Habe mich auf
Ihrer Seite ein wenig umgelesen, aber einige Fragen blieben noch
offen.
Mit mir ist folgende Situation, dass ich von meinem Chef gemobbt
werde.
Schon seit Jahren eigentlich aber, dass es zur Zeit wieder ziemlich
eskaliert.
Nun meine Fragen.
Wie schaut es mit der rechtlichen Situation aus.
Kann ich wenn ich kündige auf Grund meiner Aussage von Mobbing
eine einvernehmliche Kündigung fordern?
Leider finde ich auf der Arbeiterkammer keine Informationen.
Zum Betriebsrat brauche ich gar nicht gehen ...
Als ihn einmal
eine Kollegin darauf angesprochen hat, meinte er da kann man
nichts dagegen tun!?!?
Am Freitag ging es wieder rund im Büro.
Anschuldigungen, suchen von Fehlern um mich nur fertig zu machen
und soweiter.
Finde es schlimm wenn man schon so weit getrieben wird, dass
man schon Heulkrämpfe im Büro bekommt.
Mittlerweile würd' ich sagen, dass meine Schlafstörungen
wieder beginnen und dieses ungute Gefühl.
Eine zeitlang war es besser aber seit letzten Freitag ist es
wieder schlimmer geworden.
Soll ich mir von meinem Arzt vorsichtshalber schon beraten lassen,
falls es hart auf hart kommt, dass ich "Beweise" habe?
Von den letzten 2 Wochen seit es wieder angefangen hat, schreibe
ich mir die Aussagen meines Chefs auf und hab' mir auch Kopien
angefertigt von meinen ach so schweren Fehlern, die meinerseits
gar nicht bestehen.
Welchen Rat können sie mir noch geben?
Liebe Grüße und vielen Dank für ihre Hilfe
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Danke für
Ihre Anfrage. Sie zeigt mir, dass meine Homepage zum Thema Mobbing
wirkt.
Denn Sie "wehren" sich ja ganz gut. Eine Ferndiagnose
und einen Rat kann ich aus dieser Distanz
nur schwer bis gar nicht erstellen bzw. geben.
Deshalb wäre es am besten, Sie suchen z. B. eine örtlich
nahegelegene Mobbingberatungsstelle des ÖGB
bzw in Wien auch die Plattform work & people auf.
Die Idee mit dem Arzt bietet die Möglichkeit, sich bei Bedarf
und nach einem ärztlichen Gespräch krank schreiben
zu lassen. Dies kann vor allem in eher aussichtslosen Situationen
in einem fortgeschrittenen Mobbingstadium
sinnvoll sein.
Gute Hilfe zur Selbsthilfe bietet auch das Buch "Die etwas intelligentere Art sich gegen dumme Sprüche
zu wehren".
Bei der Führung eines Tagebuchs beachten Sie folgendes:
Teilung in eine linke und eine rechte Hälfte, links stehen:
Objektive Sachverhalte, Datum Beteiligte Personen, Zitate
und rechts stehen: (eigene) Befindlichkeit, Gefühle, Auswirkungen.
Diese Vorgehensweise hilft u. a., die "Tatsachen" klarer
zu sehen.
Sie können davon ausgehen, dass Sie die Sichtweisen der/des
Mobber(in)/s nicht ändern
können. Zumindest ist das in der Mobbingberatung nicht vorrangig,
da nur wenig zielführend!
Einstweilen wünsche ich Ihnen viel Energie (auf die Sie
auch selbst achten sollten !!!)
und gute Strategien
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Ich bin nun seit ... Jahr/en
als Sozial... tätig. ... Es gibt einen Konflikt zwischen
Sozialarbeitern und Sozialpädagogen. Die Berufe sind so
eng ineinander gekoppelt, sodaß ein Sozialarbeiter in sozialpädagogischem
Bereich als auch ein Sozialpädagoge im sozialarbeiterischen
Bereich tätig sein kann (Info von Arbeiterkammer).
Es gibt Teamsitzungen ...
Ich bin von meiner Gruppe
ausgeschlossen worden. Es hat geheißen, ich soll die Angelegenheit
nicht persönlich nehmen, sie wollen nicht, dass ich an diesen
Teamsitzungen teilnehme, da ich nicht die richtige Ausbildung
habe.
(Sie haben mir angeboten, Sie könnten mir das Teamsitzungsprotokoll
zukommen lassen.)
Das gleiche mit den Supervisionen, welche auch als Gruppensupervision
abgehalten werden. Auch da wurde mir von den anderen Sozial...
gesagt, ich darf nicht teilnehmen. Dazu besteht doch kein Recht?
Mittlerweile habe ich Einzelsupervison, welche ich jedoch nur
für kurze Zeit genehmigt bekommen habe, aus finanziellen
Gründen. Das Thema ist ein berufspolitisches Thema, und
gehört meiner Meinung nach nicht auf dem Rücken einer
einzelnen Person ausgetragen. Es arbeiten auch sehr viel Sozialarbeiter
im sozialpädagogischen Bereich. Es gibt kein Berufsgesetz
diesbezüglich. Wie schon erwähnt, sind laut Arbeiterkammer
die Berufe zu eng ineinander gekoppelt ...
Ich werde ausgeschlossen, wobei auch mir der Austausch unter
den Sozial... sehr wichtig ist. Ich habe sozusagen keinen Austausch
in meiner Berufsgruppe.
Meiner Meinung nach haben die Sozial... nicht das Recht, darüber
zu entscheiden, ob ich bei der Teamsitzung dabei sein soll oder
nicht.
... Zudem hat mir ein Sozial... gestern telefonisch mitgeteilt,
dass sie nun alles daran setzen, damit ich ..., weil sie nicht
einsehen, weshalb ich gleichviel Geld bekommen soll, wie Sie.
Nun reicht es mir, und
ich will etwas dagegen unternehmen. Es gibt bei der ... eine
Mobbing Stelle, soll ich mich dahin wenden?
Ich finde, es ist nicht deren Recht, darüber zu entscheiden,
wo ich teilnehmen darf usw.
Zudem finde ich es als eine Frechheit, sich in mein/e ... einzumischen.
Bitte um Rückantwort.
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Liebe sozial
Engagierte,
zunächst finde ich es gut, dass Sie die angesprochenen Konflikte
mit den KollegInnen nicht bei sich beruhen lassen und dagegen
etwas unternehmen und dies auch weiterhin tun wollen.
Arbeiterkammern und Gewerkschaftsbund sind hier sicherlich eine
der ersten Ansprechadressen hinsichtlich rechtlicher und moralischer
Unterstützung. Je früher Sie aktiv werden in Konfliktfällen
dieser Art, umso eher läßt sich ein ausgewachsenes
Mobbing vermeiden.
Wie Sie ja von Ihrer Ausbildung her wissen ist es dabei unerlässlich,
sich der eigenen Ressourcen zu besinnen und diese bestmöglich
zu fördern.
Was Ihre mehrfache Andeutung bzgl. "das ist nicht ihr Recht"
anlangt:
MobberInnen interessiert nicht, was Recht ist (grundsätzlich).
Mit vernünftigen Überlegungen ist in den seltensten
Fällen, und da nur nach entsprechender Gegenüberstellung
z. B. mit Mobbingopfern beizukommen.
Ich denke, es gibt ja Regulierungsmöglichkeiten mittels
Supervisionen.
Hier würde ich verstärkt darauf bestehen, insbesondere
innerhalb der Gruppensupervision, die (schwelenden) Konflikte
zum Thema zu erheben (erheben zu lassen ... wie auch immer Sie
das zuwege bringen!)
Grundsätzlich halte ich nicht viel von Ferndiagnosen. Mir
fehlen zu viele Informationen.
Zurück zur Gruppenintervention: Wer supervidiert?
Wie steht der/die Arbeitgeber/in zum Thema Konfliktkultur? -
Eine nicht unwesentliche Frage.
Welcher war der ursprüngliche Konflikt, der seinerzeit nicht
aufgearbeitet wurde?
Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig helfen zu können und würde
mir wünschen, vom Ausgang "Ihrer" Aufarbeitung
zu erfahren.
Hinsichtlich unternehmenseigener
Mobbingstelle sei noch auf folgendes
hingewiesen.
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