Psychologische Praxis

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Aufmerksamkeitsdefizit

Psyche

AUFMERKSAMKEITSDEFIZIT: ADHS / ADS

Aufmerksamkeitsstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Kindes- und Jugendalter.  Auch wenn die Symptome mit dem Alter geringer werden, so können auch Menschen  im Erwachsenenalter betroffen sein. Die Abkürzung ADHS kommt aus dem englischen Sprachraum und ist eine Abkürzung für Attention Deficit Hyperaktivity Disorder. Im  Falle einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität, bezeichnet man dies  als ADS (Attention Deficit Disorder).
Ob ein Aufmerksamkeitdefizit-Syndrom mit oder ohne Hyperaktivität auftritt, hängt vielfach auch mit dem Geschlecht zusammen: Burschen leiden häufig unter einer Kombination aus Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität, wohingegen Mädchen   oft nur von einem Aufmerksamkeitsdefizit betroffen sind. Die Kinder wirken dann verträumt und hinterlassen oft den Eindruck, als wären sie abwesend.
Wichtige Kennzeichen von ADS und ADHS
Aufmerksamkeitsprobleme: Kinder sind unaufmerksam,  haben Konzentrationsprobleme, sind leichte ablenkbar und in ihren Handlungen desorganisiert, auch vergesslich.
Hyperaktivität: ist dadurch gekennzeichnet, dass langes Sitzen nicht gelingt und eine Unruhe (Zappeligkeit) vorhanden ist. Die Kinder haben Schwierigkeiten Impulse zu kontrollieren, fallen mitunter ins Wort und können Gefühlsregungen   kaum unter Kontrolle bringen, auch Stimmungsschwankungen sind zu beobachten.
Eine Therapie sollte ein stufenweises Vorgehen beinhalten. Hier gehört Information  über das Störungsbild und denkbare Behandlungsmöglichkeiten genauso dazu, wie eingehende Aufklärung und Beratung ("Psychoedukation")  von Eltern, Kind bzw. Jugendlichen und dem pädagogischem Umfeld.  Dabei steht die Wissensvermittlung über das Störungskonzept, den systemischen Auswirkungen und dem förderlichen Umgang mit dem Kind im Vordergrund. Allen Behandlungsansätzen  liegt das Ziel zugrunde, die soziale Regulationsfähigkeit  und das Selbstmanagement des Kindes zu verbessern. Neben Psychotherapie, Psychomotorik / Motopädagogik, Heilpädagogik, funktionellen Therapien (Ergotherapie oder Logopädie, usw.),  gibt es auch die Variante einer medikamentösen Behandlung. Diese sollte nach derzeitigem Standard grundsätzlich erst ab einem Alter von mehr als 6 Jahren in Betracht gezogen werden.

Neurofeedback-Training gilt als alternative Behandlungsmethode und wird bei ADHS/ ADS eingesetzt. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass das Neurofeedback-Training positive Effekte auf die Kernsymptome wie  Impulsivität  und Unaufmerksamkeit hat. Durch das Feedback kann der Betroffene lernen, Einfluss auf die Aktivitäten des Gehirns zu nehmen, um so neurologische oder psychische Störungen zu beeinflussen.

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