Die Presse vom 25.10.2009 - S. 11

"Mein Heldenplatz "

... Bald Baustelle? 

Aber auch Besonderes kann verändert werden. Der dringende Wunsch
von Johanna Rachinger, Direktorin der Heldenplatz-Institution
Nationalbibliothek, nach einem Tiefspeicher ist bekannt. Und auch ein zweites
Projekt: ein Haus der Geschichte, ein Museum für österreichische Zeitgeschichte
- konkret auf jenem Parkplatzstreifen, der zwischen Volksgarten und Helden-
platzgrünfläche liegt und den ein privates Unternehmen gepachtet hat. Der
Vorschlag stammt von Manfred Matzka, einflussreicher Sektionschef im
Bundeskanzleramt. Die Idee kam ihm auf dem Weg zur Arbeit. Da der Platz einst
als „Kaiserforum" geplant war, von dem heute noch die Hofburgseite mit der
Nationalbibliothek zeugt, „könnte doch auf der Vis-ä-vis-Seite eine
republikanische Umsetzung" des alten Plans durchgeführt werden", meint Matzka.
„Wenn ein kreativer Architekt dort etwas Neues realisiert", sagt er, „wäre das
doch eine schöne Klammer für den Platz." Seine Idee hat der Spitzenbeamte auch
schon Heinz Fischer vorgetragen. Die Reaktion des Bundespräsidenten? Nennen wir
es höfliches Interesse. Nicht bekannt ist hingegen, was Fischer von Schenks
Vorschlag für den Platz der Helden hält: „Wenn schon, dann ein
Kinderspielplatz."