ZUR PERSON

KRITIKEN

BIBLIO-GRAFIE

FRANZ POLITZER

PROJEKTE

AUS-STELLUNGEN

KONTAKT

BILDER VOM WESENTLICHEN
AKTUELLES
INSZENIERTE LANDSCHAFT




FRANZ POLITZER
Zwischen den Grenzen der Wirtklichkeit

Text: Irina Lino

Edition und Galerie
Wolfgang Böhler

D - 64625 Bensheim

2013

ISBN 978-3-920753-15-7


Irina Lino
Zwischen den Grenzen der Wirklchkeit

Ein Spiegelbild, ein Sehfeld, eine Projektions-fläche: Aus dem Raum geschnitten wie mit dem Skalpell. Ohne Ankerpunkte in den Äther gehängt, geschliffen und glatt einmal, dann gefaltet, geschichtet, geteilt. Bäume fangen sich darauf. Wasser, Erde, Himmel… auch. Versatzstücke einer scheinbar unberührten Natur, zum Heile-Welt-Szenario paradiesischer Ausprägung verdichtet, von nachtblauer Ein-samkeit, eiskalter Melancholie, gläserner Stille umwachsen. Singe Herz, die Länder, die das Auge nicht sieht und der Verstand nicht fasst. Nun, leicht zu fassen ist er auch nicht, der schneidende Abgesang auf die verwelkte Blüte einer Hochkultur, den der Maler und Grafiker Franz Politzer ins Auge pflanzt; dort, wo es verletzlich ist für Schönheit, um den Splitter Ästhetik in die Netzhaut zu treiben. Denn schön sind seine Bilder alle. Diese elysischen Gefilde, die jenseits des Gefälligen ganz unmerklich in den Schatten fallen; zwischen Grenzen der Wirklichkeit, wo jeder Ton, auf feinere Saiten gespannt, eine Melodie erzählt, und hinter schönem Schein abgrundtiefes Sein klafft.

Hier erst, in dieser Anderswelt, dieser trüge-rischen Idylle...



FRANZ POLITZER
Radierungen und Farbradierungen 1979 - 1985
Text: Klauspeter Hock

Edition und Galerie
Wolfgang Böhler

D - 64625 Bensheim

1985

ISBN 3 - 920753 - 00 - 3 - 8


Klaus Peter Hock
Wegspuren des Zukünftigen Entwicklungen im Werk Franz Politzers

In Anlehnung an ein Wort, das Goethe bei der Betrachtung einer Rubensschen Landschaft seinem Gesprächspartner Eckermann zukommen ließ, kann festgestellt werden, daß Politzer auch in den letzten Jahren ,,höher als die Natur" gegriffen hat, daß seine Kunst ,,der natürlichen Notwendigkeit nicht durchaus unterworfen ist, sondern ihre eigenen Gesetze hat". Dies zu erkennen, bedarf es weniger als ehedem des subtilen Blicks - er ist insgesamt deutlicher geworden. Eingerahmt von den großen programmatischen Zyklen "Die Visionen des Franz P." (1980) und "Sieg der Natur" (1984) illustriert die gegenwärtige Schaffensphase, daß er sich und seinem Thema zwar treu geblieben ist, dennoch zugleich Wandlungen durchläuft. Gewahrt bleibt die Einheit in der Vielfalt, aber sie hat neue Mittel, neue Schwerpunkte hinzugewonnen. ....




Franz Politzer
Inszenierte Landschaft

Katalog zur Ausstellung
in der
brahmsartgallery

Hennigsdorf bei Berlin

Okt. bis Dez. 2006


Peter Bielesz
Franz Politzer - Anarchist, Utopist
und Erneuerer der Landschaft und ihrer Bilder

In vielen Bildern Franz Politzers finden wir aus der Natur entnommene Teile, die für sich genommen nicht die Kraft der Ausstrahlung, der Aura an sich hätten; aber durch erfolgreiche Neukombination und Komposition in einem ungewohnten Umfeld werden sie in neue Bezüge und Bedeutungen gesetzt und erhoben. Es werden aber auch des öfteren einzelne Teile aus der Natur so isoliert dargestellt, dass sie die Bodenhaftung verlassen und als eigenständige Flugobjekte Gestalt annehmen, aber trotzdem nicht "aus dem Rahmen fallen". Das Umgebende können sie nicht verlassen.

Seine Bilder sind meisterhafte aber natürliche Verfremdungen, sie zeigen keine surrealen Schein- und Traum- welten, sondern sie bieten Betrachtungslösungen für andere denkmögliche - und somit auch seinsmögliche - Welten an. Durch Steigerung unsere Wahrnehmung könnten wir viel mehr Facetten des Empfindens in uns erzeugen, aber wir brauchen dafür offensichtlich Anregungen, Unterstützung und Aufmunterung...




FRANZ POLITZER
Farbradierungen und Ölbilder

Katalog 1983

 

vergriffen



Jürgen Schadeck
Landschaften - Spiegel

Politzers Landschaften sind Spiegel. Spiegel des Menschen und Spiegel für den Menschen. Seine Landschaften sind Reflektionen, keine Abbildungen. Er hat keinerlei Interesse daran, mit raffinierten Farbreizen oder expressiven Formgebungen Stimmungen einzufangen.

Politzer sucht den Weg zum Betrachter über den Intellekt, indem er ihm stets ein men-
schenleeres Szenarium anbietet. Dort kann jeder für sich - ganz allein - seinen eigenen Weg suchen, in Wohlbefinden, Andacht oder Erschauern.
   
In einer konsequenten Entwicklung behandelt Politzer sein Anliegen "Landschaft". Ursprünglich war sie eine stimmungsvolle Idylle, die Erinnerungen wachrufen, die Zufriedenheit und Behagen hervorrufen kann Sie paßt sich den "funktionalen" Bedingungen der Ekliptik und der Drehung der Erde um die Sonne an. Das sind Tag und Sommer und Nacht und Winter als Wendepunkte für eine Vielzahl von Zwischenwerten.



FRANZ POLITZER


BILDER VOM WESENTLICHEN
Herausgeber: Michael Martischnig
mit Beiträgen von

Peter Bielesz, Wolfgang Böhler,
Klauspeter Hock, Rudolf Hoideger,Hans-Christian Kirsch, Franz Politzer, Hans-Wener Schmidt, Dieter Schrage
Vorwort: Alf Krauliz

Österreichischer Kunst- und Kulturverlag, Wien 2000

ISBN 3 - 85437 - 212 - 4


Alf Krauliz
Vision und Landschaft als reale Utopien Gedanken zu Franz Politzer und seinem Bilderbogen

Franz Politzer - er stellte schon immer Visionär-Kritisches, Geträumtes und scheinbar Unmögliches in die Welt. Es wird sich schon erfüllen - so oder so - könnte sein Hintergedanke sein. Denn er ist weder Träumer noch Illusionist. Eher Real-Utopist. Einer von der menschlich sympathischen Sorte. Ein Subventionsver- weigerer, wenn der Geber nicht stimmt. Sagt das auch. Ein Künstler mit Standpunkt, der auch andere Kunstbereiche mag. Wie die Musik. Und die Natur.

So haben wir uns kennengelernt. In Wien, am Geologischen Institut, da haben wir gemeinsam studiert. Er dazu Malerei an der Akademie am Schillerplatz. Ich dazu die damalige Musikszene in Wien. Auf irgendeiner geologischen Exkursion in den Karawanken sind wir uns abends in einer Almhütte beim Absingen von bitterbösen kritischen Liedern nähergekommen. Er kam dann in das Probelokal meiner Musikgruppe, sie hieß "Misthaufen", hat skizziert und das nächste Konzertplakat gestaltet. ...




DIE VISIONEN DES FRANZ P.

mit Texten von
Florian Marzin

Einführung: Klauspeter Hock

 

Verlag Wolfgang Böhler
D - 62625 Bensheim

1982

ISBN 3 - 920753 - 02 - X


Klauspeter Hock
ANSTIFTUNGEN WIEDER DIE UNNATUR
"Die Visionen des Franz P."
- Gedanken zum Werk von Klauspeter Hock -

Frühjahr 1979. Franz Politzer lebt und arbeitet damals noch in Wien, bereitet aber gerade seinen Umzug nach Deutschland vor. Aus dieser Zeit stammen die frühesten Eindrücke unserer persönlichen Bekanntschaft. Ich höre, dass er malt, begleite ihn und Freunde zu mehreren Ausstellungen im Frankfurter Raum, sehe Radierungen und Ölbilder aus sechs, sieben Schaffensjahren in kürzester Folge. Und es überkommt mich zunehmend Irritation: Ist das nicht Wohnzimmerschmuck für den gehobenen Geschmack, zwar fein nuanciert, handwerklich perfekt bis ins Detail, aber eben von idyllischer Milde und träumerischer Regression. Irgendwie muten mich diese Bilder mit diesen zarten Farben an, als seien zu einen Abdruck in einer Frauenzeitschrift bestimmt, ihre Signatur "Politzer" will so gar nicht mit der Person "Franz" zusammentreten, Seine zuweilen, bohrende unbequeme Intel- lektualität, die philosophische Belesenheit, eine kantige Bestimmtheit vieler Gesprächs- äußerungen oft an der Grenze der Recht- haberei - wie vereinbart sich das alles mit den hermetischen Paradiesen dieser Landschafts- malerei, wie ich sie damals wahrnahm. ...

Florian Marzin
PROLOG

Unbegreifliches ist auf einmal da, entzieht sich wieder,bevor es durch ein klares Erkennen Gestalt gewonnen hat....


FRANZ POLITZER
Radierungen und Farbradierungen 1986 - 1997
Text: Hans-Christian Kirsch

Edition und Galerie
Wolfgang Böhler

D - 64625 Bensheim

1997

ISBN 3 - 920753 --15 - 1

 


Hans-Christian Kirsch
Subjektive Musterung

Franz Politzer`s Farbradierungen der Jahre
1986 - 1997

Man hat in Hinblick auf die Bildwelt von Franz Politzer von "Subjektiven Landschaften" gesprochen. Ich kann und will hier nicht mehr, aber auch nicht weniger geben als eine "subjektive Musterung". Ich orientiere mich also beispielsweise nicht an den Titeln, die der Künstler selbst dem jeweiligen Blatt gegeben hat. Ich betrachte, assoziiere, schreibe nieder, was mir bei solch wiederholt vollzogener subjektiven Musterung eingefallen ist. Zunächst erscheint die auf allen Farbradierungen gesetzte Bidkonstellation relativ gleichförmig. In eine Landschaft, deren vorherrschende Elemente Bäume, Wiesen, in den späteren Blättern zunehmend auch Wasserläufe und Wasserflächen sind, treten, wie vom Himmel gefallen, aus der Erde gewachsen oder von gigantesken Kulissenschiebern für die Aufführung eines Stückes für das eben dieses Bühnenbild die einzigen Indizien sind, herausgehoben, schwere geheimnisvolle Formen.. Die Äderung und Struktur ihrer Oberflächen verweisen auf Stein oder polierten Stahl. Aber im Vergleich mit den natürlichen Landschaften, in denen sie sich breitmachen und wahrgenommene Bedeutung erzwingen, wirken sie eher wie Versteinerungen. Die Muster der Bäume oder Pflanzen, die manchmal schattenhaft auf ihren Flächen sichtbar werden, erinnern an die Abdrücke vorzeitlicher Vegetation und erscheinen doppelbödig, wie sie auf Solnhofer Platten zu sehen sind. Halten wir hie den Eindruck "Versteinerung" fest und überlegen wir, wie vielfältig sich eben dieser Prozeß in unserer Zivilisation abspielt. ....


FRANZ POLITZER

Anmerkungen zum Schaffen
des Malers und Graphikers

von
Edmund Ringling

Edition und Galerie
Wolfgang Böhler

D - 64625 Bensheim

1981

ISBN 3 - 920753 - 01 - 1


"Stadt und Natur" hat Franz Politzer ein Gemälde aus dem Jahre 1976 genannt. Sechs Bilder sind da antithetisch zur Einheit zusammengefaßt: Zweimal werden zerborstene Bauwerke gezeigt, dann ein Ausschnitt aus der nüchternen, unpersönlichen Zweckarchitektur eines Bahnhofes. Weiter ein Autofriedhof, Autowracks und anderer Industriemüll, in der Ferne ein kleiner Ausschnitt der Landschaft: die Natur fällt dem verrottenden Menschenwerk zum Opfer.

Vier bedrückende Beispiele, wie fragwürdig, desolat, ja geradezu menschenunwürdig heutigen Tages vieles ist, was Menschen schaffen. Dem werden zwei Beispiele unbeschädigter Natur gegenübergestellt, gleichsam als Trost: Noch gibt es solche von technischer Barbarei verschonte Idyllen. Und als Mahnung: Setzt alles daran, diese kostbaren Überbleibsel vor Verschandelung oder gar Zerstörung zu bewahren.

Die Spannung solch gegensätzlicher Thematik ist charakteristisch für das Schaffen Politzers, Vielfältig variiert wird....

                                    Edmund Ringling

 

 


FRANZ POLITZER
ÖLBILDER
Katalog 1995

FRANZ POLITZER
OLJNE SLIKE
1995


FRANZ POLITZER
PITTURE
1996

alle vergriffen


Christian Bernhard
DIE SUBJEKTIVE LANDSCHAFT DES FRANZ POLITZER

"Eine Augenweide, das sind die Bilder des Politzer im doppelten Sinn des Wortes. Sie können tatsächlich eine auf den ersten Blick unscheinbare Weide zeigen. Doch der zweite, aufmerksamere Blick eröffnet dem Betrachter Hintergründe, Abgründe, Durchblicke, Einblicke. Und zusätzlich zeugen die Bilder und Grafiken auch noch von meisterlich beherrschter Hand- werkskunst. Deshalb überzeugt der 1950 in Wien geborene Franz Politzer". Mit diesen Worten leitet Wolfgang Saal eine Rezension der Arbeiten des Malers und Grafikers Franz Politzer im Bonner General-Anzeiger vom 17. April 1993 ein.

Was den Kritiker zu dieser Aussage bewog, sind nicht nur die gleichsam ausschnittartigen Bildfragmente, die Bauwerke und die geo- metrischen Formen in den Werken des Künstlers, die den Betrachter durch genau kalkulierte Komposition und Farbgebung fesseln, sondern auch ....


FRANZ POLITTZER
Radierungen
und Frabradierungen 1972 - 1979
Text: Peter Bielesz

Edition und Galerie
Wolfgang Böhler

D - 64625 Bensheim

1979

ISBN 3 - 920753 - 00 - 3

vergriffen


Peter Bielesz
Franz Politzer - Landschaften vom Idealismus zum Surrealismus

Vielfach wurden Politzer Landschaften als ideale Landschaften bezeichnet, als Landschaften, die es nirgendwo gibt. Vorwegnehmend möchte ich für ideal bereits idealistisch verwenden
.
Als wesentlichster Punkt für eine Diskussion über Politzers Landschaften zeichnet sich primär die Frage ab, ob uns etwas verborgen wird, oder ob uns etwas entdeckt wird. In der Romantik wurde dieses Problem von Novalis in seiner berühmten Frage "Welch wunderbarer Geist steckt da da hinter?" behandelt. Ist es der Geist hinter dem Sonnenaufgang, hinter dem Blattgeflecht eines einzeln stehenden Baumes oder einer in sich ruhenden Au- oder Flußlandschaft, dem neuen Thema Politzers?


Ich begebe mich durch diese Landschaften mit meinem Ich, mit dem Ich das denkt.......



Franz Politzer
Ölbilder

Rheinischer Kunstverein zur Verleihung des
Rheiischen Kunstpreises


1992

ISBN 3 - 9801879 - 2 - 6

Klauspeter Hock
Entäußerte Subjektivität
Annäherungen an Franz Politzer

Der Maler und Graphiker Franz Politzer, geboren 1950 in Wien, hat in seinem bisherigen Schaffen ein künstlerisches Werk von beachtlichem Umfang vorgelegt und mit Erfolg am Kunstmarkt plaziert. Schon während des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Meisterklasse Prof. Walter Eckert) wurde er mehrfach mit österreichischen Kunstpreisen ausgezeichnet. Es gelang ihm verhältnismäßig rasch, sich durch eine Vielzahl von Ausstel-lungen anfangs in seiner Heimat, dann in Deutschland und selbst in Australien und in USA Beachtung zu verschaffen. Wer Politzer persönlich kennenlernt, den werden anfangs die scheinbaren Gegensätze zwischen Mensch und künstlerischem Œuvre frappieren. Die massive Präsenz seiner Körperlichkeit, der engagiert-unverblümte Zugriff seiner Gesprächsbeiträge, zwar unverkennbares Wiener Idiom, doch weit entfernt von jeder ruhigen Gemütlichkeit......




Katalog 1977
Galerie Gartner Berlin




vergriffen


Landschaftsmaler sind heutzutage so selten wie die versteckten Inseln einer unzerstörten Gegend. Landschaftsmaler müssen sich in einer so rationell-betonten und darum ins diffus Nostalgische schweifende Zeit Romantizismus, Verherrlichung der "Heilen Welt", ja sogar Blut-und-Boden-Mystik, vorhalten lassen. Land- schaftsmaler, so scheint es, sind nicht gesell- schaftskritisch, ergo im Kunstbetrieb nicht gesellschaftsfähig. Landschaftsmaler finden dazu ein Käuferpublikum, (warum wohl ? ), und sind deshalb besonders verdächtig.

Wer sich zur Landschaft, zu Fels, Feld und Bäumen bekennt, fällt aus dem konstrukti- vistischen Rahmen.Er muß damit rechnen, mißverstanden zu werden. Franz Politzer, 1950 im Häusergewirr der Großstadt geboren, Absolvent der Wiener Kunstakademie, hat nach einer Periode sozialkritischen Schaffens diesen einsamen, heute ungewöhnlichen Weg in die Natur eingeschlagen, weil er überzeugt ist, es sei besser, die Landschaft so darzustellen, wie sie sein könnte, statt ihre Zerstörung in lauten Manifesten zu beklagen.

Das Geologiestudium, vom Künstler während der ersten Akademiejahre als "Nebenfach" an der Wiener Universität betrieben, mag mit ein Grund sein, daß in ihm die Liebe zur Landschaft mit ihren vielfältigen Formen erwachte. .

                       Dr. Karl Michael Kisler 1977




Franz Politzer
SIEG DER NATUR

mit Texten von
Florian Marzin


Einführung: Franz Politzer

Katalog 1985


Franz Politzer

DIESES MAL GIBT ES KEINE ARCHE Anmerkungen zum Entstehen des Zyklus "Sieg der Natur"

Im Jahre 1980 entstand der Zyklus "Die Visionen des Franz P", in dem die Verdrängung der Natur durch den Menschen dargestellt wird. In seinem letzten Bild "Vor dem Ende" blieb lediglich ganz wenig Landschaft inmitten einer Ruinenstadt übrig. Diese Situation diente als Ausgangspunkt für den 1984 entstandenen Zyklus "Sieg der Natur". Der Grundgedanke dieses Werkes war es, aufzuzeigen, wie die Natur ohne die Existenz des Menschen die von diesem vorübergehend vereinnahmten Bereiche zurückerobert und wieder in Besitz nimmt. Den Anstoß dazu lieferte die Beobachtung, wieviel Energie der Mensch aufwenden muß, um die Natur dort am Wiedervordringen zu hindern, wo er sie selbst gerade mit viel Aufwand eliminiert hat. ....

Forian Marzin
PROLOG

Die Visionen haben sich zum Tatsächlichen verdichtet, und der Glaube an die Beherrsch- barkeit des langsam fortschreitenden Verfalls eries sich als Trugbild der Sebstgerechtigkeit, die den Ausdruck des Zweifels nicht vom Denken zum Handeln werden ließ. Mit der Erfüllung dessen, was weit entfernt angelegt wurde, finden sich Geschöpf und Geschaffenes in letzter Agonie vereint. ....