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© Dina Edelstein-Langer
Stand: 13. Jänner 2011

Indianisches


Die Ureinwohner Nordamerikas nennen sich selbst „Natives“ und mögen mir den Begriff „Indianisches“ verzeihen. 

Für mich beinhaltet „Indianisches“ die Sichtweise und Elemente der Kultur der Natives in Nordamerika (American First Nations). 

Wenn Menschen der westlich orientierten Gesellschaft "Indianisches" nutzen (nicht missbrauchen) und mit der  Sicht- und Denkweise der Natives ihr eigenes Weltbild erweitern, so ist das aus meiner Sicht kein Diebstahl an der Kultur der Ureinwohner Nordamerikas. (Kriegserklärung gegen die Ausbeutung der Spiritualität)

Das heilige Feuer
Die Flamme und somit das Feuer sind immer beseelt und etwas Lebendiges, aus diesem Grund soll auch heute noch achtsam damit umgegangen werden. 
Zu bestimmten Gelegenheiten bewusst entzündet, wird ein Feuer immer zum Heiligen Feuer, heilig im Sinne von heilend und ganz machend. 
Ein Heiliges Feuer kann aus verschiedenen Gründen angezündet werden. Zum Beispiel um Licht in Gespräche zu bringen, Gegenstände der reinigenden und transformierenden Kraft der Flammen zu übergeben, aber auch, um die Steine für eine Schwitzhütte zum Glühen zu bringen.

Auch eine Kerze wird zu einem Hl. Feuer, wenn sie bewusst angezündet wird. Mit dieser Flamme können wir auch in Kontakt mit den Ahnen treten.
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Die Schwitzhütte
Die „Schwitzhütte“ - auch "sweatlodge" genannt -  ist ein rituelles Schwitzbad, das der spirituellen Reinigung von Körper, Geist und Seele dient. 

Derartige Reinigungszeremonien gab es in fast allen untergegangenen Kulturen und sind auch heute noch bei den Naturvölkern üblich.
Zum Beispiel ist die bei uns bekannte "Finnische Sauna" das Relikt aus einer alten Tradition im Norden Europas.

Die „Inipi-Zeremonie“ hingegen ist das traditionelle spirituelle Schwitzbad (Heil-Schwitzhütte) der Ureinwohner der amerikanischen Prärie (Dakota, Lakota etc.). Diese Zeremonie ist den Natives eine Heilige Zeremonie und es ist eine große Ehre, wenn Weiße zu einer "Inipi-Zeremonie" eingeladen werden.

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In einigen Reservaten werden „Schwitzhütten“ für Menschen veranstaltet, die den nötigen Respekt zeigen. 

Ich habe meine erste „Schwitzhütte“ (keine traditionelle Inipi-Zeremonie) während meines Aufenthaltes in Britisch Kolumbien (Kanada) erleben dürfen. 

Diese Art der spirituellen Reinigung begeisterte mich.

Heute zelebriere ich die „Schwitzhütte“ (spirituelle Reinigung) in Übereinstimmung mit meinen spirituellen Helfern und Heilern im Freien.

Es ist mir auch möglich die spirituelle Reinigung (zu besonderen Anlässen) in meiner "Schwitzhütten-Sauna" zu zelebrieren.

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Namensgebungsfest
In der alten Zeit galten die Kinder bis zum Fest der Namensgebung (frühestens mit drei Jahren) als „Sternenkinder“. Diese standen unter der absoluten Obhut des Großen Geistes, der Herrin des Himmels und der Sterne und von Mutter Erde.
Mit der Zeremonie der Namensgebung wurde das namenlose Sternenkind bewusst als neuer Erdenbürger in den Stamm oder Clan aufgenommen und so zusätzlich der Fürsorge und dem Schutz der Gemeinschaft übergeben.

Soweit mir bekannt ist, wird das traditionelle, große Namensgebungsfest heute oftmals erst mit 10 Jahren oder noch später gefeiert, um dem Kind die Möglichkeit zu geben, die Zeremonie bewusst mitzugestalten.

Mit der nötigen Aufgeschlossenheit und dem aufrichtigen Respekt vor der anderen Kultur ist es durchaus möglich, eine christliche Kindersegnung mit Elementen des indianischen Namensgebungsfestes (z.B. Kreis bilden, räuchern, trommeln) zu verbinden.

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Die Eltern laden zu diesem Fest die Familie und Freunde ein; diese repräsentieren den "Clan" oder "Stamm" und bilden einen Kreis. Im Mittelpunkt steht "die kleine Familie": Vater, Mutter, Kind(er).
Die Bitten um Schutz und Hilfe für die kleine Familie werden mit Räucherwerk unterstützt.

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Die Lebenspunkte werden aktiviert und eine Verbindung zwischen Himmel und Erde sowie den vier Himmelsrichtungen hergestellt.

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Mit der Trommel wird die Verbindung zwischen Anwesenden und der kleinen Familie hergestellt. 
Die Trommler umkreisen Mutter und Kind(er) und stärken so deren Verbundenheit.

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