Unterwasser-Fotografie


Bis zum Beginn des Digizoikums war die Unterwasser-Fotografie etwas für Profis. Mit wuchtigen und sündteuren Kameras oder -gehäusen, Scheinwerfern mit schweren Akkus und hochempfindlichen Filmen konnte man zu guten Unterwasserbildern kommen. Ohne volle Tauchausrüstung war natürlich nicht viel zu machen.


Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute kann jeder, der eine Digitalkamera hat und ab 60 Euro für ein Gehäuse investiert, passable oder sogar gute Bilder machen. Auch wasserdichte Kompaktkameras sind inzwischen in zahlreichen Modellen erhältlich (zB Olympus, Nikon). Auto-Empfindlichkeit, intelligente Blitzsteuerung und guter Autofokus der digitalen Wunderwinzlinge machen´s möglich. Die Kameras und Gehäuse sind heute so klein und leicht, daß man sie beim Schnorcheln oder auch auf  Wanderungen problemlos mitnehmen kann, da ja gerade die klaren Bergseen und -bäche dem UW-Fotografen viel Freude machen.


Grundsätzlich gibt es einerseits Gehäuse aus Hartkunststoff, die auch in größeren Tiefen verwendbar sind, aber nur für ein Kameramodell geeignet sind. Weiters gibt es Gehäuse aus veklebten Spezialfolien mit Frontscheibe, die universeller sind, aber nur bis etwa 10 m einsetzbar.


Ein paar technische Tipps für bessere UW-Bilder:



  • Bei Kamera-Neukauf achten, daß man ein Modell kauft, zu dem es ein passendes Original-Gehäuse vom Hersteller gibt, da dann alle Funktionen gut zu bedienen sind. (z. B. Olympus oder Canon ab ca. € 150.-)

  • Bei flexiblen Gehäusen (ab € 60.-)sollte die Kamera über gut erreichbaren Druckknopf oder Hebel einzuschalten sein (Schiebeschalter oder Schieber lassen sich im UW-Gehäuse kaum bedienen)

  • Kamera so im flexiblen Gehäuse positionieren, daß das Objektiv mögl. nahe der Frontscheibe des Gehäuses ist, aber beim Scharfstellen nicht anstößt - eventuell aus Styropor o.ä. Rahmen oder Fixierung konstruieren. Die Kamera darf im Gehäuse nicht verrutschen.

  • Trockenmittel-Säckchen immer verwenden (sonst beschlägt sich das Gehäuse) - diese können danach auf der Heizung oder auf dem Ofen wieder getrocknet und weiter verwendet werden. Trockene Säckchen am besten in leerem, dicht schließenden Glas mit Schraubdeckel aufbewahren.

  • Wenn die Kamera die Möglichkeit bietet, immer im RAW-Modus fotografieren

  • Automatische Abschaltung deaktivieren

  • Empfindlichkeit (ISO) auf Automatik stellen

  • Blitz - außer bei Makroaufnahmen - abschalten (sonst sieht man störende Schwebstoffe)

  • Zoom / Tele deaktivieren (Wasser vergrößert ohnehin)

  • Makromodus immer eingeschaltet lassen (besserer Autofokus)

  • Akku vorher immer voll laden

  • Große Speicherkarte verwenden (es ist ärgerlich, wenn mitten im See der Speicher voll ist!)

Ein paar UW-Foto-Beispiele sehen Sie in der Galerie!

Nützliche Links:



Allgemeines, Technik, Bezugsquellen:



Unterwasserfotos Pflanzen / Tiere:



Sonstiges:


B. Humberg: Unterwasserführer Europäische Binnengewässer


Dieses Buch erleichtert auf einfache Weise die Bestimmung von Wasserpflanzen und -tieren. Mit Hilfe der Photos und der gegen­überliegenden Beschreibung kann die Art oder zumindestens die Gattung bestimmt werden. Für die Identifizierung einer Art sind zusätzlich Standort und Tiefenangaben wichtige Hilfsmittel, die gut überschaubar in Form von Piktogrammen dargestellt werden. Schwar­ze Pfeile in den Uferskizzen verweisen auf den bevorzugten Lebensraum der Arten.


Zusätzliche Angaben über die Tiefenzone, innerhalb der sich die beschriebenen Organismen aufhalten, sowie über Lebensweise, Artenschutz und Gewässergüte machen dieses Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk für alle Naturfreunde und Wassersportler.



Verlag Stephanie Naglschmid Stuttgart; ISBN 3-927913-44-8.

aktualisiert 30.01.2017