"Kultur"
- Meine
Gedanken und Überlegungen zu diesem Thema
„Schreib
mal was Gescheites, schreib über Kultur!“ Damit gab mir ein Bekannter mein Büchlein
Ohne Anfang und Ohne Ende wieder
zurück.
„Soll
das ein Witz sein? Du weißt doch genau, dass ich seit Jahren davon rede, dass
wir in einer Zeit der Unkultur leben! Was heute Kultur genannt wird, zeigt doch
nur die Auswüchse der westlich orientierten Gesellschaft und das Ende eines
Zeitalters. Soll ich vielleicht darüber schreiben? Oder glaubst du, dass es
gescheit ist, wenn ich berichte, dass Politiker nur die Marionetten tödlich
abartiger Machthaber sind, die sich im Hintergrund halten? Oder soll ich nur
schreiben, wie diese Politiker mit ihren Günstlingen und Gurus den Menschen,
den politisch diktierten Wahnsinn ihrer Auftraggeber, als Kultur
verkaufen?
Über dieses künstlich aufgeblähte Monstrum, das heutzutage Kultur genannt
wird, schreibe ich nicht!“ Damit war unser Gespräch beendet.
Seine
Worte hatten sich aber soweit in meinem Ohr festgesetzt, dass ich neugierig
wurde, was die Menschen in meinem Umfeld mit dem Thema Kultur verbinden und
befragte in den nächsten Wochen zuerst meine Familie und dann Freunde zu diesem
Thema.
„Theaterbesuche, Musical, Subventionen, Schauspieler; Sänger, Bildhauer,
Ballett, Musik und musizieren, Bücher und lesen, das Nachmachen von schönen
alten Handarbeiten, Konzert; Lebensstil, alles Schöne, Benehmen, Ess- und
Wohnkultur, alles Positive; Kulturtage, Kulturgroschen, Kulturzentren.“ Einige
der Antworten lauteten auch: „Ägypten, Indianer, all die Sachen mit den
Naturvölkern.“ - Viele der Aussagen deckten sich mit dem, was nach meiner
Meinung als Kultur verkauft wird. Doch ist das Kultur?
Anschließend wollte ich wissen was mir die klugen Bücher in meiner Bücherwand
zum Wort Kultur sagen konnten.
Alle
waren darin einig, dass sich das Wort vom lateinischen Wort „cultura“
ableitet.
STOWASSER (Ausgabe 1910): Übersetzung von „cultura,-ae“:
1.Bearbeitung, 2.Ausbildung, 3. Verehrung bzw. Huldigung.
PETRI Fremdwörterbuch (Ausgabe 1820): Bildung oder Ausbildung des
Geistes.
MEYER (Ausgaben 1882 und 1910): Geisteshaltung;
Entwicklung und Veredelung des Menschen durch Ausbildung seiner Anlagen.
DUDEN (Ausgabe 1970): Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Leistungen und
Äußerungen einer Gemeinschaft oder eines Volkes.
Mir fiel eine Änderung der Bedeutung des Wortes im Lauf der Jahrzehnte auf und
für einen kurzen Augenblick erschien der Roman „1984“ von Orwell vor meinem
geistigen Auge. - Das gefiel mir gar nicht! Ich verdrängte das Bild sofort
damit, dass ich die Bedeutungsänderung auf einen natürlichen Wandel zurückführte.
Worüber
sollte ich nachdenken und schreiben?
Ich
weiß ja, dass viele meiner Mitmenschen viel lieber „Brot und Spiele“ der
Herrschenden genießen als sich durch unnötige Gedanken in ihrer
Ruhe und in ihrer Bequemlichkeit stören zu lassen.
Und
ich?
Ich
war nicht bereit intensiv darüber nachzudenken, wie die Manipulation geschieht!
Mir genügte mein eigenes Wissen um die Manipulation durch die Herrschenden völlig!
Ich
verbannte daher jeden weiteren Gedanken an Kultur aus meinem Bewusstsein.
Da
aber ich nicht bereit war einen weiteren Gedanken an dieses Thema zu
verschwenden, beschäftigte sich in den folgenden Jahren mein Unterbewusstsein
mit dem Thema Kultur. Die unterschiedlichsten Berichte in den Medien, manche
Gespräche oder Bücher ließen immer wieder für kurze Zeit die Frage in mein
Bewusstsein hochsteigen: „Unkultur oder doch Kultur?“
Erst nach meinem Aufenthalt in Westkanada und einigen Gesprächen mit den dort
noch lebenden Ureinwohnern, war ich dazu bereit, ernsthaft über Kultur
nachzudenken. Vielleicht
narrte mich ja meine innere Stimme seit Jahren, wenn sie von Unkultur sprach!
Was verbinde
ich mit diesem Wort? Woran erinnere ich mich aus der Schulzeit (bis 1966)?
Was fällt mir sonst zum Thema Kultur ein?
In der Schule wurde streng unterschieden zwischen den „Kulturen vor der Kultur
des Abendlandes“ und der „Kultur des Abendlandes“. Mir ist nicht
bekannt, dass diese Kultur später durch eine andere Kultur abgelöst worden ist!
Die
Kulturen
vor der Kultur des Abendlandes
Ich erinnere ich mich an die Megalithkultur. Sie wurde
nach den
riesigen (noch erhaltenen) Steinzeugen so genannt, die rund um den Globus
verstreut zu finden sind. Es war weder bekannt aus welcher Zeit sie genau
stammen, noch von wem, warum und wozu sie errichtet worden waren. – Ob heute
wesentlich mehr bekannt ist?
Wir wurden auch
über die kretische und mykenische Kultur, die Kultur der Sumerer, Babylonier
und Assyrer, die Kultur der Phönizier, der Ägypter, Perser, Griechen und Römer
unterrichtet und erfuhren, dass sie alle untergegangen sind.
Wurden
den Maya, den Azteken oder den Inka nennenswerte Kulturen zugesprochen? Ich weiß
nur mehr, dass im 16. Jahrhundert die Spanier und Portugiesen und ihre
Missionare vor allem die Azteken und Inka als Völker ausgerottet haben, und
zwar aus Goldgier und im Namen Christi. Nach meiner Erinnerung wurden diese „indianischen“ Völker auch irgendwie in einen gemeinsamen Topf
geworfen und als barbarische Wilde bezeichnet. Und das, trotz ihrer großartigen
Bauwerke und Errungenschaften! – Auch
der Unterricht in der Klosterschule musste sich an den offiziellen (staatlich
vorgegebenen) Lehrplan halten!
An eine
unterrichtete Kultur der Kelten und Germanen kann ich mich nicht erinnern, aber daran, dass auch diese Völker irgendwie in einem gemeinsamen Topf
landeten. Außerdem wurde mir das Bild von Wilden und Barbaren vermittelt.
Die Ureinwohner
der entdeckten und eroberten Kontinente galten allesamt als primitive Wilde ohne
jegliche Kultur! - Archäologie und Anthropologie haben zwar in den vergangenen,
mehr als dreißig Jahren bewiesen, dass die Ureinwohner weder primitive Wilde
waren noch ohne Kultur lebten, doch das hat auf die öffentliche Meinung der
westlichen Gesellschaft - mit Ausnahme der ESO-Szene - wenig bis keinen Einfluss! Wie sonst könnte die ach so
humane, westlich orientierte Gesellschaft nach wie vor, und mehr denn je aus
Geldgier die
Heiligen Stätten dieser Menschen in so frevlerischer Weise zerstören! -
Sie haben eben keine Lobby, die ihre Interessen vertritt!
Haben wir in der
Schule je über Gemeinsamkeiten der untergegangenen Kulturen gesprochen oder
eine Zusammenschau gemacht?
In meinem Gedächtnis
kann ich nichts darüber finden. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, je
davon gehört oder gelesen zu haben. Vielleicht finde ich mit der richtigen
Frage auch eine Antwort.
Was
ist aus meiner Sicht allen untergegangenen Kulturen gemeinsam?
Sie
standen immer in enger Beziehung mit einem Volk, seinem Land, seiner Religion,
seinen Kulten und seiner Sprache.
Es wurden Reiche gebildet, die dann ein Staatsgefüge notwendig machten.
Es wurden erfolgreiche Eroberungskriege geführt und für die damalige Zeit
entstanden zum Teil Großreiche die aber wieder zerfielen, weil sie unüberschaubar
und somit unregierbar geworden waren oder sich die Erbnachfolger zerstritten hatten.
„Small is beautiful!“ Die These von
Leopold Kohr unterbricht kurz meine Gedanken!
Die
Völker galten allesamt als Heiden, doch sie wurden zivilisiert genannt.
Sie hatten eine Schrift entwickelt, um ihr Wissen verbreiten zu können und/oder
für die Nachkommen zu erhalten.
Sie hatten großartige Bauwerke errichtet die dann aber - von der Nachwelt
vergessen - verfielen und von der Natur wieder vereinnahmt worden waren.
Seit
Mitte des 18. Jahrhunderts werden sie, vom Zahn der Zeit angeknabbert, von den
Archäologen mühsam wieder ausgebuddelt. – Die Neugier und das Interesse der
Wissenschaft ist groß und aus meiner Sicht gilt die Sorgfalt bei den
Ausgrabungen nur den ausgegrabenen
„Objekten“! Was würde wohl ein Archäologe sagen, wenn ich ihn als modernen
Grabräuber bezeichne? Ob diesen Menschen klar ist, dass sie mit ihrer Arbeit
die Ruhe der Toten stören?
Nach meiner Erinnerung an die Schule, ließen heidnische Eroberer (Ausnahmen
bestätigen nur die Regel) die eroberten
Völker und ihre Kulturen leben. Sie unterjochten zwar die eroberten Völker und
rekrutierten ihre benötigten Sklaven, doch sie arrangierten sich
immer so weit es möglich war mit der geistigen und spirituellen Führungsschicht
der eroberten und unterjochten Völker.
Sie entstanden
immer irgendwie aus dem Nichts, um dann wieder unterzugehen und/oder einer neuen
Kultur Platz zu machen. - Es hat mich schon immer gestört, dass nichts darüber
bekannt ist, wie lange ein Volk benötigt, um eine Hochkultur zu entwickeln.
Welche
Gemeinsamkeiten kann ich für den Untergang der Kulturen finden?
Für mich ist
sicher, dass ein übergeordnetes und daher widernatürliches Staatsgefüge, die Gier
nach Macht und Besitz und die Aufgabe innerer Werte zugunsten der äußeren
Werte ein Volk innerlich schwächen.
Die Menschen bemühen sich dann das Fehlen der inneren Größe mit äußerer Größe,
in Form von gigantischen Bauwerken, wettzumachen, doch das Volk ist so geschwächt,
dass es den Machtgelüsten anderer Völker zu wenig Widerstand entgegensetzen
kann und untergeht. -
Und das wird heute als Hochkultur bezeichnet?
Kann es wirklich sein, dass die Nachwelt von einer Kultur erst dann spricht, wenn das Volk
seine Dekadenz zeigte?
Ein bisschen
stimmen mich meine bisherigen Überlegungen traurig.
Die Kultur des Abendlandes
Die Kultur des
Abendlandes folgte auf die untergegangenen und zerstörten Kulturen, und sie hat
überlebt.
Die
Kultur des Abendlandes? –
Ich horche dem Klang nach und der Begriff wird langsam schwammig und zerfließt.
Sonderbar! Während meiner Schulzeit war die Kultur des Abendlandes ein geläufiger
und fester Begriff. Vielleicht liegt das
nur daran, weil ich mich damals noch nicht für die Kraft der Worte
interessierte.
„Zivilisation
!!“
-
Drohend und warnend drängt das Wort in meine Überlegungen.
Im DUDEN lese ich
zu zivilisiert: gesittet, verfeinert und kultiviert. Bei Zivilisation steht: "Durch Fortschritt der Wissenschaft und Technik verbesserte
Lebensbedingungen".
– Gibt es eine Zivilisation ohne
zivilisierte Menschen?
Wird eine Kultur
von der Zivilisation abgelöst? Wird im Zuge der Zivilisation eine Kultur unnötig
und unmöglich? Verkümmert in der Zivilisation das Bewusstsein e i n
V o l k zu sein, mit e i
g e n e n Fähigkeiten und
Fertigkeiten und mit einer e i g e
n e n R e l i g i o n und den damit
verbundenen Riten, die von diesem Volk auf diesem Land entwickelt wurden?
Das
Gebiet der Kultur des Abendlandes
Der Begriff Abendland gibt keinen Hinweis auf ein bestimmtes Volk und sein Land. „Abendland“ und „Morgenland“ waren
ja ursprünglichen nur die Bezeichnungen für Osten und Westen, da es noch
keine geographischen Grenzen gab. Später wurde das Gebiet des Weströmischen Reiches als Abendland
bezeichnet.
Und nach den Entdeckungen der „Neuen Welt“ wurde der Begriff
Abendland dann generell auf alle von den Europäern eroberten Gebiete übertragen. -
Warum sprechen wir heute nur mehr von der Westlichen Welt?
Die
Zeit der Kultur des Abendlandes
Die Kultur des
Abendlandes spielt im sogenannten „Zeitalter der Fische", als sich unser
Sonnensystem vor dem Hintergrund dieses Sternbildes bewegte. - Fische waren auch
das
geheime Erkennungszeichen der ersten Christen.
Um den Beginn
dieses neuen Zeitalters wurde unter der Herrschaft der Römer in Palästina ein
Mensch geboren, der Angehöriger des auserwählten Volkes war. Er erkannte den
zunehmenden Verfall der Kultur seines Volkes durch die von den
„Schriftgelehrten“ entweihten alten Überlieferungen und Traditionen seiner
Ahnen und mahnte zur Umkehr und zum Umdenken. – Er sammelte vor allem unter
den einfachen Menschen, die keine Schriftgelehrten waren, Anhänger um sich, und
wurde schließlich von den geistigen Führern seines Volkes als Revolutionär,
Aufwiegler und Frevler bezeichnet. Er starb am Kreuz! Seine Anhänger wurden
verfolgt und aus dem auserwählten Volk ausgeschlossen.
Einige Jahrzehnte
später - noch immer unter der Herrschaft der Römer - wurde Paulus, ein Mitglied der
geistigen Führungsschicht des auserwählten Volkes, von der Idee zur Umkehr berührt.
Er machte die Aussagen des Gekreuzigten zu Glaubenssätzen und den Gekreuzigten
zum Religionsstifter einer neuen Heilslehre, heute genannt das Christentum. Als
ehemaliges Mitglied der geistigen Führungsschicht und Schriftgelehrter des
auserwählten Volkes erklärte er die neue Lehre zur auserwählten Lehre und die
Anhänger, genannt Christen, zu auserwählten Menschen. Trotz der vielen
Christenverfolgungen in der Folgezeit, wurden seine Anhänger immer mehr und
verteilten sich im gesamten Römischen Reich.
Mehr als zwei
Jahrhunderte später erkannte Kaiser Konstantin der Große, der damalige
Herrscher des Römischen Reiches, dass auch sein Reich vom Untergang bedroht
wurde. Er machte das Christentum zur neuen Staatsreligion (313) und hoffte so und
mit der auserwählten Lehre sein Reich zu retten.
Seit dieser Zeit
gingen Eroberung, Besiedlung und Missionierung zur auserwählten Lehre immer
Hand in Hand!
„Beraube
ein Volk der geistig-spirituellen Führungsschicht, seiner Religion und seinem
Ahnenkult und du hast den Felsen, auf dem du eine Kirche bauen kannst!“ - Wen
interessierte, dass auf einem Felsen kein Grashalm wächst? Wen interessierte,
dass in einer Kirche kein Volk gedeihen und sich entwickeln kann, sondern sich
nur eine kopf- und wurzellose Menge vermehrt!
Die KELTEN und
GERMANEN galten im Römischen Reich als Wilde und Barbaren. Sie wurden in
einigen Schlachten besiegt, aber sie konnten von den Römern nie vernichtend
geschlagen werden.
- War am Untergang
dieser Völker und ihrer Kulturen die zur Staatsreligion erhobene auserwählte
Lehre schuld?
Wie alle Naturvölker hatten auch die Kelten und Germanen nur Zeichen, Symbole
und ihre Mythen, um wichtiges Wissen an die Nachkommen weiterzugeben. Damit
wurden die Weisheiten lebendig erhalten, die für den Fortbestand des Volkes
oder Stammes wichtig erschienen. Aus diesem Grund gibt es auch keine eigenen
schriftlichen Aufzeichnungen dieser Völker, sondern nur Schriften über sie! -
Was wir wissen, wissen wir nur aus den Schriften der Sieger!
Auch
die Kulturgeschichte wird immer nur von den Siegern geschrieben!
Die
Religion der Kultur des Abendlandes
Vom Privileg der
Israeliten als auserwähltes Volk, leitete Paulus das Privileg der auserwählten
Lehre ab!
Aus der Staatsreligion des Kaiser Konstantin und späteren Pflichtreligion
des Römischen Reiches leitete die Römisch-Katholische-Kirche ihr Privileg zur „auserwählten
Heiligen Kirche“ ab!
SIE wurde zur
Institution mit Sitz in Rom und erhob im Lauf einiger Jahrzehnte in allen
Belangen den totalen Führungsanspruch. Der Papst war absoluter Herrscher im
Kirchenstaat, und wurde als Vertreter Gottes auf Erden, „Heiliger Vater“
genannt! Er wurde zur übergeordneten Instanz, dem sich auch die weltlichen
Herrscher zu unterwerfen hatten! Im 16.
Jahrhundert entzog sich dann Heinrich VIII. von England dem Diktat von Rom. Er
gründete seine eigene Kirche, die „anglikanische Kirche“, und machte sich
selbst zu ihrem Oberhaupt. Aber dreizehn Jahrhunderte vorgegebenes Denken prägte
auch diese Kirche!
SIE machte die
Sprache der „alten Römer“ zur Sprache der Kirche! Daher wurde Latein zur
Sprache der Gelehrten und zur Sprache der Naturwissenschaft. – Diese
„tote Sprache“ ist immer noch die Sprache der Röm. Kath. Kirche und
weitgehend die Sprache in der Medizin. Sie ist auch heute noch die Sprache der
verschiedenen Zweige der Wissenschaft, sofern sie nicht durch Englisch abgelöst
wurde.
SIE führte eine
neue Zeitrechnung ein, die mit Christi Geburt und dem Jahr 0 begann, und die für
alle Menschen Gültigkeit zu haben hatte!
SIE
bestimmte wer als Mensch oder Unmensch galt!
SIE gab die
geistigen Führer der eroberten Völker der Lächerlichkeit preis und/oder nahm
sie gefangen, verdammte und ermordete sie und deren Anhänger. Völker zählten
nicht mehr! Nicht einmal die Angehörigen des auserwählten Volkes waren sicher
vor Verfolgung und manchmal auch Ermordung.
SIE durfte sich
als Einzige über das Gebot hinwegsetzen: „Du sollst nicht morden“ (AT
Deuteronomien 5,17); und auch über die Worte der Bibel: „Der Herr sprach zu
Kain nach dem Brudermord: Darum soll jeder der Kain erschlägt, siebenfacher
Rache verfallen“ (AT Genesis 5,15).
SIE hatte die von
Gott auferlegte Pflicht übernommen, die „Unmenschen“ im Namen Gottes,
Christi und des Kreuzes zu verfolgen, zu bekehren oder zu töten.
SIE
segnete die Waffen der Kämpfer und Soldaten und machte den Völkermord genauso
gesellschaftsfähig, wie den Brudermord! - Es starben Abermillionen! - Auch
eine Möglichkeit eine Überbevölkerung in den Griff zu bekommen und/oder Raum
zu schaffen für die auserwählten Menschen, die zur „Bevölkerung“ der
eroberten Gebiete wurden.
SIE war die
auserwählte Kirche. Nur das Christentum war die wahre Religion, nur ihre Anhänger,
die getauften Christen, waren die auserwählten Menschen. Das alleinige und
allgemein gültige Lehrbuch war anfangs nur ihre „Heilige Schrift“ mit dem
Alten und Neuen Testament und es gab nur diese Lehren und dieses Wissen. Mit den
Eroberern wurde dieses „Lehrbuch“ von den Missionaren über die ganze Erde
verbreitet, und war anfangs das einzige Lesebuch. Ist
jemandem aufgefallen, dass die Christen in Wirklichkeit Paulinisten sind? Jesus
Christus war nach meinem Verständnis gläubiger Jude! ER wollte keine neue
Lehre gründen, sondern die in Dogmen erstarrte und verhärtete Lehre „seiner
Vorväter“ reformieren. Gleichgültig ob er in Natura gelebt hat oder nur in
den Schriften der Bibel existiert.
Lesen und
schreiben wurde anfangs nur in Klöstern von Mönchen gelehrt und Übersetzungen
von Mönchen und den Juden geschrieben, die als „Schriftgelehrte“ den
Verfolgungen entkommen waren.
Dazu kamen Abschreibfehler und Übersetzungen der Übersetzungen. Alles durch
„Kreuz“ oder „Bundeslade“ subjektiv interpretiert und auch noch durch
den jeweiligen Geist des Abschreibers oder Übersetzers subjektiv gefärbt!
Gewollt oder ungewollt, bewusst oder unbewusst entstand ein falsches Bild. - Es
gibt auch heute keine wie immer geartete Übersetzung, die von dieser
Denkungsart nicht geprägt ist.
Und wenn sie die
Bilderschrift der Ägypter selbst entziffern können, so haben sie keine Ahnung
vom Wesen und der Kultur der Ägypter, denn die Übersetzer gehen von falschen
Voraussetzungen aus: Die Ägypter galten unter dem Signum der
„Schriftgelehrten“ als Ausbeuter und Versklaver der Israeliten und unter dem
Signum der „Mönche“ zusätzlich auch noch als Heiden. - Und dieses Denken ist bereits in die ersten Übersetzungen (auch
der Griechen) eingeflossen! Der Pharao als
Gott - der Papst ist Stellvertreter Gottes auf Erden und der Heilige Vater! Die
Ähnlichkeit bei der Toten- und Trauerzeremonie von Pharao und Papst! Mir wird
ganz schlecht bei diesem Gedanken.
Und wenn sie die
EDDA von vorn bis hinten kennen, so haben sie dennoch keine Ahnung vom Wesen und
der Kultur der Germanen, denn diese galten bereits im Römischen Reich als
Barbaren. Die Niederschrift der Überlieferungen ihrer Mythen aber stammt von Mönchen
und dieses Denken ist von Anfang an in die Niederschrift eingeflossen.
Dasselbe gilt für
alle anderen schriftlichen Zeugnisse der untergegangen Kulturen, die erst in den
letzten Jahrzehnten langsam entschlüsselt werden! - Dargestellte oder
beschriebene Gräueltaten werden immer noch nur als barbarische Folter oder Mord
gedeutet und übersetzt, weil das zugrundeliegende Denken und die Beweggründe
der Völker unbekannt sind!
Einmal das auserwählte
Volk, dem der HERR befahl ins Gelobte Land zu ziehen. –
Wenn die Vernichtung der Völker auf diesem Weg wirklich vom HERRN gewollt war,
was haben sie dann aus dem „Erschaffer der Welten“ für einen
vermenschlichten HERRN gemacht!
Es
steht doch auch im AT geschrieben, dass nach der Sintflut nur Noah und seine
Kinder überlebten.
Bin ich nun Jüdin?
Sind wir alle Juden und damit ohnehin
auserwählt?
Oder doch nicht?
Oder war alles ganz anders?
Oder war es nur ganz
anders gemeint?
Oder sollte damit nur die Auserwähltheit dokumentiert und bestätigt
werden?
Eine Lüge, auch wenn sie hundertmal wiederholt wird, bleibt immer ein Lüge. -
Wer will die Lüge sehen?
Dann die auserwählte
Kirche, deren Missionare ausziehen mussten, den Menschen auf der Erde das
Evangelium zu verkünden, um Seelen zu retten und Anhänger zu gewinnen! -
Nahm Jesus Christus, als Lamm Gottes, wirklich auch die Sünde dieser Völkermorde
auf sich? Er soll doch gesagt haben: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder
antut, das tut ihr mir an!“
„Denn
sie wissen nicht was sie denken und reden! Erkennen sie, dass sie gedacht
werden?“
Was
bedeutet Kultur für mich?
Je mehr meine
Gedanken um die Kultur des Abendlandes und das Thema Kultur kreisen und je
tiefer ich in dieses Thema eindringe, desto mehr stelle ich fest, dass fast
nichts von dem Gültigkeit hat, was in der Schule gelehrt wurde oder heute „gängige
Meinung“ ist.
Muss ich in die
Zeit vor Christi Geburt und vor die Zivilisation zurück gehen, wenn ich für
mich zur Bedeutung des Wortes Kultur finden will? Kann ich Kultur nur
„be-greifen“, wenn ich Geist und Seele und somit die Mentalität eines Volkes
kenne?
Muss ich mich in ihren Zeitraum versetzen und ihr Denken, Fühlen und Empfinden
zu meinem eigenen machen?
Muss ich mich von ihrem Wirken durchwirken lasse und in ihrer Wirklichkeit
leben?
Immer
wieder dieser Wunsch zu den Wurzeln zu gelangen! Dieses Hineingehen in Zeiträume
ohne Anhaltspunkte und mit der Schwierigkeit, auch noch den Schutt wegräumen zu
müssen!
Es ist wirklich ein Kreuz, mit dem Kreuz und mit dem Goldenen Kalb in der
Bundeslade!
Warum
tue ich mir das an? Warum sage ich nicht einfach, das geht mich nichts an? Warum
machen mich aber die vorangegangenen Gedanken und Überlegungen so betroffen?
Ist es wirklich nur der Wunsch, meine ur- und arteigenen Wurzeln zu finden?
Kultur zeigt das
harmonische und natürliche Zusammenwirken von Volk, Religion, Kult und Kunst.
Sie gehören zusammen, wie die Sonne mit den Planeten mit allen Monden und mit
ihren Bewegungen zu unserem Sonnensystem gehören.
Volk = Leute; Angehörige = Ein sich verstanden und
zugehörig fühlen.
Volk ist demnach eine Gemeinschaft von Menschen, die
gemeinsame Laute (Leute) hervorbringen, die gleiche Worte sprechen können und
die fähig sind, diese Laute zu hören (Angehörige), um diese Worte zu
begreifen. Daraus entwickelt sich die Muttersprache in ihrer ursprünglichen
Bedeutung und das damit verbundene Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Religion = Rück-sicht,
das Bedenken, Gewissenhaftigkeit, Heiligkeit; Besinnung auf das gemeinsame höhere
Wesen und die gemeinsamen Wurzeln, die in den Schöpfungsmythen erzählt werden;
die Ehrung der Ahnen und die Achtung des Lebendigen.
Kult = Drehung
zur Wurzel; Formen des Ausdrucks für Huldigung, Ehrerbietung, Achtung, Freude
und Trauer, die mit dem Herzen und aus Überzeugung gefeiert und mit Riten
verbunden zelebriert werden.
Kunst = Kennen, Können,
Wissen, Weisheit, sowohl bei der Fertigung von Gegenständen
als auch der Fähigkeit der Entwicklung (Heilkunst, Baukunst, Malkunst
usw.), das Wissen um die Zusammenhänge!
- Kultur ist das
geistige Erbe eines Volkes und zeigt die Fähigkeiten und das Können seiner
Angehörigen.
- Kultur ist
immer lebendig, denn sie ist vom Wachstum u
n d von der Entwicklung dieses
Volkes abhängig.
- Kultur zeigt das von diesem Volk in einem Zeitraum entsprechend entwickelte
Urwissen der Menschheit.
- Kultur ist das in diesem Volk von den Ahnen Überlieferte, das in diesem Volk
Gewachsene, und das von seinen Angehörigen Hervorgebrachte!
Ein Volk und
damit seine Kultur gehen dann unter, wenn die materiellen Werte und die
Errungenschaften so überbewertet werden, dass die geistigen Werte dafür
aufgegeben werden.
Ein
Volk und damit seine Kultur gehen dann unter, wenn statt des Kultes nur mehr die
zum Kult gehörenden Handlungen, Praktiken und Rituale wichtig erscheinen.
Ein
Volk und damit seine Kultur gehen dann unter, wenn das Gewachsene und Überlieferte
durch Übernommenes und Artfremdes ersetzt wird.
Die
Unkultur des Abendlandes und ihre Weltanschauung
Nach meinen
letzten Überlegungen hat es nie eine Kultur des Abendlandes gegeben! Die Kultur
des Abendlandes ist eine Täuschung! Um von einer Kultur des Abendlandes
sprechen zu können, fehlten die entscheidenden Voraussetzungen.
- Es fehlte das
zu einer Kultur gehörige Volk!
- Es fehlte eine diesem Volk eigene Sprache!
- Es fehlte die Lebendigkeit und damit ein entsprechend entwickeltes Urwissen!
Es gab
n u r die Weltanschauung des Abendlandes, die geprägt wurde von
der Geisteshaltung der Röm. Kath. Kirche, und die in verschiedene
Zeitabschnitte mit den damit verbundenen Stilepochen und entsprechenden
Kunstrichtungen eingeteilt wurde.
Ich will die
Leistungen dieser Menschen, die sich in den vielen vergangenen Jahrhunderten über
die ganze Erde verbreitet haben in keiner Weise herabwürdigen.
Abgesehen von Zerstörung, Verwüstungen und Völkermorden haben diese Menschen
auch Hervorragendes geleistet und geschaffen!
Ich will auch die
großartigen Werke der alten Meister der verschiedenen Kunstrichtungen und
Stilepochen nicht missen, denn in vielen dieser Kunstwerke ist heute noch die
Seele ihrer Meister zu spüren, und viele erfreuen meine Augen und meine Ohren
und damit mein Herz.
Doch es ist eine
Tatsache, dass die seit dem 4. Jh. n. Chr. herrschende Weltanschauung des
Abendlandes unvorstellbares Leid über die Menschen gebracht hat!
Mit der
Institution Röm. Kath. Kirche mit Sitz in Rom und dem Papst als oberster
Instanz auch in weltlichen Angelegenheiten, gab es im sogenannten Abendland nur
mehr eine Kirche, mit ihrer eigenen Lehre, und den Dogmen. Eine Kirche mit
eigener Sprache und deren Anhänger!
Daher waren Völker ab diesem Zeitpunkt fehl am Platz! Kulturen und/oder eine
andere Weltanschauung wurden über Jahrhunderte nicht mehr geduldet!
Die Menschen
des Abendlandes wurden zu Wurzellosen.
Völker und deren
Angehörige ziehen ihre Kraft aus den arteigenen Wurzeln. Diese werden vor allem
durch die, diesen Völkern eigene Religion und die von den Ahnen überlieferten
Traditionen genährt!
Den Menschen wurden in diesem Zeitalter und mit dieser Weltanschauung ihre arteigenen Wurzeln teilweise auf brutalste Weise
abgeschnitten.
Die Völker
wurden zur Bevölkerung und die Menschen zu Bewohnern von Staaten oder Nationen.
Die Angehörigen der Völker mit ihren überlieferten Werten und Traditionen
wurden zu Anhängern der Glaubenssätze der Röm. Kath. Kirche und zu Anhängern
der Weltanschauung des Abendlandes.
Und
dann haben diese Menschen ihre Wurzel- und Heimatlosigkeit über die ganze Erde
verbreitet!!!
Was
ist bezeichnend für die Weltanschauung des Abendlandes?
„Die Kreuzzüge“
- Vom Ende des 11. bis zum Ende des 13. Jahrhunderts im Grunde nur getarnte Raub-
und Beutezüge der Röm. Kath. Kirche, im Namen Christi und unter dem Banner des
Kreuzes!
„Die Türkenkriege“
– Von der Mitte des 14. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts als Kampf zwischen
Kreuz und Halbmond „getürkte“ Kriege der Röm. Kath. Kirche im Namen
Christi und unter dem Banner des Kreuzes, um die Vormachtstellung in den
betroffenen Gebieten und um die Einkünfte aus diesen Ländern!
„Der
Sklavenhandel“ - Grausamer Menschenhandel und Menschenmord, der mit der
Entdeckung Amerikas aufblühte und bis zum Jahr 1865 dauerte. Die Kassen von
allerchristlichen Majestäten, Kirchen und Händlern wurden dadurch prall gefüllt.
Die Sklavenküste ist der Teil der Küste
Westafrikas, aus dem die kräftigsten Sklaven stammten, und verdankt ihren Namen
diesen unvorstellbaren Grausamkeiten!
„Die Ketzer-
und Hexenverfolgungen“ - Vom 12.
bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gründliche Ausbrennung Andersdenkender,
Mahner und alter Volksweisheiten. Die lodernden Scheiterhaufen und der Geruch
von verbranntem Fleisch gehörten zum Alltag der Menschen!
„Die
Entdeckungen der Neuen Welt“ – Die Gier der Kirchen, der allerchristlichen
Majestäten und der Adeligen nach Besitz, Land, Gold und Seelen, um ihre Kassen
zu füllen. - Als Entdecker bejubelt, wurden
die einstigen Piraten von den Mächtigen zu hochangesehenen Persönlichkeiten
gemacht!
„Die Besiedlung
der entdeckten Kontinente“ – Durch zwangsbeglückte Häftlinge, Verfolgte,
Flüchtige und Flüchtlinge, von Staat und Kirche legitimierte und abgesegnete
Versklavung, Folterung und Ausrottung der Ureinwohner!
„Die
Religionskriege“ des 16. und 17. Jahrhunderts zwischen „Christen“, weil
die Röm. Kath. Kirche die Meinung der protestierenden Christen (= Protestanten)
nicht akzeptierte!
Der Geist und die
Weltanschauung des Abendlandes waren geprägt vom Kreuz, der Bundeslade und dem
Goldenen Kalb und waren schuld an der Zerstörung unzähliger Kulturen mit ihrem
überlieferten Wissen, am Verlust vieler überlieferter Weisheitslehren der
Antike und des Altertums, und auch an den Völkermorden und dem Blut, das die
Erde der Kontinente getränkt hat.
Ein
Ruf nach Befreiung erschüttert die Erde
Der Ruf nach
„Befreiung von der Alten Welt und ihrer Weltordnung“ begann in Nordamerika
und breitete sich im Lauf der nächsten einhundertdreißig Jahre auf der ganzen
Erde aus.
Die Menschen
waren zunehmend so unzufrieden geworden, dass sie nicht mehr bereit waren die
Allmacht der Kirchen, der allerchristlichen Majestäten und des Adels zu
erdulden. Sie begannen nach der Mitte des 18. Jahrhunderts gegen das Diktat der
damals Mächtigen mit ihren Reichtümern zu rebellieren.
1776 erklärten
die Menschen in den Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit von der Alten
Welt. Ihnen ging es damals vorwiegend
darum, ihr Geld für sich behalten zu können, statt es an die Kolonialherrn im
fernen Europa abliefern zu müssen. Der folgende „Amerikanische Unabhängigkeitskrieg“
endete mit dem Sieg der „Amerikaner“.
Im Friedensvertrag von Paris wurden die „Vereinigten Staaten von Amerika“
1783 durch die Kolonialmächte anerkannt!
Der neu kreierte „Amerikanische Dollar“ sollte zum Symbol für die „Neue
Weltordnung“ werden!
Sechs Jahre nach
diesem „Pariser Frieden“ folgte Frankreich dem Ruf nach Befreiung! Es kam
zur Franz. Revolution (1789 – 1799) mit ihrem Schlachtruf: „Freiheit!
Gleichheit! Brüderlichkeit!“ – Die Revolution erschütterte Frankreich in
den Grundfesten – und war erfolgreich. Es sollte nur mehr „Bürger“ geben
und die Köpfe der allerchristlichen Majestät und die der Adeligen rollten. Die
Herrschaft des Adels und seines Geldes waren genauso gebrochen wie die
Herrschaft der Kirche, denn Napoleon hatte im Zuge seiner Eroberung Italiens
auch den Kirchenstaat aufgehoben. Doch damit wurde die leere Staatskasse auch
nicht gefüllt. Napoleon zog mit dem Schlachtruf „Viva la France!“ schließlich
aus, ganz Europa und auch noch Russland zu neuen Untertanen Frankreichs zu
machen. 1815 scheiterte er kläglich! Abgeschafft
wurde der Kirchenstaat aber nicht von Napoleon, sondern erst 1870, um dann 1929,
stark verkleinert, als „Freier Vatikanstaat“, von Mussolini wieder ins Leben
gerufen zu werden! Ob die Kirche deshalb weggeschaut hat?
Schließlich
wurde von diesem Ruf nach Befreiung Mitte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfüllt.
Der Erfolg dieser Revolutionen war vorerst nicht ganz so überwältigend und
einschneidend! Die allerchristlichen Majestäten und der Adel behielten ihre Köpfe
und blieben an der Macht und auch der Einfluss der Kirche blieb erhalten. Sie
alle machten dafür Zugeständnisse an die Untertanen! – Einschneidende Veränderungen brachte dann erst der
„Friedensvertrag“ nach dem 1. Weltkrieg!
Das letzte
Bollwerk der „Alten Ordnung“ war Russland. Mit den erfolgreichen
Revolutionen im Februar und Oktober
1917, stark beeinflusst von den aus Europa vertriebenen Juden (auf Befehl der
allerchristlichen Majestäten und der Röm. Kath. Kirche!), wurde diese Ordnung
auch in Russland erfolgreich zerstört!!!
Das Diktat der allerchristlichen Majestät, des Adels und der Kirche wurde durch
das Diktat des Kommunismus nach Marx und Engels ersetzt! Die Untertanen der Krone und die Anhänger der Kirche wurden zu Genossen
der neuen Ideologie. Privilegiert waren nur mehr die Funktionäre. -
Aber
das fiel weiter keinem auf!
Die neu gegründete
UdSSR trennte sich von der westlichen Gesellschaft und seinem Kapitalismus und
entwickelte ihre eigene Weltanschauung!
Was
war das Ergebnis dieser Weltrevolution und ihrer Befreiungsideologie?
-
Die Welt wurde geteilt in die kapitalistisch und die kommunistisch
Denkenden. Die einen orientierten
sich an den USA und ihrer Ideologie
und die anderen richteten sich nach der UdSSR und ihrer Ideologie! Einfach
gesagt in den Westen (Abendland) und den Rest der Welt! – Der
einzelne Mensch und seine Bedürfnisse zählten in beiden Ideologien nicht!
-
Die Allmacht der Kirche war gebrochen und damit ihr Symbol - das Kreuz
– zerstört! Aus den Trümmern „des Westens“ erhob sich die Allmacht der
USA mit dem Diktat der Wall Street und ihrem
gemeinsamen Symbol – dem „Amerikanischen Dollar“!
-
Die neuen Mächtigen waren Bankiers, Großindustrielle, Großgrundbesitzer
und der damit verbundene „Geldadel“. Der
herrschende Geldadel hat seine eigenen Dynastien aufgebaut!
-
Die Kluft zwischen der armen Bevölkerung und den reichen Mächtigen
blieb erhalten!
- Aus
der Weltanschauung des Abendlandes wurde die Weltanschauung der USA und aus dem
Geist des Abendlandes wurde der Geist der Wall Street!
- Die Menschen
„durften“ sich ihre Regierung selbst wählen. Die „frei gewählten“ Politiker können anschließend nach eigenem
Gutdünken regieren!
Die
Neue Weltordnung, der „Amerikanische Weg“, das Diktat der Wall Street
Die Neue
Weltordnung wurde mit der Ausrufung der Vereinigten Staaten von Amerika ins
Leben gerufen und hat von dort als „american way of life“ ihren Siegeszug
angetreten!
Die Neue
Weltordnung verlangt von den Menschen der westlichen Welt den absoluten Glauben
an:
- die Wissenschaft und den Fortschritt,
- an die westlich geprägte, weil einzig
akzeptierte Zivilisation,
- an das Geld, und dabei vornehmlich an den US-Dollar,
- an die Wirtschaft, und an den Konsum, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, zu
steigern und unter keinen Umständen abflauen zu lassen.
Sklaven sind keine Konsumenten
Nach dem
Amerikanischen Bürgerkrieg wurde 1865 die Sklaverei letztendlich auch in den
USA abgeschafft. Durch die Verfassung wurden die befreiten Sklaven auf dem
Papier zu freien Bürgern der USA und zu gleichberechtigten Menschen. So wurden
sie zu Konsumenten! Aber sie wurden dadurch zu keinen weißen Menschen! - Daran
hat 1948 auch die Proklamation der Menschenrechte nichts geändert!
In diesem Bürgerkrieg war es also nicht um die Befreiung der
bedauernswerten Sklaven gegangen, sondern darum, dass die 11 „Südstaaten“
ihren Austritt aus der Vereinigung der Staaten von Amerika bekannt gegeben
hatten. Dies wollten und konnten aber die noch verbleibenden Staaten in der
Union nicht dulden, denn dies hätte einen enormen Verlust an Kapital für die
Union und fehlenden Einfluss, nicht nur in Amerika, bedeutet!
Was „beten“
die neuen Mächtigen?
Hoch sollen
sie leben, die freiwilligen Sklaven unserer Neuen Weltordnung! Wir müssen sie
nicht mehr mit der Peitsche zur Arbeit zwingen, sondern wir können sie mit
winkenden Dollarnoten zur Akkordarbeit bewegen und antreiben.
Wir müssen sie auch nicht mehr aus ihren Gebieten deportieren und nicht mehr
ernähren und kleiden! Sie kommen freiwillig zum Geld und kommen jetzt für
ihren Unterhalt selbst auf! Der US-Dollar hat willige Konsumenten aus ihnen
gemacht!“ - Wem
fällt auf, dass es sich um die Sklaven der Neuen Weltordnung handelt?
Die allmächtige
Kirche hat an Einfluss verloren, doch unter dem Banner der christlichen Nächstenliebe
und im Namen der Neuen Weltordnung mit ihrer „gepriesenen“ Humanität und
Zivilisation wurde alles Erdenkliche versucht, die Ureinwohner in Nordamerika,
Australien oder Alaska, die trotz dem Versuch der Ausrottung immer noch lebten,
zu Anhängern und Liebhabern des „Amerikanischen Weges“ zu machen.
Auf die
grausamste Art wurde diesen Menschen ihre Identität geraubt und das Bewusstsein
ausgetrieben, ein Volk zu sein, mit eigener Sprache, eigener Tradition und damit
eigener Kultur. Bis auch diese Kulturen fast vernichtet waren. Bis in die
siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden Kinder ihren Eltern geraubt und in
Missionsschulen mit angeschlossenem Internat gesperrt. Geschwister wurden dabei
voneinander getrennt oder in den Institutionen getrennt gehalten und es war
ihnen strengstens untersagt miteinander zu sprechen. Das Sprechen der
Muttersprache war generell genauso streng verboten wie die Ausübung der eigenen
Religion, traditioneller Kulte oder die Ausübung des überlieferten
Kunsthandwerkes. Übertretungen dieser Verbote wurden nicht nur mit Schlägen
bestraft!
Diese
Grausamkeiten an Körper und Seele und Geist dieser Kinder und dieser überstandene
Psychoterror an den Familien machten diese bedauernswerten Menschen aber
trotzdem zu keinen achtenswerten Menschen in der Gesellschaft. Denn als
„Nichtweiße“ gelten sie vor allem in den USA immer noch als Untermenschen.
– Daran hat auch 1948 die Proklamation
der Menschenrechte nichts geändert!
Ausnahmen sind so selten, dass sie nur diese Regel bestätigen.
Die Kirche hat
gewaltig an Einfluss verloren, doch die bekehrenden Missionare gibt es noch
immer. Sie dringen in die Urwälder ein zu den neu entdeckten Naturvölkern und
tragen nach wie vor neben dem Wort Gottes und der Bibel die Krankheiten, die nur
für die Ureinwohner tödlich sind, in den Urwald!
Um
auch Ureinwohnern, die noch nie mit dem Westen in Berührung gekommen sind, und
daher von dieser Weltanschauung auch noch nie etwas gehört haben, die Möglichkeit
zu geben die Vorzüge der Zivilisation kennen zu lernen, denn nur so können sie
diese später auch lieben, stehen als neue Heilsverkünder die Fernsehgeräte
bereits im Urwald! – Ein guter Verkäufer
ist eben doch der, der einem Bauern eine Melkmaschine verkauft und seine einzige
Kuh dafür in Zahlung nimmt!
Die Röm. Kath.
Kirche hat auch an weltlichem Einfluss verloren.
Der Papst ist schon lange nicht mehr die übergeordnete Instanz in weltlichen
Angelegenheiten. Trotzdem ist noch immer jeder Regent bemüht, eine
Privataudienz beim Papst, dem Hl. Vater der Röm. Kath. Kirche, zu bekommen,
gleichgültig ob Monarch, Staatschef oder Diktator. Und die Medien überschlagen
sich dann in der Berichterstattung über eine solche Audienz!
Die Neue
Weltordnung hat die Zeitrechnung der einst allmächtigen Kirche beibehalten und
berechnet nach wie vor ihre Zeit ab Christi Geburt und damit ab dem Jahr 0! Wer
Geschäfte machen will, hat sich weiterhin weltweit an diese Zeitrechnung zu
halten!
Obwohl bekannt ist, dass die Geburt
Christi zwischen den Jahren 4 Jahre vor und bis 11 Jahre nach dem Jahr 0 liegt!
Und auch, obwohl die Stimmen immer lauter werden, dass in dieser Zeitrechnung
ca. 300 Jahre nicht stimmen! Wen kümmert das?
Die westlich
orientierte Gesellschaft ist nach wie vor von der Weltanschauung, dem Geist und
der Denkungsart der vergangenen fast zweitausend Jahre geprägt und beeinflusst,
obwohl es nicht mehr offensichtlich um das Kreuz und das Goldene Kalb in der
Bundeslade geht!
Das Kreuz wurde einfach zum Goldenen Kalb in die Bundeslade gelegt. Damit wurde
alles verschleiert und ist damit verborgener! Und ohne dass es den Menschen
auffiel, wurde das Goldene Kalb anschließend als Dollar aus der Bundeslade
geholt und wird in vielfältiger Form, und unter anderen Namen weltweit umtanzt!
Der Mensch ist nach wie vor ein Wesen aus Körper und Geist und Seele
Der Mensch konnte
sich im Lauf der Evolution entwickeln, weil er als einziges (bisher bekanntes)
Lebewesen auf der Erde fähig war Fragen zu stellen, sich zu entscheiden und
weil er eine Ursehnsucht in sich trägt!
Die Neue
Weltordnung kann keine Antworten auf die Urfragen des Menschen geben oder seine
Ursehnsucht stillen, denn das war und ist nicht ihr Ziel. Das war auch nicht das Ziel der Alten Weltordnung mit ihrer
Weltanschauung!
Diese
Weltanschauung beantwortet nur die Fragen für das körperliche Leben! Es ist
nur Raum für die Befriedigung des physischen Lebens! Durch die Zivilisation
wurden das physische Leben und die körperliche Arbeit dermaßen erleichtert,
dass die Menschen darauf nicht mehr verzichten können und auch nicht mehr
verzichten wollen!
In dieser
Weltanschauung und beim „Amerikanischen Weg“ geht es darum, den Wunsch nach
Besitz in jedem Einzelnen so stark zu wecken, dass dieser Wunsch zu einer
Sehnsucht nach immer mehr wird!
Aber!
Wenn Wissenschaft, Fortschritt und materielle Errungenschaften zum Credo erhoben
und als Allheilmittel gepriesen und fast angebetet werden wie einst „das
Goldene Kalb“, führen sie unweigerlich in den Abgrund und zum Untergang der
Menschen.
Das Neue Credo
sorgte solange für den Körper, bis er fast übersättigt war.
Geist und Seele
mussten hungern, denn sie konnten weder bewertet noch mit Geld bezahlt oder in
materielle Güter umgewandelt werden.
Die Schulmedizin hat in der Vergangenheit vorwiegend die Erkrankung des Körpers
als Krankheiten gesehen und behandelt und diese nur zum Teil in den Griff
bekommen. Gelang das nicht, hat sie den Krankheiten andere Namen gegeben.
Mangelerscheinungen von Seele und Geist hat sie nicht als solche erkannt und
schon gar nicht akzeptiert. Dies zeigt sich jetzt in erschreckender Weise und Häufung
in den sich mehrenden Zivilisationskrankheiten!
Geist und Seele können
weder mit Ideologien noch mit High-Tech genährt und befriedigt werden. Die
Seele schreit um Hilfe und der Geist verkümmert!
Wer sorgt sich
darum? -
Die Wissenschaft in Form der Gentechnik!
Sie verspricht für die Zukunft Abhilfe: „Keine Krankheiten! Keine Gefühle,
die zu Seelennöten führen! Keine fragenden und quälenden Gedanken! Wie haben
sogar ein Gen entdeckt, dass strahlenresistent macht!“
Alle rufen laut: „Gesegnet ist die Gentechnik und der Fortschritt!“
Die neuen
Menschen werden im Reagenzglas gezeugt werden und zu seelen- und geistlosen
Monstren heranwachsen! Es wird weiter keinem auffallen, denn schon für die
Kleinsten gibt es Computerspiele mit Monstern als Helden, und für die
Erwachsenen gibt es Spielfilme mit heldenhaften Monstern. So werden die Menschen
schon lange an die ungewöhnlichen Anblicke in der Zukunft gewöhnt!
Die Sprache
der Neuen Weltordnung
Es ist eine
Sprache mit vielen Wörtern, meist in Form von Schlag-wörtern, die den Menschen
jegliches Bewusstsein und ein selbständiges Denken austreiben sollen! Diese Wörter
ohne Sinn, Bedeutung und Inhalt werden bei jeder passenden und unpassenden
Gelegenheit benutzt, in jedem noch so unmöglichen Zusammenhang gebraucht und
dabei auch noch missbraucht.
„Die
Eroberung des Handelsmarktes!“ – Wer
erkennt, dass es sich dabei um eine Eroberung handelt? Wer will das erkennen?
Es
ist doch gut und edel, wenn die westliche Gesellschaft auch den Menschen aus den
unterentwickelten Ländern ermöglicht, an den Früchten der Zivilisation zu
profitieren.
„Billiglohnländer!“
– Wer erkennt, dass es sich dabei um
Ausbeutung und moderne Sklaverei handelt? Wer will das erkennen?
Es ist doch
gut und edel, wenn die westliche Gesellschaft auch diesen Menschen ermöglicht
sich etwas leisten zu können und ihren Lebensstandard zu erhöhen.
„Die
Menschenrechte!“ – Wer erkennt, dass
es sich bei den Menschenrechten nur um ein Recht auf dem Papier handelt? Wen kümmert
es, dass dieses Recht, wenn überhaupt, vorwiegend nur bei Weißen und
Privilegierten („alle sind gleich, manche eben nur gleicher“) angewendet
wird? Wen interessiert es, dass sich gerade die USA, die selbsternannte
Weltpolizei seit dem Ende des 2. Weltkrieges, am wenigsten daran halten? Wer
denkt daran, dass Verstöße gegen dieses Recht nur bei den anderen Staaten
geahndet werden und nicht bei den USA?
Es
ist doch gut und edel, dass die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1789 allen
Bürgern in Amerika das gleiche Recht auf ihr Menschsein einräumten.
Es ist
doch auch edel, dass die USA nach dem Bürgerkrieg 1865 auch den befreiten
Sklaven dieses Recht auf ein Menschsein einräumten, das vorher nur für die Bürger
in der Verfassung verankert war.
Wie überaus anerkennenswert, dass die USA nach
erfolgreich geführtem und beendeten 2. Weltkrieg maßgeblich daran beteiligt
waren, dass die Menschenrechte auf der Generalsversammlung der Vereinten
Nationen (UN) 1948 als für die gesamte westliche Welt gültiges Gesetz
verabschiedet wurden.
Und wie schön, wenn sich eine Regierung daran hält, denn
wenn nicht ....!
„Das Völkerrecht!“ – Als Folge des „Holocaust“ im 2. Weltkrieges
wurde im April 1948 der Staat Israel ausgerufen. Das selbsternannte „auserwählte
Volk“ hatte durch den „Holocaust“ nach mehr als zweitausend Jahren endlich
wieder eine eigene, freie und unabhängige Heimat bekommen. Wen
interessierten die Bedürfnisse und Rechte der Menschen, für die bis 1948
dieses Gebiet ihre Heimat war? Acht Monate später, im Dezember 1948 wurde,
von den Vereinten Nationen (UN) im Zuge der Menschenrechte, auch das Völkerrecht
verabschiedet! Wer kümmert sich seit
dieser Zeit um das Völkerrecht der Menschen, die bis zur Ausrufung des Staates
Israel in diesem Teil von Palästina lebten. Wen interessiert, dass sich der
Staat Israel nicht an die Menschenrechte und das Völkerrecht dieser Menschen hält?
Wer erkennt, dass auch Israel nicht zur Rechenschaft gezogen wird, wenn es gegen
die Menschenrechte und das Völkerrecht verstößt?
Es gibt unzählige
dieser Schlagworte!
Es sind alles nur
leere Worte! - Und so leer wie ihre Worte, so leer fühlen sich viele Menschen
in der Neuen Weltordnung.
Wird
es eine neue Kultur geben?
Unser
Sonnensystem bewegt sich vor dem Hintergrund des Sternbildes „Wassermann“.
Exakte Angaben, wann ein Zeitalter genau beginnt oder endet, kann auch die
Astronomie nicht machen!
Jesus soll gesagt haben: „Wenn der Wasserträger (Wassermann) über den Himmel
wandert, dann werdet ihr meine Worte erkennen!“
Wie der Baum nur
mit gesunden eigenen Wurzeln überleben kann, da sie ihm Nahrung geben für die
Früchte und den nötigen Halt für den Stamm, der die Krone trägt, so zieht
der einzelne Mensch letztendlich die Kraft aus seinen arteigenen Wurzeln,
der ihm eigenen Religion und dem dazugehörenden Kult, aus dem Wissen und
der Weisheit seiner Ahnen, und damit aus seiner Kultur.
Dieses unbewusste
Urwissen, dass auch der Mensch Wurzeln benötigt, um in schwierigen Zeiten überleben
zu können, macht viele Menschen der westlich orientierten Gesellschaft zu
Suchenden.
Von den
New-Age-Lehrern und Esoterik-Gurus (ESO-Szene) werden den Menschen jetzt Wurzeln angeboten,
die den Menschen in noch bestehenden Kulturen des fernen Ostens oder den Angehörigen
der Naturvölker immer noch Halt und Kraft geben! Und, die in diesen Kulturen
noch benutzten Gegenstände des täglichen Lebens, werden an die Menschen der
„westlichen Welt“ als Wunder- und Allheilmittel verkauft. - Das Geschäft
boomt und die Kassen klingeln!
Doch die Suche
(Sucht) nach Wurzeln in anderen, noch bestehenden Kulturen und deren Praktiken
bedeutet nur, ein Übel (fehlende arteigene Wurzeln) gegen ein anderes Übel (Übernahme
von wieder artfremden Wurzeln) austauschen und stellt eine trügerische Chance
zur Stärkung und zum Überleben dar.
Die Einheit der Schöpfung
Die Bibel
berichtet im Alten Testament in der Schöpfungsgeschichte, dass Gott Himmel und
Erde und die Tier- und Pflanzenwelt erschaffen hatte und, „Gott sah, dass es
gut war!“ (Gen.1,25). Dann erst hat er den Menschen erschaffen!
Das müssen die jüdischen
Schriftgelehrten übersehen haben. Sie haben aus dem, nach der Erschaffung der
Welten erschaffenen Menschen, die Krone der Schöpfung gemacht! – Die
Krone der Schöpfung kann doch wohl nur ihr Schöpfer sein und nicht sein Geschöpf!
Für die jüdischen Schriftgelehrten war und ist nur das auserwählte Volk
wichtig!
Daher
hat „diese Denke“ auch die Röm. Kath. Kirche übernommen! Für sie war und
ist nur die auserwählte Lehre wichtig!
Das übersehen
auch die so überaus klugen Menschen der westlichen Gesellschaft! Für sie ist
nur der eigene Vorteil wichtig!
Auch die Bibel
spricht in der Schöpfungsgeschichte bis Genesis 1,25 von der Einheit der Schöpfung
und der Einheit mit allem Seienden und deckt sich darin mit allen
Weisheitslehren der Menschheit, auch wenn die Beschreibung in den verschiedenen
Kulturen mit anderen Worten erfolgte!
Diese
„Aussagen“ aus den Weisheitslehren decken sich im übertragenen Sinn auch
mit den Erkenntnissen der Wissenschaft!
Die
Wissenschaft hat bewiesen, dass der Mensch (vorerst) der Letzte in der
Entwicklung ist! Die wissenschaftliche Theorie des Urknalls sagt auch, dass sich
ALLES aus bzw. nach dem Urknall entwickelt hat! –
Die Wissenschaft kann uns nur nicht sagen, wer oder was den „Urknall“ zum
Knallen brachte! Sie ist auch nicht bereit einen Zusammenhang zwischen ihren
Erkenntnissen und den Weisheitslehren herzustellen!
Ist die Wissenschaft machtlos gegen Jahrtausende langes, falsches Denken oder
geht es auch der Wissenschaft nur um die Macht? Denn „Wissen ist Macht!“ und
„Weisheit ist frei von Macht!“
Egal aus welchen
Gründen! Die Menschen der westlich denkenden Gesellschaft vergessen und übersehen,
dass die Natur vor dem Menschen erschaffen wurde, und dass die gesamte Schöpfung
mit Himmel, Erde, Tier- und Pflanzenwelt und Mensch nur e
i n e n Schöpfer hat.
Alle überlieferten
Weisheitslehren sprechen von der Einheit des Menschen, eingebettet in eine noch
größere Einheit bis hin zur Einheit mit der Schöpfung und der Einheit alles
Seienden! - Auch Einstein schien das
erkannt zu haben als er sagte: „Wer einen Grashalm knickt, rüttelt am
Universum!“
Grundlage für
dieses uralte Wissen um die Einheit mit allem Seienden ist eine (für westlich
Denkende) ungewohnte
Sichtweise der Materie und der Geschehnisse auf der Erde. Diese andere
Weltanschauung und die damit verbundene andere Art des Denkens sind heute immer
noch die Grundlage der alten, seit Urzeiten bestehenden Kulturen in Asien und
der Kulturen der noch lebenden Naturvölker.
Heute noch lebende ehemalige Ureinwohner der eroberten
Kontinente finden leicht einen Zugang zur Einheit der Schöpfung, denn sie
müssen nur vor die Zeit der Eroberung zurück gehen, wenn sie sich auf die
alten Lehren ihrer Vorfahren besinnen wollen.
Durch
New-Age-Lehrer und Esoterik-Gurus werden die Weisheitslehren über die Einheit
der Schöpfung bei den Menschen der westlich orientierten Zivilisation
verbreitet. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass sich die Suchenden, mit
den angepriesenen Heil- und Wundermitteln der New-Age-Lehrer und Esoterik-Gurus
(ESO-Szene),
die nur Hilfsmittel und Krücken sind, dieser Einheit in sich und mit allem
Seienden bewusst werden können, um in dieser Einheit auch zu leben. Denn den
westlich denkenden Menschen fehlen sowohl das Bewusstsein der Einheit von Körper
und Geist und Seele als auch das Bewusstsein der Verbundenheit mit allem
Seienden!
Das Wesen von
Yoga basiert auf einer über Generationen überlieferten Denkweise, die zu einer
eigenen Lebenseinstellung führte. Damit Yoga von den Menschen der westlich geprägten
Gesellschaft praktiziert werden konnte, wurde Yoga den Menschen der westlichen
Gesellschaft und ihrer Lebensart angepasst. Dadurch ging jedoch das Wesen von
Yoga verloren.
Das gleiche gilt
für Feng-Shui und andere angepriesenen Methoden dieser Art.
Auch
das Essen in einem Chinarestaurant hat mit der „Chinesischen Küche“ nur
noch den Namen gemeinsam! Diese Küche war und ist für den Gaumen der westlichen
Gesellschaft so ungewohnt, dass damit kein Geld zu verdienen war. Die
„Chinesische Küche“ wurde dem Gaumen des Westens angepasst und seither
floriert das Geschäft! – Wen kümmert es? Hauptsache es schmeckt und ist
billig!
Auch „unsere
Vorfahren“ wussten um die Einheit alles Seienden.
Sie erkannten Plätze
in der Natur an denen die Grenze zwischen den Welten und Zeiträumen durchlässig
war. Sie suchten diese Plätze auf, um dort diese Einheit spüren zu können. -
Diese Plätze gibt es immer noch, wenn sie nicht durch eine Kirche oder gar
Wallfahrtskirche verbaut wurden. Heute werden diese Plätze „Orte der Kraft“ genannt, und die Grenze
ist immer noch durchlässig!
Sie wussten auch
um die heilende und reinigende Kraft des Feuers zu bestimmten Zeiten. Sie entzündeten
an diesen besonderen Plätzen ihre Feuer zu den berechneten Sonnenwenden. In
diesen Berechnungen wurde auch der Lauf des Mondes berücksichtigt. - Die
Sonnwendfeuer haben als Brauchtum die Jahrhunderte überdauert und werden immer
noch entzündet. Heute werden dafür nur unbedeutendere Orte gewählt und der
Zeitpunkt auf das Kalenderdatum und oft auch noch auf das Wochenende abgestimmt!
Sie wussten auch
um die heilende Kraft eines gemeinsam gefeierten Festes. Zum Zeichen der
Verbundenheit mit der Natur feierten sie Frühlingsfeste, Dankesfeste und
Sonnenwenden. Zum Zeichen der Verbundenheit mit ihren Ahnen feierten sie das Große
Fest der Toten im November. So wurden die Angehörigen des Volkes immer wieder
an die Einheit der Schöpfung erinnert und waren sich ihrer Einheit mit allem
Seienden immer wieder bewusst, und schöpften letztendlich auch daraus ihre
Kraft. – Diese Feste haben als Brauchtum die Jahrhunderte überdauert.
Und jeder, der
die uralten Bräuche heute mit Herz und aus Überzeugung feiert, kann sie wieder
mit Sinn füllen. - Heute mit seinem eigenen! Es ist nur natürlich, dass beim
einen oder anderen asiatische, „indianische“ und/oder die eine oder andere
Kultur der Naturvölker einfließen und befruchtend wirken, denn die Menschen
sind auf der Suche nach Wurzeln und nach der Einheit. Wesentlich ist, dass der
Einzelne überprüft, ob die fremden Wurzeln seinem ureigenen Wesen entsprechen
und, dass er sie nicht ungeprüft übernimmt!
Und langsam wird
jeder lernen, wo und wann für ihn der rechte Ort und die rechte Zeit dafür
sind.
Und ganz langsam
und behutsam kann jeder die seinem Wesen entsprechenden Wurzeln wieder
entwickeln, um mit ihnen zu leben.
Die Kraft und
die Magie des Wortes
Jetzt habe ich
doch über Kultur geschrieben!
Habe ich etwas
Gescheites geschrieben? Mein Bekannter, der mich zu den Gedanken aufforderte, kann mir darauf keine Antwort mehr geben.
Manches mag
vordergründig wenig mit Kultur zu tun haben. Es waren eben die Gedanken, die
mir in den Sinn kamen. Manchmal ließen mich Trauer, Wut und Zweifel die
Gedankenflut unterbrechen, und doch habe ich mich den auftauchenden Gedanken
immer wieder gestellt. Ich habe sie übereinander gelegt und diese Überlegungen
schließlich zu Papier (bzw. ins Internet) gebracht.
Kultur war einst
eine untrennbare Einheit von Volk, Religion, Kult und Kunst. – Diese Art von
Kultur ist im Abendland mit den jeweiligen Völkern untergegangen und hat über
Jahrhunderte der Unkultur Platz gemacht!
Kann es „im
Westen“ wirklich keine Kultur geben?
Ganz tief aus
meinem Inneren dringt eine Stimme an mein inneres Ohr: „Jedes
Wort hat einen eigenen Klang und erzeugt eine Schwingung, die in dir ein Gefühl
anklingen lässt! - Sei still! Horch, was dir das Wort jetzt sagen will! -
„K
U L T U R“ - Ich
stelle das Wort stumm in den Raum und lausche!
Es klingt wie Sphärenmusik
aus der Tiefe des Alls. Es klingt wie die Stille, die das ganze Sein erfüllt.
Sanft dringt das
Wort „S C H Ö P F U N G!” in
diese Stille und ich lausche! – Sonderbar! Dieses Wort klingt für mich ähnlich.
Beide Worte
breiten sich aus, fließen ineinander und bilden eine Einheit, die allumfassend
zu sein scheint und heilend wirkt! - Es entsteht ein Lied, das ich mit meinen
inneren Ohren und mit meinem Herzen hören kann.
Kultur
ist das Lied des Menschen an die Schöpfung!
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