OTTONENPOST Ausgabe 6/2005
Staatsvertrag

Wer sich einmal die Zeit nimmt, den Staatsvertrag aus dem Jahre 1955 durchzulesen, kommt leicht zur Überzeugung, dass hier die Sowjetunion bei den Verhandlungen sehr gut abgeschnitten hat. Für die Unabhängigkeit war der finanzielle Preis und die Rohstofflieferungen war das Werk sicher damals ein wahrer Erfolg. Viel gefeiert wurden diese 50 Jahre, ein Detail des Staatsvertrags das nur wenigen Staatsbürgern bekannt sein dürfte ist folgendes:

Im Artikel 10 heißt es: ... 2. Österreich verpflichtet sich ferner, das Gesetz vom 3. April 1919, betreffend das Haus Habsburg-Lothringen, aufrechtzuerhalten.

Die Passage wirkt ziemlich deplaziert verglichen mit dem Gesamttext und hat auch keine nähere Begründung. Mehr oder weniger hat man den Eindruck, dass man hier krampfhaft versucht hat, eine nationale Ausnahmegesetzgebung international zu verankern. Einige Teile des Staatsvertrags sind inzwischen offiziell obsolet geworden, dem Artikel 10 (2.) wurden meines Wissens nach keineGedenkfeiern gewidmet.

Eine ähnliche Formulierung sucht man vergebens im Staatsvertrag von St. Germain (der immer wieder fälschlich als Friedensvertrag bezeichnet wird), im September 1919 hat man sich darüber keine Gedanken gemacht.

 

Meldungssplitter


Dr.cer. Felix hat im Sozialministerium seine Bilder ausgestellt

Am 13. Oktober 2005 hat das Sozialministerium zur Vernissage mit unserem Bbr. Dr.cer. Felix eingeladen.


Tod von Altlandeshauptmann Dr. Wenzl

Altlandeshauptmann Dr. Erwin Wenzl v/o Attila ist verstorben. Er war stets ein großer Förderer des katholischen Couleurstudententums in OÖ und auch in den vergangenen Jahren sehr oft präsent bei Veranstaltungen. Der ÖCV und MKV gaben ihm beim Begräbnis zahlreich das letzte Geleit. Dr. Wenzl trug auch das Ehrenband e.v. KÖL Saxo-Meiningia Linz.


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