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© Dina Edelstein-Langer
Stand: 13. Jänner 2011

"Kultur" -  Meine Gedanken und Überlegungen zu diesem Thema 


„Schreib mal was Gescheites, schreib über Kultur!“ Damit gab mir ein Bekannter mein Büchlein Ohne Anfang und Ohne Ende  wieder zurück.

„Soll das ein Witz sein? Du weißt doch genau, dass ich seit Jahren davon rede, dass wir in einer Zeit der Unkultur leben! Was heute Kultur genannt wird, zeigt doch nur die Auswüchse der westlich orientierten Gesellschaft und das Ende eines Zeitalters. Soll ich vielleicht darüber schreiben? Oder glaubst du, dass es gescheit ist, wenn ich berichte, dass Politiker nur die Marionetten tödlich abartiger Machthaber sind, die sich im Hintergrund halten? Oder soll ich nur schreiben, wie diese Politiker mit ihren Günstlingen und Gurus den Menschen, den politisch diktierten Wahnsinn ihrer Auftraggeber, als Kultur verkaufen? 
Über dieses künstlich aufgeblähte Monstrum, das heutzutage Kultur genannt wird, schreibe ich nicht!“ Damit war unser Gespräch beendet.

Seine Worte hatten sich aber soweit in meinem Ohr festgesetzt, dass ich neugierig wurde, was die Menschen in meinem Umfeld mit dem Thema Kultur verbinden und befragte in den nächsten Wochen zuerst meine Familie und dann Freunde zu diesem Thema.
„Theaterbesuche, Musical, Subventionen, Schauspieler; Sänger, Bildhauer, Ballett, Musik und musizieren, Bücher und lesen, das Nachmachen von schönen alten Handarbeiten, Konzert; Lebensstil, alles Schöne, Benehmen, Ess- und Wohnkultur, alles Positive; Kulturtage, Kulturgroschen, Kulturzentren.“ Einige der Antworten lauteten auch: „Ägypten, Indianer, all die Sachen mit den Naturvölkern.“ - Viele der Aussagen deckten sich mit dem, was nach meiner Meinung als Kultur verkauft wird. Doch ist das Kultur?  

Anschließend wollte ich wissen was mir die klugen Bücher in meiner Bücherwand zum Wort Kultur sagen konnten. 

Alle waren darin einig, dass sich das Wort vom lateinischen Wort „cultura“ ableitet. 

STOWASSER (Ausgabe 1910): Übersetzung von „cultura,-ae“: 1.Bearbeitung, 2.Ausbildung, 3. Verehrung bzw. Huldigung.
PETRI Fremdwörterbuch (Ausgabe 1820): Bildung oder Ausbildung des Geistes.
MEYER (Ausgaben 1882 und 1910): Geisteshaltung; Entwicklung und Veredelung des Menschen durch Ausbildung seiner Anlagen.
DUDEN (Ausgabe 1970): Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Leistungen und Äußerungen einer Gemeinschaft oder eines Volkes.  

Mir fiel eine Änderung der Bedeutung des Wortes im Lauf der Jahrzehnte auf und für einen kurzen Augenblick erschien der Roman „1984“ von Orwell vor meinem geistigen Auge. - Das gefiel mir gar nicht! Ich verdrängte das Bild sofort damit, dass ich die Bedeutungsänderung auf einen natürlichen Wandel zurückführte.

Worüber sollte ich nachdenken und schreiben?

Ich weiß ja, dass viele meiner Mitmenschen viel lieber „Brot und Spiele“ der Herrschenden genießen als sich durch unnötige Gedanken in ihrer  Ruhe und in ihrer Bequemlichkeit stören zu lassen.

Und ich?

Ich war nicht bereit intensiv darüber nachzudenken, wie die Manipulation geschieht! Mir genügte mein eigenes Wissen um die Manipulation durch die Herrschenden völlig!

Ich verbannte daher jeden weiteren Gedanken an Kultur aus meinem Bewusstsein.

Da aber ich nicht bereit war einen weiteren Gedanken an dieses Thema zu verschwenden, beschäftigte sich in den folgenden Jahren mein Unterbewusstsein mit dem Thema Kultur. Die unterschiedlichsten Berichte in den Medien, manche Gespräche oder Bücher ließen immer wieder für kurze Zeit die Frage in mein Bewusstsein hochsteigen: „Unkultur oder doch Kultur?“


Erst nach meinem Aufenthalt in Westkanada und einigen Gesprächen mit den dort noch lebenden Ureinwohnern, war ich dazu bereit, ernsthaft über Kultur nachzudenken.
Vielleicht narrte mich ja meine innere Stimme seit Jahren, wenn sie von Unkultur sprach!

 

Was verbinde ich mit diesem Wort? Woran erinnere ich mich aus der Schulzeit (bis 1966)? Was fällt mir sonst zum Thema Kultur ein?

In der Schule wurde streng unterschieden zwischen den „Kulturen vor der Kultur des Abendlandes“ und der „Kultur des Abendlandes“. Mir ist nicht bekannt, dass diese Kultur später durch eine andere Kultur abgelöst worden ist!

Die Kulturen vor der Kultur des Abendlandes   
Ich erinnere ich mich an die Megalithkultur. Sie wurde nach den riesigen (noch erhaltenen) Steinzeugen so genannt, die rund um den Globus verstreut zu finden sind. Es war weder bekannt aus welcher Zeit sie genau stammen, noch von wem, warum und wozu sie errichtet worden waren. – Ob heute wesentlich mehr bekannt ist?

Wir wurden auch über die kretische und mykenische Kultur, die Kultur der Sumerer, Babylonier und Assyrer, die Kultur der Phönizier, der Ägypter, Perser, Griechen und Römer unterrichtet und erfuhren, dass sie alle untergegangen sind.

Wurden den Maya, den Azteken oder den Inka nennenswerte Kulturen zugesprochen? Ich weiß nur mehr, dass im 16. Jahrhundert die Spanier und Portugiesen und ihre Missionare vor allem die Azteken und Inka als Völker ausgerottet haben, und zwar aus Goldgier und im Namen Christi. Nach meiner Erinnerung wurden diese „indianischen“ Völker auch irgendwie in einen gemeinsamen Topf geworfen und als barbarische Wilde bezeichnet. Und das, trotz ihrer großartigen Bauwerke und Errungenschaften! – Auch der Unterricht in der Klosterschule musste sich an den offiziellen (staatlich vorgegebenen) Lehrplan halten!

An eine unterrichtete Kultur der Kelten und Germanen kann ich mich nicht erinnern, aber daran, dass auch diese Völker irgendwie in einem gemeinsamen Topf landeten. Außerdem wurde mir das Bild von Wilden und Barbaren vermittelt.

Die Ureinwohner der entdeckten und eroberten Kontinente galten allesamt als primitive Wilde ohne jegliche Kultur! - Archäologie und Anthropologie haben zwar in den vergangenen, mehr als dreißig Jahren bewiesen, dass die Ureinwohner weder primitive Wilde waren noch ohne Kultur lebten, doch das hat auf die öffentliche Meinung der westlichen Gesellschaft - mit Ausnahme der ESO-Szene - wenig bis keinen Einfluss! Wie sonst könnte die ach so humane, westlich orientierte Gesellschaft nach wie vor, und mehr denn je aus Geldgier die Heiligen Stätten dieser Menschen in so frevlerischer Weise zerstören! - Sie haben eben keine Lobby, die ihre Interessen vertritt!

Haben wir in der Schule je über Gemeinsamkeiten der untergegangenen Kulturen gesprochen oder eine Zusammenschau gemacht? In meinem Gedächtnis kann ich nichts darüber finden. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, je davon gehört oder gelesen zu haben. Vielleicht finde ich mit der richtigen Frage auch eine Antwort.

Was ist aus meiner Sicht allen untergegangenen Kulturen gemeinsam?  
Sie standen immer in enger Beziehung mit einem Volk, seinem Land, seiner Religion, seinen Kulten und seiner Sprache.

Es wurden Reiche gebildet, die dann ein Staatsgefüge notwendig machten.

Es wurden erfolgreiche Eroberungskriege geführt und für die damalige Zeit entstanden zum Teil Großreiche die aber wieder zerfielen, weil sie unüberschaubar und somit unregierbar geworden waren oder sich die Erbnachfolger zerstritten hatten.

„Small is beautiful!“ Die These von Leopold Kohr unterbricht kurz meine Gedanken!

Die Völker galten allesamt als Heiden, doch sie wurden zivilisiert genannt.
Sie hatten eine Schrift entwickelt, um ihr Wissen verbreiten zu können und/oder für die  Nachkommen zu erhalten.
Sie hatten großartige Bauwerke errichtet die dann aber -  von der Nachwelt vergessen - verfielen und von der Natur wieder vereinnahmt worden waren. 
Seit Mitte des 18. Jahrhunderts werden sie, vom Zahn der Zeit angeknabbert, von den Archäologen mühsam wieder ausgebuddelt. – Die Neugier und das Interesse der Wissenschaft ist groß und aus meiner Sicht gilt die Sorgfalt bei den Ausgrabungen nur den ausgegrabenen „Objekten“! Was würde wohl ein Archäologe sagen, wenn ich ihn als modernen Grabräuber bezeichne? Ob diesen Menschen klar ist, dass sie mit ihrer Arbeit die Ruhe der Toten stören?

Nach meiner Erinnerung an die Schule, ließen heidnische Eroberer (Ausnahmen bestätigen nur die Regel) die eroberten Völker und ihre Kulturen leben. Sie unterjochten zwar die eroberten Völker und rekrutierten ihre benötigten Sklaven, doch sie arrangierten sich immer so weit es möglich war mit der geistigen und spirituellen Führungsschicht der eroberten und unterjochten Völker.

Sie entstanden immer irgendwie aus dem Nichts, um dann wieder unterzugehen und/oder einer neuen Kultur Platz zu machen. - Es hat mich schon immer gestört, dass nichts darüber bekannt ist, wie lange ein Volk benötigt, um eine Hochkultur zu entwickeln.


Welche Gemeinsamkeiten kann ich für den Untergang der Kulturen finden?  

Für mich ist sicher, dass ein übergeordnetes und daher widernatürliches Staatsgefüge, die Gier nach Macht und Besitz und die Aufgabe innerer Werte zugunsten der äußeren Werte ein Volk innerlich schwächen.
Die Menschen bemühen sich dann das Fehlen der inneren Größe mit äußerer Größe, in Form von gigantischen Bauwerken, wettzumachen, doch das Volk ist so geschwächt, dass es den Machtgelüsten anderer Völker zu wenig Widerstand entgegensetzen kann und untergeht. - Und das wird heute als Hochkultur bezeichnet? Kann es wirklich sein, dass die Nachwelt von einer Kultur erst dann spricht, wenn das Volk seine Dekadenz zeigte? 

Ein bisschen stimmen mich meine bisherigen Überlegungen traurig.


Die Kultur des Abendlandes
Die Kultur des Abendlandes folgte auf die untergegangenen und zerstörten Kulturen, und sie hat überlebt.  

Die Kultur des Abendlandes? – Ich horche dem Klang nach und der Begriff wird langsam schwammig und zerfließt. Sonderbar! Während meiner Schulzeit war die Kultur des Abendlandes ein geläufiger und fester Begriff. Vielleicht liegt das nur daran, weil ich mich damals noch nicht für die Kraft der Worte interessierte.  

„Zivilisation !!“ - Drohend und warnend drängt das Wort in meine Überlegungen.  

Im DUDEN lese ich zu zivilisiert: gesittet, verfeinert und kultiviert. Bei Zivilisation steht: "Durch Fortschritt der Wissenschaft und Technik verbesserte Lebensbedingungen". – Gibt es eine Zivilisation ohne zivilisierte Menschen?

Wird eine Kultur von der Zivilisation abgelöst? Wird im Zuge der Zivilisation eine Kultur unnötig und unmöglich? Verkümmert in der Zivilisation das Bewusstsein e i n  V o l k  zu sein, mit  e i g e n e n  Fähigkeiten und Fertigkeiten und mit einer  e i g e n e n   R e l i g i o n  und  den damit  verbundenen Riten, die von diesem Volk auf diesem Land entwickelt wurden?

Das Gebiet der Kultur des Abendlandes  
Der Begriff Abendland gibt keinen Hinweis auf ein bestimmtes Volk und sein Land. „Abendland“ und „Morgenland“ waren ja ursprünglichen nur die Bezeichnungen für Osten und Westen, da es noch keine geographischen Grenzen gab. Später wurde das Gebiet des Weströmischen Reiches als Abendland bezeichnet. 
Und nach den Entdeckungen der „Neuen Welt“ wurde der Begriff Abendland dann generell auf alle von den Europäern eroberten Gebiete übertragen. - Warum sprechen wir heute nur mehr von der Westlichen Welt?

Die Zeit der Kultur des Abendlandes  
Die Kultur des Abendlandes spielt im sogenannten „Zeitalter der Fische", als sich unser Sonnensystem vor dem Hintergrund dieses Sternbildes bewegte. - Fische waren auch das geheime Erkennungszeichen der ersten Christen. 
Um den Beginn dieses neuen Zeitalters wurde unter der Herrschaft der Römer in Palästina ein Mensch geboren, der Angehöriger des auserwählten Volkes war. Er erkannte den zunehmenden Verfall der Kultur seines Volkes durch die von den „Schriftgelehrten“ entweihten alten Überlieferungen und Traditionen seiner Ahnen und mahnte zur Umkehr und zum Umdenken. – Er sammelte vor allem unter den einfachen Menschen, die keine Schriftgelehrten waren, Anhänger um sich, und wurde schließlich von den geistigen Führern seines Volkes als Revolutionär, Aufwiegler und Frevler bezeichnet. Er starb am Kreuz! Seine Anhänger wurden verfolgt und aus dem auserwählten Volk ausgeschlossen. 
Einige Jahrzehnte später - noch immer unter der Herrschaft der Römer - wurde Paulus, ein Mitglied der geistigen Führungsschicht des auserwählten Volkes, von der Idee zur Umkehr berührt. Er machte die Aussagen des Gekreuzigten zu Glaubenssätzen und den Gekreuzigten zum Religionsstifter einer neuen Heilslehre, heute genannt das Christentum. Als ehemaliges Mitglied der geistigen Führungsschicht und Schriftgelehrter des auserwählten Volkes erklärte er die neue Lehre zur auserwählten Lehre und die Anhänger, genannt Christen, zu auserwählten Menschen. Trotz der vielen Christenverfolgungen in der Folgezeit, wurden seine Anhänger immer mehr und verteilten sich im gesamten Römischen Reich. 
Mehr als zwei Jahrhunderte später erkannte Kaiser Konstantin der Große, der damalige Herrscher des Römischen Reiches, dass auch sein Reich vom Untergang bedroht wurde. Er machte das Christentum zur neuen Staatsreligion (313) und hoffte so und mit der auserwählten Lehre sein Reich zu retten.  

Seit dieser Zeit gingen Eroberung, Besiedlung und Missionierung zur auserwählten Lehre immer Hand in Hand!  

 „Beraube ein Volk der geistig-spirituellen Führungsschicht, seiner Religion und seinem Ahnenkult und du hast den Felsen, auf dem du eine Kirche bauen kannst!“ - Wen interessierte, dass auf einem Felsen kein Grashalm wächst? Wen interessierte, dass in einer Kirche kein Volk gedeihen und sich entwickeln kann, sondern sich nur eine kopf- und wurzellose Menge vermehrt!

Die KELTEN und GERMANEN galten im Römischen Reich als Wilde und Barbaren. Sie wurden in einigen Schlachten besiegt, aber sie konnten von den Römern nie vernichtend geschlagen werden. - War am Untergang dieser Völker und ihrer Kulturen die zur Staatsreligion erhobene auserwählte Lehre schuld?
Wie alle Naturvölker hatten auch die Kelten und Germanen nur Zeichen, Symbole und ihre Mythen, um wichtiges Wissen an die Nachkommen weiterzugeben. Damit wurden die Weisheiten lebendig erhalten, die für den Fortbestand des Volkes oder Stammes wichtig erschienen. Aus diesem Grund gibt es auch keine eigenen schriftlichen Aufzeichnungen dieser Völker, sondern nur Schriften über sie! - Was wir wissen, wissen wir nur aus den Schriften der Sieger!

Auch die Kulturgeschichte wird immer nur von den Siegern geschrieben!

Die Religion der Kultur des Abendlandes  
Vom Privileg der Israeliten als auserwähltes Volk, leitete Paulus das Privileg der auserwählten Lehre ab!
Aus der Staatsreligion des Kaiser Konstantin und späteren Pflichtreligion des Römischen Reiches leitete die Römisch-Katholische-Kirche ihr Privileg zur „auserwählten Heiligen Kirche“ ab!  

SIE wurde zur Institution mit Sitz in Rom und erhob im Lauf einiger Jahrzehnte in allen Belangen den totalen Führungsanspruch. Der Papst war absoluter Herrscher im Kirchenstaat, und wurde als Vertreter Gottes auf Erden, „Heiliger Vater“ genannt! Er wurde zur übergeordneten Instanz, dem sich auch die weltlichen Herrscher zu unterwerfen hatten! Im 16. Jahrhundert entzog sich dann Heinrich VIII. von England dem Diktat von Rom. Er gründete seine eigene Kirche, die „anglikanische Kirche“, und machte sich selbst zu ihrem Oberhaupt. Aber dreizehn Jahrhunderte vorgegebenes Denken prägte auch diese Kirche!

SIE machte die Sprache der „alten Römer“ zur Sprache der Kirche! Daher wurde Latein zur Sprache der Gelehrten und zur Sprache der Naturwissenschaft. – Diese „tote Sprache“ ist immer noch die Sprache der Röm. Kath. Kirche und weitgehend die Sprache in der Medizin. Sie ist auch heute noch die Sprache der verschiedenen Zweige der Wissenschaft, sofern sie nicht durch Englisch abgelöst wurde.

SIE führte eine neue Zeitrechnung ein, die mit Christi Geburt und dem Jahr 0 begann, und die für alle Menschen Gültigkeit zu haben hatte!

SIE  bestimmte wer als Mensch oder Unmensch galt!

SIE gab die geistigen Führer der eroberten Völker der Lächerlichkeit preis und/oder nahm sie gefangen, verdammte und ermordete sie und deren Anhänger. Völker zählten nicht mehr! Nicht einmal die Angehörigen des auserwählten Volkes waren sicher vor Verfolgung und manchmal auch Ermordung.

SIE durfte sich als Einzige über das Gebot hinwegsetzen: „Du sollst nicht morden“ (AT Deuteronomien 5,17); und auch über die Worte der Bibel: „Der Herr sprach zu Kain nach dem Brudermord: Darum soll jeder der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen“ (AT Genesis 5,15).

SIE hatte die von Gott auferlegte Pflicht übernommen, die „Unmenschen“ im Namen Gottes, Christi und des Kreuzes zu verfolgen, zu bekehren oder zu töten.

SIE segnete die Waffen der Kämpfer und Soldaten und machte den Völkermord genauso gesellschaftsfähig, wie den Brudermord! - Es starben Abermillionen! - Auch eine Möglichkeit eine Überbevölkerung in den Griff zu bekommen und/oder Raum zu schaffen für die auserwählten Menschen, die zur „Bevölkerung“ der eroberten Gebiete wurden.

SIE war die auserwählte Kirche. Nur das Christentum war die wahre Religion, nur ihre Anhänger, die getauften Christen, waren die auserwählten Menschen. Das alleinige und allgemein gültige Lehrbuch war anfangs nur ihre „Heilige Schrift“ mit dem Alten und Neuen Testament und es gab nur diese Lehren und dieses Wissen. Mit den Eroberern wurde dieses „Lehrbuch“ von den Missionaren über die ganze Erde verbreitet, und war anfangs das einzige Lesebuch. Ist jemandem aufgefallen, dass die Christen in Wirklichkeit Paulinisten sind? Jesus Christus war nach meinem Verständnis gläubiger Jude! ER wollte keine neue Lehre gründen, sondern die in Dogmen erstarrte und verhärtete Lehre „seiner Vorväter“ reformieren. Gleichgültig ob er in Natura gelebt hat oder nur in den Schriften der Bibel existiert. 

Lesen und schreiben wurde anfangs nur in Klöstern von Mönchen gelehrt und Übersetzungen von Mönchen und den Juden geschrieben, die als „Schriftgelehrte“ den Verfolgungen entkommen waren.
Dazu kamen Abschreibfehler und Übersetzungen der Übersetzungen. Alles durch „Kreuz“ oder „Bundeslade“ subjektiv interpretiert und auch noch durch den jeweiligen Geist des Abschreibers oder Übersetzers subjektiv gefärbt! Gewollt oder ungewollt, bewusst oder unbewusst entstand ein falsches Bild. -
Es gibt auch heute keine wie immer geartete Übersetzung, die von dieser Denkungsart nicht geprägt ist.

Und wenn sie die Bilderschrift der Ägypter selbst entziffern können, so haben sie keine Ahnung vom Wesen und der Kultur der Ägypter, denn die Übersetzer gehen von falschen Voraussetzungen aus: Die Ägypter galten unter dem Signum der „Schriftgelehrten“ als Ausbeuter und Versklaver der Israeliten und unter dem Signum der „Mönche“ zusätzlich auch noch als Heiden. - Und dieses Denken ist bereits in die ersten Übersetzungen (auch der Griechen) eingeflossen! Der Pharao als Gott - der Papst ist Stellvertreter Gottes auf Erden und der Heilige Vater! Die Ähnlichkeit bei der Toten- und Trauerzeremonie von Pharao und Papst! Mir wird ganz schlecht bei diesem Gedanken.

Und wenn sie die EDDA von vorn bis hinten kennen, so haben sie dennoch keine Ahnung vom Wesen und der Kultur der Germanen, denn diese galten bereits im Römischen Reich als Barbaren. Die Niederschrift der Überlieferungen ihrer Mythen aber stammt von Mönchen und dieses Denken ist von Anfang an in die Niederschrift eingeflossen.

Dasselbe gilt für alle anderen schriftlichen Zeugnisse der untergegangen Kulturen, die erst in den letzten Jahrzehnten langsam entschlüsselt werden! - Dargestellte oder beschriebene Gräueltaten werden immer noch nur als barbarische Folter oder Mord gedeutet und übersetzt, weil das zugrundeliegende Denken und die Beweggründe der Völker unbekannt sind!

Einmal das auserwählte Volk, dem der HERR befahl ins Gelobte Land zu ziehen. – Wenn die Vernichtung der Völker auf diesem Weg wirklich vom HERRN gewollt war, was haben sie dann aus dem „Erschaffer der Welten“ für einen vermenschlichten HERRN  gemacht!

Es steht doch auch im AT geschrieben, dass nach der Sintflut nur Noah und seine Kinder überlebten. 
Bin ich nun Jüdin? 
Sind wir alle Juden und damit ohnehin auserwählt? 
Oder doch nicht? 
Oder war alles ganz anders? 
Oder war es nur ganz anders gemeint? 
Oder sollte damit nur die Auserwähltheit dokumentiert und bestätigt werden? 
Eine Lüge, auch wenn sie hundertmal wiederholt wird, bleibt immer ein Lüge. -
Wer will die Lüge sehen?

Dann die auserwählte Kirche, deren Missionare ausziehen mussten, den Menschen auf der Erde das Evangelium zu verkünden, um Seelen zu retten und Anhänger zu gewinnen! - Nahm Jesus Christus, als Lamm Gottes, wirklich auch die Sünde dieser Völkermorde auf sich? Er soll doch gesagt haben: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder antut, das tut ihr mir an!“

„Denn sie wissen nicht was sie denken und reden! Erkennen sie, dass sie gedacht werden?“

 

Was bedeutet Kultur für mich?   
Je mehr meine Gedanken um die Kultur des Abendlandes und das Thema Kultur kreisen und je tiefer ich in dieses Thema eindringe, desto mehr stelle ich fest, dass fast nichts von dem Gültigkeit hat, was in der Schule gelehrt wurde oder heute „gängige Meinung“ ist.

Muss ich in die Zeit vor Christi Geburt und vor die Zivilisation zurück gehen, wenn ich für mich zur Bedeutung des Wortes Kultur finden will? Kann ich Kultur nur „be-greifen“, wenn ich Geist und Seele und somit die Mentalität eines Volkes kenne?
Muss ich mich in ihren Zeitraum versetzen und ihr Denken, Fühlen und Empfinden zu meinem eigenen machen?
Muss ich mich von ihrem Wirken durchwirken lasse und in ihrer Wirklichkeit leben?

Immer wieder dieser Wunsch zu den Wurzeln zu gelangen! Dieses Hineingehen in Zeiträume ohne Anhaltspunkte und mit der Schwierigkeit, auch noch den Schutt wegräumen zu müssen!
Es ist wirklich ein Kreuz, mit dem Kreuz und mit dem Goldenen Kalb in der Bundeslade!

Warum tue ich mir das an? Warum sage ich nicht einfach, das geht mich nichts an? Warum machen mich aber die vorangegangenen Gedanken und Überlegungen so betroffen? Ist es wirklich nur der Wunsch, meine ur- und arteigenen Wurzeln zu finden?

Kultur zeigt das harmonische und natürliche Zusammenwirken von Volk, Religion, Kult und Kunst. Sie gehören zusammen, wie die Sonne mit den Planeten mit allen Monden und mit ihren Bewegungen zu unserem Sonnensystem gehören.

Volk = Leute; Angehörige = Ein sich verstanden und zugehörig fühlen.  
Volk ist demnach eine Gemeinschaft von Menschen, die gemeinsame Laute (Leute) hervorbringen, die gleiche Worte sprechen können und die fähig sind, diese Laute zu hören (Angehörige), um diese Worte zu begreifen. Daraus entwickelt sich die Muttersprache in ihrer ursprünglichen Bedeutung und das damit verbundene Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Religion = Rück-sicht, das Bedenken, Gewissenhaftigkeit, Heiligkeit; Besinnung auf das gemeinsame höhere Wesen und die gemeinsamen Wurzeln, die in den Schöpfungsmythen erzählt werden; die Ehrung der Ahnen und die Achtung des Lebendigen.

Kult = Drehung zur Wurzel; Formen des Ausdrucks für Huldigung, Ehrerbietung, Achtung, Freude und Trauer, die mit dem Herzen und aus Überzeugung gefeiert und mit Riten verbunden zelebriert werden.

Kunst = Kennen, Können, Wissen, Weisheit, sowohl bei der Fertigung von Gegenständen  als auch der Fähigkeit der Entwicklung (Heilkunst, Baukunst, Malkunst usw.), das Wissen um die Zusammenhänge!

- Kultur ist das geistige Erbe eines Volkes und zeigt die Fähigkeiten und das Können seiner Angehörigen.
-
Kultur ist immer lebendig, denn sie ist vom Wachstum  u n d  von der Entwicklung dieses Volkes abhängig.

- Kultur zeigt das von diesem Volk in einem Zeitraum entsprechend entwickelte Urwissen der Menschheit.
- Kultur ist das in diesem Volk von den Ahnen Überlieferte, das in diesem Volk Gewachsene, und das von seinen Angehörigen Hervorgebrachte!

Ein Volk und damit seine Kultur gehen dann unter, wenn die materiellen Werte und die Errungenschaften so überbewertet werden, dass die geistigen Werte dafür aufgegeben werden.
Ein Volk und damit seine Kultur gehen dann unter, wenn statt des Kultes nur mehr die zum Kult gehörenden Handlungen, Praktiken und Rituale wichtig erscheinen.
Ein Volk und damit seine Kultur gehen dann unter, wenn das Gewachsene und Überlieferte durch Übernommenes und Artfremdes ersetzt wird.  

Die Unkultur des Abendlandes und ihre Weltanschauung  
Nach meinen letzten Überlegungen hat es nie eine Kultur des Abendlandes gegeben! Die Kultur des Abendlandes ist eine Täuschung! Um von einer Kultur des Abendlandes sprechen zu können, fehlten die entscheidenden Voraussetzungen.

- Es fehlte das zu einer Kultur gehörige Volk!
- Es fehlte eine diesem Volk eigene Sprache!
- Es fehlte die Lebendigkeit und damit ein entsprechend entwickeltes Urwissen!

Es gab  n u r  die Weltanschauung des Abendlandes, die geprägt wurde von der Geisteshaltung der Röm. Kath. Kirche, und die in verschiedene Zeitabschnitte mit den damit verbundenen Stilepochen und entsprechenden Kunstrichtungen eingeteilt wurde.

Ich will die Leistungen dieser Menschen, die sich in den vielen vergangenen Jahrhunderten über die ganze Erde verbreitet haben in keiner Weise herabwürdigen.
Abgesehen von Zerstörung, Verwüstungen und Völkermorden haben diese Menschen auch Hervorragendes geleistet und geschaffen!

Ich will auch die großartigen Werke der alten Meister der verschiedenen Kunstrichtungen und Stilepochen nicht missen, denn in vielen dieser Kunstwerke ist heute noch die Seele ihrer Meister zu spüren, und viele erfreuen meine Augen und meine Ohren und damit mein Herz.

Doch es ist eine Tatsache, dass die seit dem 4. Jh. n. Chr. herrschende Weltanschauung des Abendlandes unvorstellbares Leid über die Menschen gebracht hat!

Mit der Institution Röm. Kath. Kirche mit Sitz in Rom und dem Papst als oberster Instanz auch in weltlichen Angelegenheiten, gab es im sogenannten Abendland nur mehr eine Kirche, mit ihrer eigenen Lehre, und den Dogmen. Eine Kirche mit eigener Sprache und deren Anhänger!
Daher waren Völker ab diesem Zeitpunkt fehl am Platz! Kulturen und/oder eine andere Weltanschauung wurden über Jahrhunderte nicht mehr geduldet!

Die Menschen des Abendlandes wurden zu Wurzellosen.

Völker und deren Angehörige ziehen ihre Kraft aus den arteigenen Wurzeln. Diese werden vor allem durch die, diesen Völkern eigene Religion und die von den Ahnen überlieferten Traditionen genährt!
Den Menschen wurden in diesem Zeitalter und mit dieser Weltanschauung ihre arteigenen Wurzeln teilweise auf brutalste Weise abgeschnitten.

Die Völker wurden zur Bevölkerung und die Menschen zu Bewohnern von Staaten oder Nationen.
Die Angehörigen der Völker mit ihren überlieferten Werten und Traditionen wurden zu Anhängern der Glaubenssätze der Röm. Kath. Kirche und zu Anhängern der Weltanschauung des Abendlandes.

Und dann haben diese Menschen ihre Wurzel- und Heimatlosigkeit über die ganze Erde verbreitet!!!

 

Was ist bezeichnend für die Weltanschauung des Abendlandes?

„Die Kreuzzüge“ - Vom Ende des 11. bis zum Ende des 13. Jahrhunderts im Grunde nur getarnte Raub- und Beutezüge der Röm. Kath. Kirche, im Namen Christi und unter dem Banner des Kreuzes!

„Die Türkenkriege“ – Von der Mitte des 14. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts als Kampf zwischen Kreuz und Halbmond „getürkte“ Kriege der Röm. Kath. Kirche im Namen Christi und unter dem Banner des Kreuzes, um die Vormachtstellung in den betroffenen Gebieten und um die Einkünfte aus diesen Ländern! 

„Der Sklavenhandel“ - Grausamer Menschenhandel und Menschenmord, der mit der Entdeckung Amerikas aufblühte und bis zum Jahr 1865 dauerte. Die Kassen von allerchristlichen Majestäten, Kirchen und Händlern wurden dadurch prall gefüllt. Die Sklavenküste ist der Teil der Küste Westafrikas, aus dem die kräftigsten Sklaven stammten, und verdankt ihren Namen diesen unvorstellbaren Grausamkeiten!

„Die Ketzer- und Hexenverfolgungen“ -  Vom 12. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gründliche Ausbrennung Andersdenkender, Mahner und alter Volksweisheiten. Die lodernden Scheiterhaufen und der Geruch von verbranntem Fleisch gehörten zum Alltag der Menschen!

„Die Entdeckungen der Neuen Welt“ – Die Gier der Kirchen, der allerchristlichen Majestäten und der Adeligen nach Besitz, Land, Gold und Seelen, um ihre Kassen zu füllen. - Als Entdecker bejubelt, wurden die einstigen Piraten von den Mächtigen zu hochangesehenen Persönlichkeiten gemacht!

„Die Besiedlung der entdeckten Kontinente“ – Durch zwangsbeglückte Häftlinge, Verfolgte, Flüchtige und Flüchtlinge, von Staat und Kirche legitimierte und abgesegnete Versklavung, Folterung und Ausrottung der Ureinwohner!

„Die Religionskriege“ des 16. und 17. Jahrhunderts zwischen „Christen“, weil die Röm. Kath. Kirche die Meinung der protestierenden Christen (= Protestanten) nicht akzeptierte!

Der Geist und die Weltanschauung des Abendlandes waren geprägt vom Kreuz, der Bundeslade und dem Goldenen Kalb und waren schuld an der Zerstörung unzähliger Kulturen mit ihrem überlieferten Wissen, am Verlust vieler überlieferter Weisheitslehren der Antike und des Altertums, und auch an den Völkermorden und dem Blut, das die Erde der Kontinente getränkt hat.

 

Ein Ruf nach Befreiung erschüttert die Erde

Der Ruf nach „Befreiung von der Alten Welt und ihrer Weltordnung“ begann in Nordamerika und breitete sich im Lauf der nächsten einhundertdreißig Jahre auf der ganzen Erde aus.

Die Menschen waren zunehmend so unzufrieden geworden, dass sie nicht mehr bereit waren die Allmacht der Kirchen, der allerchristlichen Majestäten und des Adels zu erdulden. Sie begannen nach der Mitte des 18. Jahrhunderts gegen das Diktat der damals Mächtigen mit ihren Reichtümern zu rebellieren.  

1776 erklärten die Menschen in den Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit von der Alten Welt. Ihnen ging es damals vorwiegend darum, ihr Geld für sich behalten zu können, statt es an die Kolonialherrn im fernen Europa abliefern zu müssen. Der folgende „Amerikanische Unabhängigkeitskrieg“ endete mit dem Sieg der „Amerikaner“.
Im Friedensvertrag von Paris wurden die „Vereinigten Staaten von Amerika“ 1783 durch die Kolonialmächte anerkannt!

Der neu kreierte „Amerikanische Dollar“ sollte zum Symbol für die „Neue Weltordnung“ werden!

Sechs Jahre nach diesem „Pariser Frieden“ folgte Frankreich dem Ruf nach Befreiung! Es kam zur Franz. Revolution (1789 – 1799) mit ihrem Schlachtruf: „Freiheit! Gleichheit! Brüderlichkeit!“ – Die Revolution erschütterte Frankreich in den Grundfesten – und war erfolgreich. Es sollte nur mehr „Bürger“ geben und die Köpfe der allerchristlichen Majestät und die der Adeligen rollten. Die Herrschaft des Adels und seines Geldes waren genauso gebrochen wie die Herrschaft der Kirche, denn Napoleon hatte im Zuge seiner Eroberung Italiens auch den Kirchenstaat aufgehoben. Doch damit wurde die leere Staatskasse auch nicht gefüllt. Napoleon zog mit dem Schlachtruf „Viva la France!“ schließlich aus, ganz Europa und auch noch Russland zu neuen Untertanen Frankreichs zu machen. 1815 scheiterte er kläglich! Abgeschafft wurde der Kirchenstaat aber nicht von Napoleon, sondern erst 1870, um dann 1929, stark verkleinert, als „Freier Vatikanstaat“, von Mussolini wieder ins Leben gerufen zu werden! Ob die Kirche deshalb weggeschaut hat?

Schließlich wurde von diesem Ruf nach Befreiung Mitte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfüllt. Der Erfolg dieser Revolutionen war vorerst nicht ganz so überwältigend und einschneidend! Die allerchristlichen Majestäten und der Adel behielten ihre Köpfe und blieben an der Macht und auch der Einfluss der Kirche blieb erhalten. Sie alle machten dafür Zugeständnisse an die Untertanen! – Einschneidende Veränderungen brachte dann erst der „Friedensvertrag“ nach dem 1. Weltkrieg!

Das letzte Bollwerk der „Alten Ordnung“ war Russland. Mit den erfolgreichen Revolutionen im  Februar und Oktober 1917, stark beeinflusst von den aus Europa vertriebenen Juden (auf Befehl der allerchristlichen Majestäten und der Röm. Kath. Kirche!), wurde diese Ordnung auch in Russland erfolgreich zerstört!!!
Das Diktat der allerchristlichen Majestät, des Adels und der Kirche wurde durch das Diktat des Kommunismus nach Marx und Engels ersetzt! Die Untertanen der Krone und die Anhänger der Kirche wurden zu Genossen der neuen Ideologie. Privilegiert waren nur mehr die Funktionäre. - Aber das fiel weiter keinem auf!

Die neu gegründete UdSSR trennte sich von der westlichen Gesellschaft und seinem Kapitalismus und entwickelte ihre eigene Weltanschauung!


Was war das Ergebnis dieser Weltrevolution und ihrer Befreiungsideologie?

-  Die Welt wurde geteilt in die kapitalistisch und die kommunistisch Denkenden. Die einen  orientierten sich an den USA und ihrer Ideologie und die anderen richteten sich nach der UdSSR und ihrer Ideologie! Einfach gesagt in den Westen (Abendland) und den Rest der Welt! – Der einzelne Mensch und seine Bedürfnisse zählten in beiden Ideologien nicht!

-  Die Allmacht der Kirche war gebrochen und damit ihr Symbol - das Kreuz – zerstört! Aus den Trümmern „des Westens“ erhob sich die Allmacht der USA mit dem Diktat der Wall Street und ihrem  gemeinsamen Symbol – dem „Amerikanischen Dollar“!

-  Die neuen Mächtigen waren Bankiers, Großindustrielle, Großgrundbesitzer und der damit verbundene „Geldadel“. Der herrschende Geldadel hat seine eigenen Dynastien aufgebaut!

-   Die Kluft zwischen der armen Bevölkerung und den reichen Mächtigen blieb erhalten!

-  Aus der Weltanschauung des Abendlandes wurde die Weltanschauung der USA und aus dem Geist des Abendlandes wurde der Geist der Wall Street!

- Die Menschen „durften“ sich ihre Regierung selbst wählen. Die „frei gewählten“ Politiker können anschließend nach eigenem Gutdünken regieren! 

 

Die Neue Weltordnung, der „Amerikanische Weg“, das Diktat der Wall Street

Die Neue Weltordnung wurde mit der Ausrufung der Vereinigten Staaten von Amerika ins Leben gerufen und hat von dort als „american way of life“ ihren Siegeszug angetreten!

Die Neue Weltordnung verlangt von den Menschen der westlichen Welt den absoluten Glauben an:
- die Wissenschaft und den Fortschritt, 
- an die westlich geprägte, weil einzig akzeptierte Zivilisation, 
- an das Geld, und dabei vornehmlich an den US-Dollar, 
- an die Wirtschaft, und an den Konsum, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, zu steigern und unter keinen Umständen abflauen zu lassen.

Sklaven sind keine Konsumenten
Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg wurde 1865 die Sklaverei letztendlich auch in den USA abgeschafft. Durch die Verfassung wurden die befreiten Sklaven auf dem Papier zu freien Bürgern der USA und zu gleichberechtigten Menschen. So wurden sie zu Konsumenten! Aber sie wurden dadurch zu keinen weißen Menschen! - Daran hat 1948 auch die Proklamation der Menschenrechte nichts geändert!
In diesem Bürgerkrieg war es also nicht um die Befreiung der bedauernswerten Sklaven gegangen, sondern darum, dass die 11 „Südstaaten“ ihren Austritt aus der Vereinigung der Staaten von Amerika bekannt gegeben hatten. Dies wollten und konnten aber die noch verbleibenden Staaten in der Union nicht dulden, denn dies hätte einen enormen Verlust an Kapital für die Union und fehlenden Einfluss, nicht nur in Amerika, bedeutet!

Was „beten“ die neuen Mächtigen?
Hoch sollen sie leben, die freiwilligen Sklaven unserer Neuen Weltordnung! Wir müssen sie nicht mehr mit der Peitsche zur Arbeit zwingen, sondern wir können sie mit winkenden Dollarnoten zur Akkordarbeit bewegen und antreiben.
Wir müssen sie auch nicht mehr aus ihren Gebieten deportieren und nicht mehr ernähren und kleiden! Sie kommen freiwillig zum Geld und kommen jetzt für ihren Unterhalt selbst auf! Der US-Dollar hat willige Konsumenten aus ihnen gemacht!“ -
Wem fällt auf, dass es sich um die Sklaven der Neuen Weltordnung handelt?

Die allmächtige Kirche hat an Einfluss verloren, doch unter dem Banner der christlichen Nächstenliebe und im Namen der Neuen Weltordnung mit ihrer „gepriesenen“ Humanität und Zivilisation wurde alles Erdenkliche versucht, die Ureinwohner in Nordamerika, Australien oder Alaska, die trotz dem Versuch der Ausrottung immer noch lebten, zu Anhängern und Liebhabern des „Amerikanischen Weges“ zu machen.

Auf die grausamste Art wurde diesen Menschen ihre Identität geraubt und das Bewusstsein ausgetrieben, ein Volk zu sein, mit eigener Sprache, eigener Tradition und damit eigener Kultur. Bis auch diese Kulturen fast vernichtet waren. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden Kinder ihren Eltern geraubt und in Missionsschulen mit angeschlossenem Internat gesperrt. Geschwister wurden dabei voneinander getrennt oder in den Institutionen getrennt gehalten und es war ihnen strengstens untersagt miteinander zu sprechen. Das Sprechen der Muttersprache war generell genauso streng verboten wie die Ausübung der eigenen Religion, traditioneller Kulte oder die Ausübung des überlieferten Kunsthandwerkes. Übertretungen dieser Verbote wurden nicht nur mit Schlägen bestraft!

Diese Grausamkeiten an Körper und Seele und Geist dieser Kinder und dieser überstandene Psychoterror an den Familien machten diese bedauernswerten Menschen aber trotzdem zu keinen achtenswerten Menschen in der Gesellschaft. Denn als „Nichtweiße“ gelten sie vor allem in den USA immer noch als Untermenschen. – Daran hat auch 1948 die Proklamation der Menschenrechte  nichts geändert! Ausnahmen sind so selten, dass sie nur diese Regel bestätigen.

Die Kirche hat gewaltig an Einfluss verloren, doch die bekehrenden Missionare gibt es noch immer. Sie dringen in die Urwälder ein zu den neu entdeckten Naturvölkern und tragen nach wie vor neben dem Wort Gottes und der Bibel die Krankheiten, die nur für die Ureinwohner tödlich sind, in den Urwald!
Um auch Ureinwohnern, die noch nie mit dem Westen in Berührung gekommen sind, und daher von dieser Weltanschauung auch noch nie etwas gehört haben, die Möglichkeit zu geben die Vorzüge der Zivilisation kennen zu lernen, denn nur so können sie diese später auch lieben, stehen als neue Heilsverkünder die Fernsehgeräte bereits im Urwald! – Ein guter Verkäufer ist eben doch der, der einem Bauern eine Melkmaschine verkauft und seine einzige Kuh dafür in Zahlung nimmt!

Die Röm. Kath. Kirche hat auch an weltlichem Einfluss verloren.
Der Papst ist schon lange nicht mehr die übergeordnete Instanz in weltlichen Angelegenheiten. Trotzdem ist noch immer jeder Regent bemüht, eine Privataudienz beim Papst, dem Hl. Vater der Röm. Kath. Kirche, zu bekommen, gleichgültig ob Monarch, Staatschef oder Diktator. Und die Medien überschlagen sich dann in der Berichterstattung über eine solche Audienz!

Die Neue Weltordnung hat die Zeitrechnung der einst allmächtigen Kirche beibehalten und berechnet nach wie vor ihre Zeit ab Christi Geburt und damit ab dem Jahr 0! Wer Geschäfte machen will, hat sich weiterhin weltweit an diese Zeitrechnung zu halten!
Obwohl bekannt ist, dass die Geburt Christi zwischen den Jahren 4 Jahre vor und bis 11 Jahre nach dem Jahr 0 liegt! Und auch, obwohl die Stimmen immer lauter werden, dass in dieser Zeitrechnung ca. 300 Jahre nicht stimmen! Wen kümmert das?
 

Die westlich orientierte Gesellschaft ist nach wie vor von der Weltanschauung, dem Geist und der Denkungsart der vergangenen fast zweitausend Jahre geprägt und beeinflusst, obwohl es nicht mehr offensichtlich um das Kreuz und das Goldene Kalb in der Bundeslade geht!
Das Kreuz wurde einfach zum Goldenen Kalb in die Bundeslade gelegt. Damit wurde alles verschleiert und ist damit verborgener! Und ohne dass es den Menschen auffiel, wurde das Goldene Kalb anschließend als Dollar aus der Bundeslade geholt und wird in vielfältiger Form, und unter anderen Namen weltweit umtanzt!


Der Mensch ist nach wie vor ein Wesen aus Körper und Geist und Seele  
Der Mensch konnte sich im Lauf der Evolution entwickeln, weil er als einziges (bisher bekanntes) Lebewesen auf der Erde fähig war Fragen zu stellen, sich zu entscheiden und weil er eine Ursehnsucht in sich trägt! 

Die Neue Weltordnung kann keine Antworten auf die Urfragen des Menschen geben oder seine Ursehnsucht stillen, denn das war und ist nicht ihr Ziel. Das war auch nicht das Ziel der Alten Weltordnung mit ihrer Weltanschauung! 

Diese Weltanschauung beantwortet nur die Fragen für das körperliche Leben! Es ist nur Raum für die Befriedigung des physischen Lebens! Durch die Zivilisation wurden das physische Leben und die körperliche Arbeit dermaßen erleichtert, dass die Menschen darauf nicht mehr verzichten können und auch nicht mehr verzichten wollen!

In dieser Weltanschauung und beim „Amerikanischen Weg“ geht es darum, den Wunsch nach Besitz in jedem Einzelnen so stark zu wecken, dass dieser Wunsch zu einer Sehnsucht nach immer mehr wird!
Aber!
Wenn Wissenschaft, Fortschritt und materielle Errungenschaften zum Credo erhoben und als Allheilmittel gepriesen und fast angebetet werden wie einst „das Goldene Kalb“, führen sie unweigerlich in den Abgrund und zum Untergang der Menschen.

Das Neue Credo sorgte solange für den Körper, bis er fast übersättigt war. 
Geist und Seele mussten hungern, denn sie konnten weder bewertet noch mit Geld bezahlt oder in materielle Güter umgewandelt werden.
Die Schulmedizin hat in der Vergangenheit vorwiegend die Erkrankung des Körpers als Krankheiten gesehen und behandelt und diese nur zum Teil in den Griff bekommen. Gelang das nicht, hat sie den Krankheiten andere Namen gegeben. Mangelerscheinungen von Seele und Geist hat sie nicht als solche erkannt und schon gar nicht akzeptiert. Dies zeigt sich jetzt in erschreckender Weise und Häufung in den sich mehrenden Zivilisationskrankheiten!

Geist und Seele können weder mit Ideologien noch mit High-Tech genährt und befriedigt werden. Die Seele schreit um Hilfe und der Geist verkümmert!

Wer sorgt sich darum? -
Die Wissenschaft in Form der Gentechnik!
Sie verspricht für die Zukunft Abhilfe: „Keine Krankheiten! Keine Gefühle, die zu Seelennöten führen! Keine fragenden und quälenden Gedanken! Wie haben sogar ein Gen entdeckt, dass strahlenresistent macht!“
Alle rufen laut: „Gesegnet ist die Gentechnik und der Fortschritt!“

Die neuen Menschen werden im Reagenzglas gezeugt werden und zu seelen- und geistlosen Monstren heranwachsen! Es wird weiter keinem auffallen, denn schon für die Kleinsten gibt es Computerspiele mit Monstern als Helden, und für die Erwachsenen gibt es Spielfilme mit heldenhaften Monstern. So werden die Menschen schon lange an die ungewöhnlichen Anblicke in der Zukunft gewöhnt! 


Die Sprache der Neuen Weltordnung  
Es ist eine Sprache mit vielen Wörtern, meist in Form von Schlag-wörtern, die den Menschen jegliches Bewusstsein und ein selbständiges Denken austreiben sollen! Diese Wörter ohne Sinn, Bedeutung und Inhalt werden bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit benutzt, in jedem noch so unmöglichen Zusammenhang gebraucht und dabei auch noch missbraucht.

„Die Eroberung des Handelsmarktes!“ – Wer erkennt, dass es sich dabei um eine Eroberung handelt? Wer will das erkennen? 
Es ist doch gut und edel, wenn die westliche Gesellschaft auch den Menschen aus den unterentwickelten Ländern ermöglicht, an den Früchten der Zivilisation zu profitieren.

„Billiglohnländer!“ – Wer erkennt, dass es sich dabei um Ausbeutung und moderne Sklaverei handelt? Wer will das erkennen? 
Es ist doch gut und edel, wenn die westliche Gesellschaft auch diesen Menschen ermöglicht sich etwas leisten zu können und ihren Lebensstandard zu erhöhen.

„Die Menschenrechte!“ – Wer erkennt, dass es sich bei den Menschenrechten nur um ein Recht auf dem Papier handelt? Wen kümmert es, dass dieses Recht, wenn überhaupt, vorwiegend nur bei Weißen und Privilegierten („alle sind gleich, manche eben nur gleicher“) angewendet wird? Wen interessiert es, dass sich gerade die USA, die selbsternannte Weltpolizei seit dem Ende des 2. Weltkrieges, am wenigsten daran halten? Wer denkt daran, dass Verstöße gegen dieses Recht nur bei den anderen Staaten geahndet werden und nicht bei den USA?  
Es ist doch gut und edel, dass die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1789 allen Bürgern in Amerika das gleiche Recht auf ihr Menschsein einräumten. 
Es ist doch auch edel, dass die USA nach dem Bürgerkrieg 1865 auch den befreiten Sklaven dieses Recht auf ein Menschsein einräumten, das vorher nur für die Bürger in der Verfassung verankert war. 
Wie überaus anerkennenswert, dass die USA nach erfolgreich geführtem und beendeten 2. Weltkrieg maßgeblich daran beteiligt waren, dass die Menschenrechte auf der Generalsversammlung der Vereinten Nationen (UN) 1948 als für die gesamte westliche Welt gültiges Gesetz verabschiedet wurden. 
Und wie schön, wenn sich eine Regierung daran hält, denn wenn nicht ....!

„Das Völkerrecht!“ – Als Folge des „Holocaust“ im 2. Weltkrieges wurde im April 1948 der Staat Israel ausgerufen. Das selbsternannte „auserwählte Volk“ hatte durch den „Holocaust“ nach mehr als zweitausend Jahren endlich wieder eine eigene, freie und unabhängige Heimat bekommen. Wen interessierten die Bedürfnisse und Rechte der Menschen, für die bis 1948 dieses Gebiet ihre Heimat war? Acht Monate später, im Dezember 1948 wurde, von den Vereinten Nationen (UN) im Zuge der Menschenrechte, auch das Völkerrecht verabschiedet! Wer kümmert sich seit dieser Zeit um das Völkerrecht der Menschen, die bis zur Ausrufung des Staates Israel in diesem Teil von Palästina lebten. Wen interessiert, dass sich der Staat Israel nicht an die Menschenrechte und das Völkerrecht dieser Menschen hält? Wer erkennt, dass auch Israel nicht zur Rechenschaft gezogen wird, wenn es gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht verstößt?

Es gibt unzählige dieser Schlagworte!

Es sind alles nur leere Worte! - Und so leer wie ihre Worte, so leer fühlen sich viele Menschen in der Neuen Weltordnung.

 

Wird es eine neue Kultur geben?

Unser Sonnensystem bewegt sich vor dem Hintergrund des Sternbildes „Wassermann“. Exakte Angaben, wann ein Zeitalter genau beginnt oder endet, kann auch die Astronomie nicht machen!
Jesus soll gesagt haben: „Wenn der Wasserträger (Wassermann) über den Himmel wandert, dann werdet ihr meine Worte erkennen!“

Wie der Baum nur mit gesunden eigenen Wurzeln überleben kann, da sie ihm Nahrung geben für die Früchte und den nötigen Halt für den Stamm, der die Krone trägt, so zieht der einzelne Mensch letztendlich die Kraft aus seinen arteigenen Wurzeln, der ihm eigenen Religion und dem dazugehörenden Kult, aus dem Wissen und der Weisheit seiner Ahnen, und damit aus seiner Kultur.

Dieses unbewusste Urwissen, dass auch der Mensch Wurzeln benötigt, um in schwierigen Zeiten überleben zu können, macht viele Menschen der westlich orientierten Gesellschaft zu Suchenden.  

Von den New-Age-Lehrern und Esoterik-Gurus (ESO-Szene) werden den Menschen jetzt Wurzeln angeboten, die den Menschen in noch bestehenden Kulturen des fernen Ostens oder den Angehörigen der Naturvölker immer noch Halt und Kraft geben! Und, die in diesen Kulturen noch benutzten Gegenstände des täglichen Lebens, werden an die Menschen der „westlichen Welt“ als Wunder- und Allheilmittel verkauft. - Das Geschäft boomt und die Kassen klingeln!

Doch die Suche (Sucht) nach Wurzeln in anderen, noch bestehenden Kulturen und deren Praktiken bedeutet nur, ein Übel (fehlende arteigene Wurzeln) gegen ein anderes Übel (Übernahme von wieder artfremden Wurzeln) austauschen und stellt eine trügerische Chance zur Stärkung und zum Überleben dar.


Die Einheit der Schöpfung

Die Bibel berichtet im Alten Testament in der Schöpfungsgeschichte, dass Gott Himmel und Erde und die Tier- und Pflanzenwelt erschaffen hatte und, „Gott sah, dass es gut war!“ (Gen.1,25). Dann erst hat er den Menschen erschaffen!

Das müssen die jüdischen Schriftgelehrten übersehen haben. Sie haben aus dem, nach der Erschaffung der Welten erschaffenen Menschen, die Krone der Schöpfung gemacht! – Die Krone der Schöpfung kann doch wohl nur ihr Schöpfer sein und nicht sein Geschöpf! Für die jüdischen Schriftgelehrten war und ist nur das auserwählte Volk wichtig!
Daher hat „diese Denke“ auch die Röm. Kath. Kirche übernommen! Für sie war und ist nur die auserwählte Lehre wichtig!

Das übersehen auch die so überaus klugen Menschen der westlichen Gesellschaft! Für sie ist nur der eigene Vorteil wichtig!

Auch die Bibel spricht in der Schöpfungsgeschichte bis Genesis 1,25 von der Einheit der Schöpfung und der Einheit mit allem Seienden und deckt sich darin mit allen Weisheitslehren der Menschheit, auch wenn die Beschreibung in den verschiedenen Kulturen mit anderen Worten erfolgte!

Diese „Aussagen“ aus den Weisheitslehren decken sich im übertragenen Sinn auch mit den Erkenntnissen der Wissenschaft!
Die Wissenschaft hat bewiesen, dass der Mensch (vorerst) der Letzte in der Entwicklung ist! Die wissenschaftliche Theorie des Urknalls sagt auch, dass sich ALLES aus bzw. nach dem Urknall entwickelt hat! – Die Wissenschaft kann uns nur nicht sagen, wer oder was den „Urknall“ zum Knallen brachte! Sie ist auch nicht bereit einen Zusammenhang zwischen ihren Erkenntnissen und den Weisheitslehren herzustellen!
Ist die Wissenschaft machtlos gegen Jahrtausende langes, falsches Denken oder geht es auch der Wissenschaft nur um die Macht? Denn „Wissen ist Macht!“ und „Weisheit ist frei von Macht!“

Egal aus welchen Gründen! Die Menschen der westlich denkenden Gesellschaft vergessen und übersehen, dass die Natur vor dem Menschen erschaffen wurde, und dass die gesamte Schöpfung mit Himmel, Erde, Tier- und Pflanzenwelt und Mensch nur  e i n e n  Schöpfer hat. 

Alle überlieferten Weisheitslehren sprechen von der Einheit des Menschen, eingebettet in eine noch größere Einheit bis hin zur Einheit mit der Schöpfung und der Einheit alles Seienden! - Auch Einstein schien das erkannt zu haben als er sagte: „Wer einen Grashalm knickt, rüttelt am Universum!“

Grundlage für dieses uralte Wissen um die Einheit mit allem Seienden ist eine (für westlich Denkende) ungewohnte Sichtweise der Materie und der Geschehnisse auf der Erde. Diese andere Weltanschauung und die damit verbundene andere Art des Denkens sind heute immer noch die Grundlage der alten, seit Urzeiten bestehenden Kulturen in Asien und der Kulturen der noch lebenden Naturvölker.
Heute noch lebende ehemalige Ureinwohner der eroberten Kontinente finden leicht einen Zugang zur Einheit der Schöpfung, denn sie müssen nur vor die Zeit der Eroberung zurück gehen, wenn sie sich auf die alten Lehren ihrer Vorfahren besinnen wollen.

Durch New-Age-Lehrer und Esoterik-Gurus werden die Weisheitslehren über die Einheit der Schöpfung bei den Menschen der westlich orientierten Zivilisation verbreitet. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass sich die Suchenden, mit den angepriesenen Heil- und Wundermitteln der New-Age-Lehrer und Esoterik-Gurus (ESO-Szene), die nur Hilfsmittel und Krücken sind, dieser Einheit in sich und mit allem Seienden bewusst werden können, um in dieser Einheit auch zu leben. Denn den westlich denkenden Menschen fehlen sowohl das Bewusstsein der Einheit von Körper und Geist und Seele als auch das Bewusstsein der Verbundenheit mit allem Seienden!

Das Wesen von Yoga basiert auf einer über Generationen überlieferten Denkweise, die zu einer eigenen Lebenseinstellung führte. Damit Yoga von den Menschen der westlich geprägten Gesellschaft praktiziert werden konnte, wurde Yoga den Menschen der westlichen Gesellschaft und ihrer Lebensart angepasst. Dadurch ging jedoch das Wesen von Yoga verloren.

Das gleiche gilt für Feng-Shui und andere angepriesenen Methoden dieser Art.

Auch das Essen in einem Chinarestaurant hat mit der „Chinesischen Küche“ nur noch den Namen gemeinsam! Diese Küche war und ist für den Gaumen der westlichen Gesellschaft so ungewohnt, dass damit kein Geld zu verdienen war. Die „Chinesische Küche“ wurde dem Gaumen des Westens angepasst und seither floriert das Geschäft! – Wen kümmert es? Hauptsache es schmeckt und ist billig!

 

Auch „unsere Vorfahren“ wussten um die Einheit alles Seienden.  
Sie erkannten Plätze in der Natur an denen die Grenze zwischen den Welten und Zeiträumen durchlässig war. Sie suchten diese Plätze auf, um dort diese Einheit spüren zu können. - Diese Plätze gibt es immer noch, wenn sie nicht durch eine Kirche oder gar Wallfahrtskirche verbaut wurden. Heute werden diese Plätze „Orte der Kraft“ genannt, und die Grenze ist immer noch durchlässig!

Sie wussten auch um die heilende und reinigende Kraft des Feuers zu bestimmten Zeiten. Sie entzündeten an diesen besonderen Plätzen ihre Feuer zu den berechneten Sonnenwenden. In diesen Berechnungen wurde auch der Lauf des Mondes berücksichtigt. - Die Sonnwendfeuer haben als Brauchtum die Jahrhunderte überdauert und werden immer noch entzündet. Heute werden dafür nur unbedeutendere Orte gewählt und der Zeitpunkt auf das Kalenderdatum und oft auch noch auf das Wochenende abgestimmt!

Sie wussten auch um die heilende Kraft eines gemeinsam gefeierten Festes. Zum Zeichen der Verbundenheit mit der Natur feierten sie Frühlingsfeste, Dankesfeste und Sonnenwenden. Zum Zeichen der Verbundenheit mit ihren Ahnen feierten sie das Große Fest der Toten im November. So wurden die Angehörigen des Volkes immer wieder an die Einheit der Schöpfung erinnert und waren sich ihrer Einheit mit allem Seienden immer wieder bewusst, und schöpften letztendlich auch daraus ihre Kraft. – Diese Feste haben als Brauchtum die Jahrhunderte überdauert.

 
Und jeder, der die uralten Bräuche heute mit Herz und aus Überzeugung feiert, kann sie wieder mit Sinn füllen. - Heute mit seinem eigenen! Es ist nur natürlich, dass beim einen oder anderen asiatische, „indianische“ und/oder die eine oder andere Kultur der Naturvölker einfließen und befruchtend wirken, denn die Menschen sind auf der Suche nach Wurzeln und nach der Einheit. Wesentlich ist, dass der Einzelne überprüft, ob die fremden Wurzeln seinem ureigenen Wesen entsprechen und, dass er sie nicht ungeprüft übernimmt!

Und langsam wird jeder lernen, wo und wann für ihn der rechte Ort und die rechte Zeit dafür sind.

Und ganz langsam und behutsam kann jeder die seinem Wesen entsprechenden Wurzeln wieder entwickeln, um mit ihnen zu leben.

 

Die Kraft und die Magie des Wortes  
Jetzt habe ich doch über Kultur geschrieben!  

Habe ich etwas Gescheites geschrieben? Mein Bekannter, der mich zu den Gedanken aufforderte, kann mir darauf keine Antwort mehr geben.

Manches mag vordergründig wenig mit Kultur zu tun haben. Es waren eben die Gedanken, die mir in den Sinn kamen. Manchmal ließen mich Trauer, Wut und Zweifel die Gedankenflut unterbrechen, und doch habe ich mich den auftauchenden Gedanken immer wieder gestellt. Ich habe sie übereinander gelegt und diese Überlegungen schließlich zu Papier (bzw. ins Internet) gebracht.  

Kultur war einst eine untrennbare Einheit von Volk, Religion, Kult und Kunst. – Diese Art von Kultur ist im Abendland mit den jeweiligen Völkern untergegangen und hat über Jahrhunderte der Unkultur Platz gemacht!  

Kann es „im Westen“ wirklich keine Kultur geben?  
Ganz tief aus meinem Inneren dringt eine Stimme an mein inneres Ohr: „Jedes Wort hat einen eigenen Klang und erzeugt eine Schwingung, die in dir ein Gefühl anklingen lässt! - Sei still! Horch, was dir das Wort jetzt sagen will! -

„K U L T U R“ - Ich stelle das Wort stumm in den Raum und lausche!  
Es klingt wie Sphärenmusik aus der Tiefe des Alls. Es klingt wie die Stille, die das ganze Sein erfüllt.  
Sanft dringt das Wort „S C H Ö P F U N G!” in diese Stille und ich lausche! – Sonderbar! Dieses Wort klingt für mich ähnlich.

Beide Worte breiten sich aus, fließen ineinander und bilden eine Einheit, die allumfassend zu sein scheint und heilend wirkt! - Es entsteht ein Lied, das ich mit meinen inneren Ohren und mit meinem Herzen hören kann.

Kultur ist das Lied des Menschen an die Schöpfung!

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