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Die steirische Gebirgsbildungsphase im
Jungtertiär wurde von vulkanischen Erscheinungen begleitet. Der ältere, miozäne
Vulkanismus brachte im Karpat, also vor etwa 17 Millionen Jahren, vulkanisches
Gesteinsmaterial und Laven, die zu Trachyt und Andesit erstarrten. Im Baden, vor 15 Millionen Jahren, breitete sich das Meer vom Südosten her über weite Teile Mittel- und Osteuropas aus. Der steirische Vulkanismus, etwa bei Bad Gleichenberg und Weitendorf, war weiterhin sehr aktiv. |
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Während der Abschnürung des Meeresbeckens und
der allmählichen Aussüßung des Meeres kam es im jüngeren, pliozänen Vulkanismus zu
deckenförmigen Lavaergüssen, zur Bildung von Durchschlagsröhren und Tuffschloten, die
heute das Gebiet um Riegersburg und Klöch prägen. Der Weitendorfer Basalt steht am sauren Ende der Basaltentwicklung, sein Magmentyp wird zum Shoshonit gestellt. |
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Schon im vorigen Jahrhundert wurde der Steinbruch
zur Gewinnung von Baumaterial und Pflastersteinen genutzt, heute wird hauptsächlich zur
Asphaltmischgut Erzeugung abgebaut. Für Generationen von Mineralien- und Fossiliensammlern war der Steinbruch ergiebiger Fundort für Mineralien, die die Blasenhohlräume im Gestein auskleiden. Leider wurde von der Betriebsleitung ein Sammel- und Begehungsverbot erlassen. |
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| Bergkristalldruse | Chalcedon und Calcit |
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In den Blasenhohlräumen, die oft einen Durchmesser von bis zu 50 cm erreichten, fand man vorwiegend Quarze in durchsichtigen, farblosen, seltener hellviolett gefärbten Kristallen, Achat kam als Mandel- und Spaltenfüllung vor und Chalcedon bildete hell- bis dunkelblaue nierig-traubige Überzüge, die manchmal von winzigen Pyriten übersät waren ("Weitendorfer Sternenhimmel"). Carbonate - Calcite in verschiedensten Farben und Formen und Aragonit in bis zu 10 cm langen säuligen Kristallen erfreuten das Sammlerherz! |
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Baryt, Ilmenit, Gips, Ferrierit, Klinoptilolith,
Natrolith, Harmotom und Heulandit kamen oft nur in winzigen, mm-großen Kristallen vor und
waren wohl die besonders begehrten Raritäten aus dem Weitendorfer Basalt. Gutes Werkzeug, Ausdauer und Geschick beim Bearbeiten des Gesteins vorausgesetzt, hat dieser über die Bundesgrenzen Österreichs hinaus bekannte Steinbruch zahlreichen Mineralienfreunden Sammelerfolge garantiert. |