Schlangen


Schlangen sind eine Unterordnung der Reptilien. Sie stammen von echsenartigen Vorfahren ab. Gegenüber diesen ist der Körper stark verlängert und die Extremitäten wurden fast völlig zurückgebildet. Heute sind etwa 3000 Arten beschrieben. Mit Ausnahme der Arktis, Antarktis, Permafrostgebieten und einigen Inseln sind sie weltweit in den unterschiedlichsten Lebensräumen anzutreffen.


Nach heutigem Wissensstand sind etwa 3.000 verschiedene Schlangenarten bekannt. Bei vielen besteht Uneinigkeit, ob sie als Unterart oder als eigenständige Art anerkannt werden sollen, daher differiert die in der Literatur angegebene Anzahl teilweise sehr stark. Auch werden immer wieder neue Arten entdeckt


Die Einordnung der Schlangen innerhalb der Schuppenkriechtiere ist bislang nicht vollständig geklärt. In der traditionellen Taxonomie werden die Schlangen als eigene Unterordnung neben den Echsen (Lacertilia) eingeordnet, dies wird jedoch durch neuere Betrachtungen innerhalb der Phylogenetik abgelehnt. Heute gilt als relativ sicher, dass die Schlangen gemeinsam mit den Waranartigen (Varanomorpha) ein Taxon bilden und die Schwestergruppe der rezenten Arten dieser Echsen (Varanoidea) darstellen oder sogar als Pythonomorpha innerhalb der Waranartigen als Schwestergruppe der Warane geführt werden. Warane und Schlangen werden wiederum nach aktueller Auffassung gemeinsam mit den Schleichen (Anguidae) und Höckerechsen (Xenosauridae) zu den Schleichenartigen (Anguimorpha) zusammengefasst.


 

Kornnatter


Pantherophis guttatus


Die Kornnatter (Pantherophis guttatus, bis vor kurzem noch Elaphe guttata) stammt aus Nordamerika (Süden und Osten der USA sowie Teile Mexikos). Es handelt sich um eine ungiftige Schlange.


Kornnattern werden 120-150 cm lang (vereinzelt auch bis zu 180 cm). Weibchen werden oftmals etwas größer als Männchen. Sie gehören zu den Schlangen mit einem eher schlanken Körper mit leicht abgesetztem Kopf.


Mit etwa 3 Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife und werden durchschnittlich 16-18, in Ausnahmefällen auch über 20 Jahre alt. Die Tiere sind im Aussehen je nach Verbreitungsgebiet und auch innerhalb einer Population sehr variabel. Die Zeichnung ist durch die auffälligen Sattelflecken gekennzeichnet, wobei diese, genau wie die Flecken der Seitenzeichnung, meist schwarz umrandet sind und eine orange-rote Färbung aufweisen. Die Hintergrundfarbe der Tiere reicht von einem Silber-Grau bis hin zu orangen Farbtönen. Bei erwachsenen, wildlebenden Exemplaren sind auch häufig dunkle Längsstreifen zu finden. Die Bauchunterseite bedecken weiße Schuppen mit dem für Kornnattern typischen Schachbrettmuster.


Sie ernähren sich vorwiegend von kleinen bis großen Nagetieren. Jungtiere nehmen zudem auch gern kleinere Reptilien und Amphibien zu sich, auch Eier werden gelegentlich verzehrt.


Aufgrund ihrer auffälligen Zeichnung und relativ geringen Ansprüchen an die Haltung sind Kornnattern beliebte Terrarienpfleglinge. Da Kornnattern zu den Kletternattern (Pantherophis) gehören, sollte das Terrarium hoch gebaut sein und viele Klettermöglichkeiten und Verstecke bieten. Die Temperatur sollte tagsüber 24-28 °C (örtlich auch höher) und nachts 18-22 °C betragen. Einmal im Jahr sollte in einer Phase der Überwinterung die Temperatur konstant niedrig sein. Die Luftfeuchtigkeit sollte 50-60 % (während der Häutung auch höher) betragen. Bei Jungtieren kommt es in etwa monatlich zur Häutung, bei älteren Kornnattern nur noch alle 3-4 Monate. Die Häutung kündigt sich durch eine allgemeine Graufärbung der Kornnatter an.

Kornnatter nominat

Kornnatter albino

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