Nach einigen Stunden Aufwärmphase und eher grässlich
"scharfer" Vorstellung begann der Digital-Amp ganz langsam immer schöner zu
spielen. Die Raumdarstellung gewann an Tiefe und Breite Details wurden
hörbar die ich so noch nicht wahrgenommen hatte.
Man erreicht nicht ganz die Darstellung und Wärme einer Triode
mit diesem Chinakracher, aber ich habe schon viele sehr teure
Sand-Verstärker gehört die bei weitem nicht an das Klangpotential des T-Amp
herankommen.
Der Sound von diesem Amp ist stark abhängig vom verwendeten Netzteil ,
auch einen 12V Akku wurde versucht, der funktioniert natürlich am Besten.
Gut hört es sich auch an wenn beide, Wandler und Verstärker an den selben
Akku geklemmt sind (Batterieversorgung hat immer einen sehr "klaren"
und "reinen" Sound
zur Folge).
Der Amp spielt auch gut an den "Jordans", aber
mehr Wirkungsgrad ist ihm hörbar lieber!
So wirklich gut in "Form" kommt der T-Amp erst immer nach
ca. 45min "Aufwärmphase".
Dafür ist der T-Amp Preis Leistungs-mäßig aber einfach
super.
Also ein Geheimtip ???
Übrigens ich verabscheue die "Löterei" an SMD -Teilen !
TDA 2050
Eigentlich hatte ich nur den Elektronik-Schrott sortiert und
wollte mal wieder einiges ins Altstoff-Sammelzentrum bringen. Nun von einem
so schönen Ringkerntrafo kann man sich nicht so leicht trennen, also sollte
er in ein Projekt verbaut werden.
Schon längere Zeit wollte ich einen Verstärker mit dem
TDA2050 Chip aufbauen, ich "kurbelte" ein paar Wicklungen vom Trafo ab bis
die Spannung passte. Die Schaltung um den TDA2050 war schnell gelötet. Sind
ja nur 8 ! Bauteile.
Wie bei allen Chipverstärkern versuchte ich einen möglichst
kurzen Signalweg zu erreichen. Da der Ladeelko mit 1000 mF sehr klein
ausfiel verpasste ich dem Teil schließlich noch eine Spulensiebung und zwei
alten Mp-Kondensatoren. Der Restbrumm war dadurch am Lautsprecher kaum mehr
zu hören.

TDA2050 Probeaufbau...... mit
Choke-Netzteil und Mp-Kondensatoren
Nach einigen Stunden "Einbrennzeit" wurden die "Jordans"
angeklemmt und mit einem Stufenschalter mit 50K regelte ich das
Eingangssignal. Und siehe da eine Überraschung der TDA2050 hat nicht den
eher "runden" Sound der LM-Chips.
Er ist extrem "detailreich" und ausgesprochen "schnell"
beinahe schon ein bisschen "giftig". Mit längerer Betriebsdauer legte sich
aber der giftige Beigeschmack. Es galt nun einen möglichst stimmigen
"Vorverstärker" für diese " Endstufe" zu finden.
Ich landete bei der E88CC (PCC88) die im Sound ja sehr
"rund" und "weich" ist. Die Klangeigenschaften der Vorstufen-Triode kamen
voll zum Tragen und wurden vom TDA2050 mit Schnelligkeit und mehr
Details ergänzt.
Eine Superkombination also. Der T-Amp konnte da nicht
mithalten und klang im Vergleich eher "lustlos" und verschwieg viele
wichtige Kleinigkeiten der Musik. Auch der "Gainclone" mit LM3875 hatte
einen schweren Stand gegen dieses Gespann aus PCC88- Vorstufe und
TDA2050-Endverstärker.
Ich probierte noch einige "Eingangs-Beschaltungen" für den
TDA2050 aus, aber ein gewöhnlicher Kathodenfolger mit PCC88 reichte schon,
um diesen super "Hybridsound" zu bekommen.
Triodensound mit 2 mal 30 Watt.
So viel Klang um so wenig Geld hatte ich nicht erwartet!!!