Jahr 1938 das Deutsche Reich unser Österreich als Ostmark vereinnahmte, wurde er einfacher Soldat und machte im Rahmen der 44.Infanteriedivision 'Hoch- und Deutschmeister' die Feldzüge in Polen, in Frankreich und im Osten mit, wo er schließlich 1942 bei einer Minenexplosion starb. Sein in den nachfolgenden Dokumenten erwähnter Freund Johann Nicka, mit dem er über die Jahre brieflichen Kontakt hatte, fiel nur drei Wochen nach ihm ebenfalls in Rußland. So endete ihr Traum von einer vermeintlich guten Sache mit ihrem Tod Tausende Kilometer von der Heimat entfernt. Was aber noch viel schwerer wiegt als dieser Lebensirrtum ist, daß sie sich mit ihrer politischen Überzeugung auch mitverantwortlich gemacht haben, für das Meer von Blut, das über Europa vergossen wurde. Möge sich nun der Leser dieser Dokumente selbst ein Urteil über ihren Charakter bilden. Die Briefe, die auf den folgenden Seiten zitiert werden, sind wie
gesagt weitgehend original in ihrem Wortlaut. Es läßt sich dadurch
nicht verhindern, daß Hitler und die deutsche Sache gelobt, ja zum
Teil sogar verherrlicht werden. Ich ersuche daher den Leser zu berücksichtigen,
daß diese Briefe in einer Zeit geschrieben wurden, in der die schrecklichen
Konsequenzen des Nationalsozialismus und des Krieges nicht abzuschätzen
waren. Auch haben die handelnden Personen aufgrund ihrer Stellung nicht
den Weitblick gehabt, die Folgen des Krieges für Europa und seiner
Menschen vorherzusehen.
Animiert zu dieser Dokumentation wurde ich Mitte der Neunziger Jahre durch einen Brief von Herrn Walter Hirschberg, bei dem die Einheit von Adolf Kaipel im Quartier lag. Als dann noch bei der Renovierung von Adolfs Elternhaus die gesamte Korrespondenz aus dieser Zeit gefunden wurde, habe ich für meine Verwandten ein Buch verfaßt, dessen Inhalt ich nun auch der großen Internetgemeinde zur Verfügung stellen möchte. Vielleicht ist es ein kleiner Beitrag dazu, diese für uns so ferne Zeit ein bißchen besser verstehen zu können, indem wir lesen, welche Gefühle diese Menschen hatten, die in die Mühlsteine der Geschichte geraten waren. Fotos zu dieser Zeit finden Sie in der Fotogalerie. Die dort für die 44.Infanteriedivision gezeigten Fotos stammen hauptsächlich von Adolf Kaipel und Hans Bundschuh. Heinz Bundschuh, Pinkafeld am 2.11.2002 |
|
Brief von Walter Hirschberg 21.6.1984 Der Anschluß und die Zeit vor dem Krieg Der Winter 1939/40 in Niedersachsen Die Zeit zwischen den Feldzügen Fall Barabarossa - Angriff auf die Sowjetunion Winter 1941/42 - Die Rote Armee schlägt zurück Katastrophensommer 1942 - Adolf Kaipels Tod in Kupjansk |
Fotos von der 44.Infanteriedivision:
|
|
|
|
|
|
|
Für den Inhalt verantwortlich: Heinz Bundschuh
Das Ziel dieser Internetseite
ist den Gefallenen und Vermißten der Gemeinde Riedlingsdorf ein
würdiges Andenken zu
bereiten. Die Seiten enthalten weder rechtsradikales Gedankengut noch
sollen sie den Krieg verherrlichen.
Sie sollen die Toten ehren und die Lebenden darin erinnern,
daß der Friede
das wertvollste Gut ist, das die Menschheit besitzt.