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Pfarrkanzlei Mistelbach

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 9 bis 12 Uhr
Nachmittags nach Vereinbarung

Telefon: 02572 2730

Pfarrkirche Mistelbach


Auf dem Kirchenberg ist sie der weithin sichtbare Mittelpunkt unserer Gemeinde. Eine romanische Kirche wurde unter Kaiser Josef II. abgerissen, sie war bekannt als Wallfahrtskirche mit dem Titel „Maria in der Gruft“. Die jetzige Pfarrkirche wurde im 15. Jhdt erbaut und dem hl. Martin geweiht. Sie ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche mit 4 Jochen und einer gotischen Vorhalle. Ursprünglich hatte sie Spitzbogengewölbe. Nach dem Brand von 1835 wurde das jetzige Tonnengewölbe eingesetzt, die kassettenartigen Felder im Presbyterium um 1640. Der untere Teil des Kirchturmes stammt aus dem 10. Jahrhundert und war damals als Wachtturm zum Schloss gehörig. In der Pfarrkirche werden zwei Sonntagsgottesdienste und alle Hochfeste gefeiert. Außerdem finden alle Taufen ausnahmslos in der „Mutterkirche“ statt.

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Geschichte:

1740 wurde der alte Turm bis zu einer Höhe von 62 Metern (+ 3 m Kreuz) aufgeführt. Die Kirchenglocken mussten mehrfach neu gegossen werden. So nach dem Kirchenbrand, nach dem 1. und 2. Weltkrieg. Das jetzige Geläute ist aus dem Jahr 1950 und hat 5 Glocken. 1735 wurde der barocke Hochaltar aufgestellt. Das Hochaltarbild zeigt den hl. Martin als Soldaten (unten) und als Bischof. Es wurde 1880 von Josef Plankl gemalt, nachdem das alte Bild völlig eingedunkelt war. Über dem Martinsbild befindet sich das Bild „Maria Himmelfahrt“ (1735 von Johannes Schirl aus Ulrichskirchen). In Tabernakelhöhe befinden sich sechs Reliefs mit Begebenheiten aus dem Leben des hl. Martin. Die gotische Madonna ist aus Sandstein und wird auf etwa 1400 datiert. Die Sebastianikapelle wurde in der Pestzeit angebaut. Im Jahre 1988 wurde als Abschiedsgeschenk bzw. Erinnerung an den scheidenden Pfarrer Pater Franz Seifert SDS ein Buntglasfenster mit Motiven zum Sonnengesang des hl. Franz von Assisi eingebaut. An der Nordwand der Kirche hängt ein mächtiges Kreuz aus den Jahren um 1580. Kreuzweg (Ferdinand Kainz, 1769) und Gnadenbild der schmerzhaften Mutter in der Seitenkapelle stammen aus der Wallfahrtskirche Maria in der Gruft. Hier wird zu Weihnachten der Krippenaltar aufgestellt. Von den zahlreichen Altären im Kirchenschiff ist nur der des hl. Florian übrig geblieben mit einem Altarbild von Greipel, 1766. Oberhalb der Marienkapelle befindet sich seit dem Jahre 1994 eine Darstellung des hl. Leopold. Die alte elektropneumatisch gesteuerte Kegelladenorgel wurde zu Martini 2003 durch eine neue Schleifladenorgel ersetzt. Das Gehäuse wurde aus Mistelbacher Eiche von der Fa. Ranftler gefertigt, das Innenleben — die eigentliche Orgel — von der Vorarlberger Orgelbauerfamilie Pflüger. In unmittelbarer Nähe der Kirche befindet sich der Karner — auch Katharinenkapelle — aus dem 12. Jahrhundert, ein Rundbau mit einem charakteristischen Tympanon und einem späteren barocken Dach. Der Karner ist Eigentum der Stadtgemeinde und dient als Aufbahrungshalle.