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| Diplomarbeit von Daniela Hafner: "Die eskalierenden Kreisläufe von Flüchtlingen in Österreich am Beispiel von nigerianischen Asylwerber" |
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Einleitung
Aufbau der Arbeit 1) Allgemeine Gesetzgebung 2) Der vergessene Kontinent 3) Eskalierende Kreisläufe 4) Die Katastrophe 5) Ansätze der Sozialarbeit Der Auftrag an die Sozialarbeit Das doppelte Mandat Dysfunktional - Funktional Die Rolle der Sozialarbeiter Herantasten an die Problemlösung Hindernisse der Sozialarbeit Grenzen der Sozialarbeit Das politische Mandat der Sozialarbeit Überprüfung der These Quellenverzeichnis Impressum » zu den Fußnoten « |
5.6 Hindernisse der SozialarbeitVorurteile machen es Sozialarbeitern oft sehr schwer, mit den betroffenen Gruppen zu arbeiten. Es ist für die erfolgreiche Arbeit allerdings notwendig, Vorurteile zu verstehen und wertungsfrei mit den Menschen die solche haben, umzugehen. 5.6.1 Soziale Funktion von Vorurteilen251Vorurteile sind übernommene, vorgeprägte Meinungen, die als allgemeine Erscheinungen des menschlichen Zusammenlebens gelten. In der Sozialwissenschaft wird davon ausgegangen, dass die meisten unserer Verhaltensweisen nach dem Verwandtschaftsgrad abgestuft sind. Das bedeutet, dass wir Familiäres, Gleiches gegenüber Fremden und anderen bevorzugen. Milowiz hat, wenn es um die Entwicklung von Außenseitern geht, diese Tatsache unter komplexe Beziehungen252 zusammengefasst. Vorurteile sind auf das eigene fehlende Selbstbewusstsein zurückzuführen. Da wir in einer hoch entwickelten Konsumgesellschaft leben, erzeugt die Knappheit an Gütern und ihre ungleiche Verteilung ein aggressives und Konflikt geladenes Klima. Wenn Menschen in diesem Konstrukt zu kurz kommen, suchen sie nach Außenseitern und Sündenböcken. Funktionen von Vorurteilen:
„Soziale Vorurteile verringern sich in dem Maße, wie soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Wohlstand in einer Gesellschaft verwirklicht werden.“ 5.6.2 Bekämpfung von Vorurteilen„Wer heute noch Täter ist und seinen Nachbarn mit Vorurteilen attackiert, kann morgen schon – durch Krankheit, Unfall oder andere persönliche Umstände – das Opfer von Vorurteilen werden.“253 Als einen großen Teil der Sozialarbeit, besonders in der Arbeit mit Asylwerber sehe ich den Bereich der Vorurteilsbekämpfung bzw. der Prävention durch Bewusstseinbildung. Jeder Mensch verfügt über ein natürliches Maß an Neugierde. Hier kann durch Workshops, Öffentlichkeitsarbeit etc. gegenseitiges Fragen und Antworten meiner Meinung nach sehr viel erreicht werden. Meist klären sich in der Auseinandersetzung mit Menschen die Vorurteile von selbst.
Diese Palette muss als Ansatzpunkt für die Arbeit des Sozialarbeiters betrachtet werden und gegen diese Ressentiments muss öffentlich und politisch gewirkt werden. Es wird in der Gesellschaft in der Regel nicht sehr viel Unterschied zwischen Migranten und Asylwerbern gemacht, es werden einfach alle unter dem Begriff „Ausländer“ subsumiert und deshalb muss sich auch der Sozialarbeiter mit dem ganzen Spektrum an Feindschaft auseinandersetzen. Die Ängste sind sehr selten nur auf Asylwerber gerichtet, sondern eher auf das „Fremde“ an sich.
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Diplomarbeit für Sozialarbeiter
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