Franz Kafka konkret
(Web-Site zu Franz Kafka, betreut von Gerhard Rieck)
 

 

 

Startseite

Kurzbiographie

Primärliteratur
 
Gebundene Ausgaben
 
Taschenbuchausgaben
 
für die Schule
  eBooks, CD-, DVD-Ausgaben
  Hörbücher
  Verfilmungen
  Kafka-Texte im Internet
 
Ordnung der Kafka-Texte

Sekundärliteratur
 
Biographien, Erinnerungen
  Handbücher, Konkordanzen
  Bildbände
 
für die Schule
  Interpretationen
    nach Autoren
    nach Erscheinungsjahren
    nach Schwerpunkten
    nach Texten
  Tertiärliteratur

Kafkas Rätsel

Kafka und die
Literaturwissenschaft

Kafka konkret

Texte zu Kafka
  Ordnung der Texte Kafkas
  Kafka und die Frauen
  Die Literaturwissenschaft
    als Schloßbürokratie

  Neun Thesen wider die
    Literaturwissenschaft

 
Kafka ist ein Kinderbuchautor
  Vor dem Inzest
 
Die Beschreibung eines Kampfes

Links

Impressum



Interpretationen (geordnet nach Autoren)

 

Autoren fortlaufend von A bis Z

Autoren nach Anfangsbuchstaben:
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z


Eine Erfassung der gesamten Sekundärliteratur zu Kafka (bis ca. 1996/1997) findet sich in

Caputo-Mayr, Maria Luise / Herz, Julius M.: Franz Kafka. Internationale Bibliographie der Primär- und Sekundärliteratur. 2 Bände in 3 Teilen. 2., erweiterte und überarbeitete Auflage. München 2000.
Band I: Bibliographie der Primärliteratur 1908 - 1997
Band II, Teil 1: Kommentierte Bibliographie der Sekundärliteratur 1955 - 1980
Band II, Teil 2: Kommentierte Bibliographie der Sekundärliteratur 1981 - 1997

Hier in dieser Web-Site kann natürlich nur eine kleine subjektive Auswahl getroffen werden. Bei den folgenden Büchern bzw. Aufsätzen werden in einigen Fällen die bibliographischen Angaben noch durch eine ganz kurze Charakterisierung ergänzt [und, in manchen Fällen, auch durch einen in eckige Klammern gestellten subjektiven Kommentar des Verfassers dieser Web-Site].

Bei den als Hyperlinks ausgeführten Titeln werden Kaufinformationen über einen Buchkatalog (amazon.de) abgefragt.
Bei allen Titeln können Ausleihinformationen für große öffentliche Bibliotheken über den Karlsruher virtuellen Katalog abgefragt werden.


A          Zurück zur Auswahl A bis Z

Aichmayr, Michael / Buchmayr, Friedrich: Im Labyrinth. Texte zu Kafka. Stuttgart 1997.

Albrecht, Nicola: Verschollen im Meer der Medien. Kafkas Romanfragment "Amerika". Zur Rekonstruktion und Deutung eines Medienkomplexes. Heidelberg 2007.

Allemann, Beda: Zeit und Geschichte im Werk Kafkas. Göttingen 2002. (Frühere Ausgabe: 1998)

Alt, Peter-André: Kafka und der Film. Über kinematographisches Erzählen. München 2009.

Amann, Jürg / Schaefer, Albert T.: Kafka. Wort-Bild-Essay. Innsbruck 2000.

Anders, Günther: Franz Kafka pro et contra. München 1984. (Frühere Ausgabe: 1951)
Analyse des hilflosen Außenseitertums und des Vorherrschens des Metaphorischen (die Metaphern "nehmen die Sprache beim Wort") in den Werken Kafkas sowie kritische Auseinandersetzung mit des Dichters (laut Anders) latentem Nihilismus. Für Anders verklärt Kafka seine Unentschlossenheit zum Paradox und wird daher zum "philosophisch und moralisch unverwendbaren Autor", den man "zu Tode verstehen" müsse (= dessen Nihilismen man zu widerstehen hat). Charakteristisch für Kafkas Figuren ist ihr Nicht-in-der-Welt-sein, ihr Versuch, "in die Welt einzubrechen". Für sie ist die Welt ein Gegenstand sowohl des Schreckens als auch der Werbung.
[Für einen Philosophen schreibt Anders wohltuend metaphysikfrei und in erfrischend scharfer, prägnanter und dicht-originell formulierender Sprache. Er kommt Kafka so nahe, wie man ihm unter Ausklammerung der Tiefenpsychologie nur kommen kann.]

Andringa, Els: Wandel der Interpretation. Kafkas "Vor dem Gesetz" im Spiegel der Literaturwissenschaft. Opladen 1994.

Anglet, Kurt: Kafka-Sequenzen zum Prozess: Die Aura vor dem Fall. Würzburg 2006.
Der Autor setzt die von Kafka in Szene gesetzte "Liquidation des Einzelnen" in Beziehung zu Prozessen der Auflösung gesellschaftlicher Beziehungen in totalitären Herrschaftsformen des 20.Jahrhunderts.

Anglet, Kurt: Kafka-Sequenzen zum Schloss: Die zweite Aufklärung. Würzburg 2006.
Auch in diesem Buch zeigt Anglet Parallelen zwischen Kafka und Paul Klee auf, die beide (dem Autor zufolge) "Vorausbilder des Unheils" entworfen und das Kommende in den vielfältigen Anfechtungen der Figuren angedeutet hätten.

Anz, Thomas: Franz Kafka. Leben und Werk. Aktualisierte und überarbeitete Neuausgabe. München 2009.

Arnold, Heinz L. (Hrsg.): Franz Kafka. München 2006.
Inhalt: Bewährte Interpretationen der wichtigsten Werke Kafkas, ein Essay zur Forschungsgeschichte sowie ein Beitrag zur Editionslage.


B          Zurück zur Auswahl A bis Z

Baioni, Giuliano: Kafka. Letteratura ed ebraismo. Rom 2008.

Balke, Friedrich [u.a.] (Hrsg.): Für alle und keinen. Lektüre, Schrift und Leben bei Nietzsche und Kafka. Zürich [u.a.] 2008.
[Vorsicht! Es folgt eine - vielleicht von den Herausgebern selbst verfasste - Beschreibung  des Buches im typisch postmodernen Stil:]
Es gibt kaum zwei andere Autoren der deutschsprachigen Moderne, bei denen das Verhältnis von Sprache und Leben so intensiv verhandelt wird wie bei Friedrich Nietzsche und Franz Kafka. Für Nietzsche, den »gefährlichen Denker« und das »Dynamit« der christlich-abendländischen Werteordnung, wie für Kafka, den »Dichter der Angst« und Experten für Arbeiter-Unfallversicherung, bilden die biopolitischen Dispositive des heraufkommenden Wohlfahrtsstaates und die Verschiebungen, die der Historismus für die Ökonomie des Wissens und die Massenpresse für die Ökonomie der Rede bedeuten, eng aufeinander bezogene Faktoren des Problemgefüges, das ihre Schreibprojekte hervortreibt. Für beide stellt der Doppelcharakter sprachlicher Überlieferung als Sicherung des kollektiven Lebens und als Unterwerfung des individuellen eine zentrale schriftstellerische Herausforderung dar, und beide begreifen die daraus resultierende Riskanz einer radikalen Umschrift der durch Lektüre angeeigneten Tradition als ethisches Problem. Der Band zielt darauf ab, die beiden Antworten auf jene Herausforderung vor ihrem jeweiligen biographischen und zeitgeschichtlichen Hintergrund gegeneinander zu kontrastieren und sie zugleich als bis heute gültige paradigmatische »Haltungen« im diskursiven Feld der Moderne sichtbar werden zu lassen. Indem der Band den »dialogischen« Bezug Kafkas auf Nietzsche auf der Folie diskursiver und medialer Ereignisse und Konstellationen der Zeit motiviert und spezifiziert, läßt er ihn zugleich als vielstimmigen »Polylog« oder sogar unlesbaren »Babellog« quer durch die Kultur und die Wissensfelder des anbrechenden »kurzen 20. Jahrhunderts« (1914-1989) erscheinen.
[Nach der Lektüre dieser Buchbeschreibung ("für alle und keinen") lässt sich vielleicht noch besser erahnen, warum die Kafka-Interpretation weit mehr als zehntausend Arbeiten umfasst und doch seit Jahrzehnten auf der Stelle tritt.]

Bancaud, Florence: Le journal de Franz Kafka ou l´ecriture en procès. Paris 2001.
In diesem leider noch nicht ins Deutsche übersetzten Buch werden Kafkas Tagebuchhefte vor allem auch als "Schreiblabor" verstanden, wo der Dichter seine Figuren und Themen in unzähligen Skizzen, Varianten und Fragmenten umkreist und allmählich formt.

Bancaud, Florence: Franz Kafka ou l´art de l´esquisse. Paris 2006.

Battegay, Caspar [u.a.] (Hrsg,): Schrift und Zeit in Franz Kafkas Oktavheften. Göttingen 2010.
Der Sammelband behandelt den handschriftlichen Zusammenhang der in den Oktavheften vereinten Tagebuchfragmente, Briefentwürfe und Erzählkomplexe und zieht Schlüsse zu Kafkas Poetik sowie zu seinen Überlegungen zur Zeit und zum Zionismus.

Bay, Hansjörg / Hamann, Christof: Odradeks Lachen. Fremdheit bei Kafka .  Freiburg i. B. [u.a.] 2006.

Becher, Peter / Höhne, Steffen / Nekula, Marek: Kafka und Prag. Literatur-, kultur-, sozial- und sprachhistorische Kontexte. Köln [u.a.] 2012.

Becker, Britta: Metaphysische Sehnsucht und existentielle Verzweiflung. Kabbalistische Motivik und Gnosis ohne Erlösung in Erzählungen Franz Kafkas. Freiburg i.B. 2004 (Elektronische Ressource).

Begley, Louis: Die ungeheuere Welt, die ich im Kopfe habe. Über Franz Kafka. München 2008.

Beicken, Peter: Franz Kafka, "Der Proceß". München 1995.

Beißner, Friedrich: Der Erzähler Franz Kafka. Stuttgart 1952.

Beißner, Friedrich: Kafka, der Dichter. Stuttgart 1958.

Benedukt-Teubl, Brigitte: Suche nach dem verlorenen Selbst. Eine tiefenpsychologische Betrachtung des Schloßromans von Franz Kafka. Stuttgart 1998.
Tiefenpsychologische, an C.G.Jungs Schule orientierte Deutung des Romans als Suche des Landvermessers K. nach seinem Selbst im Kampf mit den eigenen, teils angepassten, teils widerstrebenden Persönlichkeitsanteilen. Die Autorin konzentriert sich auf die Werk-Leser-Beziehungsebene und klammert die Persönlichkeitsgeschichte Kafkas aus.

Benjamin, Walter: "Franz Kafka". In: Ausgewählte Schriften. Bd. II. Frankfurt a.M. 1966. S.248ff.

Berger, Gabriele: Franz Kafkas "Schloss" - die Lesbarkeit des Unbegreifbaren. Ein literarischer Darstellungsversuch zwischen Eros und Logos. Bielefeld 2000.

Bermejo-Rubio, Fernando: Truth and Lies about Gregor Samsa. The Logic Underlying the Two Conflicting Versions in Kafka´s Die Verwandlung. In: Deutsche Vierteljahrsschrift 3/2012, S.419-479.
Der Autor arbeitet heraus, dass sich in Kafkas Erzählung zwei einander entgegengesetzte Versionen des narrativen Inhalts finden (vor allem: Gregor als ungeheures Ungeziefer versus Gregor als Mensch), und dass diese beiden Versionen einer Logik des Opfermechanismus unterliegen, aus der heraus sie erklärbar werden. Die "Verwandlung" stellt demnach die literarische Nachbildung einer Situation der "verzerrten Objektivität" dar, wie sie oft in Täter-Opfer-Prozessen vorkommt.
[Bermejo-Rubio zählt zu den ganz wenigen Autoren, welche das vorherrschende Paradigma, wonach Kafkas Texte prinzipiell unergründbar sind, scharf kritisieren. Seine in englischer Sprache vorliegende Arbeit deckt die Versäumnisse bisheriger Interpretationen auf und legt eine stimmige Neudeutung vor.]

Binder, Hartmut: Kafka in neuer Sicht. Mimik, Gestik und Personengefüge als Darstellungsformen des Autobiographischen. Stuttgart 1976.
Detaillierte Textanalysen mit Betonung auf Gestik, Mimik und sprachliche Äußerungen als bevorzugte Komponenten der Figurenbeschreibung und Menschenbeobachtung; Herstellung konkreter Bezüge und Entsprechungen zwischen Orten, Handlungen und Figuren in den Texten und im Dichterleben. Für Binder sind Lebenssphäre und Werkgestalt aufeinander bezogen.
[Hartmut Binder ist der vielleicht profundeste Kenner der Texte und ihrer Bezüge; seine Darstellung ist von großer Detailtreue, "positivistisch" und mit starkem autobiographischem Schwerpunkt.]

Binder, Hartmut: Kafka-Kommentar zu den Romanen, Rezensionen, Aphorismen und zum Brief an den Vater. 2., ergänzte Auflage. München 1982.
Kommentare zu einzelnen Textelementen, in der Abfolge der Texte.
[Es gilt das schon weiter oben Gesagte: Hartmut Binder kann als der detailkenntnisreichste unter den Kafka-Experten gelten und verliert sich nie in metaphysischen Spekulationen.]

Binder, Hartmut: Kafka-Kommentar zu sämtlichen Erzählungen. München 1975.

Binder, Hartmut: Motiv und Gestaltung bei Franz Kafka. Bonn 1966.

Binder, Hartmut: "Vor dem Gesetz". Einführung in Kafkas Welt. Stuttgart [u.a.] 1993.

Binder, Hartmut: Kafkas "Verwandlung". Entstehung, Deutung, Wirkung. Frankfurt a.M. [u.a] 2004.
Detailgenaue Sammlung von Informationen zur Entstehung, Veröffentlichung, Deutung und Wirkung von Kafkas Erzählung "Die Verwandlung", mit methodischer Konzentration auf die Biographie des Dichters und in kritischer Distanz zum Großteil der Kafka-Forschung.

Blanchot, Maurice: Von Kafka zu Kafka. Mit einem Nachwort von Elsbeth Dangel. Frankfurt a.M. 1993.

Bloom, Harold: Kafka - Freud - Scholem. Drei Essays. Basel [u.a.] 2008.

Blum, Mark E.: Kafka´s Social Discourse. An Aesthetic Search for Community. Cranbury 2011.

Boa, Elizabeth: Kafka. Gender, class, and race in the letters and fictions. Oxford [u.a.] 1996.
Analyse von Kafkas Haupttexten aus postfeministischer Sicht. Sie versucht die Konstruktion und Dekonstruktion imaginierter Weiblichkeit und Männlichkeit aufzuzeigen und wendet viele literaturtheoretische Ansätze auf die Texte an (unter Ausklammerung theologischer Aspekte).

Bogdal, Klaus (Hrsg.): Neue Literaturtheorien in der Praxis. Textanalysen von Kafkas "Vor dem Gesetz". Göttingen 2005.

Born, Jürgen: "Daß zwei in mir kämpfen ..." und andere Aufsätze zu Kafka. Furth im Wald [u.a.] 2000.

Bossinade, Johanna: Theorie der Sublimation. Ein Schlüssel zur Psychoanalyse und zum Werk Kafkas. Würzburg 2007.
Geschichte des Begriffs Sublimation innerhalb der Psychoanalyse und Spuren der Sublimation in den Texten des Dichters. Die entsprechenden Ausführungen zu Kafka nehmen dabei nur einen relativ kleinen Teil in der Gesamtstudie ein.

Bost, Harald: Ägyptische Götter in der Verwandlung. Eine mythologische Entschlüsselung von Franz Kafka: Die Verwandlung. Sulzbach 2008.
Der Autor bringt Kafkas Texte mit der altägyptischen Mythologie in Verbindung und er versucht, Kafka aus seiner Schreibweise und seinem Stil heraus zu verstehen.

Bost, Harald: Die Schrift mit den Augen - Kafkas ägyptische Rätsel. Sulzbach 2006.

Botros, Atef: Kafka - ein jüdischer Schriftsteller aus arabischer Sicht. Wiesbaden 2009.
Arabische Kafka-Rezeption ab 1939 durch arabische Intellektuelle, auch in bezug auf Kafkas jüdische Herkunft im Zusammenhang mit dem jüdisch-arabischen Konflikt.

Brabandt, Anne: Franz Kafka und der Stummfilm. Eine intermediale Studie. München 2009.

Bridgwater, Patrick: Kafka, gothic and fairytale. Amsterdam [u.a.] 2003.
Hermeneutische Interpretation von Kafkas Texten, orientiert an der Biographie und an der Psychoanalyse. Sie zeigt Querverbindungen innerhalb des Werkes sowie zu anderen Autoren auf sowie zwischen Traum und schaurigem Text. (Siehe auch Bridgwater: Kafka´s novels)

Bridgwater, Patrick: Kafka´s novels. An interpretation. Amsterdam [u.a.] 2003.

Brod, Max: "Der Dichter Franz Kafka". In: Die neue Rundschau 11 (1921).

Brod, Max: Über Franz Kafka. Frankfurt a.M. 1966.
Dieses Buch ist auch als Taschenbuchausgabe erschienen (1993).
Vorwiegend jüdisch-religiöse Deutungen.
[Viele Autoren stimmen darin überein, dass das größte Verdienst Brods in der Rettung der unveröffentlichten Texte Kafkas liegt sowie in seinen Bemühungen, dem Dichter und seinem Werk den gebührenden Ruhm zu verschaffen; die Ausdeutung der Texte gehört demnach nicht unbedingt zu Brods wichtigen Leistungen.]

Bruce, Iris: Kafka and cultural Zionism. Dates in Palestine. Madison 2007.

Brück, Martin: Der Process. Interpretationshilfe Deutsch (Lernmaterialien). Freising 2005.
Speziell für die Schule geeignet!

Brune, Carlo: Ein enterbter Sohn. Studie zu Franz Kafkas "Brief an den Vater". Essen 2000.

Bruns, Hartmut: Letzter Versuch zu lachen. Die Entschlüsselung von Franz Kafkas "Schloss". Oldenburg 2003.

Burger, Thorsten: "brandmarken". Einschreibungsverhältnisse des Körpers in Kafkas "Kleiner Prosa". Würzburg 2004.

Busse, Constanze: Kafkas deutendes Erzählen. Perspektive und Erzählvorgang in Franz Kafkas Roman "Das Schloß". Münster [u.a.] 2001.


C          Zurück zur Auswahl A bis Z

Calasso, Robert / Klein, Reimar: K. München 2006.
Der Autor stellt die Fragen: Warum sind K. und Josef K. so radikal anders als die jeweils anderen Figuren? Und:Wer ist K.?

Canauz, Maurizio: Kafka e le donne. Firenze 2000.

Canetti, Elias: Der andere Prozeß. Kafkas Briefe an Felice. München 1984. (Frühere Ausgabe: 1977)

Cantoni, Remo: Franz Kafka e il disagio dell´uomo contemporaneo. Con una nota di Carlo Montaleone. Milano 2000.

Casanova, Pascale: Kafka en colère. Paris 2011.

Chan, Carolyn Wei Ji: Literary topos and topography. The city as symbol in Kafka. Göttingen 2009.

Chang, Hyesun: Goethes Morphologie und Kafkas Denken. Kafkas Konzept der ästhetischen Moderne. Frankfurt a.M. [u.a.] 1999.

Chmura, Nadine (Hrsg.): Kafka. Schriftenreihe der Deutschen Kafka-Gesellschaft e.V. [2]. Bonn 2008.

Chmura, Nadine (Hrsg.): Kafka in der zeitgenössischen Kunst. Katalog zur Ausstellung. Deutsche Kafka-Gesellschaft e.V. Bonn 2007.

Chmura, Nadine (Hrsg.): Kafka. Schriftenreihe der Deutschen Kafka-Gesellschaft e.V. [1]. Bonn 2007.

Ciocio-Pop, Ana-Blanca: Zwischen Weltschmerz und Lebensbejahung. Elemente der jüdischen Mentalität in Franz Kafkas Kurzprosa. Sibiu 2005.

Citati, Pietro: Kafka. Mailand 2007.

Corngold, Stanley: Lambent traces. Franz Kafka.  Princeton 2004.
Der Verfasser ist sowohl in der amerikanischen als auch in der europäischen Kafka-Forschung heimisch und untersucht u.a. das Verhältnis von Kafkas Texten zu seinem Schreiben sowie zu einem modernen Gnostizismus, unter Einbeziehung wichtiger Kafka-Deutungen.

Corngold, Stanley / Gross, Ruth V. (Hrsg.): Kafka for the Twenty-First Century. Rochester, NY 2011.

Corngold, Stanley / Wagner, Benno: Franz Kafka. The Ghosts in the Machine. Evanston 2011.

Crimmann, Ralph P.: Franz Kafka - Versuch einer kulturphilosophischen Interpretation. Hamburg 2004.

Czoik, Peter: Zur Struktur der Dickens-Motive in Franz Kafkas Roman "Der Verschollene". Hamburg 2009.


D          Zurück zur Auswahl A bis Z

Davies, J. R.: Portrait of an artist as an insurance lawyer. Kafka´s "Amtliche Schriften" and their relationship to his creative work. Dissertation. Swansea 2000.

Dehe, Astrid / Engstler, Achim: Kafkas komische Seiten. Ein Lesebuch. Göttingen 2011.

Deleuze, Gilles / Guattari, Félix: Kafka. Für eine kleine Literatur. Frankfurt a.M. 2008. (Frühere Ausgaben: 1976, 2002)
Gesamtdarstellung aus postmoderner Sicht. Behauptet die Differenz zwischen Autor und Figuren des Werks. Für Deleuze und Guattari täuscht Kafka Schuld, Einsamkeit etc. nur vor, um dann lachend dieser Falle zu entwischen. Starke kulturkritische, antikapitalistische Tendenz.
[Auch diese postmoderne Deutung zeigt die typischen Merkmale dieser Schule: eine prätentiöse, mit privaten Neologismen angereicherte, manieristische und ziemlich inhaltsarme Sprache ("Eleganter Unsinn" - A.Sokal) und eine erschreckende Entfernung vom Wesen Kafkas und seines Werks.]

Delianidou, Simela: Frauen, Bilder und Projektionen von Weiblichkeit und das männliche Ich des Protagonisten in Franz Kafkas Romanfragmenten. Unter besonderer Berücksichtigung der Schuldfrage im "Proceß". Frankfurt [u.a.] 2002.

Demmer, Erich: "Ein Brudermord" und seine Folgen. Über die literarische Behandlung eines infantilen Erlebnisses in den Erzählungen Franz Kafkas. Dissertation. Wien 1986.
Der Autor deutet weite Teile des Werks als aus dem Schuldgefühl des Dichters angesichts des frühen Todes seiner Brüder (vor allem Georgs) entstanden.

Dentan, Michel: Der Humor im Werk Franz Kafkas. Wien [u.a.] 2012.

Derrida, Jacques: Préjugés. Vor dem Gesetz. Wien 2005. (Frühere Ausgabe: 1992)
Relativ kurze postmoderne Deutung der Türhüterlegende, in der das Warten des Mannes vom Lande vor dem Tor zum Gesetz als Sinnbild für die "différance", den nicht hintergehbaren "Aufschub" zwischen Gesetzmäßigkeit und Singularität gesehen wird.
[Diese Deutung gilt für mich als Paradebeispiel unseriöser Interpretation und vereinigt die Problematik von Einzeltextinterpretationen mit der der Projektion textferner privater philosophischer Spekulationen auf das literarische Kunstwerk.]

Diamant, Kathi: Kafka´s last love. The mystery of Dora Diamant. London 2003.

Dierks, Sonja: Es gibt Gespenster. Betrachtungen zu Kafkas Erzählung. Würzburg 2003.

Dietzfelbinger, Konrad: Kafkas Geheimnis. Eine Interpretation von Franz Kafkas "Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg". Freiburg im Breisgau 1987.

Djoufack, Patrice: Der Selbe und der Andere. Formen und Strategien der Erfahrung der Fremde bei Franz Kafka. Wiesbaden 2005.

Dodd, Bill: Kafka "Das Schloß". London 2003.

Druon, Serge: Quelqu´un arrive, Franz Kafka. Saint-Denis 2011.

Duttlinger, Carolin: Kafka and photography. Oxford [u.a.] 2007.
Untersuchung zur lebenslangen Auseinandersetzung Kafkas mit der Fotografie sowie zu deren Präsenz im Werk des Dichters.


E          Zurück zur Auswahl A bis Z

Ebitsch, Sabrina: Die größten Experten der Macht. Machtbegriffe bei Franz Kafka und Kurt Tucholsky. Marburg 2012.

Eilittä, Leena: Approaches to personal identity in Kafka´s shorter fiction. Freud, Darwin, Kierkegaard. Oxford 1997.

Elsner, Gisela / Handl, Haimo L. (Hrsg.): Gefahrensphären.  Franz Kafkas Amtliche Schriften. Drösing 2012.

Engel, Manfred / Robertson, Ritchie: Kafka. Prag und der Erste Weltkrieg / Prague and the First World War. Würzburg 2012.

Engel, Manfred / Robertson, Ritchie (Hrsg.): Kafka und die kleine Prosa der Moderne. Kafka and Short Modernist Prose. Oxford Kafka Studies I. Würzburg 2011.

Engel, Manfred / Lamping, Dieter: Franz Kafka und die Weltliteratur. Göttingen 2006.
Untersuchung der spezifischen Stellung Kafkas innerhalb der Weltliteratur.

Emrich, Wilhelm: Franz Kafka. Bonn 1958. (Frühere Ausgabe: Frankfurt a.M. 1957)
Dieses Buch ist auch als Taschenbuchausgabe erschienen (Bonn 1981).
Stark metaphysisch-existentialistisch orientierte Gesamtdarstellung von Kafkas Werk mit Betonung auf der Spannung zwischen Universalität und Individualität, Gesetzmäßigkeit und Konkretheit des Lebens sowie zwischen Verbindlichkeit der Vorzeit und Nihilismus der Neuzeit.
[Bei Emrich wird Kafka in einer für weite Teile der Sekundärliteratur paradigmatischen Weise entkonkretisiert und metaphysisch mystifizierend auf den Kopf gestellt, bis er zum geheimnisvollsten Autor der Weltliteratur wird. Nur für Anhänger des "Primats der Unergründbarkeit" und Liebhaber von Überabstrahierungen.]

Eschweiler, Christian: Der verborgene Hintergrund in Kafkas "Der Prozeß". Bonn 1991.


F          Zurück zur Auswahl A bis Z

Ferk, Janko: Recht ist ein "Prozeß". Über Kafkas Rechtsphilosophie. Wien 2006. (Frühere Ausgabe: 1999)
Untersuchung der Einflüsse, die von Kafkas juristischer Ausbildung und von seinem juristischen Beruf ausgehend auf die Texte einwirken, sowie der Vorstellungen des Dichters von zentralen Rechtsbegriffen. Ferk plädiert überdies für eine verstärkte Betrachtung des Dichters als Philosophen.

Ferk, Janko: Wie wird man Franz Kafka? Drei Essays. Wien [u.a.] 2008.

Fiechter, Hans Paul: Das Rätsel Kafka. Erkundungen im "Schacht von Babel". Stuttgart 1999.
Diese Studie aus anthroposophischer Sicht unterwirft Kafkas seelische Entwicklung dem Schematismus der „Lebensjahrsiebte“ und versucht die Einsicht in Kafkas Innenleben und seinen Schreibprozess zu vertiefen. Das Buch ist reich illustriert und wirkt anschaulich und leserfreundlich.

Fingerhut, Karlheinz: Die unendliche Suche nach der Bedeutung: Kafka in der Schule. In: Praxis Deutsch 120 (Juli 1993), S. 13-21.
Relativ kurzer, aber einflussreicher Aufsatz, der Kafka-Deutung lediglich als Spiegelung der "Vor-Urteile" der Interpreten an den Texten sieht (denen ihm zufolge keine Bedeutung innewohnt: Bedeutungszuweisungen erfolgen ausschließlich durch den Leser und Interpreten.)
[Höchst problematische Position, die nahe an die Austreibung des Dichters aus seinen Texten führt (die also wohl auch ein Computer verfasst haben könnte ...).]

Fingerhut, Karlheinz: Kafka für die Schule. Berlin 1996.
Speziell für die Schule geeignet!

Fingerhut, Karlheinz: Kennst du Franz Kafka? Weimar 2007.
Speziell für die Schule geeignet!

Firtina, Özlem: Familie in Kafkas Schreiben. Biographische Situation und literarische Verarbeitung. Frankfurt a.M. [u.a.] 2005.

Fischer, Dagmar: Kafkas Proceß-Prosa. Eine textimmanente Interpretation. Frankfurt a.M. [u.a.] 1996.
Spurensuche nach kulturellen Mehrfachbedeutungen ausgewählter Wörter, Bilder und Formulierungen in Kafkas Werken sowie nach etymologischen und mythologischen Bezügen und Querverweisen auf eigene und fremde Texte.

Fischer, Dagmar: Der Rätselcharakter der Prosa Franz Kafkas und Thomas Manns "Zauberberg". Textimmanente Interpretationen. Frankfurt a.M. 2007.

Fischer, Dagmar: Franz Kafka - der tyrannische Sohn. Andro-Sphinx - Ödipus- und Kastrationskomplex. Schlüssel zum Verständnis seiner Prosa. Frankfurt a.M. 2010.
Die Autorin sieht den Schlüssel zur hinter Kafkas Prosa liegenden Zweitschrift und deren eigentliche Bedeutung in der im Freud´schen Sinne gestörten Beziehung des Dichters zu seinen Eltern und in der Folge zu den Mitmenschen.

Fischer, Peter: "An welchem Teater spielen Sie.". Kafkas Erzählung In der Strafkolonie. In: Psyche LVII/2003, Heft 12, S. 1158-1202.
Psychoanalytische Studie, derzufolge Kafkas Vater für den Dichter keine Möglichkeit der konstruktiven Konfliktbewältigung geboten hat, weshalb eine Regression in Richtung anal-sadistisches Mutterbild erfolgt ist, wofür die grauenvolle Erzählung "In der Strafkolonie" steht.

Fleischmann, Yvonne M.: War Kafka Existentialist? Gracchus, Orestes, Sisyphos - Literarische, mythologische und philosophische Brücken zu Sartre und Camus. Marburg 2009.

Frendo, M. R.: Outside of the law. Gender, race and ambivalence in Kafka´s narratives. Dissertation. Cork 2000.

Friedländer, Saul: Franz Kafka. München 2012.
Friedländer porträtiert Kafka als Dichter der Scham und der Schuld und interpretiert Leben, Judentum, Ironie und Seelenlage des Prager Autors.

Fromm, Waldemar: Artistisches Schreiben. Franz Kafkas Poetik zwischen "Proceß" und "Schloß". München 1998.
Zentrale These dieser Studie ist, dass Kafkas Prosa-Texten variierende Schreiberfahrungen zwischen "unveränderlicher" Schrift, aktivem Sich-Schreiben und einem passiven Moment des Schreibstroms vom "Geschrieben-Werden" zu Grunde liegen.


G          Zurück zur Auswahl A bis Z

Gang, Gyeong-Ho: Macht und Machtlosigkeit in Kafkas Roman "Das Schloß". Zur Genese von Bewegung und Bewegungslosigkeit im Hinblick auf die herrschenden Machtstrukturen. Marburg 1998.

Geddes, Jennifer Leslie: The hermeneutical tyrant and his impotent subject. Interpretation, violence, and power in the works of Franz Kafka. Ann Arbor, Mich. 2000.

Gelber, Mark H. (Hrsg.): Kafka, zionism, and beyond. Tübingen 2004.

Gernig, Kerstin: Die Kafka-Rezeption in Frankreich. Ein diachroner Vergleich der französischen Übersetzungen im Kontext der hermeneutischen Übersetzungswissenschaft. Würzburg 1999.

Gfrereis, Heike / Begley, Louis: Der ganze Prozess. 33 Nahaufnahmen von Kafkas Manuskript. Marbach 2013.

Gilman, Sander L.: Franz Kafka. The Jewish patient. New York [u.a.] 1995.

Gilman, Sander L.: Franz Kafka. London 2005.
Mit Bibliographie und Filmographie.

Glinski, Sophie von: Imaginationsprozesse. Verfahren phantastischen Erzählens in Franz Kafkas Frühwerk. Berlin [u.a.] 2004.
Diese Studie verfolgt den Schreibprozess Kafkas unter bewusstem Ausschluss von Handlung und Interpretation der Texte und sieht im Frühwerk einen Vorstoß der "erzählenden Rede" vom Traumhaften, Spielerischen zum Gezielteren, Bewussteren.

Glisovic, Dusan: Politik im Werk Kafkas. Tübingen [u.a.] 1996.

Godé, Maurice und Vanoosthuyse, Michel (Hrsg.): Entre critique et rire. Le disparu de Franz Kafka. Kafkas Roman "Der Verschollene". Acte du colloque international de Montpellier 10-11 janvier 1997. Bibliothèque d´Etudes Germaniques et Centre-Européennes, 2. Montpellier 1997.

Goebel, Rolf J.: Constructing China. Kafka´s Orientalist discourse. Columbia, SC 1997.

Goldschmidt, Georges-Arthur: Celui qu´on cherche, habite juste à côté. Lecture de Kafka. Lagrasse 2007.

Goldschmidt, Georges-Arthur: Kafka lesen. "Meistens wohnt der den man sucht nebenan". Frankfurt a.M. 2010.
Der Verfasser nimmt Kafkas von großer Klarheit gekennzeichneten und gleichzeitig so unwahrscheinlichen Texte beim Wort.

Grabenmeier, Isolde: Schreiben als Beruf. Zur Poetik Franz Kafkas auf dem Hintergrund der Herrschaftstheorie und Methodenreflexion Max Webers. Freiburg i.B. [u.a.] 2008.
Untersuchung von Kafkas Texten und Webers Schriften unter dem Aspekt des Zeichencharakters sowohl literarischer als auch sozialer Phänomene.

Gräff, Thomas: Lektürehilfen Franz Kafka, "Der Process". Stuttgart [u.a.] 2006.
Für Schüler der Klassen 11 bis 13. Mit Abiturfragen, Lösungen, ausführlicher Inhaltsangabe, Interpretation, thematischen Kapiteln.
Speziell für die Schule geeignet!

Grimm, Sieglinde: Sprache und Existenz. Rilke, Kafka und die Rettung des Ich im Roman der klassischen Moderne. Tübingen 2003.

Groß, Johannes: Kafkas Krankheiten. Marburg 2012.

Grosse, Wilhelm: Franz Kafka: Der Process. Lektüreschlüssel. Stuttgart 2006.
Speziell für die Schule geeignet!

Grosse, Wilhelm: Franz Kafka: Die Verwandlung. Lektüreschlüssel. Stuttgart 2004.
Speziell für die Schule geeignet!

Grözinger, Karl Erich (Hrsg.): Franz Kafka und das Judentum. Frankfurt a.M. 1987.

Grözinger, Karl Erich: Kafka und die Kabbala. Das Jüdische in Werk und Denken von Franz Kafka. 5., aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Berlin [u.a.] 2013.
Der Verfasser konzentriert sich auf die Einflüsse des Judentums (vor allem der Kabbala) auf Kafka.
[Der Wert von Untersuchungen der jüdischen Wurzeln des Dichters und deren Einflüsse auf Leben und Werk ist unbestritten. Eine Gefahr bleibt jedoch virulent: Kafka war auf Grund bestimmter Ereignisse und Konstellationen in seinem Leben (ebenso wie das gleichnamige, der Bibel entnommene Vorbild für die Figur des Barnabas im "Schloß"-Roman) ein Jude, dem das Christentum wichtiger wurde als die Religion seiner Väter. Solange dies nicht geklärt und anerkannt ist, führt die "jüdische Spur" zumindest teilweise in die Irre.]

Guattari, Felix: Soixante-cinq rêves de Franz Kafka et autres textes. Paris 2007.


H          Zurück zur Auswahl A bis Z

Hacopian, Anastasia: Kafkas Bett. Von der Metonymie zum räumlichen Diskurs. Berlin 2005.

Halfmann, Roman: Nach der Ironie. David Foster Wallace, Franz Kafka und der Kampf um Authentizität. Bielefeld 2012.

Halfmann, Roman: Kafka kann einen Schriftsteller lähmen. Dargestellt an Albert Camus, Philip Roth, Peter Handke und Thomas Bernhard. Berlin 2008.

Haller-Nevermann, Marie / Rehwinkel, Dieter: Franz Kafka. Visionär der Moderne. Göttingen 2008.

Haring, Ekkehard W.: Auf dieses Messers Schneide leben wir ... . Das Spätwerk Franz Kafkas im Kontext jüdischen Schreibens. Wien 2004.

Härle, Gerhard / Heizmann, Felix : „In bröckelndem Lehm festgebissen“. Franz Kafkas Studie „Die Brücke“. Bedeutungspotential und Perspektiven des literarischen Lernens. Baltmannsweiler 2009.

Hauser, Sigrid: Kafkas Raum im Zeitalter seiner digitalen Überwachbarkeit. Wien 2009.

Hawes, James M.: Excavating Kafka. London 2008.

Hecker, Axel: An den Rändern des Lesbaren. Dekonstruktive Lektüre zu Franz Kafka, "Die Verwandlung", "In der Strafkolonie" und "Das Urteil". Wien 1998.
Der Verfasser beschreibt aus postmoderner Sicht den "Bruch innerhalb der Vernunft" als Zentralmotiv der "Strafen" in Kafkas Texten, vor allem in der Verwandlung. Laut Hecker kann die Strafkolonie auch als "Geschichte der Dekonstruktion von Rationalität" gedeutet werden und das Urteil antipsychologisch im Sinn der "Unerkennbarkeit des Anderen".

Hermsdorf, Klaus: Kafka. Weltbild und Roman. Berlin 1961.
Soziologische Deutung aus marxistischen DDR-Zeiten.

Heymach, Friederike: Zwischenwelten. Ein Vergleich der Welten von Kafkas „Der Verschollene“ und „Der Proceß“. [Elektronische Ressource]. Saarbrücken 2011.

Hiebel, Hans H.: Franz Kafka: Form und Bedeutung. Würzburg 1999.
Poststrukturalistische bzw. dekonstruktivistische Studie, die Kafka als frühen "postmodernen", entkonkretisierenden Autor sieht. Für Hiebel spielt Kafka mit psychoanalytischen Phänomenen, steht aber darüber und ist seelisch "Herr der Lage". Schuld ist in den Texten nicht konkret, sondern abstrakt abgehandelt. Die innere, geistige Welt ist die eigentliche Welt im Vergleich zur äußeren, materiellen.
[Für Hiebel gilt in meinen Augen das gleiche wie für andere postmoderne Kafka-Deuter wie Derrida oder Deleuze/Guattari: weiter von der Wirklichkeit Kafkas, seines Lebens und seines Werks kann man sich vielleicht gar nicht entfernen. Das lässt sich u.a. am Thema Schuld beweisen: gerade hier gibt Kafka besonders viele konkrete Hinweise - man muss sie als Dekonstruktivist nur geflissentlich übersehen.]

Hierdeis, Helmwart (Hrsg.): "Lieber Franz! Mein lieber Sohn!". Antworten auf Franz Kafkas "Brief an den Vater". 2., überarbeitete Auflage. Wien 1997.

Hochreiter, Susanne: Franz Kafka: Raum und Geschlecht. Würzburg 2007.
Aus gendertheoretischer Sicht und mit Bezügen zu Foucaults "Heterotopie" und Derridas "Dissemination" untersucht Hochreiter die schwebenden, nicht festgelegten und doch präsenten Bedeutungen von Räumen und Geschlechtern in Kafkas Texten.

Höcker, Arne / Simons, Oliver (Hrsg.): Kafkas Institutionen. Bielefeld [u.a.] 2007.

Höfle, Peter: Von der Unfähigkeit, historisch zu werden. Die Form der Erzählungen und Kafkas Erzählform. München 1998.
Die Vergleichbarkeit von narrativen und physikalischen Elementen (Komplementaritätskonzept in der Quantentheorie), der "metaphorische Kern" der Texte Kafkas, die Verschränkung der Textsorten (Erzählungen, Tagebucheintragungen, Fragmente, Briefe etc.) und die Rekursivität der Erzählart des Dichters sind Themen dieser Studie.

Höfle, Peter: Einfach Kafka. Frankfurt a.M. 2008.
Lesebuch mit wichtigen Erzählungen Kafkas und jeweils diesen Texten vorangestellten biographischen Einführungen. Höfle zufolge schrieb Kafka in der Ambivalenz zwischen der Tilgung der Lebensspuren in den Texten und dem Wunsch, diese Spuren doch sichtbar zu erhalten.

Hühnerbein, Jürgen: Aber ich sehe nur mit meinen Augen. Perspektive und Raum als Voraussetzung einer Textinterpretation der Durchbruchs-Erzählungen Franz Kafkas auf der Grundlage textnahen Lesens unter Berücksichtigung didaktischer Implikation. Nettetal 2002.


I          Zurück zur Auswahl A bis Z


J          Zurück zur Auswahl A bis Z

Jahraus, Oliver / Neuhaus, Stefan: Kafkas "Urteil" und die Literaturtheorie. Zehn Modellanalysen. Stuttgart 2002.
Zehn Interpretationsmethoden, angewandt auf die Erzählung "Das Urteil": Hermeneutik, Strukturalismus, Rezeptionsästhetik, Sozialgeschichte der Literatur, Psychoanalytische Literaturinterpretation, Gender Studies, Diskursanalyse, Systemtheorie, Intertextualität und Dekonstruktion.
Speziell für die Schule geeignet!

Jahraus, Oliver: Kafka. Leben, Schreiben, Machtapparate. Stuttgart 2006.
Diese Monographie will zeigen, dass Kafkas Leben und Werk dialektisch durch das Schreiben vermittelt werden. Der Lebensentwurf des Dichters will Leben in Literatur verwandeln.

Jang, Byong-Heui: Mythos und Wahrheit. Dekonstruktivistische Lektüre des Mythos Kafkas. Berlin 2007.

Janouch, Gustav: Franz Kafka und seine Welt. Wien 1965.

Jansen, Markus: Das Wissen vom Menschen. Franz Kafka und die Biopolitik. Würzburg 2012.


K          Zurück zur Auswahl A bis Z

Kaiser, Hellmuth: Franz Kafkas Inferno. In: Imago 17, S. 41ff. Wien 1931.
Auf einigen wenigen Erzählungen aufbauende, sehr frühe psychoanalytische Deutung, die bereits auf bestimmte interessante Wiederholungen im Werk hinweist.

Kanofsky, Joseph A.: Narrow bridges. Franz Kafka, Nachman of Bratslaw and Jewish literary imagination. Ann Arbor, Mich. 1998.

Kaul, Susanne: Einführung in das Werk Franz Kafkas. Darmstadt 2010.

Kaus, Rainer Jeremy: Erzählte Psychoanalyse bei Franz Kafka. Eine Deutung von Kafkas Erzählung "Das Urteil". Heidelberg 1998.
Der Autor, ein Psychoanalytiker, sieht in Kafkas Werk psychische Mächte in dramenartiger Erzählweise vor Augen geführt. Er konstatiert einen unaufgelösten "negativen Ödipuskomplex", der Kafka zur Abwehr latenter Homosexualität gezwungen und zu paranoiden Zügen geführt hätte.

Kaus, Rainer Jeremy: Kafka und Freud. Schuld in den Augen des Dichters und des Analytikers. Heidelberg 2000.
Der Autor unterscheidet Schuld im psychoanalytischen und im existentiellen Sinn und relativiert (obwohl selbst Psychoanalytiker) die Reichweite psychoanalytischer Literaturinterpretation.
[Aus eben diesem Grund wird Kaus jetzt gerne von Literaturwissenschaftlern zitiert, um deren Bemühungen zur Marginalisierung psychoanalytischer Deutungen zu rechtfertigen.]

Kaus, Rainer Jeremy: Eine kleine Frau. Kafkas Erzählung in literaturpsychologischer Sicht. Mit einem Vorwort von Walter Schönau und einem Nachwort von Léon Wurmser. Heidelberg 2002.

Kaus, Rainer Jeremy: Literaturpsychologie und Literarische Hermeneutik. Sigmund Freud und Franz Kafka. Mit einem Vorwort von Walter Schönau. Frankfurt a.M. [u.a.] 2004.
Der Autor entwickelt eine psychologisch-semiotisch fundierte Hermeneutik mit Bezug auf Freuds "Traumdeutung" und wendet sie auf mehrere Kafka-Texte an.

Kautman, Frantisek: Die Welt Franz Kafkas. Prag 1996.

Khalfani, Salem: Ähnlichkeiten des Absurden. Kafkas "Schloß" und Becketts "Warten auf Godot". Marburg an der Lahn 2003.

Kim, Hyun Kang: Ästhetik der Paradoxie. Kafka im Kontext der Philosophie der Moderne. Würzburg 2004.

Kleinwort, Malte: Kafkas Verfahren. Literatur, Individuum und Gesellschaft im Umkreis von Kafkas Briefen an Milena. Würzburg 2004.
Diese Studie arbeitet die Verknüpfung von sich wiederholenden Erzählstrukturen mit drei für "Kafkas Verfahren" konstitutiven Tendenzen (Prozess, Verirren und Methode) heraus und damit den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Texten, Textformen (Tagebuch, Brief und Prosa) und Textkonstellationen (1910-1912, 1916/1917 und 1920).

Kleinwort, Malte: Der späte Kafka. Spätstil als Stilsuspension. Paderborn 2013.
Analyse der Verschiebungen und Differenzen zwischen dem Spätwerk Kafkas und den früheren Texten des Dichters.

Kleinwort, Malte / Vogl, Joseph (Hrsg.): Eingänge in "eine ausgedehnte Anlage". Topographien von Franz Kafkas "Das Schloß". Bielefeld 2013.

Köhler, Steffen: "Unsere Rettung ist der Tod, aber nicht dieser". Kafka in eschatologischer Perspektive. Würzburg 2001 (Diss.).

Koch, Hans-Gerd (Bearb.): Kafkas Fabriken. Marbach am Neckar 2003.
Zur Ausstellung "Kafkas Fabriken" im Schiller-Nationalmuseum, 2003.

Kolb, Georg: Erzählung und Gesetz. Kafkas Türhütergeschichte auf Derridas Auslegungstheater. In: DVjs. 73, 2/1999, S.352-384.

Kolb, Georg: Eine Apologie der Zweideutigkeit. Franz Kafkas "Proceß" um das Recht auf Eigentümlichkeit. München 2001.

Kölbel, Martin: Die Erzählrede in Franz Kafkas "Das Schloss". Frankfurt a.M. 2006.
Kölbel versucht zu zeigen, dass Kafkas Erzählrede nicht "einsinnig" ist und setzt das "Unfertige" des Textes in Beziehung zu Form und Inhalt des Werks und zur "Ambivalenz des Erzeugens". Er ergreift Partei für die Editionspraxis der Faksimile-Ausgabe (Stroemfeld-Verlag) gegen die der Kritischen Ausgabe des S.Fischer-Verlags.

Komarov, Aleksey: Antike Mythologie in der Kurzprosa von Franz Kafka. Saarbrücken 2009.
Die vorliegende Abhandlung befasst sich mit Kafkas eigenartiger Rezeption der antiken Mythen anhand einer komplexen Analyse seiner drei Kurzerzählungen "Prometheus" , "Poseidon" und "Das Schweigen der Sirenen".

Kraiczi, Florian: Der Einfluss der Frauen auf Kafkas Werk. Eine Einführung. Bamberg 2008.

Kraus, Wolfgang und Winkler, Norbert (Hrsg.): Das Phänomen Franz Kafka. Vorträge des Symposions der Österreichischen Franz Kafka-Gesellschaft in Klosterneuburg im Jahr 1995. Prag 1997.

Kreis, Rudolf: Kafkas "Proceß". Das große Gleichnis vom abendländisch "verurteilten" Juden. Heine - Nietzsche - Kafka. Würzburg 1996.

Kremer, Detlef: Kafka. Die Erotik des Schreibens. 2., verb. Auflage. Bodenheim b. Mainz 1998.

Kruschwitz, Hans: Die Kunst der Behauptung. Kaufleute und Künstler im Werk Franz Kafkas. Göttingen 2012.

Kübler-Jung, Tilly: Einblicke in Franz Kafkas "Betrachtung". Analyse und literaturgeschichtliche Einordnung. Marburg 2005.

Kwon, Hyuck Zoon: Der Sündenfallmythos bei Franz Kafka. Der biblische Sündenfallmythos in Kafkas Denken und dessen Gestaltung in seinem Werk. Würzburg 2006.
Der biblische Sündenfallmythos wird in dieser Studie als Grundlage für Kafkas Weltverständnis gesehen und seine Gestaltung in Bildern und Handlungsabläufen im Werk untersucht, vor allem im "Urteil", der "Verwandlung" und in den drei Romanen.


L          Zurück zur Auswahl A bis Z

Lack, Elisabeth: Kafkas bewegte Körper. Die Tagebücher und Briefe als Laboratorien von Bewegung. München 2009.

Lahire, Bernard: Franz Kafka. Éléments pour une théorie de la création littéraire. Paris 2010.

Leavitt, June O.: The Mystical Life of Franz Kafka. Theosophy, Cabala and the Modern Spiritual Revival. Oxford [u.a.] 2012.

Leich, Karin: Herrschaft und Sexualität in Franz Kafkas Romanen "Der Proceß" und "Das Schloß". Marburg 2003 (Elektronische Ressource).

Lemaire, Gérard-Georges: Kafka. Paris 2005.

Le Manchec, Claude: Kafka, contre l´oubli, le récit. De l´interprétation à l´analyse littéraire. Paris 2012.

Liebrand, Claudia: Franz Kafka. Neue Wege der Forschung. Darmstadt 2006.
Vorstellung wichtiger Strömungen der Kafka-Forschung der letzten Jahrzehnte, mit Schwerpunkt auf Dekonstruktivismus und klassisch-kulturwissenschaftliche Ansätze.

Liebrand, Claudia / Schößler, Franziska (Hrsg.): Textverkehr. Kafka und die Tradition. Würzburg 2004.
Mit Beiträgen der Herausgeberinnen und anderer Autorinnen und Autoren über die Querbeziehungen Kafkas zu Dichtern wie Kleist, Novalis, Jean Paul, Sacher-Masoch, de Sade, Flaubert, Busch, Thomas Mann.

Locher, Elmar (Hrsg.): Franz Kafka: "Ein Landarzt". Interpretationen. Innsbruck 2004.

Loeb, Sara: Franz Kafka - a question of Jewish identities. Two perspectives. Lanham, Md. [u.a.] 2001.

Lothe, Jakob [u.a.] (Hrsg.): Franz Kafka. Narration, rhetoric, & reading. Columbus, Ohio 2011.

Lou, Jean-Michel (Hrsg.): Le petit côté. Un hommage à Franz Kafka. Paris 2010.

Lowy, Michael: Franz Kafka, rêveur insoumis. Paris 2004.

Lühl-Wiese, Brigitte: Franz Kafka. Der Schacht von Babel. Über das "andere Geschlecht" seiner Zeichensysteme. FrauenDenkArt, 4. Oberhausen 1999.


M          Zurück zur Auswahl A bis Z

Mairowitz, David Zane / Crumb, Robert: Introducing Kafka. Cambridge 2000.

Mairowitz, David Z. / Crumb, Robert: Kafka kurz und knapp. Frankfurt a.M. 2010.
Sachcomic zu Kafkas Leben, zu seinen Romanen und zur Rezeption seiner Werke.

Mairowitz, David Z. / Crumb, Robert: Kafka. Sachcomic. Berlin 2013.
Biographie, ergänzt durch Zeichnungen und Auszüge aus Briefen und Texten.

Malagoli, Roberta: Interpretando Kafka. Scrittura, memoria e redenzione. Pisa 2001.

Malone, Paul M.: Franz Kafka´s The Trial. Four stage adaptions. Frankfurt a.M. [u.a.] 2003.

Markewitz, Sandra: Das Schweigen. Tautologizität in Kafkas Tagebüchern. München 2006.
Diese sprachphilosophische Studie auf Basis der Tagebücher entwickelt eine Theorie der "Tautologizität" (in Abgrenzung zur "Tautologie") im Sinne einer Absage an die Transzendenz und einer Anheftung des Subjekts an die Welt.

Masini, Ferruccio: Franz Kafka. La metamorfosi del significato. Turin 2010.

Massino, Guido: Kafka, Löwy und das Jiddische Theater. "Dieses nicht niederzudrückende Feuer des Löwy". Frankfurt a.M. [u.a.] 2007.

Matt, Peter von: Verkommene Söhne, mißratene Töchter. Familiendesaster in der Literatur. München/Wien 1995.
Dieses Buch ist auch als Taschenbuchausgabe erschienen (München 1999).
Spiel und Ernst sind im Werk nicht trennbar. Das Spiel besteht im Sich-Ausbreiten Kafkas in den Texten zur Rettung vor der Inferiorität angesichts des als übermächtig empfundenen und zum Goliath stilisierten Vaters. Dieses Spiel der "artifiziellen Adoleszenz" verselbständigt sich und darf/kann nie enden ("der mißratene Sohn am Familienrand, endlos", "Schwellenexistenz", "Verharren im Torbogen"). Gegenüber Kafka ist laut von Matt jede Empathie lächerlich und die Einfachheit der Lebenssituation ergibt die magische Einfachheit der Texte.
[Scharfsinnige Deutung der Gesamtkonstellation in Leben und Werk Kafkas, die allerdings die weiter führenden Erkenntnismöglichkeiten konkreter Textanalysen vernachlässigt.]

McKenzie, Barbara: Colour and Light, Illness and Death. A New Interpretation of Kafka´s Der Proceß. Bern [u.a.] 2011.

Mecke, Günter: Franz Kafkas offenbares Geheimnis. Eine Psychopathographie. München 1982.
Psychoanalytische Studie, die an Kafka nicht nur latente, sondern sogar manifeste Homosexualität konstatiert und deren Verschlüsselung in den Texten aufspüren will.
[Der wohl am schwersten verdauliche, ob seiner Schnoddrigkeit und hochproblematischen, offen die Homosexualität diffamierenden "Ideologie" eigentlich unverantwortlichste Beitrag innerhalb der Kafka-Interpretation. Es wird davor gewarnt, dieses Elaborat als typisch für psychoanalytische Deutung zu betrachten!]

Meese, Christa: Wirklichkeit als Schein und Deutung im Werke Franz Kafkas und Friedrich Nietzsches. Würzburg 1999.

Mettler, Dieter: Werk als Verschwinden. Kafka-Lektüren. Würzburg 2011.

Meyer, Imke: Jenseits der Spiegel kein Land. Ich-Fiktionen und Identitäts-Illusionen in Texten von Franz Kafka und Ingeborg Bachmann. Würzburg 2001.

Michel, Fritz [u.a.] (Hrsg.): Franz Kafka. Kleine Formen. Bern 2010.
Gattung, Text, Autorschaft, Rezeption, Edition, Ikonographie.

Michel, Sascha (Hrsg.): Unterwegs mit Franz Kafka. Frankfurt a.M. 2010.
Kafka als Urlauber, als Spaziergänger, als Tourist etc., oder als Reisemüder, der am liebsten im Bett bleiben möchte.

Miethe, Helge: Sören Kierkegaards Wirkung auf Franz Kafka. Motivische und sprachliche Parallelen. Marburg 2006.

Mitscherlich-Nielsen, Margarete: Psychoanalytische Bemerkungen zu Franz Kafka. In: Psyche XXXI/1977, 1.Heft, S. 60-83.
In dieser Studie der bekannten Psychoanalytikerin werden typische Traumen als auf das Werk Kafkas einflussnehmend erklärt: der frühe Tod der Brüder, die Depressivität der Mutter, die Sehnsucht des Sohnes nach der Mutter. Mitscherlich-Nielsen konstatiert Narzissmus und sadomasochistische Strebungen.
[Die Deutungen der Autorin wirken zwar einleuchtend, aber auch etwas summarisch und sind nicht immer wirklich durch konkrete Textstellen belegt.]

Möbus, Frank: Sünden-Fälle. Die Geschlechtlichkeit in Erzählungen Franz Kafkas. Göttingen 1994.
Die textgenauen Analysen von Gracchus, Verwandlung und Landarzt und der geschlechtlichen Sündenfälle der jeweiligen Protagonisten sollen zeigen, dass Kafka sein Lebensproblem Geschlechtlichkeit ästhetisch zu steuern versucht und die laut Ansicht des Verfassers nicht zu eliminierende Mehrdeutigkeit seiner Texte intendiert.

Morel, Jean-Pierre: "Le Procès" de Franz Kafka. Paris 1998.

Morel, Jean-Pierre: "Le Château" de Franz Kafka. Paris 2008.

Mosès, Stéphane: Exégese d´une légende. Lectures de Kafka. Paris 2006.

Müller, Dorit / Weber, Julia: Die Räume der Literatur. Exemplarische Zugänge zu Kafkas Erzählung "Der Bau". Berlin [u.a.] 2013.
Der Grundlagenband stellt theoretische Raumkonzeptionen aus Philosophie, Literatur-, Sozial- und Kulturwissenschaften vor und wendet sie auf Kafkas Erzählung "Der Bau" an.

Müller, Günther: Über das Zeitgerüst des Erzählens. DVJ. 24.Jhrg., 1950, S. 1ff.

Müller, Klaus-Detlef: Franz Kafka. Romane. Berlin 2007.
Versuch einer erneuten Hinführung zu Kafkas Texten unter Betonung der behaupteten Ungreifbarkeit eines Sinns. Kafkas Romane wären "aus innerer Notwendigkeit Fragmente, weil sich eine wahrheitsfähige Relation von Ich und Welt nicht herstellen lässt".
[Solche Behauptungen, möchte ich hinzufügen, entspringen der "inneren Notwendigkeit" der real existierenden Literaturwissenschaft ...]

Müller, Michael (Hrsg.): Interpretationen. Franz Kafka. Romane und Erzählungen. Stuttgart 1994.
Aus der Reclam-Serie "Interpretationen": Auslegungen der drei Romane und zwölf wichtiger Erzählungen durch verschiedene Autoren (u.a. von Karlheinz Fingerhut, Ritchie Robertson, Hans-Gerd Koch, Roger Hermes, Sabine Schindler und Michael Müller); bibliographische Hinweise.
Speziell für die Schule geeignet!

Münster, Harald: Das Buch als Axt. Franz Kafka differenztheoretisch lesen. Frankfurt a.M. 2011.

Murnane, Barry: "Verkehr mit Gespenstern": Gothic und Moderne bei Franz Kafka. Würzburg 2008.

Murray, Nicholas: Kafka. London 2004.


N          Zurück zur Auswahl A bis Z

Nannery, Lawrence: The esoteric composition of Kafka´s corpus. Devising nihilistic literature. Band 1. Lewiston [u.a.] 2006.

Nannery, Lawrence: The esoteric composition of Kafka´s corpus. Devising nihilistic literature. Band 2. Lewiston [u.a.] 2006.

Neider, Charles: The Frozen Sea. A Study of Franz Kafka. New York 1962.
Leider nicht ins Deutsche übersetzte, schon etwas ältere psychoanalytische Studie.
[Stark an allgemeiner psychoanalytischer Symbolübersetzung orientiert, vernachlässigt die Individualität des Dichters und seines Werks.]

Nekula, Marek: Franz Kafkas Sprachen. "... in einem Stockwerk des innern babylonischen Turmes..." Tübingen 2003.
Dieses Buch bietet eine umfangreich recherchierte und gründliche Bestandsaufnahme der Beziehungen Kafkas zur tschechischen Sprache in Schule, Beruf und Privatleben.

Nekula, Marek [u.a.]: Franz Kafka im sprachnationalen Kontext seiner Zeit. Köln [u.a.] 2007.

Neukom, Marius: Franz Kafkas Tagebucheintrag "Verlockung im Dorf". Eine erzählanalytische Untersuchung mit dem Verfahren JAKOB. Bern [u.a.] 1997.

Neumann, Gerhard: Kafka-Lektüren. Berlin [u.a.] 2012.
Der Autor erschließt Kafkas Werk sowohl als Mitherausgeber der Kritischen Ausgabe als auch als Interpret, und zwar nach den thematischen Leitbegriffen Leben, Schreiben, Anthropologie, Kunst und Medialität.

Neumann, Gerhard: Franz Kafka. Experte der Macht. München 2012.

Neumann, Gerhard: Verfehlte Anfänge und offenes Ende. Franz Kafkas poetische Anthropologie. München 2011.

Neumann, Bernd: Franz Kafka: Aporien der Assimilation. Eine Rekonstruktion seines Romanwerks. Paderborn 2007.
Neumann wendet sich gegen die postmoderne Kafka-Forschung und möchte Kafkas Romane wieder an das historische Umfeld der Entstehungszeit und ihren "sozialen Energien" anbinden, insbesondere auch an die politische Realität und die Probleme der jüdischen Assimilation.

Neymeyr, Barbara: Konstruktion des Phantastischen. Die Krise der Identität in Kafkas "Beschreibung eines Kampfes". Heidelberg 2004.
Für die Autorin reflektiert "Beschreibung eines Kampfes" auf psychologisch hochdifferenzierte Weise die moderne Identitätsproblematik anhand der dargestellten Persönlichkeitsspaltungen. Kafkas Frühwerk wird als Konstruktion von "Bewusstseinslandschaften" aufgefasst und es werden die Bezüge zum literarischen "Fin de siècle" und zu E.T.A. Hoffmann untersucht. Die einzelnen Kapitel des Textes werden als poetische Verarbeitungen einer gebrochenen Subjektivität interpretiert.

Nix, Daniel: Kafka als phantastischer Erzähler? (Neo-)phantastische Elemente und Realitätssysteme in Texten Franz Kafkas. Wetzlar 2005.

Nowak, Ernst: Figurenpaar und Trias in den Werken Franz Kafkas. Dissertation. Wien 1973.


O          Zurück zur Auswahl A bis Z

Oberlin, Gerhard: Die letzten Mythen. Untersuchungen zum Werk Franz Kafkas. Gießen 2011.

Oberst, Helmut: Kafka kennen lernen. Leben und Werk. Lichtenau 2003.
Speziell für die Schule geeignet!


P          Zurück zur Auswahl A bis Z

Pabst, Reinhard (Hrsg.): Kafka in Prag. Mit neu entdeckten Texten Franz Kafkas und unbekannten Bildern. Frankfurt a.M [u.a.] 2002.
Dieses Buch ist auch als Taschenbuchausgabe erschienen (2008).

Pajević, Marko: Kafka lesen. Acht Textanalysen. Bonn 2009.

Pape, Klaus: Sprachkunst und Kunstsprache bei Flaubert und Kafka. St.Ingbert 1996.

Pasley, Malcolm: "Die Schrift ist unveränderlich ...". Essays zu Kafka. Frankfurt a.M. 1995.

Pfeiffer, Joachim: Franz Kafka, "Die Verwandlung", "Brief an den Vater". Interpretation. Oldenbourg-Interpretationen, 91. München 1998.
Speziell für die Schule geeignet!

Pilipp, Frank (Hrsg.): The legacy of Kafka in contemporary Austrian literature. Riverside 1997.

Plass, Ulrich: Franz Kafka. Wien 2009.
Unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes werden die Romane, Erzählungen, Tagebücher und Briefe, aber auch der sozialgeschichtliche, biographische und kulturelle Kontext des Werks besprochen.

Politzer, Heinz: Franz Kafka. Der Künstler. Frankfurt a.M. 1965.
Für den Autor ist Kafkas Ziel nicht ein konsequentes Bild der Welt, sondern ein geglücktes Sprachbild (also Form vor Inhalt); er lehnt eine Übersetzung der Symbolsprache ab und tritt für einen Pluralismus der Deutungsmethoden und einen permanenten Perspektivenwechsel ein, sieht Künstler und Kunst als Einheit und im Werk ein offenes Ende zu einem sinnentleerten Universum. Dass Kafkas Leben mit vielen Bezügen in die Texte hineinspielt, hält er für einen "künstlerischen Defekt". Inhalt und Intention der Erzählungen entzögen sich eindeutiger Interpretation, Kafkas Parabeln wären "Rorschachtests der Literatur".
[Politzer ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie man mit einem Maximum an Perspektivenwechsel und Methodenvielfalt ein Minimum an Erkenntnissen gewinnt. Sein Umgang mit konkreten Textstellen grenzt außerdem manchmal ans Leichtfertige.]

Pongs, Hermann: Franz Kafka, der Dichter des Labyrinths. Heidelberg 1960.

Poulain, Elfie: Kafka. Einbahnstraße zur Hölle oder die unmögliche Selbstrechtfertigung des Daseins. Stuttgart 2003.
Die Verfasserin bezieht sich auf die französische Kafka-Forschung und sieht insgesamt die Romane des Dichters als Rechtfertigungsversuche der Protagonisten in ihrem Kampf gegen die eigenen Begierden und mit der Hölle der Außenwelt.

Preece, Julian (Hrsg.): The Cambridge companion to Kafka. Cambridge 2005.

Priskil, Peter: Franz Kafkas "Schloß". In: System ubw 18(2000) Heft1, S.50-88.
Psychoanalytische Studie zum Roman "Das Schloß".
[Eine der ganz wenigen wirklich psychoanalytischen Studien und daher auch entsprechend erhellend!]


Q          Zurück zur Auswahl A bis Z


R          Zurück zur Auswahl A bis Z

Rajec, Elizabeth M.: Namen und ihre Bedeutung im Werke Franz Kafkas. Ein interpretatorischer Versuch. Bern 1977.

Rattner, Josef: "Ich winselte einmal in der Nacht ...". Kafka und das Vater-Problem. Königsförde 2000.
Tiefenpsychologische Studie mit Schwerpunkt auf dem problematischen Verhältnis zwischen Kafka und seinem Vater (und dessen Widerspiegelung im Werk).
[Eine Arbeit aus den jüngeren Jahren Rattners; in der Zwischenzeit hat sich dieser Autor sehr verändert und vertritt heute dieselben geheimnisverliebten Positionen, die er früher zu Recht scharf kritisierte.]

Rehberg, Peter: lachen lesen. Zur Komik der Moderne bei Kafka. Bielefeld 2006.
Rehberg betont das Lachen in den Texten, welches die Sinnsuche erschweren und die erzählerische Kohärenz sprengen soll.
[Dieses Buch wird wegen behaupteter sprachlicher Mängel, apodiktischer Setzungen etc. kritisiert.]

Reich-Ranicki, Marcel: Mein Kafka. Hamburg 2010.

Reimert, Karla: Kafka für Eilige. Berlin 2003.
Speziell für die Schule geeignet!

Ren, Weidong: Kafka in China. Rezeptionsgeschichte eines Klassikers der Moderne. Frankfurt a.M. [u.a.] 2002.

Rétif, Francoise [u.a.]: Franz Kafka. (Europe 923). Paris 2006.

Rettinger, Michael L.: Kafkas Berichterstatter. Anthropologische Reflexionen zwischen Irritation und Reaktion, Wirklichkeit und Perspektive. Frankfurt a.M. [u.a.] 2003.

Reuß, Roland / Staengle, Peter: K: Beiheft zur Ausstellung Franz Kafka 1883 - 2008 in der Universitätsbibliothek Heidelberg. Heidelberg 2008.

Richter, Helmut: Franz Kafka. Werk und Entwurf. Berlin 1962.
Weitere soziologische Deutung aus marxistischen DDR-Zeiten.

Rieck, Gerhard: Kafka konkret - das Trauma ein Leben. Wiederholungsmotive im Werk als Grundlage einer psychologischen Deutung. Würzburg 1999.
Kafka-Studie des Autors dieser Web-Site. Isolierung und Untersuchung wichtiger Wiederholungsmotive und -strukturen im Werk und Einordnung derselben in einen Gesamtzusammenhang, der mit vorwiegend psychoanalytischen Mitteln hergestellt wird. Inhaltsverzeichnis und Kurzbeschreibung des Buches sowie Zusammenfassungen ausgewählter Kapitel siehe unter "Kafka konkret - das Trauma ein Leben".

Rieck, Gerhard: Franz Kafka und die Literaturwissenschaft. Aufsätze zu einem kafkaesken Verhältnis. Anhang: Ordnung fiktionaler Texte Kafkas nach Texttiteln, Werkausgaben und Datierungen. Würzburg 2002.
In diesen gesammelten Aufsätzen des Autors dieser Web-Site wird zuerst nochmals auf die zahlreichen Hinweise auf das Motiv der "fatalen Dienstmädchenliebe" in Kafkas Leben und Werk eingegangen und anschließend die entscheidende Frage gestellt, warum die meisten Interpreten in der Kafka-Deutung wie die "Katze um den heißen Brei" schleichen und so viele wichtige Textelemente und -strukturen so ausdauernd ignorieren bzw. geringschätzen. Frühe Fassungen von Aufsätzen aus diesem Buch können aus dieser Web-Site heruntergeladen werden (unter Download).

Rieck, Gerhard: Kafkas Rätsel. Fragen und Antworten zu Leben, Werk und Interpretation. Würzburg 2014.
Das Vorurteil: Kafka ist einer der unergründbarsten Autoren der Literaturgeschichte. Sein Werk ist unendlich vielschichtig und von unauflösbarer Rätselhaftigkeit. Das Gegenargument: Kafka ist ein Dichter der Wiederholungen. Die sein gesamtes Werk prägenden, in ihrer Häufigkeit und Auffälligkeit unerwartbaren Wiederholungsmotive und -strukturen erlauben, sorgfältig analysiert, Antworten auf viele wichtige und bisher für unlösbar gehaltene Fragen.

Ries, Wiebrecht: Nietzsche / Kafka. Zur ästhetischen Wahrnehmung der Moderne. Freiburg i.B. 2007.

Ries, Wiebrecht: “Maskeraden des Auslands”. Lektüren zu Franz Kafkas „Process“. Berlin 2011.

Riga, Parzival Lenz-Conrad: Das wissenschaftliche Werk. Authentische Interpretationen zu Franz Kafka sowie eine Pädagogik der Begegnung im Vollzug. Münster/Westf. 2000.

Robert, Marthe: Einsam wie Franz Kafka. Frankfurt a.M. 2002. (Frühere Ausgabe: 1985)
Für die Autorin, eine Psychoanalytikerin, ist die Auseinandersetzung Kafkas mit seinem Judentum und mit seiner damit im Zusammenhang stehenden sozialen Situation zentral für sein Leben und sein Werk und darin zwar nicht explizit abgehandelt (das Wort "Jude" kommt darin praktisch nicht vor), aber dennoch allgegenwärtig.
[Wer von diesem Buch eine psychoanalytische Interpretation erwartet, wird also enttäuscht. Psychoanalyse kommt darin nur in Spuren vor, die angebotenen soziopsychologischen Deutungen können die Wirkung der Kafkaschen Texte aber nicht annähernd erklären.]

Robertson, Ritchie: Franz Kafka. Leben und Schreiben. Darmstadt 2009.

Robertson, Ritchie: Kafka, Judentum, Gesellschaft, Literatur. Stuttgart 1988.

Rohde, Bertram: Und blätterte ein wenig in der Bibel. Studien zu Franz Kafkas Bibellektüre und ihren Auswirkungen auf sein Werk. Würzburg 2002.
Untersuchung der Auseinandersetzung Kafkas mit der Bibel (mit Hilfe von Strukturanalysen und Textvergleichen).

Rolleston, James (Hrsg.): A companion to the works of Franz Kafka. Rochester, NY [u.a.] 2002.

Rothemann, Sabine: "Kleine Mutter mit Krallen" - Franz Kafka und das alte Prag. Betrachtendes Denken und Raumentwurf in der frühen Prosa. Bonn 2008.
Zur Verbindung zwischen den Erzählungen der Sammlung "Betrachtung" und den topographischen Phänomenen Prags.

Rother, Andrea: "Hier muss ich mich festhalten ...". Die Tagebücher von Franz Kafka. Ein literarisches Laboratorium 1909-1923. Berlin 2008.


S          Zurück zur Auswahl A bis Z

Sadr, Hamid: Gesprächszettel an Dora. Aachen 2008.

Sakauchi, Tadashi: Kafka und seine Werke. Eine Interpretation. Paderborn 1998.

Salfellner, Harald: Franz Kafka und Prag. 3., stark erweiterte und überarbeitete Ausgabe. Prag 1998.

Sandberg, Beatrice / Lothe, Jakob (Hrsg.): Franz Kafka. Zur ethischen und ästhetischen Rechtfertigung. Freiburg im Breisgau 2002.

Santorinakis, Michael: Das Manuskript von Kafkas Romanfragment „Der Process“. Versuch einer Interpretation. Heidelberg 2009.

Sareika, Rüdiger (Hrsg.): "Erst im Chor mag eine gewisse Wahrheit liegen ...". Zur Konstruktion von Vielfalt und Fremde im Werk von Franz Kafka. Iserlohn 2003.

Schärf, Christian: Franz Kafka. Poetischer Text und heilige Schrift. Göttingen 2000.

Scherpe, Klaus R. / Wagner, Elisabeth (Hrsg.): Kontinent Kafka. Mosse-Lectures an der Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin 2006.
Bilanz der bewährten Forschungen, in mehreren Aufsätzen bekannter Kafka-Forscher (Berliner Kafka-Vorlesungen).

Scheuer, Hans Jügen [u.a.] (Hrsg.): Kafkas Betrachtung. Lektüren. Frankfurt a.M. [u.a.] 2003.
Enthält die 18 Texte der Textesammlung "Betrachtung" mit Analysen hiezu.

Schiffermüller, Isolde: Franz Kafkas Gesten. Tübingen 2011.

Schiffermüller, Isolde: I romanzi di Kafka. Rom 2008.

Schings, Dietmar: Franz Kafka und der Mann ohne Schatten. "Eiserne Fensterläden" - Kafka und das Kino. Berlin 2004.

Schillemeit, Jost: Kafka-Studien. Göttingen 2004.
Dieser Band versammelt die 1965-1993 erschienenen Studien des Mitherausgebers der Kritischen Kafka-Ausgabe zu Fragen der Edition, der Forschung und der Deutung.

Schlingmann, Carsten: Literaturwissen für Schule und Studium. Franz Kafka. Stuttgart 1995.
Aus der Reclam-Serie "Literaturwissen für Schule und Studium": Zeittafel; Autor und Werk; Interpretationen (alle drei Romane, vierzehn wichtige Erzählungen, "Brief an den Vater"); Literaturhinweise.
Speziell für die Schule geeignet!

Schmidhäuser, Elsbeth: Franz Kafkas Erzählung "In der Strafkolonie". Psychoanalytische und andere Aspekte. In: Jahrbuch der Psychoanalyse 36, 1996, S.178-224.

Schmidhäuser, Elsbeth: Kafka über Kafka. "Der Proceß" gelesen und gesehen. Münster [u.a.] 2000.
Die Autorin behauptet, dass sich Kafka im "Proceß" ebenso versteckt wie bewusst mit der Psychoanalyse auseinandergesetzt und seine profunden Kenntnisse dieser Theorie vor aller Welt geheimgehalten sowie generell sich selbst für homosexuell gehalten hat.

Schmidt, Christopher M.: Interpretation als literaturtheoretisches Problem. Die Möglichkeiten einer Neuorientierung in der Isotopie-Theorie, veranschaulicht anhand von Gregor Samsa in Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung". Frankfurt a.M. [u.a.] 2000.

Schmidt, Friedrich: Text und Interpretation. Zur Deutungsproblematik bei Franz Kafka - dargestellt in einer kritischen Analyse der Türhüterlegende. Würzburg 2007.
Der Autor grenzt sich sowohl gegen seiner Meinung nach apodiktische und dogmatische, außerästhetische Interpretationen ab als auch gegen die vorschnelle These von der Unausdeutbarkeit der Texte Kafkas und bietet einen repräsentativen Überblick über Rezeption und Deutungsansätze der "Türhüterlegende", vor allem auch zu Raum, Gestalt und Inhalt des Gesetzes.

Schmidt, Pavel: f. k. Basel [u.a.] 2006.

Schmidt-Dengler, Wendelin / Winkler, Norbert (Hrsg.): Die Vielfalt in Kafkas Leben und Werk. Furth im Wald 2005.

Schneider, Gesa: Das Andere schreiben. Kafkas fotografische Poetik. Würzburg 2008.
Die Autorin behandelt am Beispiel der Romane, einiger Erzählungen sowie der Briefe an Felice und Milena die Auseinandersetzung Kafkas mit der Fotografie, und zwar in bezug auf das Schreiben über Fotografie als auch auf das Schreiben der Fotografie.

Schoeps, Hans J.: Der vergessene Gott. Franz Kafka und die tragische Position des modernen Juden. Berlin 2006.

Scholz, Ingeborg: Franz Kafka: Der Prozess / Das Schloss / Brief an Max Brod. Interpretation und unterrichtspraktische Vorschläge. Hollfeld 1996.
Speziell für die Schule geeignet!

Scholz, Ingeborg: Franz Kafka: Das Urteil / Ein Hungerkünstler / Vor dem Gesetz / Die Verwandlung / Eine kaiserliche Botschaft / Bericht für die Akademie / In der Strafkolonie. Anmerkungen für eine kritische Behandlung im Unterricht. Hollfeld 2003.
Speziell für die Schule geeignet!

Scholz, Ingeborg: Franz Kafka. Motivik und Sprache in exemplarischen Texten seiner Prosaminiaturen. Mit Radierungen von Jürgen Kiecker. Bonn 2008.

Schur, David M.: The way of oblivion. Heraclitus and Kafka. Cambridge [u.a.] 1998.

Schuster, Matthias: Franz Kafkas Handschrift zum Schloss. Heidelberg 2012.

Schütterle, Annette: Franz Kafkas Oktavhefte. Ein Schreibprozeß als "System des Teilbaues". Freiburg im Breisgau 2002.

Schwarz, Sandra: "Verbannung" als Lebensform. Koordinaten eines literarischen Exils in Franz Kafkas "Trilogie der Einsamkeit". Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte; Bd.88. Tübingen 1996.
Die Verfasserin versucht Kafka aus seinen individuellen und überindividuellen Dispositionen zu erklären und sehr konkret als Dichter des „Exils“ zu sehen.

Schweiggert, Alfons: Kafka in München. Zwischen Leuchten und Finsternis. München 2008.

Schweizer, Frank: Die Bedeutungsindustrie. Eine kritische Einführung in die Unarten der Germanistik. Berlin 2009.

Schweppenhäuser, Hermann (Hrsg.): Benjamin über Kafka. Texte, Briefzeugnisse, Aufzeichnungen. Frankfurt a.M. 1992.

Seiler, Urs: Wege zum Verständnis von Franz Kafka. "Der Process" als Dokument moderner Epik. Berlin [u.a.] 1998.

Sell, Robert: Bewegung und Beugung des Sinns. Zur Poetologie des menschlichen Körpers in den Romanen Franz Kafkas. Stuttgart [u.a.] 2002.
Untersuchung der Beziehung zwischen "Körper" und "Text" bei Kafka ("Begriffe vom Körper"; "Gelesene Körper" und "Erzählte Körper") und Deutung der Erzähltexte als Ausdruck der "Sehnsucht nach dem Lebendigwerden eines Körpers im Text".

Siegel, Elke: Entfernte Freunde. Nietzsche, Freud, Kafka und die Freundschaft der Moderne. Würzburg 2006.

Sokel, Walter Herbert: Franz Kafka. Tragik und Ironie. Zur Struktur seiner Kunst. München/Wien 1964.
Dieses Buch ist auch als Taschenbuchausgabe erschienen (Frankfurt a.M. 1983).
Gesamtdarstellung mit stark tiefenpsychologischem Schwerpunkt. Auch Sokel sieht keinen wesentlichen Unterschied zwischen Leben und dichterischem Werk, hält dieses für eine "verkleidete Autobiographie" und unterscheidet die Tragik der frühen und mittleren Schaffensperiode von der Ironie im Spätwerk. In den Figuren des "reinen Ich" in den Texten sieht Sokel Narzissmus und Größenwahn beschrieben. Thema im Werk ist immer der Kampf zwischen Ich und Autorität. Eine seriöse Deutung müsse immer am Gesamttext ansetzen, weil erst dann die vielen sich wiederholenden Teilmotive verständlich werden.
[Umfangreiche, beispielhafte Gesamtdeutung mit leicht metapsychologischem Einschlag.]

Sokel, Walter Herbert: The myth of power and the self. Essays on Franz Kafka. Detroit 2002.

Sommerfeld, Beate: Kafka-Nachwirkungen in der polnischen Literatur. Unter besonderer Berücksichtigung der achtziger und neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Frankfurt a.M. [u.a.] 2007.

Speirs, Ronald und Sandberg, Beatrice: Franz Kafka. Basingstoke [u.a.] 1997.

Spiegel, Hubert (Hrsg.): Kafkas Sätze. Frankfurt 2009.
73 Autoren, Wissenschaftler und Publizisten stellen ihren Lieblingssatz aus Kafkas Werk vor. Der Band ist ergänzt mit Fotos und Faksimiles.

Stach, Reiner: Ist das Kafka? 99 Fundstücke. Frankfurt a.M. [u.a.] 2012.

Stach, Reiner: Kafkas erotischer Mythos. Eine ästhetische Konstruktion des Weiblichen. Frankfurt a.M. 1987.
Das Weiblichkeitsbild Kafkas, wie es in den Texten zum Ausdruck kommt, wird hier historisch-soziologisch analysiert. Darüber hinaus betont Stach die Vielschichtigkeit (postmodern: die "Rhizomartigkeit") des Werks, der nur mit Methodenvielfalt und Methodenverschränkung beizukommen wäre.
[Scharfsinnige Studie mit viel Sachkenntnis und erfreulich wenig Philosophismus, aber auch mit den für Literaturwissenschaftler typischen und offensichtlich unverzichtbaren Vielschichtigkeits- und Unergründbarkeitsbeteuerungen.]

Steffen, Volker: Kafkas (Un-)Glück. Zur negativen Dialektik des Schreibens. Bielefeld 2010.
Für Volker Steffen enthält Kafkas negative Dialektik des Schreibens die unwiderstehlichste "Anleitung zum Unglücklichsein" der Weltliteratur.

Steffens, Wilko: Schreiben im "Grenzland zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft". Franz Kafkas "Schloß" als "Contact Zone". Bielefeld 2012.

Sterling, Marianne: Die literarische Arbeit Kafkas als spezifischer Ausdruck seines Charakters. Versuch einer Deutung aus dem Blickwinkel der Anti-Psychiatrie. Berlin 2006.
Bereits 1978 als wissenschaftliche Hausarbeit erschienen; wendet sich an interessierte Laien.

Storch, Michael: Franz Kafkas "Ein Landarzt". Die Inversion der Parabel. München 2012.
Die Psychoanalyse Freuds wird für die Interpretation fruchtbar gemacht durch den Nachweis der Traumstruktur von Kafkas Erzählung und durch ihre thematische Anbindung an Freuds Theoriengebäude.

Strathern, Paul: Kafka in 90 minutes. Chicago 2004.

Strejcek, Gerhard: Franz Kafka und die Unfallversicherung. Grenzgänger des Rechts und der Weltliteratur. Wien 2006.

Strelka, Joseph P.: Der Paraboliker Franz Kafka. Tübingen [u.a.] 2001.

Suchoff, David: Kafka´s Jewish Languages. The Hidden Openness of Tradition. Philadelphia 2012.

Sudaka-Bénazéraf, Jacqueline: Franz Kafka. Aspects d´une poétique du regard. Leuven [u.a.] 2000.

Sudaka-Bénazéraf, Jacqueline: Le regard de Franz Kafka. Dessins d´un ecrivain. Paris 2001.

Swanson, Christina Marie: Narrative temporality and the aspect of time in Franz Kafka´s short fiction. Ann Arbor, Mich. 1999.

Szigeti, Imre Jenö: Angst und Ausgeliefertheit bei Franz Kafka. Saarbrücken 2013.
Der Autor ist in seiner Analyse bestrebt, Zusammenhänge zwischen den einzelnen Werken und Figuren aufzudecken und seine Feststellung zu beweisen, dass die Gefühle Angst und Ausgeliefertheit in Franz Kafkas Leben und Werk eine zentrale Rolle spielen.


T          Zurück zur Auswahl A bis Z

Taylor, Thomas Alfred: Der Einzug des Nichts ins Sein. Erkenntnistheoretische und philosophisch-hermeneutische Überlegungen zu Kafkas Roman "Das Schloß". Münster [u.a.] 2000.

Thermann, Jochen: Kafkas Tiere. Marburg 2010.
Der Autor verfolgt einige von Kafkas Tierfiguren auf deren Streifzüge im Denken und in der Sprache.

Thiel, Roger: Anarchitektur. Lektüren zur Architektur-Kritik bei Franz Kafka. Berlin 2011.

Thomassen, Christa: "Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns". Franz Kafkas Romane "Der Prozeß" und "Das Schloß". Mainz 2002.

Tiefenbrun, Ruth: Moment of Torment. An Interpretation of Franz Kafka´s Short Stories. Carbondale/Edwardsville/London/Amsterdam 1973.
Ebenfalls nicht ins Deutsche übertragene, psychologische Deutung, die in Kafkas Leben und Werk latente (nicht notwendigerweise manifeste) Homosexualität als Triebfeder sieht.

Töns, Andreas: "Nur mir gegenübergestellt" - Ich-Fragmente im Figurenfeld. Reduktionsstufen des Doppelgängermotivs in Kafkas Erzählprosa. Bern [u.a.] 1998.


U          Zurück zur Auswahl A bis Z

Uyttersprot, Herman: Eine neue Ordnung der Werke Franz Kafkas? Zur Struktur von "Der Prozeß" und "Amerika". Antwerpen 1957.
Problematisiert die Reihenfolge von Romankapiteln und betont die Absicht des Dichters, seine Texte auf den Tod des Protagonisten hin auszurichten (auch im "Verschollenen"!).

Urzidil, Johannes: Da geht Kafka. München 2004.


V          Zurück zur Auswahl A bis Z

Verbeeck, Ludo: Schloß-Geschichten: Zu Kafkas drittem Romanplan. Eine Diskussion. Eggingen 2007.

Vialatte, Alexandre: Kafka ou l´innocence diabolique. Préf. de Francois Taillandier; avant-propos de Francois Béal et Pierre Vialatte. Paris 1998.

Vietinghoff-Scheel, Alfrun von: Es gibt für Schnee keine Bleibe. Trauma-analoge Literaturdeutungstheorie als Beziehungsanalyse von Text und Leser am Beispiel von Franz Kafkas "Schloß". Dissertation. Frankfurt a.M. 1991.
Psychologische Deutung des Romans "Das Schloß" als Verarbeitung von Traumata des Dichters; mit einem Schwerpunkt auf die Betrachtung der Beziehung zwischen Text und Leser.

Vleeschouwer, Gregory De: Into the White. Kafka and His Metamorphoses. Leuven [u.a.] 2010.

Vogl, Joseph: Ort der Gewalt. Kafkas literarische Ethik. Zürich 2010.
Studie zu den Formen und Inszenierungen von Gewalt in den Texten Kafkas: Gewalt als Herrschaft, als Ausdrucksmoment, als ein Kennzeichen literarischer Sprache etc.

Voigts, Manfred: Kafka und die jüdische Frau. Diskussionen um Erotik und Sexualität im Prager Zionismus. Mit Textmaterialien. Würzburg 2007.
Dokumentiert Breite und Intensität der Diskussion um Frau und Ehe in Kafkas (Voigts zufolge) durchgängig zionistisch orientierten Freundeskreis.

Voigts, Manfred: Geburt und Teufelsdienst. Franz Kafka als Schriftsteller und als Jude. Würzburg 2008.
Der Autor will helfen, die unbegrenzten Möglichkeiten der Interpretation von Kafkas Texten zu verstehen. Kafka wäre ein Extremfall der Germanistik, weil seine Texte angeblich weniger als andere auf eine äußere Realität verweisen. Voigts bringt Kafka in Verbindung mit dem traditionellen Judentum und den Autoren des Talmud.


W          Zurück zur Auswahl A bis Z

Wagenbach, Klaus (Hrsg.): Franz Kafka. Ein Lesebuch mit Bildern. Reinbek 2003.
Speziell für die Schule geeignet!

Wagner, Benno: Der Unversicherbare. Kafkas Protokolle. Siegen 1998 (Habil.-Schrift).

Wagner, Frank D.: Antike Mythen. Kafka und Brecht. Würzburg 2006.
Untersuchung der Bezüge Kafkas und Brechts auf antike Mythen - beide Dichter greifen radikal in die Tradition des Mythenbestands ein - sowie der Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen diesen beiden Autoren diesbezüglich.

Walser, Martin: Beschreibung einer Form. Frankfurt a.M. 1999. (Frühere Ausgabe: München 1961)
Walser besteht auf der scharfen Trennung von "bürgerlicher" und "poetischer" Persönlichkeit des Autors Kafka und hält keinen Sinnbezug auf die empirische Wirklichkeit für möglich. Vollkommene Dichtung darf nicht auf den Dichter verweisen und muss von seiner Biographie unabhängig sein. Das Formale bildet den höchsten Maßstab und die Gegensätze in Kafkas Textwelt stehen einander unvermittelbar gegenüber: die Ordnung der K.s (die ihre Existenz zu behaupten suchen) und die Gegenordnung (die diese Existenz aufheben). Diese Gegensätze sind nicht dialektisch, also nicht zur Synthese fähig, daher gibt es keine Entwicklung, sondern bloß Wiederholungen des Zyklus Existenzbehauptung / Existenzaufhebung.
[Walsers Analyse leidet meiner Ansicht nach an einer der zentralen Illusionen in der Kafka-Deutung: der Trennbarkeit von Leben und Werk (er teilt diese Illusion mit vielen anderen Autoren).]

Wasihun, Betiel: Gewollt - Nicht-Gewollt: Wettkampf bei Kafka. Mit Blick auf Robert Walser und Samuel Beckett. Heidelberg 2010.

Weidacher, Georg Ernst: Elemente des Kafkaesken. Problematische Kommunikationsstrukturen als Ursache einer Leserirritation. Mit einem Vorwort von Hans H. Hiebel. Erlanger Studien, 113. Erlangen [u.a.] 1997.

Weinberg, Kurt: Kafkas Dichtungen. Die Travestien des Mythos. Bern/München 1963.
Der Autor deutet Kafkas Texte als Verschlüsselungen unbewusster, archetypischer religiöser Glaubenstraditionen.
[An Weinberg wird die freizügige Assoziation sowie die Willkür und Skurrilität der hergestellten Zusammenhänge kritisiert.]

Weltsch, Felix: Religion und Humor im Leben und Werk Franz Kafkas. Düsseldorf 2008.

White, John S.: Psyche und Tuberkulose: die Libido-Organisation Franz Kafkas. In: Psyche, Jahrgang XL 1986, Heft 6, Seite 473ff.
Klassische psychoanalytische Studie. Für White trägt Kafka narzisstische Züge, hat seine Mutter internalisiert und richtet die von der Außenwelt erzeugte Frustration gegen dieses einverleibte Objekt, was zur Selbstzerstörung führt. Kafka hat den Tod libidinös besetzt (als Rückkehr in den Mutterleib) und stellt den Eros in den Dienst von Thanatos (dem Todestrieb).
[Whites Arbeit enthält unzweifelhaft stichhaltige Erkenntnisse, daneben aber auch nicht nur viele oberflächliche Deutungen ohne konkrete Detailnachweise in den Texten, sondern auch zahlreiche objektive Falschinformationen - z.B. falsche Daten und Fakten aus dem Lebenslauf Kafkas - , was auf Lieblosigkeit schließen lässt und die Studie deutlich entwertet.]

Wimmer, Gernot: Franz Kafka zwischen Judentum und Christentum. Würzburg 2012.

Wimmer, Gernot: Franz Kafkas Aphorismen und Nachlasserzählungen. Rationalismus und Determinismus. Zur Parodie des christlich-religiösen Mythos. Frankfurt 2009.

Wimmer, Gernot: Franz Kafkas Erzählungen. Rationalismus und Determinismus. Zur Parodie des christlich-religiösen Mythos. Frankfurt a.M. 2007.

Wimmer, Gernot: Franz Kafkas Roman-Trilogie. Rationalismus und Determinismus. Zur Parodie des christlich-religiösen Mythos. Frankfurt a.M. 2007.

Winnen, Angelika: Kafka-Rezeption in der Literatur der DDR. Produktive Lektüren von Anna Seghers, Klaus Schlesinger, Gert Neumann und Wolfgang Hilbig. Würzburg 2006.

Winter, Christian: Angst und Autorschaft. Umrisse einer Physiognomie des zerquälten Schriftstellers am Beispiel Franz Kafka. Marburg 2009.

Wirtz, Irmgard M. (Hrsg.): Kafka verschrieben. Göttingen 2010.
Beiträge verschiedener Autoren zur Frage, ob und wie Kafkas Texte zu Rezepturen für die Literatur und die Literaturwissenschaft der Gegenwart geworden sind. Mit Collagen des Künstlers Pavel Schmidt.

Wolfradt, Jörg: Der Roman bin ich. Schreiben und Schrift in Kafkas "Der Verschollene". Würzburg 1996.

Wood, Michael: Franz Kafka. Tavistock, Devon 2003.


X          Zurück zur Auswahl A bis Z


Y          Zurück zur Auswahl A bis Z


Z          Zurück zur Auswahl A bis Z

Zaccardo, Patricia Eileen: Calibrating difficulty in modernist literature. The space for reading in Djuna Barnes and Franz Kafka. Ann Arbor, Mich. 1998.

Zandvoort, Albert: Kafka. Entfremdung und Schuld in "Der Prozeß" und "Das Schloß". Literarische, philosophische und psychologische Betrachtungen. Saarbrücken 2013.
Problematik der Entfremdung und Schuld in diesen beiden Romanen, im Lichte der von der Existenzphilosophie entwickelten Gedanken.

Zard, Philippe (Hrsg.): Sillage de Kafka. Actes du Colloque Sillage de Kafka organisé à l´Université de Paris-X-Nanterre. Paris 2007.

Zilcosky, John: Kafka´s travels: exoticism, colonialism, and the traffic of writing. New York [u.a.] 2003.

Zimmer, Christina: Leerkörper. Untersuchung zu Franz Kafkas Entwurf einer medialen Lebensform. Würzburg 2006.
Studiert das diffizile, beispiellos verschränkte Verhältnis zwischen dem Menschen und dem Schriftsteller Kafka und sieht den Versuch des Künstlers, eine Lebensform für das postmoderne Subjekt zu entwickeln.

Zimmermann, Hans Dieter (Hrsg.): Nach erneuter Lektüre: Franz Kafkas "Der Prozeß". Würzburg 1992.

Zimmermann, Hans Dieter: Kafka für Fortgeschrittene. München 2004.


Zurück zum Seitenanfang   SEITENANFANG

Zurück zur Startseite   STARTSEITE

 



© Gerhard Rieck 2000 - 2014 (E-Mail: gerhard.rieck@gmx.at)