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Parodontologie Untersuchungen belegen, dass 95 % aller Österreicher an verschiedenen Formen der Zahnfleischentzündung leiden und im Alter von 40 Jahren heute mehr Zähne durch Parodontitiden, als durch Karies verloren werden. Die Parodontitis (Parodontose) ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, die ohne Behandlung letztlich zum Zahnverlust führt. Für das Entstehen, das Ausmaß und den Verlauf der Krankheit sind mehrere Faktoren verantwortlich: In unserer Mundhöhle gibt es eine Fülle verschiedener Bakterien, die sich unentwegt auf der Zahnoberfläche ansiedeln. Durch den Einfluß des Speichels verhärtet sich der Belag (Plaque) besonders am Zahnfleischrand zu Zahnstein , welcher durch die Zahnbürste nicht mehr zu entfernen ist. Der harte Belag reizt das empfindliche Zahnfleisch, während gleichzeitig die durch die Plaquebakterien produzierten Giftstoffe im angrenzenden Zahnfleisch eine Schwellung und Rötung hervorrufen. Diese leichtere Form der Entzündung wird Gingivitis genannt und ist durch eine gründliche Entfernung der Plaque leicht und vollständig zu beheben. Wird der Zahnbelag jedoch nicht professionell entfernt, entsteht aus der Gingivitis eine Parodontitis. Die Entzündung greift dann allmählich auf den gesamten Zahnhalteapparat über. Das Zahnfleisch sieht nun nicht mehr glatt und blaß-rosa, sondern angeschwollen und rot-bläulich aus. Die harte Plaqueschicht schiebt sich zwischen Zahn und Zahnfleisch, so, daß sich Taschen bilden, in denen die Bakterien sich noch ungehinderter vermehren können. Als Folgeerscheinung kommt es zu unangenehmem Mundgeruch, häufigem Zahnfleischbluten, zu einer erhöhtem Beweglichkeit der Zähne und am Ende zum Zahnausfall. Die Behandlung einer Parodontitis reicht von intensiven Mundhygienemaßnahmen über mehr oder weniger große chirurgische Eingriffe bis hin zur medikamentösen Behandlung mit Antibiotika.
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