Erfahrungsbericht Novell-Netware Kurs im Wifi-Linz
Um meine 'freie' Zeit zu nützen und gleichzeitig meine Position am Arbeitsmarkt zu verbessern, entschloß ich mich, an einem Kurs über Novell-Netware teilzunehmen.
Da ich der Meinung bin, daß nach wie vor sehr viele stabile Netzwerke mit Netware 3.x betrieben werden, entschied ich mich für diesen 3.12-Kurs. (Und weil nicht zwangsläufig neuere Versionen auch besser od. beliebter sind)
Ich kann diesen Kurs nur weiterempfehlen. Der absolut sattelfeste (Novellmäßig) Kursleiter, Herr Rieseneder, erläuterte uns den Aufbau des Servers und die Funktion der Treiber wirklich gut. Da wir anschließend das Aufsetzen eines Servers, mit allen Problemen, die dabei auftreten können (und lt. Murphy's Gesetzen auch auftraten) gemeinsam probierten, waren wir anschließend auch in der Lage, selbständig jeder seinen eigenen Server aufzusetzen.
Erfolgserlebnis ! Alle funktionieren.
Das Einrichten der Clients war (abgesehen von Treiber-und Versions-Problemen) eigentlich nicht weiter schwierig, was uns aber nicht davon abhielt, es gleich zweimal zu trainieren.
Abschließend brachten wir unsere Servers mit diversen Patches auf den neuesten Stand.
Da ich Blut geleckt habe, habe ich mich kurzerhand auch gleich zum Administrator-Kurs angemeldet.
Bericht folgt....
Hier der Bericht zum 'Administrator-Kurs':
Ausgestattet mit dem Wissen über die Installation und technische Realisierung des Servers/Clients, gingen wir zur Administration der Novell-Netware über.
Wir legten sogleich verschiedene User und Gruppen an, die dann anschließend mit verschiedenen Rechten ausgestattet wurden. Definieren von Mappings und Searches, das Erstellen von Trustees bestimmter Directories sowie die Beschränkung mittels Inherited Rights Masks wurde ebenso trainiert wie der Umgang mit diversen Befehlen und Novell-Werkzeugen. Dabei wurde uns erst so richtig bewußt, wie wichtig ein durchdachter Aufbau der Struktur auf einem Server sein kann.
Da sich die Rechte auch vererben, kann eine schlechte Struktur gewaltige Sicherheitslücken aufreißen. Der Ratschlag unseres Trainers, den Usern anfangs nur ganz wenig Rechte zu geben, erscheint mir daher als recht vernünftig. (Falls ein User mehr Rechte braucht,wird er sich ohnehin melden). Dadurch, daß man auch Flags von Files und Directories setzen/löschen kann, hat Novell noch eine zusätzliche Sicherheit erreicht.
Wir erstellten auch eigene Login-Scripts. Da Novell eine große Anzahl von Variablen zur Verfügung stellt, können Logins dem jeweiligen User sehr gut angepaßt werden. Auch hier gibt es einige Möglichkeiten, neugierige User von einer 'besonderen Anpassung' abzuhalten. Es erscheint mir auch ein guter Ratschlag zu sein, möglichst viele dynamische Anpassungen direkt im Systemlogin-Script zu definieren.
Auch das Sichern der Bindery und das Wiederherstellen derselben führten wir durch. Daß eine Sicherung dann sinnvoll ist wenn man neue User oder Gruppen anlegt, ist einleuchtend.(Sichern ist überhaupt ein äußerst wichtiges Element der System-Pflege - nicht nur bei Novell - Aber das ist ja nichts Neues für uns)
Am letzten Tag des Kurses richteten wir uns dann, um uns von der Komplexität der Security zu erholen, Print-Server ein. Daß auch das Einbinden eines Druckers, so einfach es auch wirken mag, einigermaßen komplex werden kann, brachte noch die restliche Würze in unser Netzwerk.
Da wir inzwischen auf die Remote-Bedienung des File-Servers vom Client aus umgestiegen waren, konnten wir nun unter Real-Bedingungen unser System verwalten.
W U N D E R B A R !
:-))

Es ist eigentlich schade, daß nun, da der Kurs vorbei ist, die Wechsel-Harddisks mit unseren gut eingerichteten Systemen gnadenlos neu partitioniert,formatiert und mit irgendwelchen (wahrscheinlich ohnehin wertlosen Anwendungen ;) ) überschrieben werden. :-(

P.S. Der Kursleiter ,Herr Rieseneder, leitet auch Kurse über Novell 4.x und Windows-NT. (möglicherweise noch andere-weiß ich nicht)

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