Restaurant w Bar w Tanzstadl

                                          Gewerbepark 14    -     8510 Stainz

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Die Höllerhansl-Bar ist in der Holtestöll der erste Treffpunkt für unsere Gäste. Lassen Sie sich von unserem geschulten Personal verwöhnen.

 

          

 

 

Johann Reinbacher, der „Höllerhansl“

(1866 – 1935)

Wurde am 8.12.1866 in Dörfl geboren. Übersiedelte 1870 mit seine Eltern nach Rainbach auf das Anwesen vulgo „Höller“. Besuchte damals wahrscheinlich die Grundschule in Reinbach.

Aus seinen Kinderjahren wird darüber berichtet, dass es zusammen mit seinem jüngeren Bruder Peter das Vieh gehütet habe. Dabei soll er fast leidenschaftlich Bücher gelesen haben. Und man erzählt sich, das er oft in Arznei- und Kräuterbücher geblättert habe .Ebenso habe er auch Erbauungsliteratur, Gebetbücher und Heiligengeschichten gelesen.

Weiter wird vermutet, dass er zwischen 1880 und 1890 das Schneiderhandwerk erlernte.

Bei seinem Klostereintritt 1890 i den Orden der Karmeliter in Graz gab er seinen und seines Vaters Beruf Schneider an. Doch für das Klosterleben schien er nicht geboren zu sein und so meldete es sich im Feber 1891 von Graz ab und zog wieder in die Weststeiermark.

Danach liegen keine Berichte über seine Person auf. Nach einiger Zeit begann er mit dem Bau der Grotte. An seiner Vision, eine Kapelle zu bauen, arbeitete er immer wieder. Und dass er ein frommer Mann war, musste man anerkennen. 1892 soll mit der Unterstützung seines Vaters der erste kleinere Bau entstanden sein. Ob das die Kapelle war, die in den zwanziger Jahren abgebildet war, ist nicht gewiss. Der richtige Kapellenbau ist dokumentarisch erst 1901 zu finden.

Aber auch als Gastwirt und Greisler erlebte der Höllerhansl so manch stürmische Jahre. 1911 heiratete er in St. Stefan ob Stainz die Witwe Cäcilia Bruchmann. Sie war eine ausgezeichnete Managerin des späteren Naturheilers. „Cilli“ hatte aus erster Ehe drei Kinder. Nach dem Tod ihres ersten Mannes schickte sie einmal Grüße an den Höllerhansl, die erwidert wurden. Es war eine glückliche Ehe, blieb aber kinderlos.

Auch als Soldat bewährte sich der Höllerhansl und wurde im April 1917 mit dem „Eisernen Verdienstkreuz“ ausgezeichnet.

 

Der Naturheiler

Die medizinischen Methoden des Höllerhansl waren einfach und entsprachen dem, wie Bauerndoktoren, vorgingen. Die Diagnosen und Arzneien kamen aus überlieferter Tradition und Erfahrungsmedizin.

Das was ihn berühmt machte war die „Harnschau“. Das „Flascherl“ mit dem die Patienten zu ihm pilgerten, machte ihn zum „Urindoktor“.

Die andere Seite seines Ruhmes war der gepriesene Tee. Dieser wurde tagsüber in großen Kesseln gekocht. Dieser Tee wurde dann abgeseiht und in einen Holzbottich geleert. Von dort wurde er in die mitgebrachten Flaschen abgefüllt, wobei noch, je nach dem Leiden der Patienten, verschiedenste alkoholische Auszüge der Destillate aus pflanzlichen Drogen dazu kamen.

Aber nicht nur der Tee wurde verordnet auch andere volksmedizinische Heilmethoden, die in keinem Buch standen, sondern nur mündlich überliefert wurden, hat der Höllerhansl angewandt.

Es gäbe noch eine große Anzahl an Heilanwendungen und Heilmethoden aufzuzählen, aber das „Flascherl“ und der „Höllerhansl“ sind unwiderruflich im Volksmund verankert. Auch der Stainzer Flascherlzug stammt namentlich aus dieser Zeit. Damals kamen die Leute aus nah und fern mit dem „Urinflascherl“, um zum Wunderheiler zu wandern.

Der Stainzer Flascherlzug der Neuzeit hält die Tradition dieser Epoche hoch, - nur heute sucht dort der Gast sein Freizeitvergnügen und die Flascherln mit dem weit über die Grenzen bekannten Stainzer Schilcher.

Eines ist aber gewiss, der Wunderdoktor Höllerhansl wird weiter in aller Munde bleiben, die in der Gegend von Stainz Erholung und Urlaub machen.

 

 
Ritter's Holtestöll, Gewerbepark 14, A-8510 Stainz, Tel. 03463/69566, Fax. DW 14
Stand: 13. August 2003