Warum ich Monarchist bin ...
So einfach ist die Frage nicht zu beantworten, einfacher ist die Frage zu behandeln, warum ich nie Bundespräsident werden könnte. Obwohl ich alle Voraussetzungen als Kanditat für eine Bundespräsidentenwahl hätte, ist es um einige hundert mal wahrscheinlicher, dass ich einen Lotto Sechser machen würde, als eben dieses Amt zu erhalten. Die Realität gibt mir recht, es gibt um einiges mehr Lottogewinner als Bundespräsidenten in diesem Land. Schon bei der Sammlung von 6000 Unterstützungserklärungen hätte ich Probleme, außerdem ist der Antritt zur Wahl auch mit Kosten verbunden. Und um reale Chancen zur erfolgreichen Wahl würde man die Unterstützung einer Grosspartei und der Medien brauchen. Grundsätzlich unterscheidet sich eine Republik von einer Monarchie nur im Amt des Staatsoberhaupts, was viele verwechseln ist die Staatsform von der Regierungsform, und letztere wäre auch weiterhin die Demokratie. Und nüchtern betrachtet, ist die Monarchie die ehrlichere Staatsform, außer es gibt nur noch alle 6 Jahre einen Lottogewinner. Von den Kosten her wäre die Monarchie sogar günstiger zu realisieren, weil man für das Amt des Staatsoberhauptes ja nicht nur das monatliche Gehalt (und Pensionen) sondern auch die Kosten der Wahlen (Druckkosten, Wahlbeisitzer etc.) berücksichtigen müßte, warum der BP der höchste Gehaltsempfänger der Republik sein muss, wird halt kaum hinterfragt.
Joseph Roth antwortete so
Einmal wurde der Schriftsteller Joseph Roth angegriffen, in die Ecke gedrängt ,,Roth, Sie sind so gescheit, wie können sie ein Monarchist sein? Seine Antwort aufbrausend und gereizt ,,Weil mir die Scheisser in der Monarchie lieber waren als die Gacker in der Republik! Die Monarchie war schlecht, aber sie hatte Format. An ihre Stelle sind die Stammler getreten.