Sie befinden sich im Kapitel "Die Katastrophe – Der Teufelskreis schließt sich" |
| Diplomarbeit von Daniela Hafner: "Die eskalierenden Kreisläufe von Flüchtlingen in Österreich am Beispiel von nigerianischen Asylwerber" |
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Einleitung
Aufbau der Arbeit 1) Allgemeine Gesetzgebung 2) Der vergessene Kontinent 3) Eskalierende Kreisläufe 4) Die Katastrophe Polizei und nigerianische Asylwerber Gefängnis Schubhaft - Abschiebung NDLEA Dekret 33 - „Doppelbestrafung" Österreich und der Umgang mit afrikanischen Asylwerbern Politik - „Wien darf nicht Chicago werden" Medien 5) Ansätze der Sozialarbeit Überprüfung der These Quellenverzeichnis Impressum » zu den Fußnoten « |
4.8 MedienInwieweit die Medien auch dazu beitragen, Vorurteile zu schüren, Klischees zu erzeugen und somit den Außenseiter noch mehr an den Rand der Gesellschaft zu drängen, zeigt z. B. die theatralische Berichterstattung der Operation Spring, bei der behauptet wurde, von den 100 Verhaftungen, waren 90% nigerianischer Herkunft und nahezu alle seien abgelehnte Asylwerber gewesen.223 Die Formel „Schwarzer = Dealer hat sich in vielen Köpfen festgesetzt. Jeder Schwarze wird durch die Brille des Misstrauens betrachtet.“225 Diese Pauschalisierung wirkt sich vor allem auf die 8000 – 10.000 Afrikaner aus, die sich nicht in diesem Kreislauf befinden, aber trotzdem mit den gleichen Vorurteilen und Schikanen von Polizei und Gesellschaft zu Recht kommen müssen. Ein afrikanischer Asylwerber beklagt sich z. B., dass er nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann ohne auf Drogen angesprochen zu werden. „Das ist mir sehr lästig. Mit der Polizei habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht, aber man hört und liest so einiges.“226 Für mich ist in dieser Aussage sehr deutlich ein übermäßiger Respekt, fast schon ein bisschen Angst zu erkennen und das, obwohl die Exekutive als Schutzorgan für alle Menschen, sofern sie nach den Gesetzen und Normen dieser Gesellschaft leben, empfunden werden soll. Ich habe in diesem Kapitel einige massive Übergriffe der Exekutive aufgezeigt. Dies soll nicht nur als Stimmungsmache verstanden werden. Meine Arbeit soll hauptsächlich zur Bewusstseinsbildung dienen und aufzeigen, wie nigerianische Asylwerber glauben, in Sicherheit zu sein und mit welch unmenschlicher Behandlung sie dann letztendlich oft kämpfen müssen. Ich finde, dass solche Indizien dabei nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Wie sehr all diese schrecklichen Vorkommnisse der letzten Jahre diesen Kreislauf auch beeinflussen, lässt sich in dieser Arbeit schwer darstellen. Auch Afrikaner lesen Zeitungen, führen Gespräche, schauen Nachrichten und bekommen diese schrecklichen Taten mit. Eines ist klar, Marcus Omofuma, Richard Ibekwe, Binali Ilter, Cheibani Wague, Ndupu, „die in den letzten Jahren unter Beteiligung von Staatsorganen getötet worden sind“229 sind Namen, die viele Afrikaner mit „Ermordung ihres Gleichen“ assoziieren.
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Diplomarbeit für Sozialarbeiter
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