Reptilien

Die Kriechtiere (Reptilia) oder Reptilien (lat.: reptilis - kriechend) bilden eine Klasse der Wirbeltiere, genau am Übergang zwischen den niederen und höheren Vertebraten. Als phylogenetisches Taxon oder als geschlossene Abstammungsgruppe müssten sie auch die Vögel beinhalten (Sauropsidae). In der hier wiedergegebenen klassischen Zusammenstellung sind die Reptilien entsprechend keine natürliche Gruppe, sondern ein paraphyletisches Taxon, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren enthalten.

Reptilien besitzen einen Schwanz, Schuppen - Haut und vier Beine (allerdings bei Schlangen und einigen Echsen zurückgebildet). Kriechtiere atmen durch Lungen. Sie legen Eier oder gebären lebende Junge (eierlebendgebärend, ovovivipar) und entwickeln sich, im Gegensatz zu den Amphibien direkt, das heißt ohne Larvenstadium. Es sind ektotherme und wechselwarme (poikilotherme) Tiere, die ihre Körpertemperatur soweit wie möglich durch Verhalten regulieren (z.B. Sonnenbaden).

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Reptilien fällt in das Gebiet der Herpetologie. Das Wissen um ihre Pflege und Zucht in Terrarien bezeichnet man als Terraristik oder Terrarienkunde bzw. Vivaristik.

Auf höherer taxonomischer Ebene wird meist eine Unterteilung in sechs Ordnungen vorgenommen:

* Ordnung: Brückenechsen (Spheodontidae) 2 Arten
* Ordnung: Doppelschleichen (Amphisbaenia) ca. 150 Arten
* Ordnung: Echsen (Lacertilia/Sauria) ca. 3750 Arten
* Ordnung: Schlangen (Serpentes) ca. 2390 Arten
* Ordnung: Krokodile (Crocodilia) 23 Arten
* Ordnung: Schildkröten (Chelonia) 244 Arten

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