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Presse Concerto Nr. 5
Oktober/November 2005
JazzAUSTRIA ROLAND
HEINZ QUARTET Present Tales Der
Innsbrucker Gitarrist Roland Heinz ist Kennern seit vielen Jahren als
Auftragskomponist, aber vor allem als Musiker im weiten Feld der Freien
Improvisation ein Begriff. Speziell seine Zusammenarbeit mit Kontrabassist Barre
Phillips oder Pianist Russ Lossing sorgte für einhelliges Kritikerlob, in New
York zählten der mittlerweile verstorbene Attila Zoller, aber auch John
Abercrombie als Bewunderer seiner Spielkunst zu seinen Mitspielern. Mit seiner jüngsten
Live - CD hat sich Roland Heinz einer etwas breiteren Publikumsschicht geöffnet,
Mit seinem mit Scott Lee (b) und Jeff Hirshfield (dr) hochkarätig besetzten
Rhythmusduo und dem von keinem Geringeren als Joe Lavano vielgepriesenen Loren
Stillman (as) beweist er wohl ausgiebig improvisatorisches Können, befleißigt
sich aber andererseits einer auch von Nichtspezialisten leichter verständlichen
Songstruktur, ohne dass die Qualität seiner Musik verwässert wurde. Die glänzende
Interaktion der Musiker sorgt für permanente Spannungsbögen, solistisch agiert
das Quartett auf der Höhe der Zeit. Besonders Leader Roland Heinz zeigt mit
seinen bedächtigen, manchmal geradezu scheu wirkenden, aber stets ebenso
kraftvollen wie beseelten Phrasierungen – auch am sehr selektiv eingesetzten
Gitarrensynthesizer – welch außergewöhnlicher Gitarrist mit ihm noch einer
breiten Entdeckung harrt.
ROLAND
HEINZ QUARTET - Present tales
Roland HeinzPresent
Tales
Circus 575154 (Extraplatte) Roland Heinz ist bis
jetzt nur Insidern bekannt, obwohl er schon mit Musikern wie Barre Phillips
und Leszek Zadlo zusammengearbeitet hat, allerdings in der „freieren
Jazz-Szene“. Mit „Present Tales“, seiner zeitgemäßen Variante des
modernen Jazz, erschienen beim neuen Innsbrucker Label Circus, wird sich Heinz
auch im mainstreamigeren Feld einen Namen machen. Klar strukturierte Melodien
wechseln einander mit improvisierten Teilen ab, verfügen über innere Ruhe
und Kraft, können aber sehr wohl in diverse Richtungen ausbrechen. Heinz der
zeitweilig wie Metheny oder sein großes Vorbild John Abercrombie klingt, kann
seinem Jazz jede Menge spannende Momente mitgeben, Momente die vom Rest des
Quartetts, Loren Stillman, s,Scott Lee, b, und Jeff Hirshfield, dr, in ebenso
feinfühliger Art weiterentwickelt werden. „Present Tales“ hätten
durchaus das Zeug als neue ECM-Produktion durchzugehen. Ein inhaltlich, aber
auch was die Covergestaltung betrifft, überzeugender Start des Circus-Labels.
(bak) Jazzzeit/56 CD Repertoire News A-Z
.................der
Gitarrist Roland Heinz präsentierte seine mit Russ Lossing (p), Scott
Lee (b) und Jeff Hirshfield (dr) in New York aufgenommene CD “ Places
”. Die US – Topmusiker sind die kongenialen Begleiter, die es Heinz ermöglichen
seine musikalischen Qualitäten kompromisslos auszuspielen: mit zeitgenössischem
Jazz von kammermusikalischer Dichte und interaktivem Feingefühl........ TT (volg) ..........eine
spannungsgeladene Dichte produzieren, deren Thrill man sich kaum entziehen
kann..........Salzburger Nachrichten .............Roland
Heinz` Stärken sind zuallererst die Fähigkeit des blitzschnellen,
intuitiven Erfassens von zusammenhängen und Strukturen und seine exzellenten
Phrasierungskünste. Blitzschnelle Läufe verkommen bei ihm nicht zu bloßen
Hochgeschwindigkeitsdemonstrationen – eine Steigerung der Geschwindigkeit geht
bei ihm stets mit einer Intensitätssteigerung einher. Er vermag Substanz zu
transportieren und Spannungszustände nach Belieben zu variieren............. .........Heinz
weiß sich einzufügen, zu beschränken. Er widersteht der Versuchung, das
Geschehen mit technologischem Muskelspiel zu überfluten, arbeitet vielmehr ökonomisch
mit ausgewählten Sounds und gibt den Mitmusikern ( Barre Phillips, Leszek
Zadlo, Bill Elgart ) immer neue Reize, Impulse..........Jazzthetik ( Arne
Schumacher ) ...........der
in U.S.A mit John Abercromie und Attila Zoller zusammenarbeitete,
hält sich auf der Bühne sehr im Hintergrund, seine Klasse ist aber unüberhöhrbar..............(
I. Müller )
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