Konzakt: Michael Honzak - Tel. 0664 3389644
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Gedichte & Texte



Ich schreibe täglich ein Gedicht, nur heute nicht!


S’ ganze Jahr.

Der Januar.

Der Wind pfeift eisig, mir ist kalt,
es schneit, ich hoffe bald –
ändert sich die Wetterlage,
obzwar – romantisch, diese weißen Tage,
bin ich doch froh, wenn sie vorbei –
diese Elendsfriererei!

Der Februar.

Noch kälter ist’s, die Welt erfriert,
alles in mir nach Wärme giert,
doch manchmal schon, südlich gewendet,
der Sonne Strahl mich zärtlich blendet,
alles blitzt, der Schnee glänzt hell,
Winter hau doch ab - ganz schnell.

Der März.

Im Märzen der Bauer die Rösslein ausbringt,
die Landschaft mords nach Suling stinkt,
die Sonn’ scheint kräftig auf das Haupt,
nach diesem Winter is’ erlaubt,
im Garten regt sich buntes Blühen,
der Frühling tut sich her bemühen.

Der April.

Narrisch wird das Wetter jetzt,
der Mensch mit Regenschirmen hetzt,
es schneit, dann scheint wieder die Sonne,
im Garten ist die Regentonne –
voll, das Fröschlein laicht,
das ganze Leben ist jetzt feicht.

Der Mai.

Es schlagen aus die Bäume,
es regt sich manches Glied,
die junge Maid hat Träume,
der Hund an seiner Leine zieht,
und überall regen sich Triebe,
romantisch nennt sich sowas –
Liebe.

Der Juni.

Endlich bist du da, Ersehnter,
du seit Wochen schon Erwähnter,
letzter Monat Schulbetrieb,
ach wie haben wir dich lieb,
denn das schönste an der Schule kummt,
die Ferien...der Reim verstummt.

Der Juli.

Hei, der Sommer der is klass,
es is warm und macht an Spass,
das Bier im Garten rinnt gelassen,
durch der Gurgeln schmale Gassen,
und in der Laube manches Glück,
endet mit dem Stich der Mück.

Der August.

Da krieg ich Lust, im August,
da bin ich heiß, in meinem Schweiß,
da hemmt das Hemd,
sei nicht verklemmt,
da gibt’s Gewitter,
schwüles Gezitter –
August –
du machst mir Lust!

Der September.

Im September allenthalben,
entfernen sich die letzten Schwalben,
es wird geerntet überall,
doch plötzlich macht es einen Knall,
dann wird’s finster und es blitzt,
jetzt nur Blitzableiter nitzt.

Der Oktober.

Hallo jetzt bist du da, du Herbst,
mir g’fallts, wie du die Blätter färbst,
und wie noch mal die Sonne scheint,
auf meinen schon verblassten Taint,
nur mit dem Altweibersumma,
brauchs’t ma nächsts Jahr nimma kumma.

Der November.

Im November stirbts sich gut,
beim Begräbnis brauchst an Hut,
Blätter fliegen, Schirm aufgespannt,
jetzt is dahin, die Emmi-Tant,
letzte Wochn is erst g’sterbt,
Gott sei Dank ham mir was g’erbt.

Der Dezember.

Jetzt kommt Weihnacht und es schneit,
es endet alle Grauslichkeit,
alle Menschen schaun beschaulich,
san zu Weihnachten erbaulich,
g’scheider se warn’s ganze Jahr,
fröhlich und z’Weihnacht grauslich –
is ja wahr!

Beim Kinesn.

Es genießt Inspektor Honzi,
beim Kinesn ein Huhn Gond - Tsi,
doch er hat zuviel erwischt,
vom scharfen Zeug - mit aufgetischt!
Zu Hause angekommen,
schnell des Schisses Topf erklommen!
Es glüht, es brennt, der Hintern raucht,
und vom Papier wird viel verbraucht!
Doch nächste Woche, beim Kinesn,
sieht man den Honzi lächeln -
als wäre nix gewesn.

Blumengedicht.

Es vergilben die Astilben.
Ziemlich aus is, für'd Klematis.
Bald isa hin, der Jasmin.
Den frißts Hendl, den Lavendl.
Ungelitten, die Margariten.
Jetzt is Schluß, Hahnenfuß!
Schleichst die eh, du Funkieh?
Servas und baba, Gerbera!
Ins Abseits lenken uns die Nelken!
Die schönsten Dinge, hab i g'hert,
san oft in falscher Hand nix wert!

Cebabcici.

I bruzl grad Cebabcici,
die ess ma gern, besondas i.
Dazua an grüneren Salat,
weil da weiß man, was man hat!
Reis dazua mit Paprika,
ja, die mag da Papa a.
Doch leida hats da Hund grad gfressn,
aus is mitn Mittagessn ...
Scheiße!

Der Vogel.

Kommt ein Vogel geflogen,
setzt sich nieder auf mein Fuß,
ein Gedichterl im Schnabel,
vo-om Honzi einen Gruß.
Scheißgedicht!

Gelassenheit.

Die Zunge brennt, da Sünda rennt,
die Hostie brennt, da Pfarrer rennt,
da Beichtstui brennt, da Mesna rennt,
die Kirchn brennt, a Heiliga rennt,
Da Himmi brennt, da Petrus rennt,
oissi brennt, do bin I a grennt.


Sinnloses Laubengedicht

I sitz in meiner Laube
und such verzweifelt eine Schraube.
Oba i finds ned.
I bin in meiner Laube
und such verzweifelt meine Haube.
Oba i finds ned.
Plötzlich kommt a Taube.
Am Kopf mei Haube,
im Schnabl a Schraube.
I bin gern in meiner Laube,
weil ich an die Taube glaube.

Narzissn -

san gschissn,
weil die Pollen,
in die Nase wollen!
Worauf der Nießreiz fulminant,
dich aussereißt aus deinem Gwand -
und Hint und Vorn läßt sich nix halten,
es schalten die Naturgewalten!
Du bist als Mensch nur Spielball mehrr,
die Allergien sind jetzt dein Herr!
Und einzig und allein hilft nur,
Alkohol - am Besten pur!

Gardasee.

Am Gardasee, da blast da Wind so schee,
da flieagt a Mövn her
und scheißt ma aufs Rever!
Der Fleck bleibt drin, er is net schee,
erinnert mi an Gardasee!

Sommergedicht.


Ich schwitze in der Sonne,

wie unter dem Habit die Nonne!

Ihr Arsch ist schweißgetränkt,

doch auch der meine hängt,

in der Sonne rum - 
wie dumm!

Die Wichtigkeit.

Nichts ist wichtig.


Der Meisterschüler.

Der Lehrer sitzt in seiner Kammer,
der Schüler spielt, es is a Jammer.
Die Tonleiter hinauf, hinunter,
das macht den Lehrer auch nicht munter.
Er träumt davon, die Welt zu sehn,
auf allen großen Bühnen z`stehn,
als Solist zu musizieren,
Geld und Preise zu kassieren.
Doch es kam, wie`s kommen mußtet,
das Schicksal hat ihm was gehustet.
Jetzt sitzt er im Orchestergraben,
und tut sich mit Fidelio plagen.
Da – schon kommt der nächste Schüler,
es ist der Markus Obermühler,
er setzt sich hin, spielt voller Stolz,
zart vibriert das Geigenholz.
Der erste Satz ist gleich vorbei
Fehler war kana dabei.
Ahh – jetzt kommt der zweite Satz,
die Überei war nicht fürd Katz,
geschmeidig`wird umschifft das Zweier – Kastl –
weil dann kommt das Dreier –
ja – es hat geübt der Mann,
er wird ein zweiter Karajan.
Jetzt kommt die Coda, die Spannung steigt,
wird’s gelingen, oda vageigt.
Schnell noch rasch ein decrescendo,
weil dann is nämlich bald`s End do,
Freude schleicht ins Lehrerherz -
gleich ists geschafft – noch eine Terz.
Es intoniert mit viel Inbrunst,
der Schüler, das ist höchste Kunst –
der Atem stockt, die Welt bleibt stehn,
noch ein Akkord, dann ists geschehn!
Was dann passierte ist Geschichte,
nur mehr erzählt in dem Gedichte.
Der Schüler hat sich noch verzupft – ploing –
Der Lehrer is ausn Fenster g`hupft.

Der Regenschirm.

Einsam war der Regenschirm,
er lehnte in der Ecke.
Kein Regentropfen weit und breit,
der ihn endlich erwecke!

Doch da, ein Tropfen aus der Höh,
der Regenschirm erwachte,
doch wars nur eines Auges Träne,
die sich gelöst, ganz sachte.

Ein Staubkorn hatte sich verirrt
und ließ das Auge tränen,
der Regenschirm lehnt sich zurück,
er wird sich weiter sehnen.

Der Sommelier.

Boscholö - macht fröh,
Merlot - macht flott,
Veltlina - trinkt die Christina,
Bordeau - i muaß aufs Klo,
Riesling - is ned mei Ding,
Riocha - i muaß locha,
Federspiel - trink i viel,
Portugiesa - schief wie Pisa,
und Tokaija - da juckn die Eia!

Sinn & Zweck.

Es bildet sich der Mensch beizeiten,
um seine Zukunft hinzuleiten,
zu einem guten Sinn und Zweck,
doch plötzlich ist das alles weg,
weil - in Anbetracht der Dinge,
verließ ihn seine Inge.
Sie zog mit einem Postler fort
nach da oder auch nach dort!
Und ward nie mehr gesehn!
So kanns im Leben gehn.
Drum lebe ohne Sinn und Zweck,
weil irgendwann is eh ois weg.

Dort in Gibraltar ....

Es dröhnten die Motoren,
ich fühlte mich verloren,
Dort in Gibraltar ....
Hoch droben, auf dem Achterdeck,
ich fühlte alles war weit weg,
Dort in Gibraltar ....
Das Meer war grau und schäumte,
ich weiß nicht, was ich träumte,
Dort in Gibraltar ....
Das Bufett war reichlich,
ich fraß soviel wie meichlich,
Dort in Gibraltar ....
Am vierten Tag erst schiss ich,
dann kotze ich in einem fort,
am fünften Tag da schmiss ich,
den Schiffskoch über Bord.
Dort in Gibraltar ....
Am siebten Tag da wars vorbei,
mit der Meer-rum-Schifferei,
beim Wirt zuhaus - da wurds mir klar
Leck mich im Oasch, du Gibraltar.

Oleander.

Es blüht der Oleader,
mia san beianander!
In Jesolo - bei Meeresrauschen,
i mecht heit mit neamti tauschen.

Veilchen.

Veilchen, Veilchen,
warte noch ein Weilchen -
bevor du verblühst.
Ich schenk dich meinem Liebchen,
damit du ihm den Tag versüßt!

Bad Isch.

Auch da Kaiser in Bad Ischl,
mußte öfters pischl, pischl.
Leider hat eam koana gsehn,
angeblich schiffte er im Stehn!

Die Dichter.

Mittags hörte man den Goethe,
gerne auf der queren Flöte.
Jedoch der alte Hermann Hesse,
war ganz versessen auf die Bässe.
Waldhorn eher schlecht,
spielte Berthold Brecht.
Und der Christian Morgenstern,
reimte auf der Harfe gern.
Der Schiller wiederum,
nahm öfter das Harmonikum.
Im Gegensatz, der Gotthold Lessing,
liebt Trompete, weil aus Messing!
Der Doderer mit der Posaune,
hatte öfter schlechte Laune.
Wogegen Dichter Thomas Mann,
auf der Gitarre zupfen kann.
Viel Freude macht uns der Karl May,
hat Indianertrommel gern dabei.
Und am Schluß der Hölderlin,
heulte wie ein Muezzin.

Die Kur.

Seit heit Fruah, bin i auf Kua,
doch i glaub, boid habi gnua.
Des oane Mensch wü mi massian,
des andre mirs Gnack korrigian.
de Dritte die macht aquafit,
unterm Wassa, i mach mit.
Im Sandbett hab i ziehmlich gschwitzt,
aufd Nacht bin i beim Wirtn gsitzt.
Und durtn bei an Krügl Biea,
Kua - ja, oba net mit mia.

Der Pimmel.

Hier unter blauem Himmel,

scheint mir die Sonne auf den Pimmel.
Heut tut uns die Sonne gut,

die Natur faßt frischen Mut.
Da regt sich was, doch nicht der Pimmel,

ein Wölkchen ist´s - am blauen Himmel.
Kleine Wolke, grüß mir die Ferne,

mit dir käm ich allzu gerne.
Ach, das wäre eine Schose!
Doch erst den Pimmel in die Hose.

Das Fleischerl.

Ziehmlich fett, des Kotelett,
a wengal fade, die Roulade,
einer kniet, vorm Beiried,
ein Entzücken, der Lammrücken,
ein Juchee, fürs Filet,
very hot, das Entrecot,
zergeht am Züngerl, dieses Lüngerl,
nur Mönch mit Kutte, isst gern Pute!

Flamingo.

Ja wo -
Ist der Flamingo?
In meinem Garten,
tut er auf die Flamingoline warten!
Doch sie kummt ned!
Saubled!

Liebeskumma.

I hab Liebeskumma,
es reisst mi ziemlich umma!
Doch i gib ned auf,
nedamoi wann i darsauf,
im Rotn oder Weissn -
Wein, mein bestn Freind,
zur Zeit isa ned weit,
beim Hofer oder Billa.
Marylin Monroe und Henry Milla,
iss a ned bessa gangen,
um die Liebe bangen,
dann bist eh scho gfangen.
I werds überstehn,
mia wern uns wieda sehn!
Adiö.

Ohne.

Ohne Worte - sagt die Torte.
Ohne Kümmel - sagt der Lümmel.
Ohne Kuli - sagt das Muli.
Ohne Sinn - sagt das Kinn.
Ohne Beben - sagt das Leben.
Ohne Reim - geh i Heim.
So hat jeder was zu sagen,
wenn ihn die Gedanken plagen.
Meistens kommt nix Gscheites raus,
drum is des Gedicht jetzt aus.

Tierleben.

Trink ma noch a Weindal,
sagt der Ox zum Schweindal.
Schnupf ma liaba Koks,
sagt des Schwein zum OX.

Man sieht, auch`s Tieresleben,
hat dem Genusse sich ergeben.

Elegie zur Stadterhebung.

Endlich sind wir eine Stadt,
endlich werden wir belohnt.
Endlich weiß man was man hat,
endlich weiß man wo man wohnt.
Aus der Kirche wird ein Dom,
jede Kreuzung kriegt a Ampel –
aus der Fischach wird ein Strom,
nur mei Oide bleibt a Trampel.

Der Heuhupfer.

Der Heuhupfer, der ist verzagt,
er sich nicht zur Heuhupferin wagt.
Wo er doch allzu gerne hupfert,
liebevoll sie etwas schupfert.
Er zirpt in höchsten Tönen,
der Liebe möcht' er fröhnen.
Anscheinenden zirpt er ganz vergebens -
doch nicht die Liebe seines Lebens?
Ja auch ein Heuschreck hat es schwer,
die Liebe kommt selten daher.
Weil gern die Liebe startet,
wenn man sie nicht erwartet.

Der Schneck

Im Garten kriecht der Schneck herum -
weiß er auch warum??
Jaaaa - er will die Pflanzen fressen,

auf die der Gärtner so versessen!

Salat und Blumen aller Art,

Hauptsache sie sind auch zart,

Zucchini und Kartoffelblätter,

frißt der Schneck und wird so fetter.

Doch das Unheil naht des Nachts,

das Schneckenkorn,das machts.

Und Morgens liegen Schneckenleichen

auf den Wegen und verbleichen!

Der Gärtner hat gesiegt im Nu,

Im Garten ist jetzt wieder Ruh!

Des Abends.

Des Abends, bei dem roten Weine,
Bin ich nicht gar so mehr alleine,
Ich trinke einen guten Schluck,

Das Leben macht kurz einen Ruck.
Der Ruck, der tat mir gut-
Es erwacht die Glut,
Die einst mich hat geleitet.
Die Venen sind geweitet!
Hochdruck herrscht, es zuckt das Glied,
Ich frohlocke, sing ein Lied!
Doch in des Gartens kühlem Grunde,
Verfliegt die Lust im Nu,
Ich trink ein Glas, ja ich gesunde,
Und dann muss ich schnell lulu.

Wei

Gemütlich sitz i am Terasserl,

mit einem kleinen Weissweintasserl.

I schmauch oane, es stinkt und raucht,

damits mi morgn wieda schlaucht.

Doch heit schmeckts, so wia imma,

wei - 
morgen bin i vielleicht nimma!

Liebesgedicht.

....du bist die Sonne meines Lebens,
dich NICHT zu mögen ist vergebens,
du bist auf meinem Herz die Salbe,
du bist im Sommer meine Schwalbe,
du bist der Frühling, den ich brauche,
du bist der Atem, den ich hauche,
du bist der Kas auf meiner Pizza,
du bist der Sonnenstrand von Nizza,
du bist die Wurst auf meinem Brot,
ich bin die Schnur und du das Lot,
du bist die Luft in meinen Reifen,
wenn ich dich seh, krieg ich an Steifen,
du bist das Haar in meiner Suppe,
und darum bist du mir nicht schnuppe!

Pauline.

Da war noch die Pauline,
sie war ne Esoterikbiene.
Mit Kristall und Räucherstäbchen,
half sie manch verspanntem Mädchen.
Half auch mir, die Not war groß.
Mein steifes Glied bin ich jetzt los!

Wahre Liebe

In da Kuchl - die Gerlinde,
hat a ganz a zarte Rinde.
auch die Handerln, schlank und fein,
können nur die ihren sein.
Und wenn verliebt sie sich mir naht,
küß ich die Hand, die Knödel draht.
Weil dies ist ihre Meisterschaft,
im Knödel liegt der Liebe Kraft.

Der Gärtner

In der Liebe war Mathilde
eigentlich nie eine Wilde.
Sie war so sanft wie roter Mohn,
und liebte einen Herrn Baron.
Doch diesen hat der Wein verzückt,
Mathilde nach dem Gärtner blickt!
Und im Gartenhausgebilde,
wurd`die Mathilde eine Wilde.

Leasing

Die blonde Molly aus St. Gilgen,
wollt ihre Leasingrate tilgen.
Zu diesem Zwecke sparte sie,
jedoch das machte ihr viel Müh.
Sie lebte gern in Saus und Braus,
die Rate ist noch lang nicht aus.
Drum will sie sich jetzt ewig binden,
will einen Leasingtilger finden! Kaum war die Leasingrate aus,
warf sie ihn aus ihrem Haus!
So gehts!

Der Schwanz

Maria oft und gern beim Tanze,
zupfte stets an meinem Schwanze.
Ich merke schon, man ist empört,
denkt, die Moral die ist gestört.
Gemeint ist aber nur,
meine Pferdeschwanzfrisur!
Doch in Wahrheit wärs mir recht,
zupft sie mich öfter am Geschlecht!

Manuela.

Die süße Manuela,
aß von meinem Teela,
lag mit mir in meinem Bett,
war mir nicht zu fett.
Nein, nein im Gegenteil,
fand ihre Kurven äußerst geil.
Drum nahm ich sie zu meiner Frau.
Heute lieben wir uns nur mehr lau.

Der Junggeselle.

Meine Mutti die heißt Erna,
ist zum Wochenende gern da.
Putzt und wischt, bügelt, flickt,
bis das Kreuz sie heftig zwickt.
Dann fahrt sie zHaus und legt sich nieder.
Nächste Woche kommt sie wieder.
Weil - bei an Junggesellenhaushalt,
die Mutti s zHaus ned lange aushalt!

Tschagunns.

Das Fräulein hieß Patrizia,
war Abends für mich immer da.
Wir küßten und wir kosten uns,
auf Urlaub warma in Tschagunns.
Am ersten Tag schon stritten wir,
sie wollte mich, ich mehr das Bier.
Da war die Liebe ganz schnell aus!
Nach Tschagunns fahr i nimmer raus,
da bleib i lieber zHaus.

Kuschl, kuschl.

Heast was is des für a G´nuschl,
hintn durt beim Hollabuschl?
Is des ned die Meier Uschl,
Idenk no heit an sie in Fuschl.
Tuschl, tusch, einekuschl,
hintam Buschl, duat in Fuschl.
Gig a Ruha, du oide Sau,
die Meier Uschl is mei Frau!

Hochzeitsgedicht.

Liebes Brautpaar, jung und dumm,
jetzt seid´s vaheirat und wißts ned warum!

Der Bart.

Zum Zeitvertreib rauch ich Zigarre,
weil ich ganz gern der Dinge harre.
Schon Seneca erwähnt mit Ruh,
die Dinge kommen aus uns zu -
man muß sie nur erwarten können,
muß sich die Ruh des Wartens gönnen.
so wart ich halt und schau mir an,
wies einst der Meister hats getan.
Was mir das Leben wohl so bringt,
ob mir im Leben was gelingt.
Derweil ich vor mich hin so wart,
wächst mir ein ziemlich langer Bart.
Und die Moral von dem Gedicht,
der Bart, der is mei Lenensgschicht!

Mein Hobby.

Ja mein Hobby macht mich froh,
und vielen geht es ebenso.
Der eine Mensch der schürft nach Gold,
dem andren ist die Muse hold.
Der eine tut Kaninchen züchten,
der andre sich in Träume flüchten.
So mancher surft am Wellenkamm,
der andre isst gern Tauernlamm.
Der oane bei der Rettung werkt,
der andre sich gern Zahlen merkt.
Und so hat jeder was zum Tuan -
i tua am liebsten Nasnbuahn.

Philosophie.

Im Vakehr da gibt es Regln,
aufn See kamma gut sehln,
untern Hut kommt manche Maid,
hinterher tuts ihr dann Leid,
auf ana Glatzn wachst ka Hoa,
i glaub, ihr wißts jetzt was i moa.
Oda ned?
Is a scho Wurscht,
Wirt a Seidl, i hab an Durscht!

Ende gut, alles gut,

sprach die Mütze zu dem Hut,

lieber wär ich a Melone,

ein Barett wär auch nicht ohne,

gerne wär`ich ein Sombrero,

ungern Lorbeerkranz auf Nero,

Stahlhelm wäre mir zuwider,

Trachtenhuterl viel zu bieder.

I woaß eh, dass ois nix nütze,

also bleib ich eine Mütze!

Die Seefahrt.

Der Honzi fährt auf hoher See,
schon im November ward gebucht,
das Schiff ist groß und ziehmlich scheee,
die meisten Gäste sind betucht.
Das Meer ist blau, der Himmel weit,
heut fahr’ ma nach Jamaika,
da spüre ich die Ewigkeit,
der Maschinist spielt Balaleika.
Am Abend bin ich gut gekleidet,
tagsüber lieber leicht geschürzt,
den Smoking mir so mancher neidet,
nach dem Dinner wird gepfürzt.
So reist ich gern durch die Karibik,
stand an Deck, mit Schön - und Schiachn,
vom vielen Fressen rund und dick,
jetzt bin i wieder in Seekirchn.
Da schau i dann zum Fenster raus,
der Nachbar schaufelt Schnee,
am schönsten is es ja zu Haus –
a so a bleda Schmäh!

Risipisi.

Da Otto - mag Risotto,
da Franz - a Gans,
da Sepp - gern Oxnschlepp
oba I - mag Risipisi

Auf der Pirsch ...

da kam ein Hirsch
- er war unwirsch!
Doch er entfloh,
da war ich froh.

Die Rose.

Hallo Rose, aus meinem Garten -
willst du auf mich warten?
Dann komm ich mal im Morgengrauen.
Hallo du Rose, wie du so duftest,
wie du nach mir ruftest.
Ich komme bald, da wirst du schauen.
Hallo Rose, mit deinen Stacheln -
tust mir mit deinen Blättern wacheln!
Dann werd ich deinen Kopf abhauen.
Und stell ihn in die Vase,
ein Geschenk für meine Base.
Das Luder ist schon lange tot,
ach Rose, wie bist du rosarot.

Der Tod.

So ist das Leben halt,
auf einmal bist du kalt.
Die Tage sind gezählt,
man hat dich abgewählt.
Das Leben ist dahingeplätschert,
eigentlich wars eh sehr letschat,
heiratn und Kinda krieagn,
je nach dem auf Urlaub flieagn,
Schuidn machen, Häusl baun,
heimlich auf die Nachbarin schaun,
drum sollt das Leben mir was gebn,
i mecht beim Sterbm no was erleb´n.

I sterbat gern zwischen zwei Brüsten,
im Moment von höchsten Lüsten,
mit Freuden quere ich den Hades,
verlasse dich – du Sein, du fades!

Das Kreuzworträtsel.

Wo is des Wort,
in wöches Kastl,
i brauchs sofort,
ge hüf ma - Wastl.
Ja genau,
weibliches Schwein,
des hoaßt ja Sau,
und es passt rein!
Vierzehn waagrecht,
i bin gscheid,
Raubfisch - Hecht,
es geht supa, heit.
Jetzt bin i fertig,
jetzt bin i froh,
jetzt kann i endlich,
oba vom Klo!

Der Vernatsch.

Bei einem Glas Vernatsch,
red i oft an Quatsch.
Schlimmer noch beim zweiten Glas,
da red i nur mehr lauta Schas.
Doch beim Dritten da wirds schlimmer,
da torkl ich durchs Sprachgewimmer,
und beim Vierten is vorbei
mit der elends Sauferei!

Der Weis´l

Gegenüber, in dem Beisl,
traf die Jasmine ihn am Heisl.
War sofort total verknallt,
sie auch gleich die Rechnung zahlt.
Sie liebte ihn, die Jasemin,
doch war die Liebe schnell dahin,
denn schon in der Hochzeitsnacht,
wollt er ihr Geld und eine Jacht!
Die Jasemin behielt ihr Geld,
und auch die Jacht, was ihn sehr quält.
Zum Schluss bekam er nur den Weis´l -
jetzt sitzt er wieder in sein Beisl - auf´n Heisl!

Das Äfflein..

Verliebt hüpft er von Ast zu Ast,
wobei er immer gut aufpasst,
daß ihn kein Ästelein verdrießt.
Verliebt hüpft er einmal zu kurz,
man hörte einen kleinen Pfurz,
das Ästlein hat ihn aufgespießt!
Die Liebe führt oft ins Desaster,
des Äffleins Arsch braucht jetzt ein Pflaster!

Das Duett.

Belauschtes Gespräch von zwei Besoffenen vorm Wirtshaus, ca. 3 Uhr früh:
Hi,hi,hi,ho,ho,ho,ha,ha,ha,hu,hu,hu,
i bin i und du bist du!
Ho,ho,ho,ha,ha,ha,hu,hu,hu,hi,hi,hi,
bist das du ned, dann bins i!
Ha,ha,ha,hi,hi,hi,hu,hu,hu,ho,ho,ho,
du bist duat, dann bin i da!
Hu,hu,hu,hi,hi,hi,ho,ho,ho,ha,ha,ha,
i und du, mia san Zwa!

Das Osterei.

Rzgl, brzgl,frzglfrz,
blmbl,dlmbl,glmlgrz,
klpfr,plpfr,krmpflpfl,
schwazl,schwuzl,schwopflpfl,
stkm,stpl,wstlpei,
lgr, lgr - Osterei.

Die Sauf-Maus

Ja da Onkl meibner Frau,
sauft gern Wein in da Wachau.
Und da andre in Burghausen,
derf jeden Tag die Nachbarin mausen.
Jetzt woas i ned, wems bessa geht,
doch wissad i, was i gern tät.
I möcht am liebsten allewei a Sauf - Maus sei!

Nackt.

I tanz gern nackt, im 3/4tel Takt.
Die Meine ned, der is des z´bled.
Doch mi gfreit, wenn oiss schlackert,
des geht nur, wenn da Mensch ganz nackert.
Mit da Hosn, mitn Hemd,
gehts ned, weil des klemmt.
A der Wintermantel - offen,
läßt höchstens eine Hausfrau hoffen. Möglich is mit oan BeHa,
doch is meistens koana da,
Und ein Haarnetz am Gemächt,
is mir persönlich gar ned recht.
Obwohl a Nudlsieberl vorgehalten,
schützt vor Blicken und vor Falten.
Einzig mit da Zipfelhaubn,
kann man sich eings erlauben.
Zur Not gehts a moi mit Gilet,
oba ned bei Eis und Schnee.
Darum im Zweifel lieber ohne,
bei der erogenen Zone.

Größtes Drecksau Schweins Gedicht aller Zeiten.

Morgens werd ich munter,
sie holt mir einen runter.
Anschließend dann beim Zähne putzen,
lutscht sie mir den steifen Stutzen!
Nach dem feinen Frühstückspapperl,
leck ich ihre Saftfutlapperl.
Anschließend beim Mittagessen,
tu ich ihre Tuttln pressn!
Das Mittagsschlaferl ist zu Zweit,
weil sie macht die Beine breit.
Und dann gleich am Nachmittage,
mein Zipfel aus der Hose rage,
worauf mit ihrem Arsche dick,
die Alte wünscht sich einen Fick.
Doch ich nehm das Arschloch klein,
ja so ein Arschfick der ist fein!
Das Abendessen ist bereit,
ich auf meiner Geilen reit,
und danach bei dem TeVau,
leckt sie mir den Arsch, die Sau.
Doch um Zwölfe is vorbei,
mit der Tages - Fickerei.
Pfui Teifi!!



Der Wäscheständer.

Wieder einmal Waschtag.
Ich stopfte die Maschine voll. 30 Grad und Buntwäsche mußten reichen.
Dann holte ich den Wäscheständer aus dem Schlafzimmer und klappte ihn auf.
Als ich mich umdrehte sagte eine Stimme: "Aha, heute Waschtag?" "Wer war das?" fragte ich.
"Ich" sagte der Wäscheständer, "ich bin der letzte sprechende Wäscheständer dieser Welt."
"I werd narrisch" sagte ich, packte den Wäscheständer und schmiß ihn aus dem Fenster.
"Ich hasse sprechende Wäscheständer" - und holte das Bügelbrett aus dem Kasten.

Die Fröschin.

Es war einmal eine häßliche Fröschin, die sagte zu dem Hausmeisterbuben:
"Wenn du mich küsst, werde ich eine schöne Prinzessin, dann heiraten wir und du wirst König!"
Da sagte der Hausmeisterbube:
"Ja, das mache ich!“ und küßte die Fröschin auf den Mund.
Da blitze es und eine wunderschöne Prinzessin stand vor ihm. Er küßte sie gleich nochmal,
faßte ihr an die Titten, bekam einen Steifen und schnaxelte sie heftig.
Dann, nach kurzer Pause nochmal und dann nochmal.
Als die Sonne unterging, wurde es der Prinzessin zuviel! Sie sagte:
" Jetzt reichts!!"
Es gab einen Knall und einen Blitz und die Prinzessin wurde wieder ein Frosch!
Da dachte sich der Hausmeisterbub, soviel gschaxlt hab i auch noch nie,
zog die Hose hoch und machte sich auf den Heimweg.


Die 5 Pfefferoni.

Es waren einmal fünf Pfefferoni, die hangen sehr vergnüglich an einem Pfefferonistrauch.
Eines Tages, es war ein Donnerstag, die Sonne schien und einige Meisen zwitscherten
in den Büschen, da beschlossen die Fünf einen Ausflug zu machen. Sie hießen übrigens
Pfeffa, Pfeffe, Pfeffi, Pfeffo und Pfeffu. Erst schüttelten sie sich so kräftig, daß sie nacheinander vom Busch fielen.
Sogar Pfeffi fiel runter, obwohl er noch grün war.
Dann machten sich die Fünf auf den Weg. Beim Gartentor trafen sie eine Amsel.
Die riss gerade an einem mächtigen Regenwurm rum, der nicht aus der Erde wollte!
Wer bist denn du, fragte Peffera, worauf die Amsel - der Alois - sagte und dabei
den Regenwurm ausließ. Der Regenwurm gehörte zur Spezies der Killerwürmer und schlang sich,
als er frei war, sofort um den Hals der Amsel. Diese zuckte noch mit den Flügeln,
röchelte und gab den Geist auf. Scheiß Amsel - sagte der Regenwurm und schaute die
Pfefferoni mordlustig an. Er stürzte sich auf Pfefferu, das eine Ende noch im Boden und
wollte sie würgen. Doch da kam der Killerregenwurm an die Falsche!
Der scharfe Spitz von Pfefferu bohrte sich in den Wurm, der schrie auf - meine Augen -
ließ los und verschwand im Boden. Dem hab ichs aber gepfeffert -
sagte Pfefferu und alle lachten herzlich. So ein Abenteuer schon beim ersten Ausflug - sagte Pfeffere -
das reicht für heute und sie gingen wieder gemütlich zurück in den Garten.
Wie sie wieder auf den Busch gekommen sind, weiß ich nicht. Aber eines Tages landeten sie dort,
wo alle Pfefferoni landen, nämlich in einer Pfanne!


Das Bügelbrett.

Unlängst sagt das Büglbrett zu mir - du, i gangert gern wiedermal ins Kino.
Sag ich - wie stellsta des vor? Soll i di da hinschleppn?
Wie schautn des aus, i mit an Büglbrett unterm Arm ins Kino?
I weiß netamal obs dir überhaupt a Kinokartn verkaufn?
Und wie willstn da drin sitzn? Oder soll i di aufstelln?
Da siehst dann oiwei an Plafond und net die Leinwand! -
- Ajo - sagt mein Büglbrett - dann bleibma halt zhaus.
Ich wachte auf und merkte, dass neben mir im Bett mein Bügelbrett lag.
Ich sprang auf, rannte ins Bad, besorgte mir einen kalten Gesichtswaschgang,
setzte meine Brille auf, ging wieder zurück und sagte: - Schnucki, warum liegst du immer so steif im Bett?
Jetzt hab i di schon wieder mitn Büglbrett verwechselt und geträumt hab i a von dir!!
Ach Gott, sagt sie zu mir, wie schön.
Ja, aber du warst ein Bügelbrett und wolltest mit mir ins Kino gehn!
- Ja dann gemma halt ins Kino. Tät mi eh gfrein.
Sie schob die Bettdecke weg und ihre prallen Titten wackelten mich an!
Na gut - sage ich lüstern - aber erst später - i mecht vorher no a bissl bügeln.
Sie knallte mir eine und ging aufs Klo.
Seit dem leben wir getrennt.