OTTONENPOST Ausgabe 3/2005

Ein Leben aus dem Glauben - eine kurze Buchempfehlung


Der Name Hans Karl Zeßner-Spitzenberg ist vielen geschichtlich interessierten Couleurstudenten nicht unbekannt, war er doch der erste Österreicher, der in einem Konzentrationslager ums Leben kam.

Das vorliegende Buch beschäftigt sich relativ wenig mit seinem couleurstudentischen Lebenslauf. Beim Pennälertag 1937 des damals noch sehr jungen MKV, sprach Dr. Zeßner-Spitzenberg über "Die sozialen Grundlagen Österreichs", kurze Zeit später konnte man kaum noch Hoffnung auf weitere Pennälertage haben.

Korporiert war Zeßner-Spitzenberg bei mehreren Verbindungen und Verbänden: Teutonia Fribourg (CV), Ferdinadea Prag zu Heidelberg (CV), Nibelungia Wien (ÖCV), Vindobona I Wien (MKV), Ostgau Wien (MKV), Maximiliana Wien (KÖL), Starhemberg Wien (KÖL), Austria Salzburg (KÖL), Carolina Wien (KÖL), Ferdinadea Graz (KÖL).(Quelle: Farben tragen, Farbe bekennen, 1988, S. 378)


Das Buch wurde von seinem Sohn Pius Zeßner- Spitzenberg geschrieben. Das Geleitwort von Kardinal Schönborn fasst zusammen, was den Leser des Buches erwartet: "... Erzählt und bezeugt wird das Leben eines Menschen, der sich dem Anspruch gestellt hat, sein ganzes Leben, privat wie beruflich, kompromisslos unter das Wort Gottes zu stellen. Aufmerksam die Zeichen der Zeit beobachtend und deutend, suchte Hans Karl Zeßner-Spitzenberg mit hoher Kompetenz auch das politische Leben in all seinen Facetten aus christlicher Überzeugung zu gestalten - bis zu seinem bitteren Ende in Dachau."

P.S.:

Warum dieses Buch nun in unserer Verbindungszeitschrift vorgestellt wird hat einen zusätzlichen besonderen Grund. Der Schwiegersohn von Hans Karl Zeßner-Spitzenberg war der Gründungsphilistersenior unserer Mutterverbindung e.v. KÖL Saxo-Meiningia Linz - Dr. Erich Thanner v/o Don Camarillo. (siehe Bild)

Einweihung Kaiser Karl Altar in der Augustinerkirche (01.04.2005)


Fast genau ein halbes Jahr nach der Seligsprechung wurde in der Wiener Augustinerkirche ein Kaiser-Karl-Altar eingeweiht. Stark vertreten waren natürlich Landsmannschafter mit Chargierten und Couleurträgern. Am Ende erklang mit mächtiger Orgelbegleitung die Volkshymne.


Die Augustinerkirche gehört zum Gebäudekomplex der Hofburg, genauso wie der Heldenplatz der im April ganz im Gedenken an 60 Jahre Kriegsende stand. Symbolisch war das Erzherzog Karl Denkmal mit einer ziegelartigen Kunststoffverkleidung eingehüllt – als Erinnerung zum Bombenschutz von Denkmälern in der Kriegszeit des 2. Weltkriegs.

 

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