Hinter meinen Bildern

"Er produziert, ohne sich anzueignen;
Er tut, ohne etwas zu erwarten.
Ist sein Werk vollendet, hängt er nicht daran;
Und weil er nicht daran hängt, wird sein Werk bleiben."

Diese Sätze, die der Dichter und Maler Roland Barthes frei nach Laotse über den Künstler Cy Twombly niederschrieb, auch auf mich und meine Arbeit zu beziehen, wäre zu vermessen. Wenn ich sie trotzdem zu meiner Reputation verwende, so nur deshalb, weil mir mit Worten bisher nicht geglückt ist, was in besonders ergiebigen Momenten mit Pinsel und Farbe bisweilen leicht und flüssig hervorquillt. Es fällt mir einfach schwer, dem Betrachter meiner Bilder die paradoxe Einheit von Bedeutungslosigkeit und Inhalt glaubhaft zu machen, wenn dies überhaupt notwendig sein sollte.

Erst wenn ich bereit bin zu akzeptieren, nicht nur nicht verstanden, sondern auch mißverstanden zu werden, darf ich im Sinne des obigen Zitates vielleicht annehmen, etwas geschaffen zu haben, das über die laufende Befriedigung der eigenen Eitelkeit hinwegführt.

Stefan Maitz