Barbara Moser

  

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Barbara Moser, mit fünf 5 Jahren eine der jüngsten Studierenden die jemals an der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien aufgenom­men wurden, erhielt ihre Ausbildung bei Renate Kramer-Preisenhammer und Heinz Medjimorec, bei dem sie das Konzertfachstudium mit einstimmiger Aus­zeichnung abschloss. Weiterführende Studien folgten bei Greta Kraus in Toronto, Boris Bloch in Essen sowie Oleg Maisenberg, Roland Keller und Rudolf Buchbinder in Wien.

Zahlreiche Stipendien und Förderungspreise sowie mehrere Erste und Zweite Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben legten den Grundstein für ihre Karriere als Solistin. Sie wurde außerdem mit dem Mozart-Interpretationspreis des Bundeskanzleramtes (1997) und mit dem Franz Welser-Möst Förderpreis (1998) des Goetheinstitutes Basel ausgezeichnet. Soloabende in wichtigen europäischen Musikzentren und bei renommierten Festivals wie den Salzburger und Schwetzinger Fest­spielen, den Wiener Festwochen, der Schubertiade Feldkirch, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Flandern Festival und dem Festival "Printemps des Arts de Monte Carlo" sowie Konzertreisen nach Südamerika, Japan, Kanada und die USA führten zur Zusammenarbeit mit vielen Diri­genten und Orchestern von Weltruf. Die Pressestimmen spiegeln die Erfolge wider, so schreibt z.B. die Washington Post: Leicht, träumerisch, poetisch und total fesselnd zog Moser die Zuhörer mit bemerkenswerter Leichtigkeit in ihren Bann.

Auf dem Gebiet der Kammermusik ist die Pianistin ebenfalls sehr gefragt. Sie konzertiert in verschiedenen Formationen, oft mit namhaften Mitgliedern der Wiener Philharmoniker wie Konzertmeister Volkhard Steude und dem Ersten Solocellisten Franz Bartolomey. Außerdem arbeitet sie regelmäßig mit dem Salzburger Geiger Thomas Albertus Irnberger zusammen. Mosers Interesse gilt auch der Zusammenarbeit mit Sängern wie Annette Dasch, Natalie Dessay, Edith Lienbacher, Mara Zampieri, Placido Domingo, Adrian Eröd, Wolfgang Holzmair, Michael Schade, Anton Scharinger u.a.

Unter Erwin Ortner begleitete sie neben András Schiff und Andreas Staier den Arnold Schoenberg Chor bei seiner Gesamteinspielung des weltlichen Chorwerks Schuberts, die mit dem "Diapason d'Or" ausgezeichnet wurde. Ihre Diskographie umfasst ferner elf Solo-CDs, erschienen bei EMI, GRAMOLA, ORF und Musica Classics. Mit dem Cellisten Stefan Jess-Kropfitsch, dem Geiger Thomas Albertus Irnberger, dem Bariton Peter Doss und der Sopranistin Ute Ziemer sowie dem „Trio di Vienna“, hat sie weitere CDs aufgenommen. Die Aufnahme „Hommage à Mozart“ mit der Geigerin Joanna Madroszkiewicz wurde mit dem renommierten Plattenpreis „Wiener Flötenuhr 2005“ ausgezeichnet.

Barbara Moser leitete Semi­nare über herausragende Komponistenpersönlichkeiten im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach und der Haydnfestspiele Eisenstadt, hält Meisterkurse und Vorträge in Europa und den USA. Im März 2012 erfolgte die Berufung als Professorin für Klavier an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit Juni 2018 ist sie Präsidentin der Wiener Mozartgemeinde.

Als Unterstützung für ihr 2007 abgeschlossenes Doktoratsstudium und die Publikation der Dissertation "Vincenzo Bellinis Oper La Sonnambula - Verzierverhalten und allgemeine Aufführungspraxis auf Tonträgern sowie in älteren Quellen" erhielt sie Stipendien der Emanuel und Sofie Fohn-Stiftung und einen „Best Publication Award 2010“ der Universität für Musik Wien.