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Franz Kafka wird am 3.Juli 1883 in
Prag als erstes Kind jüdischer Eltern geboren. Drei Schwestern
(Elli, Valli und Ottla, seine spätere Lieblingsschwester)
folgen, sowie zwei Brüder (Georg und Heinrich), die allerdings
beide im Säuglingsalter sterben. Die Eltern (Julie und Hermann
Kafka) sind vom väterlichen Geschäft (Galanteriewaren) voll in
Anspruch genommen und vernachlässigen ihren kleinen Sohn, der
viel unter dem Einfluss ständig wechselnden und ausschließlich
weiblichen Dienstpersonals steht (Ammen, Dienstmädchen,
Köchinnen, Gouvernanten, Erzieherinnen etc.) und kaum männliche
Bezugspersonen zur Verfügung hat. Der Vater ist ein eher harter
Aufsteigertyp mit cholerischen Neigungen, die Mutter zwar
durchaus liebevoll, aber ganz auf ihren Gatten zentriert. Der
Dichter wird in der Folge fast sein gesamtes Leben in Prag und im
elterlichen Haushalt verbringen, nur in den letzten Jahren
zeitweise und relativ kurz in eigenen Wohnungen, sowie im letzten
Jahr seines Lebens ein halbes Jahr mit seiner Lebensgefährtin
Dora Diamant in Berlin.
Kafka ist von Anfang an von eher
zarter Konstitution, schlank, mäßiger Sportler (am ehesten noch
Schwimmen, Kajak), später wird er Vegetarier. Er erfährt
zunächst eine solide Schulbildung und studiert danach in Prag
Jura. Nach seiner Promotion ist er bei einer Versicherungsanstalt
angestellt, versieht gewissenhaft seinen Dienst, steigt die
Karriereleiter hoch, betrachtet seine Arbeit jedoch immer als
ungeliebten Brotberuf und als Hindernis für seine eigentliche
Mission, das Schreiben. Kafka ist an vielen gesellschaftlichen und kulturellen
Entwicklungen und neuen Strömungen seiner Zeit interessiert und ein
außergewöhnlich scharfer Beobachter (oft kleinster Details), sofern er das so
Erworbene schreibend verarbeiten kann. Denn er lebt vor allem für Literatur und
Kunst, empfindet jede Ablenkung von seinem
"inneren, traumhaften Leben" als störend und entwickelt sich zum introvertierten Einzelgänger. Sein Denken ist sehr anspruchsvoll, nicht
analytisch und nicht intellektuell im herkömmlichen Sinn, aber
auch nicht metaphysisch, mystisch oder esoterisch, sondern eher
lebensphilosophisch. Zunächst atheistisch gesinnt, wendet er
sich später zeitweise dem Judentum (vor allem dem
"Ostjüdischen") zu, jedoch eher im
kulturphilosophischen als im religiösen Sinn. Er bleibt zu allen
Weltanschauungen, Strömungen, Kulturrichtungen und Ideologien
auf Distanz und entwickelt auch ein ausgeprägt ambivalentes
Verhältnis zur aufkommenden Psychoanalyse.
Kafka pflegt immer wieder relativ
intensive Männerfreundschaften, vor allem natürlich die zu
seinem "Lebensfreund" Max Brod (wie er in Prag lebender
Schriftsteller mit Beamtenbrotberuf) sowie zu Oskar Baum, Hugo
Bergmann, Robert Klopstock, Oskar Pollak, Ewald Felix Pribram und
Ernst Weiß sowie - distanzierter - zu Franz Werfel. Sein
Auftreten und seine Sprache sind immer sehr stilvoll, aber nie im
schlechten Sinn prätentiös oder dünkelhaft. Er ist unsicher,
hält sich vor allem später für einen Lebensversager (als
"ewiger Junggeselle" mit seiner Unfähigkeit zur Ehe
fühlt er sich minderwertig), neigt zu Depressionen, zeigt viele
zwanghafte Züge und ist von anderen Menschen (bei denen er meist
beliebt ist, von denen er jedoch als unnahbar empfunden wird)
durch eine Art "gläserne Wand" getrennt.
Seine Frauenbeziehungen sind von
einer auffallenden Scheu vor persönlicher Begegnung und einem
ebenso auffälligen Ekel vor Geschlechtlichkeit geprägt. Die
erste ernsthafte Liebesbeziehung - zu Felice Bauer, einer
leitenden Angestellten aus Berlin, entfernt mit Max Brod
verschwägert - beginnt (nach einer ersten abendlichen Begegnung)
mit einem intensiven Briefwechsel und führt erst nach mehr als
einem halben Jahr zum nächsten Zusammentreffen. In dieser
Beziehung zu Felice ringt Kafka jahrelang mit seiner Ambivalenz,
die ihn zwischen der Sehnsucht nach Bewährung in einem
"normalen" Leben mit Ehe und Kindern einerseits und
seiner als fordernder Mission erlebten Bestimmung zum
ausschließlich für die Literatur Lebenden andererseits zu
zerreißen droht. Nach über fünf Jahren, mehr als 500 Briefen,
etlichen kurzen Begegnungen an wechselnden Orten und nach zwei
Verlobungen endet dieser Kampf mit dem endgültigen,
schmerzlichen Abbruch der Beziehung.
Es folgen eine relativ kurze
Verbindung mit Julie Wohryzek, der Tochter eines jüdischen
Tempeldieners (auch sie scheitert nach einer Verlobung) und die
bekannte Beziehung zu Milena Jesenska, einer (mit Ernst Pollak
verheirateten) aus Prag stammenden und in Wien lebenden
Journalistin. Auch hier steht am Beginn eine kurze abendliche
Begegnung und ein anschließender reger Briefwechsel, und erst
nach ungefähr vier Monaten erfolgt das erste Wiedersehen. Diese
Beziehung währt nicht mehr so lange wie die zu Felice und
scheitert auch an der Unentschlossenheit der Frau. Erst in der
letzten Verbindung, der zur wesentlich jüngeren Dora Diamant
(Tochter eines orthodoxen Juden) im letzten Lebensjahr in Berlin,
erfährt Kafka eine unkompliziertere Liebe, leider schon getrübt
von seinem nun bereits sehr angegriffenen Gesundheitszustand.
Kafka, bei
dem 1917 mit zwei Blutstürzen eine Lungentuberkulose ausbricht, versucht in
seinen letzten Jahren vergeblich, in verschiedenen Land-, Kur- und
Sanatoriumsaufenthalten diese Krankheit zu bekämpfen. Mitte 1922 wird er
ihretwegen pensioniert und stirbt schließlich am 3.Juni 1924 in Kierling bei
Klosterneuburg in der Nähe von Wien an ihren Folgen.
*
Seine literarische Bestimmung
fühlt Kafka schon in der Schulzeit. Seine Vorbilder sind
zunächst vor allem Flaubert, Kleist, Dostojewski und Grillparzer
(denen er sich auch in ihrem Junggesellentum nahe fühlt) sowie
Hebbel und Goethe. Für deren Autobiographien interessiert er
sich oft mehr als für ihre literarischen Texte. Nach einigen
experimentellen Texten seiner Frühzeit entwickelt Kafka als
Folge seines literarischen Schlüsselerlebnisses - der in einer
einzigen euphorisch durchgeschriebenen Nacht erfolgten Abfassung
der Erzählung "Das Urteil" - einen eigenen,
unverwechselbaren Stil.
Typisch für diesen sind die
Differenz zwischen der oft eher unterkühlten Präsentation von
vordergründig realitätsgerechten Szenen einerseits und ihrer
eigentlichen irrealen, grotesken Ungeheuerlichkeit auf der
anderen Seite - das "Kafkaeske" bzw. die Struktur des
Traumhaften. Die Sprache ist relativ einfach und unprätentiös,
dabei aber sehr kunstvoll, prägnant und von unaufdringlicher
Originalität, niemals manieristisch oder überladen. Scheinbar
nebensächliche Details werden oft überbetont,
Naturschilderungen bleiben aus, Emotionen werden abgeschwächt
und sowohl weiche Romantizismen als auch harter Realismus
konsequent vermieden.
Auffällig an den Texten Kafkas
ist - jedenfalls in der Zusammenschau - die zum Teil extreme
Wiederholung von Elementen, Motiven und Strukturen. Erst in der
Deutung dieses Phänomens lässt sich das ganze Ausmaß der (wenn
auch oft unbewusst geübten) Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit
dieser Texte ermessen sowie die enge und bis in die Details
gehende (von weiten Teilen der Literaturwissenschaft allerdings
bis heute geleugnete) Beziehung zwischen Leben und Werk. Diese
Konkordanz ist auch die Folge der von Kafka gezielt gewählten
Schreibweise, welche den Durchgriff des Unbewussten bei
weitgehender Ausschaltung der bewussten Einflussnahme und Zensur
gewährleistet: Schreiben in chronisch übermüdetem Zustand,
ohne vorgefasstem Konzept, assoziativ und sozusagen "ins
Blaue hinein" (vor allem in den Romanen mit ihrem offenen
Ende), mit oft mehreren Anläufen (Fragmenten, Varianten) und
unter tunlichster Vermeidung von Selbstauslegung.
In den Romanen und den meisten
Erzählungen kreist Kafka immer wieder um die Themen des
Ausgeschlossen-Seins aus der Gemeinschaft und den (immer
vergeblichen) Kampf um die Eingliederung. Der Erzählerstandpunkt
liegt auf eigentümliche Weise weder im Protagonisten noch von
ihm deutlich distanziert; die Figuren sind nicht wirklich
intensiv charakterisiert, durchlaufen kaum eine Entwicklung,
tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden wieder darin; es
kommt praktisch nie Gefühlswärme auf und Humor entsteht immer
aus feiner, sehr stilvoller stiller Ironie (und bleibt im Hals
stecken); Grausamkeit ist selten plakativ und immer vorwiegend
seelischer Natur; die Handlung ist entweder relativ
unspektakulär und stark an Bewährung im einfachen Leben
orientiert (in den Romanen) oder sehr wohl spektakulär, aber auf
herabgespielte Weise (in vielen Erzählungen); und zwischen den
Figuren bleibt letztlich immer eine tiefe Kluft des gegenseitigen
Missverständnisses.
Zu Lebzeiten war Kafka nur in
eingeweihten Kreisen literarisch anerkannt und hatte nur wenig
veröffentlicht (z.B. keinen einzigen seiner drei Romane). Er
fühlte wohl den problematischen Seelenhintergrund seiner Texte
und stand ihnen oft sehr kritisch gegenüber, mit geradezu
perfektionistischem Anspruch. Er wünschte sich die Vernichtung
seines Nachlasses nach seinem Tod, doch sein Freund Max Brod
weigerte sich Gott sei Dank, diesem Wunsch nachzukommen.
Die rätselhafte und
"kafkaeske" Natur seiner Texte hat die Sinn- und
Bedeutungssuche in ihnen von jeher extrem frustriert. Nach vielen
als vergeblich anzusehenden Versuchen, seine Werke der
persönlichen philosophischen Orientierung des jeweiligen
Interpreten unterzuordnen, hat man Kafka schließlich zum
unergründbaren Autor par excellence erklärt und die
Kafka-Interpretation endgültig in eine Sackgasse manövriert.
Unter dem Vorwand, "einsinnige Deutung" entschärfe die
Brisanz eines Werks, wurde die eigentliche Entschärfung durch
Leugnung einer verbindlichen Deutungsmöglichkeit betrieben.
Doch eine solche Vorgangsweise war
nur möglich, weil man viele der sich permanent wiederholenden
(also wesentlichen) Motive in Kafkas Werk systematisch
geringgeschätzt oder aber überhaupt nicht wahrgenommen hat,
darunter vor allem diejenigen erfreulich konkreten, die sich also
der von der Literaturwissenschaft viel zu oft geübten
Überabstrahierung am standhaftesten widersetzen. In meinem
Interpretationsansatz ("Kafka konkret - das Trauma ein Leben") versuche ich diese
vernachlässigten, aber Kafkas Texte sowohl quantitativ als auch
qualitativ dominierenden Motive einerseits zu isolieren (dieser
Teil meiner Arbeit kann Objektivität beanspruchen, weil sowohl
die Motive als auch ihre Dominanz nachweisbar sind) und
andererseits in einen Gesamtzusammenhang zu bringen (dieser Teil
ist vom angewandten Deutungsinstrument - in meinem Fall die
Psychoanalyse - abhängig, seine Objektivität daher zu
diskutieren).
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Hier werden wichtige Daten aus
Kafkas Leben chronologisch aufgelistet, und zwar aus den
Bereichen
Leben und Familie (Schriftart:
Arial)
Literatur (Schriftart: Arial Kursiv)
Ausbildung und Beruf
(Schriftart: Garamond)
Reisen, Kur- und Urlaubsaufenthalte (Schriftart: Garamond
Kursiv)
Beziehungen zu
Frauen (Schriftart: Courier)
Freundschaften, Bekanntschaften mit Männern (Schriftart:
Courier Kursiv)
Quellen:
Roger Hermes [u.a.]; Franz Kafka. Eine Chronik. Verlag Klaus
Wagenbach. Berlin 1999.
Klaus Wagenbach; Franz Kafka mit Selbstzeugnissen und
Bilddokumenten. Rowohlt Taschenbuch Verlag. Reinbek 1964.
| 1883 |
3.7. |
Geburt
in Prag (Eltern: Hermann und Julie Kafka) |
| |
bis
5/1885 |
Wohnung
Ecke Karpfengasse/Engegasse (später Maiselgasse) |
| |
10.7. |
Beschneidung |
| 1884 |
|
|
| 1885 |
5
bis 12 |
Wohnung
Wenzelsplatz 56 |
| |
11.9. |
Geburt
des Bruders Georg |
| |
12
(bis 6/1887) |
Wohnung
Geistgasse 27 |
| 1886 |
15.12. |
Tod
des Bruders Georg (Masern) |
| 1887 |
6
(bis 8/1888) |
Wohnung
Niklasstraße 6 |
| |
27.9. |
Geburt
des Bruders Heinrich |
| 1888 |
10.4. |
Tod
des Bruders Heinrich (Meningitis) |
| |
8
(bis 5/1889) |
Wohnung
im "Sixt"-Haus Zeltnergasse 2 |
| 1889 |
6
(bis 9/1896) |
Wohnung
im Haus "Minuta" Altstädter Ring 2 |
| |
9
(bis Mitte 1893) |
Deutsche Volks- und Bürgerschule (Mitschüler
u.a. Hugo Bergmann) |
| |
22.9. |
Geburt
der Schwester Gabriele (=Elli) |
| 1890 |
25.9. |
Geburt
der Schwester Valerie (=Valli) |
| 1891 |
|
|
| 1892 |
29.10. |
Geburt
der Schwester Ottilie (=Ottla) |
| 1893 |
9
(bis 7/1901) |
Staats-Gymnasium in Prag-Altstadt (Mitschüler
u.a. Hugo Bergmann, Camill Gibian, Hugo Hecht, Rudolf
Illovy, Paul Kisch, Oskar Pollak, Ewald Felix Pribram,
Emil Utitz)
Freundschaft
mit Hugo Bergmann |
| 1894 |
|
|
| 1895 |
|
|
| 1896 |
13.6. |
Bar-Mizwa
(= "jüdische Konfirmation") |
| |
9
(bis 6/1907) |
Wohnung
im Haus "Zu den drei Königen" Zeltnergasse 3
(mit einem Fenster in die Teinkirche und einem
Gassenzimmer für Kafka) |
| 1897 |
|
|
| 1898 |
|
|
| 1899 |
|
Beginn der Freundschaften mit Oskar
Pollak und Ewald Felix Pribram, Kontakte mit
Deutsch-Nationalismus, Zionismus und Sozialismus (für
den sich Kafka begeistert) |
| 1900 |
bis
ca. 1902 |
Erzieherin
Elvira Sterk im Haushalt |
| 1901 |
5,
7 |
Abiturprüfungen |
| |
28.7.
- 27.8. |
Erste größere Reise (nach Helgoland
und Norderney) |
| |
10
(bis 6/1906) |
Studium an der k.k. deutschen
Karl-Ferdinands-Universität zu Prag (meist an der
juristischen Fakultät) |
| 1902 |
1.10.
(bis 10/1903) |
Gouvernante
Anna Pouzarova im Haushalt |
| |
23.10. |
Kafka lernt Max Brod kennen |
| |
20.12. |
Kafka
schreibt in einem Brief an Oskar Pollak den frühesten
überlieferten literarischen Text ("Geschichte vom
schamhaften Langen und vom Unredlichen in seinem
Herzen") |
| 1903 |
|
Kafka
arbeitet vermutlich an einem nicht überlieferten Roman
(mit den Protagonisten Johannes und Beate),
vermutlicher
Beginn der Freundschaft mit Felix Weltsch |
| |
Sommer |
Kafka hat sein offenbar erstes
sexuelles Erlebnis mit einem Ladenmädchen aus der
Zeltnergasse (in einem Hotel) |
| 1904 |
Sommer,
Herbst |
Kafka
arbeitet an der Erzählung "Beschreibung eines
Kampfes" (darin enthalten auch möglicherweise schon
1902 entstandene Texte) |
| |
Herbst |
Beginn der Freundschaft mit Oskar
Baum |
| 1905 |
7,
8 |
Sanatoriumsaufenthalt in Zuckmantel |
| |
7,
8 |
In Zuckmantel Liebesbeziehung zu einer
Frau |
| |
nach
8 |
Beginn
der Arbeit an der Erzählung
"Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande" |
| 1906 |
18.6. |
Promotion zum Doktor der Rechte |
| |
11.10.
- 30.9.1907 |
Gerichtspraktikum beim Strafgericht |
| 1907 |
20.6.
(bis 11/1913) |
Wohnung
im Haus "Zum Schiff" Niklasstraße 36 |
| |
1.10.
- 15.7.1908 |
Anstellung in der Prager Filiale der
Versicherungsgesellschaft "Assicurazioni
Generali" |
| 1908 |
30.7.
(bis 1922) |
Eintritt in die
"Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das
Königreich Böhmen in Prag" (AUVA) |
| |
1908/1909 |
Kafka lernt Franz Werfel kennen |
| 1909 |
4.
- 14.9. |
Urlaubsreise nach Riva |
| 1910 |
8.
- 17.10. |
Reise nach Paris mit Max und Otto Brod |
| |
27.11. |
Hochzeit
der Schwester Elli mit Karl Hermann |
| 1911 |
ab
ca. |
Marie
Werner im Haushalt |
| |
26.8.
- 13.9. |
Reise nach Paris mit Max Brod |
| |
24.9.
(bis 21.1.1912) |
Gastspiel einer ostjüdischen
Theatertruppe aus Lemberg in Prag, Freundschaft mit dem
Schauspieler Jizchak Löwy und anderen
Ensemblemitgliedern |
| |
1911/1912 |
Beginn
der Arbeit an der später verworfenen ersten Fassung des
Romans "Der Verschollene" (=
"Amerika") |
| 1912 |
28.6.
- 6.7. |
Ferienreise über Leipzig nach Weimar,
mit Max Brod |
| |
13.8. |
Erste Begegnung mit Felice Bauer,
bei Max Brod |
| |
20.9: |
Beginn der Korrespondenz mit Felice
Bauer (bis inkl. 1917 mehr als 500 Briefe) |
| |
22./23.9. |
Kafka
schreibt in einer Nacht die Erzählung "Das
Urteil" |
| |
10
(bis 1/1913) |
Kafka
schreibt am Roman "Der Verschollene" |
| |
17.11.
- 6.12. |
Kafka
schreibt die Erzählung "Die Verwandlung" |
| |
10.12. |
Kafkas
erstes Buch erscheint: "Betrachtung", im Verlag
Ernst Rowohlt |
| 1913 |
12.1. |
Hochzeit
der Schwester Valli mit Josef Pollak |
| |
22.
- 24.3. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin |
| |
10.
- 12.5. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin |
| |
ca.
24.5. |
"Der
Heizer" erscheint im Kurt Wolff Verlag |
| |
28.6. |
Beginn der Freundschaft mit Ernst
Weiß |
| |
14.9.
- 12.10. |
Urlaubsreise durch Oberitalien und
Sanatoriumsaufenthalt in Riva,
Kafka lernt
kurz Gertrud Wasner kennen und lieben ("die
Schweizerin") |
| |
10/11 |
Wohnung
im "Oppelt-Haus" Altstädter Ring 6 (heute 5) |
| |
8.
- 9.11. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin |
| 1914 |
27.2.
- 1.3. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin |
| |
12.,
13.4. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin; erste Verlobung |
| |
1. - 5.5. |
Zusammentreffen mit
Felice Bauer, in Prag |
| |
30.5.
- 2.6. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin; Offizielle Verlobungsfeier |
| |
11.
- 13.7. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Berlin; Auflösung der ersten Verlobung |
| |
11.8.
(bis 1/1915) |
Kafka
schreibt seinen Roman "Der Proceß", die
Erzählung "In der Strafkolonie" und arbeitet
am Roman "Der Verschollene" weiter |
| |
9
(bis 9.2.1915) |
Kafka
übersiedelt in Ellis Wohnung Nerudagasse 48 |
| 1915 |
23.,
24.1. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Bodenbach |
| |
10.2.
- 1.3. |
Kafka
wohnt als Untermieter in der Bilekgasse 10 |
| |
15.3.
(bis 28.2.1917) |
Kafka
zieht in das Haus "Zum goldenen Hecht"
Langegasse 18 (heute 16) |
| |
22.
- 24.5. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
der Böhmischen Schweiz |
| |
6/7 |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Karlsbad |
| |
12 |
"Die
Verwandlung" erscheint im Kurt Wolff Verlag |
| 1916 |
2.
- 13.7. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Marienbad; zweite Verlobung |
| |
10/11 |
"Das
Urteil" erscheint im Kurt Wolff Verlag |
| |
ca.
24.11. (bis 4/1917) |
Kafka
schreibt abends in der Alchimistengasse 22,
Kafka arbeitet an den Erzählungen des Bandes
"Ein Landarzt" |
| |
10.
- 12.11. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
München |
| 1917 |
2.3.
- 31.8. |
Kafka
übersiedelt in eine Wohnung im Schönborn-Palais |
| |
ca.
9.7. - 19.7. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Prag (und Reise mit ihr nach Ungarn) |
| |
12./13.8.,
13./14.8. |
Kafka
erleidet jeweils in der Nacht einen Lungenblutsturz und
erkrankt in der Folge an Lungentuberkulose |
| |
12.9.
(bis 30.4.1918) |
Kafka
in Zürau bei seiner Schwester Ottla |
| |
20.,
21.9. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Zürau |
| |
25.
- 27.12. |
Zusammentreffen mit Felice Bauer, in
Prag; Auflösung der zweiten Verlobung
Ende der Beziehung zu Felice Bauer |
| 1918 |
30.4. |
Rückkehr
nach Prag in die Wohnung seiner Eltern am Altstädter
Ring |
| 1919 |
ca.
2 |
Kafka lernt in Schelesen Julie
Wohryzek (Tochter eines Tempeldieners) kennen |
| |
ab
ca. 4 |
Gespräche mit Gustav Janouch, dem
Sohn eines Kollegen |
| |
ca.
Mitte 9 |
Verlobung mit Julie Wohryzek |
| |
11 |
Kafka
schreibt in Schelesen den "Brief an den Vater" |
| 1920 |
ca.
3 |
Erste Begegnung mit Milena
Jesenska, in einem Prager Kaffeehaus |
| |
3.4.
- 28.6. |
Kuraufenthalt in Meran,
Beginn der
Korrespondenz mit Milena Jesenska |
| |
4/5 |
Erzählband
"Ein Landarzt" erscheint im Kurt Wolff Verlag |
| |
29.6.
- 4.7. |
Zusammentreffen mit Milena Jesenska,
in Wien |
| |
15.7. |
Hochzeit
der Schwester Ottla mit Josef David |
| |
14.,
15.8. |
Zweites Zusammentreffen mit Milena
Jesenska, in Gmünd |
| |
18.12.
(bis 26.8.1921) |
Kuraufenthalt in Matliary in der
Slowakei, |
| |
|
Ende der Beziehung zu Julie
Wohryzek |
| 1921 |
|
Beginn der Freundschaft mit dem
Arzt Robert Klopstock |
| |
|
Ende der Beziehung zu Milena
Jesenska |
| 1922 |
ca.
1 (bis ca. 9) |
Beginn
der Arbeit am Roman "Das Schloß" |
| |
25.6.
- 18.9. |
Kafka in Plana an der Luschnitz bei
Ottla |
| |
30.6. |
Erlass der AUVA zur Pensionierung
Kafkas mit 1.7. |
| 1923 |
5.7.
- 9.8. |
Reise nach Berlin und ins Ostseebad
Müritz,
Kafka
lernt am 13.7. Dora Diamant kennen |
| |
24.9.
(bis 17.3.1924) |
Kafka lebt mit Dora Diamant in
Berlin |
| 1924 |
17.3. |
Rückkehr
nach Prag |
| |
ab
5.4. |
Kafka in Sanatorien in
Niederösterreich und in der Wiener Universitätsklinik |
| |
3.6. |
Kafka
stirbt gegen Mittag im Sanatorium Kierling bei Wien an
den Folgen seiner Tuberkulose |
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© Gerhard Rieck 2000 - 2012
(E-Mail: gerhard.rieck@gmx.at)
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