Von alten Röhren....... und neuen Digitalchips.......
 
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SABA - Greencones

Eigentlich wollte ich mich mit den im web immer angepriesenen Saba-Lautsprechern nicht auch noch auseinandersetzen. Dann hat Jopperl einen Saba-Freiburg Radio ersteigert (angeblich wegen dem guten Sound). Das Teil war ziemlich erledigt aber die Speaker darin wie neu. Also doch ein Sabaprojekt.

Da im Buch "Höchst empfindlich" die Saba´s sehr gelobt wurden , baute Jopperl gleich eine Box, nein richtigerweise eine Schallwand mit Saba-Bestückung. Mir erschien der Sound sehr "mittenlastig" aber etwas Besonderes war doch dran, an diesen 20igern. Ich besorgte mir auch solche ALNICO´s. Beim suchen im web fand ich auch glücklicherweise einen Frequenzschrieb des Lautsprechers.

Um die zwei Kiloherz herum war eine deutliche Überhöhung im Frequenzgang zu erkennen (daher der mittenlastige Klang). Ich versuchte mit kleinen Stücken Antidröhnmatte den gestanzten Blechkorpus etwas zu dämpfen. Dies schien zu helfen und die Mitten kreischten nicht mehr so vorlaut.

Die Papiermembrane wurde mit Dammar lackiert und getrocknet. Ein altes Gehäuse das ein befreundeter Tischler mir vor Jahren angefertigt hatte, baute ich ein wenig um und ich konnte die Sabas vorsichtig hineinzuschrauben. Bitte nicht zu fest das mögen sie gar nicht.


Saba-Greencone in 45l Bassreflexgehäuse noch ohne "Hochtonaufsatz"


Der Wirkungsgrad der Box ist enorm und sie laufen wunderbar an Triodenverstärkern. Die Details und die räumliche Auflösung der 50 Jahre alten Dinger ist einfach umwerfend. Instrumente und klassische Musik klingen sehr natürlich. Aber leider bringen sie kaum Bass rüber.

In einem Probe-Gehäuse von Jopperl aus dünnem Sperrholz (Mitschwing-Gehäuse) war der Bass deutlich besser.  Sehr verwunderlich. Ich stellte eine aktiv 2-Weg Anlage bestehend aus Tannoy bis 180Hz-für den Bass und Saba Greencones an 300B für den restlichen Frequenzbereich zusammen und der Sound war  wunderbar bei Kammermusik und allen Naturinstrumenten. Einfach nur Musik.

Sehr natürlich und "feinzeichnend "!

Übrigens Pop und Rockmusik mögen sie nicht besonders gern die SABAS. Na, ja zu ihrer Zeit gab es das ja auch noch nicht.


Ergänzung:

Nun ja einige Zeit habe ich mit den SABAS nun Musik gehört und eigentlich hat mir kein Hochtöner gefehlt. Nachdem Norbert aber ein Paar "Pertinax-Hochtöner" von SABA übrig hatte, mussten diese natürlich auch verbaut werden.

Ein alter MP-Kondensator mit 5mF war schnell gefunden. Aber so einfach ist die Sache nicht, irgendwie passten die Höhen nicht ins Klangbild und wirkten eher störend als bereichernd. Eine "Verbesserung" des Höchtonbereiches bewirkte das Verschieben der kleinen SABAS um ca. 20cm nach hinten. Auch das minimale Verdrehen nach außen wirkte sich auf die Räumlichkeit der Wiedergabe positiv aus. Abschließend wurden auch die Höchtöner mir Dammar lackiert und nun bin ich mit dem Sound sehr zufrieden!

Noch zu bemerken ist das sich der geänderte "Gesamtwiderstand" der Box nicht auf jeden Verstärker immer positiv auswirkt (soundmäßig). Gut wenn ein Röhrenverstärker mehrere Ausgangsübertrager-Anzapfungen für die Lautsprecher hat.

 


Beweglicher "Hochtonaufsatz" mit 5mF MP-Koppelkondensator

 


Der SABA- Hochtöner kann nun beliebig verschoben und je nach Bedarf auch ein wenig nach außen gedreht werden (so wird bekommt der Sound etwas mehr Raum).

 

 
 
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