Maria von Peteani & Johann Strauss

"Spurensuche im Walzertakt" Der Autor bedankt sich auf das herzlichste bei den vielen Damen und Herren, die dem Autor in selbstloser Weise immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.

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Die Präsidentschaft Josef Simons bei der Universal-Edition läßt sich nicht belegen, sicher jedoch ist, daß die Verlagsgründung auf seine Initiative zurückging. Er gehörte dann nach der ersten konstituierenden Generalversammlung am 15. 6. 1901 neben den Verlegern Bernhard Herzmansky, Adolf Robitschek und Josef Weinberger dem Verwaltungsrat der Universal Edition an. 14. Universal Edition, "Ein guter Anfang: 1901 bis 1907" - Pan-Zeitung Nr.4/1996, Zürich.

1917 wurde aus Herrn Josef Simon - "Josef Edler von Simon"   

Mit Kaufvertrag vom 17. 3. 1900 erwarben Josef Simon, Leon Doret und Baron Emil Kubinsky das Theater an der Wien von Alexandrine von Schönerer. Erst am 8. 5. 1924, nach mehr als 24 Jahren, verkaufte Josef Simon seinen Anteil. 15.Bauer, Anton: 150 Jahre Theater an der Wien, Zürich, Leipzig, Wien 1952.

Folgende Zeilen aus der spitzen Feder von Marcel Prawy über die Geschäftsverbindung zwischen "Frau Johann Strauss" und Josef Simon sollen dem Leser nicht von vorenthalten bleiben: "Adeles Stammplatz im Theater an der Wien war die dritte Loge, Parterre, links. Nach der Uraufführung von Franz Lehárs 'Graf von Luxenburg' 1909, stellte sie fest: "Der Mann kann was!" Allerdings hatte die 'Walzerwitwe' damals durch ihren Schwager Josef Simon als Strohmann mit den Einkünften der Strauss Operetten im Jahre 1900 ein Viertel des Theaters an der Wien gekauft und konnte dort keine Mißerolge brauchen.

Ihre abendfüllend zur Schau getragene tantiemengeschwängerte Liebe durfte sich nun hemmungslos nicht nur über Werke ihres Gatten, sondern auch über die neuen Produkte der silbernen Operettenzeit ergießen. ("Seid umschlungen, Millionen!") So stand der Schatten von Johann Strauss bei dem durch die Komponisten Lehár, Kalman und Leo Fall bewirkten Aufstieg der silbernen Operette im Theater an der Wien zwar nicht künstlerisch, aber doch finanziell im Hintergrund." (vgl. Anm. 5).

Durch ihr fanatisches Sendungsbewußtsein und ihre Aktivitäten machte sich Adele nicht immer beliebt, für viele wurde sie "Die lästige Witwe".