FRANZ POLITZER |
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Hennigsdorf bei
Berlin |
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![]() FRANZ POLITZER Edition und Galerie
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In Anlehnung an ein Wort, das Goethe bei der Betrachtung einer Rubensschen Landschaft seinem Gesprächspartner Eckermann zukommen ließ, kann festgestellt werden, daß Politzer auch in den letzten Jahren ,,höher als die Natur" gegriffen hat, daß seine Kunst ,,der natürlichen Notwendigkeit nicht durchaus unterworfen ist, sondern ihre eigenen Gesetze hat". Dies zu erkennen, bedarf es weniger als ehedem des subtilen Blicks - er ist insgesamt deutlicher geworden. Eingerahmt von den großen programmatischen Zyklen "Die Visionen des Franz P." (1980) und "Sieg der Natur" (1984) illustriert die gegenwärtige Schaffensphase, daß er sich und seinem Thema zwar treu geblieben ist, dennoch zugleich Wandlungen durchläuft. Gewahrt bleibt die Einheit in der Vielfalt, aber sie hat neue Mittel, neue Schwerpunkte hinzugewonnen. .... |
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Österreichischer Kunst- und Kulturverlag, Wien 2000 ISBN 3 - 85437 - 212 - 4 |
Franz Politzer - er stellte schon immer Visionär-Kritisches, Geträumtes und scheinbar Unmögliches in die Welt. Es wird sich schon erfüllen - so oder so - könnte sein Hintergedanke sein. Denn er ist weder Träumer noch Illusionist. Eher Real-Utopist. Einer von der menschlich sympathischen Sorte. Ein Subventionsver- weigerer, wenn der Geber nicht stimmt. Sagt das auch. Ein Künstler mit Standpunkt, der auch andere Kunstbereiche mag. Wie die Musik. Und die Natur. So haben wir uns kennengelernt. In Wien, am Geologischen Institut, da haben wir gemeinsam studiert. Er dazu Malerei an der Akademie am Schillerplatz. Ich dazu die damalige Musikszene in Wien. Auf irgendeiner geologischen Exkursion in den Karawanken sind wir uns abends in einer Almhütte beim Absingen von bitterbösen kritischen Liedern nähergekommen. Er kam dann in das Probelokal meiner Musikgruppe, sie hieß "Misthaufen", hat skizziert und das nächste Konzertplakat gestaltet. ... |
FRANZ POLITZER Katalog
1983
vergriffen |
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FRANZ POLITZER Edition und Galerie
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Hans-Christian Kirsch Subjektive Musterung Franz Politzer`s Farbradierungen der Jahre 1986 - 1997 Man hat in Hinblick auf die Bildwelt von Franz Politzer von "Subjektiven Landschaften" gesprochen. Ich kann und will hier nicht mehr, aber auch nicht weniger geben als eine "subjektive Musterung". Ich orientiere mich also beispielsweise nicht an den Titeln, die der Künstler selbst dem jeweiligen Blatt gegeben hat. Ich betrachte, assoziiere, schreibe nieder, was mir bei solch wiederholt vollzogener subjektiven Musterung eingefallen ist. Zunächst erscheint die auf allen Farbradierungen gesetzte Bidkonstellation relativ gleichförmig. In eine Landschaft, deren vorherrschende Elemente Bäume, Wiesen, in den späteren Blättern zunehmend auch Wasserläufe und Wasserflächen sind, treten, wie vom Himmel gefallen, aus der Erde gewachsen oder von gigantesken Kulissenschiebern für die Aufführung eines Stückes für das eben dieses Bühnenbild die einzigen Indizien sind, herausgehoben, schwere geheimnisvolle Formen.. Die Äderung und Struktur ihrer Oberflächen verweisen auf Stein oder polierten Stahl. Aber im Vergleich mit den natürlichen Landschaften, in denen sie sich breitmachen und wahrgenommene Bedeutung erzwingen, wirken sie eher wie Versteinerungen. Die Muster der Bäume oder Pflanzen, die manchmal schattenhaft auf ihren Flächen sichtbar werden, erinnern an die Abdrücke vorzeitlicher Vegetation und erscheinen doppelbödig, wie sie auf Solnhofer Platten zu sehen sind. Halten wir hie den Eindruck "Versteinerung" fest und überlegen wir, wie vielfältig sich eben dieser Prozeß in unserer Zivilisation abspielt. .... |
mit Texten von Einführung: Klauspeter Hock
Verlag Wolfgang
Böhler |
Frühjahr 1979. Franz Politzer lebt und arbeitet damals noch in Wien, bereitet aber gerade seinen Umzug nach Deutschland vor. Aus dieser Zeit stammen die frühesten Eindrücke unserer persönlichen Bekanntschaft. Ich höre, dass er malt, begleite ihn und Freunde zu mehreren Ausstellungen im Frankfurter Raum, sehe Radierungen und Ölbilder aus sechs, sieben Schaffensjahren in kürzester Folge. Und es überkommt mich zunehmend Irritation: Ist das nicht Wohnzimmerschmuck für den gehobenen Geschmack, zwar fein nuanciert, handwerklich perfekt bis ins Detail, aber eben von idyllischer Milde und träumerischer Regression. Irgendwie muten mich diese Bilder mit diesen zarten Farben an, als seien zu einen Abdruck in einer Frauenzeitschrift bestimmt, ihre Signatur "Politzer" will so gar nicht mit der Person "Franz" zusammentreten, Seine zuweilen, bohrende unbequeme Intel- lektualität, die philosophische Belesenheit, eine kantige Bestimmtheit vieler Gesprächs- äußerungen oft an der Grenze der Recht- haberei - wie vereinbart sich das alles mit den hermetischen Paradiesen dieser Landschafts- malerei, wie ich sie damals wahrnahm. ... Florian Marzin Unbegreifliches ist
auf einmal da, entzieht sich wieder,bevor es durch ein klares Erkennen
Gestalt gewonnen hat.
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FRANZ POLITZER FRANZ
POLITZER |
Christian Bernhard DIE SUBJEKTIVE LANDSCHAFT DES FRANZ POLITZER "Eine Augenweide, das sind die Bilder des Politzer im doppelten Sinn des Wortes. Sie können tatsächlich eine auf den ersten Blick unscheinbare Weide zeigen. Doch der zweite, aufmerksamere Blick eröffnet dem Betrachter Hintergründe, Abgründe, Durchblicke, Einblicke. Und zusätzlich zeugen die Bilder und Grafiken auch noch von meisterlich beherrschter Hand- werkskunst. Deshalb überzeugt der 1950 in Wien geborene Franz Politzer". Mit diesen Worten leitet Wolfgang Saal eine Rezension der Arbeiten des Malers und Grafikers Franz Politzer im Bonner General-Anzeiger vom 17. April 1993 ein. Was den Kritiker zu dieser Aussage bewog, sind nicht nur die gleichsam ausschnittartigen Bildfragmente, die Bauwerke und die geo- metrischen Formen in den Werken des Künstlers, die den Betrachter durch genau kalkulierte Komposition und Farbgebung fesseln, sondern auch .... |
FRANZ POLITZER Anmerkungen zum
Schaffen Edition und Galerie
1981 |
Vier bedrückende Beispiele, wie fragwürdig, desolat, ja geradezu menschenunwürdig heutigen Tages vieles ist, was Menschen schaffen. Dem werden zwei Beispiele unbeschädigter Natur gegenübergestellt, gleichsam als Trost: Noch gibt es solche von technischer Barbarei verschonte Idyllen. Und als Mahnung: Setzt alles daran, diese kostbaren Überbleibsel vor Verschandelung oder gar Zerstörung zu bewahren. Die Spannung solch
gegensätzlicher Thematik ist charakteristisch für das Schaffen Politzers,
Vielfältig variiert wird.... |
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Rheinischer Kunstverein
zur Verleihung des ISBN 3 - 9801879 - 2 - 6 |
Klauspeter Hock
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1979 |
Peter Bielesz |
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mit Texten von
Katalog 1985 |
Im Jahre 1980 entstand der Zyklus "Die Visionen des Franz P", in dem die Verdrängung der Natur durch den Menschen dargestellt wird. In seinem letzten Bild "Vor dem Ende" blieb lediglich ganz wenig Landschaft inmitten einer Ruinenstadt übrig. Diese Situation diente als Ausgangspunkt für den 1984 entstandenen Zyklus "Sieg der Natur". Der Grundgedanke dieses Werkes war es, aufzuzeigen, wie die Natur ohne die Existenz des Menschen die von diesem vorübergehend vereinnahmten Bereiche zurückerobert und wieder in Besitz nimmt. Den Anstoß dazu lieferte die Beobachtung, wieviel Energie der Mensch aufwenden muß, um die Natur dort am Wiedervordringen zu hindern, wo er sie selbst gerade mit viel Aufwand eliminiert hat. .... Forian Marzin Die Visionen haben sich zum Tatsächlichen verdichtet, und der Glaube an die Beherrsch- barkeit des langsam fortschreitenden Verfalls eries sich als Trugbild der Sebstgerechtigkeit, die den Ausdruck des Zweifels nicht vom Denken zum Handeln werden ließ. Mit der Erfüllung dessen, was weit entfernt angelegt wurde, finden sich Geschöpf und Geschaffenes in letzter Agonie vereint. ....
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Dr.
Karl Michael Kisler 1977 |
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