Von alten Röhren....... und neuen Digitalchips.......
 
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POWER - IC´S -  VERSTÄRKERCHIPS

 

Können nur Verstärker mit Röhren gut klingen?

Die Antwort ist eindeutig nein. Es gibt auch noch einige Sand-Schaltungen die super spielen und eine eigenartige Spezies die sogenannten Verstärkerchips. Transistorschaltungen die komprimiert in einem mehrfüssigen Gehäuse untergebracht sind. Im web zu finden unter "Gaincard" oder "Gainclones" preisgünstig und leicht aufzubauen. Nun ja wie immer liegt das Problem aller einfachen Schaltungen im Detail. Meine Erfahrungen mit dem LM1875 und mit dem größeren Bruder LM3875 der Fa. National Semiconducters möchte ich kurz erläutern.

Als Schaltungsvariante wurde immer die "nicht invertierte" verwendet.


              

LM3875 aufgebaut auf Kupferschiene (Doppel-Mono) mit 4-fach Wandler, zum auftrennen durch Chinchstecker   (hier durchverbunden), in einem Gehäuse wegen der kürzeren Signalwege.


 

LM 3875

Ausgangsleistung bis ca. 50W möglich je nach Versorgungsspannung.

Der Klang ist in erster Linie von der Qualität des Netztrafos abhängig.

An zweiter Stelle die Gleichrichtung

Dann die Lade Elkos. Ich habe 3300mF genommen. Über 4700mF ist der Sound plötzlich wieder wie bei jedem normalen Sand-Verstärker (eigenartig ?)

Mit großem Brückengleichrichter  (25A) und relativ niedriger Versorgungsspannung wird der Klang fast "röhrig".

Mit Schottky-Dioden und höherer Spannung geht es klanglich in die Gegenrichtung und das Klangbild wird etwas "heller".

Ich habe für Norbert einen gebaut und zwei für mich, die ich sehr gerne verwende.

 

LM 1875

Kleinere Ausgangsleistung max. ca. 20W

Sonst alles ähnlich wie beim LM3875. Mir hat aber der größere Chip von Sound her besser gefallen .

Ist etwas schwieriger "ruhig" zu bekommen.

Dicke Ringkerntrafos sind die beste Wahl.

Die Netzteilkondensatoren habe ich mit 1000mF bemessen. (wird durch 2200mF auch nicht ruhiger)

Zwei Stück wurden gebaut, einer läuft an den Tannoys als "Bassverstärker" mit 2x10W bei mir zu Hause.

Meine Variante ist eine" Doppel-Mono" mit externem Netzteil.

Den anderen hat Fred bekommen und betreibt damit ein FE103 - Horn mit einem aktivem Sub zur Bassunterstützung.

 

 

LM1875-Amp (Miniamp) mit ausgelagerten Trafos für mich

und LM1875-Amp für Fred gebaut

Die National-Power IC´s sind eine echte Alternative zu Tube-Amps, sie fügen der Musik eigentlich nichts hinzu sind immer "rund" und nie "harsh" im Klang, wie leider fast alle Sandverstärker. Der echte Vorteil ist, sie bringen viel mehr Leistung als SE-Tubes. Der Jordan Lautsprecher ist daher eine sehr gute Wahl . Aber auch an den Fostex FE-103 kann man keine Schwachstellen finden, und ich bin immer wieder verwundert wie schön so ein Leistungs-IC Musik darstellen kann. 


    SONIC   T-Amp - TA 2040

 

Dieser Chip der Fa. Tripath musste einfach gekauft werden. Der Preis von 38 Euro (für einen kompletten T-Amp) ist eine unwiderstehliche Versuchung für jeden DIY-er. Das Plastikgehäuse des T-Amps ersetzte ich durch ein höherwertiges aus Alu, das Eingangspoti musste einem 50K- Stufenschalter weichen und alle Anschlusse bekamen vernünftige Klemmen bzw. Buchsen. Ein blaues LED wurde natürlich auch eingelötet (blaue LEDs sind immer wichtig).


Sonic T-Amp im Originalzustand links

                  

und T-Amp mit 50k-Stufenschalter in der Mitte und Wandler (4fach TDA1543) rechts


Das wichtigste aber ein externes Netzteil mit 3A Leistung wurde für den "Zwerg" extra angefertigt


 

Netzteil für T-Amp Schaltnetzteil von der Stange 16V C-L-C Siebung und ein Längsregler 13,5V dazugebaut


Nach einigen Stunden Aufwärmphase und eher grässlich "scharfer" Vorstellung begann der Digital-Amp ganz langsam immer schöner zu spielen. Die Raumdarstellung gewann an Tiefe und Breite Details wurden hörbar die ich so noch nicht wahrgenommen hatte.

Man erreicht nicht ganz die Darstellung und Wärme einer Triode mit diesem Chinakracher, aber ich habe schon viele sehr teure Sand-Verstärker gehört die bei weitem nicht an das Klangpotential des T-Amp herankommen.

Der Sound von diesem Amp ist stark abhängig vom verwendeten Netzteil , auch einen 12V Akku wurde versucht, der funktioniert natürlich am Besten. Gut hört es sich auch an wenn beide, Wandler und Verstärker an den selben Akku geklemmt sind (Batterieversorgung hat immer einen sehr "klaren" und "reinen" Sound zur Folge).

Der Amp spielt auch gut an den "Jordans", aber mehr Wirkungsgrad ist ihm hörbar lieber!

So wirklich gut in "Form" kommt der T-Amp erst immer nach ca. 45min "Aufwärmphase".

Dafür ist der T-Amp Preis Leistungs-mäßig aber einfach super.

Also ein  Geheimtip ???

Übrigens ich verabscheue die "Löterei" an SMD -Teilen !


 TDA 2050

 

Eigentlich hatte ich nur den Elektronik-Schrott sortiert und wollte mal wieder einiges ins Altstoff-Sammelzentrum bringen. Nun von einem so schönen Ringkerntrafo kann man sich nicht so leicht trennen, also sollte er in ein Projekt verbaut werden.

Schon längere Zeit wollte ich einen Verstärker mit dem TDA2050 Chip aufbauen, ich "kurbelte" ein paar Wicklungen vom Trafo ab bis die Spannung passte. Die Schaltung um den TDA2050 war schnell gelötet. Sind ja nur 8 ! Bauteile.

Wie bei allen Chipverstärkern versuchte ich einen möglichst kurzen Signalweg zu erreichen. Da der Ladeelko mit 1000 mF sehr klein ausfiel verpasste ich dem Teil schließlich noch eine Spulensiebung und zwei alten Mp-Kondensatoren. Der Restbrumm war dadurch am Lautsprecher kaum mehr zu hören.

 


 

TDA2050 Probeaufbau...... mit Choke-Netzteil und Mp-Kondensatoren

 


Nach einigen Stunden "Einbrennzeit" wurden die "Jordans" angeklemmt und mit einem Stufenschalter mit 50K regelte ich das Eingangssignal. Und siehe da eine Überraschung der TDA2050 hat nicht den eher "runden" Sound der LM-Chips.

Er ist extrem "detailreich" und ausgesprochen "schnell" beinahe schon ein bisschen "giftig". Mit längerer Betriebsdauer legte sich aber der giftige Beigeschmack. Es galt nun einen möglichst stimmigen "Vorverstärker" für diese " Endstufe" zu finden.

Ich landete bei der E88CC (PCC88) die im Sound ja sehr "rund" und "weich" ist. Die Klangeigenschaften der Vorstufen-Triode kamen voll zum Tragen und wurden vom TDA2050 mit  Schnelligkeit und mehr Details ergänzt.

Eine Superkombination also. Der T-Amp konnte da nicht mithalten und klang im Vergleich eher "lustlos" und verschwieg viele wichtige Kleinigkeiten der Musik. Auch der "Gainclone" mit LM3875 hatte einen schweren Stand gegen dieses Gespann aus PCC88- Vorstufe und TDA2050-Endverstärker.

Ich probierte noch einige "Eingangs-Beschaltungen" für den TDA2050 aus, aber ein gewöhnlicher Kathodenfolger mit PCC88 reichte schon, um diesen super "Hybridsound" zu bekommen.

Triodensound mit 2 mal 30 Watt.

So viel Klang um so wenig Geld hatte ich nicht erwartet!!!


 

 
 
 
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