Festival der Biervielfalt


 


(j. fattinger) Ob kurzfristige Modeerscheinung oder nicht – Bier gewinnt immer mehr an Stellenwert, ob nun am Abend in der Stammkneipe mit Freunden oder als passender Speisenbegleiter. Schuld daran ist zu Lasten der Verkehrssicherheit die immer größer werdende Vielfalt, die durch Verspieltheit mit der Materie Hopfen und Malz stets mit Neuem überrascht. Bier passt eigentlich immer. So harmoniert z. B. ein Rauchbier zu Wildlachs genauso wie zu anderen geräucherten Käse- oder Fleischprodukten, ein Honigbier als Dessert pur oder vielleicht doch eher zum würzigen „Fourme D’Ambert“, um ihm seinen mild bis kräftig ausgeprägten Blauschimmelgeschmack so richtig in Szene zu entlocken. Und warum nicht einmal ein Weizen zum Risotto. Die aktuellsten Informationen mit den dazupassenden Kostproben kann man sich jedes Jahr beim Bierfestival in Salzburg holen. Die Interessensgemeinschaft BierIG fasziniert die Besucher dabei mit einer Auswahl von mehr als 250 verschiedensten Sorten aus den unterschiedlichsten Gegenden unseres Planeten (erstmals auch aus Italien, sehr erfreuliche Erfahrung) und immer mit dabei, Sorten, welche es in Österreich noch nie zu pro-„bier“-en gab. Biere mit Kürbis, Mais, Kirschen und sogar Bohnen wer hätte gedacht; dass so etwas möglich ist.


BierIG Award: Wer hätte das gedacht?


Beim Wettbewerb um der BierIG Award, der inoffiziellen Staatsmeisterschaft für Biere, blieben 8 der 10 ersten Preise in Österreich, 2 Kategoriensieger kamen aus Bayern. Erstaunlich, denn in Österreich gilt nicht das deutsche Reinheitsgebot von 1516. Jedoch unter Berücksichtigung der weitaus größeren Teilnehmerzahl aus Österreich, konnte das Länderduell schließlich als unentschieden betrachtet werden.


Neben dem Publikumsandrang entwickelt sich das Salzburger Bierfestival immer mehr auch zur Ideenbörse für Braumeister und Gastronomiechefs.

Bockbier - Eine Hommage an die letzte Flasche


Die Nebel ziehen durch die Lande. Bald kommt Allerseelen. Die Schriftzeichen auf den Grabsteinen leuchten in Trauergold. Der Wind schmeichelt den Bäumen auch das letzte Laub gefühlvoll ab. Dies ist für Bierfracks die schönste Zeit, denn nun gibt es den Weihnachtsbock des neuen Jahrganges zu genießen. Banane, Zimt und Vanille, der Edelweiss Gamsbock der Brauerei Kaltenhausen ist auch dieses Jahr wieder gelungen. Das "Baby" von Braumeister Günther Seeleitner ist dabei alles andere, als ein Leichtgewicht, weißt es doch 7,1 Prozent Alkohol bei 16,2 Prozent Sammwürze auf.


 


Gibt es ein Leben nach der letzten Flasche? Oft bleiben trübe Reminiszenzen, einige leere Kisten und die an der Hand eines Sägewerkbesitzers abzuzählende Exemplare eines vorjährigen Sudes. Damit dies nicht zu schnell passiert, hat die Brauerei Kaltenhausen dieses Jahr 50 Hektoliter mehr als im vergangenen Jahr vom Edelweiss Gamsbock gebraut. Dieser mundet vor allem zu Geflügel, Kaninchen sowie Wildgerichten. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Für passionierte Bockbiertrinker soll ein „war gut, aber aus“ nur der Maßstab sein, um neue, reizvolle Bekanntschaften zu machen.


Und was könnte sich hier besser anbieten, als das REININGHAUS JAHRGANGSPILS, für welches die Brauunion unverkennbar verantwortlich zeichnet. Schon der zart-blumige Duft in Kombination mit seiner edlen Bitternote schmeichelt dem Gaumen. Es moussiert hervorragend zu fleischigen Gerichten ohne nicht auch einem „Clochette“ (Ziegenrohmilchkäse aus dem Dorf Saint-Estèphe) sein angenehmes Aroma, welches er dem Schimmel wie auch dem Geruch nach Keller verdankt, zu unterstreichen. Spannende Kombination ist das Reininghauspils auch als Begleiter zu einem „Le Cornilly“ (Ziegenrohmilchkäse aus Zentralfrankreich) selbst kaum einen Geruch hat und am Gaumen einen nussigen Abgang besitzt.

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