Überwinterung


Vor Beginn der Winterruhe im Oktober / Anfang November 1-2 Wochen kein Futter geben und die Tiere alle 2-3 Tage in lauwarmem Wasser baden, bis kein Kot mehr abgegeben wird und gut abtrocknen.Vorsicht auf Kälte und Zugluft nach dem Baden! Nach den Badewochen 2-3 Tage kühler halten und danach Winterruhe bei 1-2 jährigen Jungtieren 4-8 Wochen (Kiste mit Moos oder sauberem Laub in frostfreiem Keller oder im Kühlschrank bei etwa 2-8 °C, keinesfalls wärmer), ältere Tiere 3-5 Monate. Am besten ab und zu mit genauer Waage Gewicht der Tiere kontrollieren. Der Gewichtsverlust beim Winterschlaf sollte nicht mehr als 10% betragen (Gewichtsverlust ist meist ein Zeichen von zu geringer Feuchtigkeit – siehe unten). Es reicht, alle 3-4 Wochen die Kühlschranktüre zu öffnen und frische Luft hinein zu fächeln.


Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit - eventuell Schüssel mit Wasser in den Kühlschrank oder in die Nähe der Kiste stellen. Das Moos / Laub in der Kiste nicht direkt befeuchten, da es sonst schimmeln kann. Anfang bewegen sich die Tiere oft noch, manchmal auch mitten im Winter. Sobald im Frühjahr sich die Tiere mehr und regelmäßig bewegen ins Terrarium setzen und wieder Wasser und Futter geben.


Anmerkung zur Überwinterung im Kühlschrank: Unbedingt vorher die Temperaturschwankungen im Kühlschrank messen!!! Bei manchen, v.a. kleinen Kühlschränken, schwanken die Temperaturen sehr stark und auch bis an den Gefrierpunkt. Viele alte Kühlschränke vibrieren im Betrieb stark, wodurch die Tiere im Schlaf gestört werden. Am besten haben sich sogenannte "Absorber-Kühlschränke" ("lautlose Kühlschränke") bewährt, da sie am besten eine +-konstante Temperatur halten. Diese sind oft in Hotels als Minibar im Einsatz, ziemlich teuer, aber gebraucht manchmal günstig zu bekommen. Neu bekommt man diese zu moderaten Preisen z.B. bei http://www.etc-shop.de/.

Zucht


Bedingung ist eine vorangegangene kalte Überwinterung. Geschlechtsreif wird Testudo hermanni in Gefangenschaft nach etwa 8 Jahren. Die Paarung erfolgt unmittelbar nach dem Winterschlaf. Die Weibchen (kurzer Schwanz, Bauchpanzer flach; Männchen haben nach innen gewölbten Bauchpanzer und langen Schwanz) setzen 1 bis 2 (3) Gelege pro Saison ab. Die Anzahl der Eier schwankt im Normalfall zwischen 4 und 8 pro Gelege. Bebrütung bei 26°C (eher Männchen) bis 32°C (eher Weibchen) in leicht feuchtem Substrat. Schlupf nach 55-65 Tagen.

Artenschutz-Status (Washingtoner Abkommen, EU):


WA Anhang 2 - bedrohte Art, deren Handel stark eingeschränkt ist.  EU Schutzkategorie C1 - vom Aussterben bedroht.


Kauf, Verkauf und Tod der Tiere, Schlupf von Jungtieren etc. sind unbedingt bei der zuständigen Naturschutzbehörde (in Österreich Naturschutzabteilung des Landes) zu melden!


Transport, Weitergabe und Handel nur mit in Gefangenschaft geborenen Tieren und CITES-Bestätigung erlaubt - seriöse Händler übergeben immer die Bestätigung der Behörde (im Original !) mit angeheftetem und gestempeltem Foto des Tieres beim Kauf! Transport in das Ausland ist einzeln bewilligungspflichtig, bei Verstößen Beschlagnahmung der Tiere und Strafen bis 20.000.-.

 

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aktualisiert 30.01.2017