Psychologische Praxis

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Psychol. Schmerztherapie

Therapie

CHRONISCHER SCHMERZ

Chronische Schmerzen gehören zum Bereich psychosomatischer Störungen und beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern bewirken auch Veränderungen der psychischen und körperlichen Stabilität. Wenn Schmerzen über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten anhalten, spricht man von einem chronischen Schmerzsyndrom. Die biologische Zweckmäßigkeit der Sinnesempfindung Schmerz hat dann seine ursprüngliche und wichtige Warnfunktion verloren. Im Zusammenhang mit einer Chronifizierung des Schmerzes verändert sich nicht nur die neuronale Struktur im Gehirn, sondern vielschichtige psychosoziale Veränderungen sind die Folge. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es daher wichtig, diese Aspekte zu sehen und zu berücksichtigen.
Chronische Schmerzen haben meist mehrere Ursachen und gehen häufig mit seelischen Schmerzen oder traumatischen Erfahrungen einher. Nicht selten werden sie von Ängsten und Depressionen begleitet, die den Schmerz verstärken bzw. aufrechterhalten. Eine genaue medizinische wie auch psychologische Abklärung des Schmerzes ist daher erforderlich, um der Vielschichtigkeit des Schmerzgeschehens gerecht zu werden und die Behandlung dementsprechend zu optimieren. Erst wenn auch die verhaltenspsychologische Ebene mit einbezogen wird, kann ein umfassendes Behandlungskonzept entwickelt werden.

ZIELE

Um dem komplexen Problem chronischer Schmerzen angemessen zu begegnen, wurden deshalb Therapiemodelle entwickelt, bei denen kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Faktoren beachtet werden: Die individuelle Schmerzwahrnehmung, die Schmerzbewertung und Schmerzbewältigung sind Inhalte einer psychologischen Behandlung und zielen darauf ab, körpereigene schmerzhemmende Mechanismen („Schmerzbremse“) zu aktivieren und Copingstrategien zur Schmerzbewältigung zu verbessern.


PSYCHOLOGISCHE SCHMERZBEHANDLUNG

Aus heutiger Sicht ist es daher neben einer medizinischen bzw. physiotherapeutischen Behandlung wesentlich, auch psychologische Behandlungsmethoden miteinzubeziehen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass beispielsweise durch gezieltes Entspannungstraining die Schmerzwahrnehmung beeinflusst werden kann. Dabei kommt es zu einer Verringerung der Schmerzstärke sowie der Schmerzdauer und somit zu einer Verbesserung des Wohlbefindens und Steigerung der Lebensqualität.
Eine psychologische Schmerzbehandlung ist aber mehr als nur das Erlernen von Entspannungsmethoden, sondern setzt immer auf mehreren Ebenen an: Nach einer ausführlichen Anamnese und der genauen Kenntnis über Ihr individuelles Krankheitsmodell, wird ein persönlicher Therapieplan für Sie erstellt. Dieser enthält sowohl edukative Maßnahmen und Informationen als auch Themen über Schmerzentstehung, Schmerzaufrechterhaltung und Schmerzbewältigung.
In meiner Praxis werden im Rahmen einer psychologischen Schmerzbehandlung neben der Möglichkeit Entspannung, Autosuggestion und Aufmerksamkeitslenkung zu erlernen, auch apparativ-unterstützte Behandlungsmöglichkeiten angeboten. So konnte in vielen Studien der Nachweis erbracht werden, dass bei Spannungskopfschmerz, Rücken- und Nackenschmerzen sowie Migräne, das Training mit Hilfe von Biofeedback sehr hilfreich sein kann. Dessen Wirkung beruht einerseits darauf, dass Schmerzen, die durch Muskelverspannung verursacht werden, gezielt abgebaut werden können und andererseits die Körperwahrnehmung verbessert wird. Indem das Vertrauen steigt, das Schmerzgeschehen selbst positiv beeinflussen zu können, verändern sich auch wieder die Lebensgewohnheiten: Aktivitäten, die Freude bereiten, werden wieder aufgenommen und steigern so die Lebensqualität.
Auch wenn in manchen Fällen die Schmerzen nicht vollständig verschwinden, so hat der/die Betroffene gelernt, damit gut zurechtzukommen.

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