Zeit - Zitate
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Gott schuf die Zeit. Von Eile hat er nichts gesagt. (aus Tirol)

Zeit ist Geld!
Das kann schon sein,
aber Zeit ist besser!

Time is Honey! ( Erwin Heller)

Slow down - do less - be more ! ( Ed Elkin )

Wer keine Zeit für seine Gesundheit aufwendet,
wird eines Tages viel Zeit für seine Krankheiten aufwenden müssen!

Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt:
einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein. 
(China)

"Mir hat mal wer gesagt, die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.
Ich moechte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefaehrte ist,
der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert,
jeden Moment zu geniessen. Denn er wird nicht wiederkommen.
Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig, als die Art, wie wir gelebt haben."
( Cpt. Picard - Star Trek 7 )

Je schneller man in die falsche Richtung hastet, umso länger wird es dauern, wieder auf den richtigen Kurs zu kommen, wenn man überhaupt das Glück hat, noch genügend Zeit dafür zu haben! ( Brad McCormick )

DIE ZEIT IST PLATZREIF
Der Kurs endet mit einer einfachen Platzreifeprüfung.
Folgende Kriterien sind dabei ausschlaggebend:
* Kenntnisse über die wichtigsten Golfregeln
* Das richtige Verhalten am Golfplatz
* Sicherheit am Golfplatz
*Schnelles Spiel
(aus einer Werbung für Golf vom 21.4.99)

Weshalb ist das Vergnügen an der Langsamkeit verschwunden? Ach, wo sind sie, die Flaneure von einst? Wo sind sie, die faulen Burschen der Volkslieder, diese Vagabunden, die gemächlich von einer Mühle zur anderen zogen und unter freiem Himmel schliefen? Sind sie mit den Feldwegen, den Wiesen und den Lichtungen, mit der Natur verschwunden? Ein tschechisches Sprichwort beschreibt ihren süßen Müßiggang mit einer Metapher: sie schauen dem lieben Gott ins Fenster. Wer dem lieben Gott ins Fenster schaut, langweilt sich nicht; er ist glücklich. In unserer Welt ist der Müßiggang zur Untätigkeit geworden, und das ist etwas ganz anderes: der Untätige ist frustriert, er langweilt sich, ist beständig auf der Suche nach der Bewegung, die ihm fehlt. ( Kundera, Milan: Die Langsamkeit )

EU-Kommission: Von der Zeit zum Arbeiten zur Zeit zum Leben

Zu den herausragendsten Merkmalen der modernen IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) zählt ihr gewaltiges Potential zur schnellen Übertragung digitaler Informationen. Dies eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten für eine flexiblere Produktion und schnelleres Reagieren auf Nachfrageänderungen. In einigen Dienstleistungssektoren ist die Reaktionsgeschwindigkeit mittlerweile zu einem wesentlichen Bestandteil des Wirtschaftswerts geworden. Anderen Bereichen wiederum brachte die durch digitale Kommunikation geförderte Interaktivität völlig neue Geschäftsmöglichkeiten. Zeit wird auch benötigt, um das Humankapital zu entwickeln bzw. das Qualifikationsniveau zu erhalten, den Arbeitnehmern muß mehr Zeit für Umschulungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Mehr denn je ist der Rohstoff Zeit zu einem entscheidenden und knappen Produktionsfaktor geworden.

Leider weist der Faktor Zeit jedoch keines der den Produktionsfaktoren traditionell zugeschriebenen Merkmale auf. Zeit läßt sich nicht akkumulieren; man kann sie nicht im wirklichen Sinne sparen. Einmal aufgewendete Zeit ist für immer verloren. Das erklärt, warum im Gegensatz zur einfach nachvollziehbaren "rational- wirtschaftlichen" Ansicht, daß die Menschen davon profitieren werden, wenn die Zeit am Arbeitsplatz oder zu Hause effizienter genutzt wird, da ihnen jede gesparte Minute mehr Produktion bzw. mehr Konsum ermöglicht, gleichzeitig immer mehr Anzeichen durchaus auf ein "Zeit-Paradoxon" hindeuten: Während in der Tat mehr Zeit zur Verfügung steht, die Menschen länger leben und kürzere Zeit arbeiten, entsteht zunehmend der Eindruck, daß Zeit knapper wird und den Menschen Zwänge auferlegt.

Zweifellos tragen die neuen IKT wesentlich zu diesem Paradoxon bei. Die traditionellen Muster der Zeitnutzung - sei es bei Arbeit oder Erholung, bei Produktion oder Konsum - werden laufend in Frage gestellt, was grundsätzliche Herausforderungen an die Gesellschaft, die Wirtschaftstätigkeit und jeden einzelnen stellt.

( Europäische Kommission, GD Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen und soziale Angelegenheiten: Eine europäische Informationsgesellschaft für alle, 1977)

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Was wir brauchen, ist mehr Muße!

 

Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen. Technik und Tempo haben die Geruhsamkeit, mit der uns die Bilder der Vergangenheit gelassen anblickten, immer mehr abgelöst. Wir haben uns daran gewöhnt oder lernen müssen, in Terminen zu denken und geschickt balancierend am Minutenzeiger zu hängen. Fällt es uns nicht manchmal schwer, mit der Garderobe die "Gesinnung" zu wechseln, "abzuschalten" und auf andere Gedanken als das Geldverdienen zu kommen?

Wirklich - über jeder Tür, durch die wir wann und wo immer auch gehen, sollte die Mahnung stehen: "Nimm dir mehr Zeit!" Nimm dir Zeit, die strapazierten Nerven auch mal zu entspannen, den ermüdeten Geist zwischendurch wieder zu beleben und das Schöne des Lebens bewußter zu genießen! So schwer ist das gar nicht, sagen wir, bei einer anregenden Tasse guten Tees mit einem Freund, einer Freundin, der eigenen Frau, dem eigenen Mann oder aber auch mit sich selbst zu plaudern. Wir haben's fast verlernt.
Wie wohl täte jedem von uns solch eine "glückliche Stunde", uns mehr Muße zu gönnen und so beschwingt bei Kräften zu bleiben. Bitte, nicht nur abends, nein, auch tagsüber! Die Arbeit läuft einem nicht weg, aber wir könnten ja viel leichter Schritt mit ihr halten, wenn wir es verstünden, sie heiteren Sinnes zu meistern und unseren Mitmenschen stets höflich zu begegnen. Worauf es ankommt, ist, auch den Alltag freundlicher, seine Wechselfälle optimistischer zu sehen.
Ich sagte "Tee", und ich sagte es hier wohlbegründet. Einem jahrtausendealten chinesischen Sprichwort nach sind die Eigenschaften des Tees die Tugenden seiner Freunde. Er vermittelt durch seine vornehm-gelassene Atmosphäre jene beglückende Freundschaft, welche den so bekömmlichen, weil gesunden Genuß stets gewinnbringend sein lässt.
Kenner behaupten, Tee "zwinge" zur Besinnlichkeit, ohne daß wir uns deswegen Zwang antun müßten. Das ist nun mal das Charakteristische und prägt durch sein Zeremoniell den persönlichen Lebensstil. Allerdings will Tee, um so ganz auf seinen Geschmack zu kommen, mit Liebe zubereitet, mit Aufmerksamkeit serviert und mit Andacht genossen werden. Damit beginnt nämlich bereits das "Abschalten" vom Alltäglichen, öffnet sich jene Welt, in die wir von Zeit zu Zeit so gerne fliehen, um zu uns selbst zu kommen.
Es kostet ja so wenig, sich täglich wenigstens einmal die Freude zu bereiten, aufzuatmen und - glücklich zu sein: so wie es uns die goldenen Regeln der Teezubereitung seit Jahrtausenden immer wieder neu lehren. Dann werden wir auch die nötige Muße finden, die uns heute durchwegs überall fehlt. ...

Andrew Demmer in "Das Teeblatt", Ausgabe Herbst 2000

Kalt-gebrauter Tee aus den ultra-hektischen USA

Consumers want instant everything

Life in the fast lane is getting faster. We're ready to pay whatever it takes for products that save us time

Caroline E. Mayer

No time to boil water? No problem - Lipton now sells a tea bag that lets you brew iced tea with cold water. ...

Increasingly, Americans have no time to wait for anything. They want to make life in the fast lane even faster.

Americans "can't abide slowness," said David Shi, president of Furman University in Greenville, South Carolina, and a cultural historian who has written books and articles about the United States' inability to slow down.
"Waiting has become an intolerable circumstance. We get on an elevator and immediately rush to close the door button for fear of waiting 10 seconds . Technology has helped create products designed to save time: fax machines, express checkout lines, speed dialing, remote controls, overnight mail delivery, e-mail. But in saving time, these products are making us even more impatient." ...

Why the haste? Erik Gordon, director of MBA programs at the University of Florida's Warrington College of Business, said: "It's because we think we lack time, and because we are conditioned to instant every thing. Televisions used to have tubes and take time to warm up. Telephones used to have slower rotary dials. Then they got touch pads. Then they got auto-dialers. Web pages used to be a miracle in themselves. Now if it takes 10 seconds to load, we abandon them."

Some experts are blaming the Internet for America's growing impatience. "Expectations from our online experiences spill over into the real world, and we just don't have patience," said Anne Brumbaugh, assistant professor of marketing at Wake Forest University's Babcock Graduate School of Management.
...
Of course, Lipton's Cold Brew tea meets a demand, Luttmann said. "We talked to a lot of consumers who all said they loved freshly brewed iced tea, but didn't want to do it themselves. They didn't want to spend the time boiling water."

Cold Brew was an instant success when it came on to the market last year. Sales already account for 5.5 percent of the tea-bag market, not far behind the 6.9 percent market share held by the more established Tetley brand. ...

Washington Post / Consumers want instant everything / Caroline E. Mayer
( The Guardian Weekly 18-1-2001, page 33 )

slfood.GIF (1369 Byte)Slow Food - Manifest

Internationale Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss

Die Industriegesellschaft hat zuerst die Maschine erfunden und nach ihr das Leben modelliert. Mechanische Geschwindigkeit und rasende Beschleunigung werden zur Fessel des Lebens. Wir sind alle von einem Virus befallen. " Fast Life"! Unsere Lebensformen sind umgestürzt, unser häusliches Dasein betroffen - nichts kann sich der "Fast-Food Bewegung" entziehen.

Aber der homo sapiens muß sich von einer ihn vernichtenden Beschleunigung befreien und zu einer ihm gemäßen Lebensführung zurückkehren. Es geht darum, das Geruhsame, Sinnliche, gegen die universelle Bedrohung durch das "Fast-Life" zu verteidigen - gegen diejenigen, und sie sind noch die schweigende Mehrheit, die die Effizienz mit Hektik verwechseln, setzen wir den Bazillus des Genusses und der Gemütlichkeit, welcher sich in einer geruhsamen und ausgedehnten Lebensfreude manifestiert.

Wir beginnen sogleich mit dem "Slow Food Programm": Zu Tisch! Gegen die Verflachung des "Fast Food" setzen wir den Reichtum der Geschmäcker aller regionalen Küchen. Wenn das "Fast Life" im Namen der Produktivität unser Leben kastriert, Menschen und Umwelt bedroht, so muß die "Slow Food Bewegung" die entsprechende Antwort einer neuen Avantgarde sein. In der Entwicklung des Geschmacks hier und jetzt und nicht in der Verkümmerung ruht der Keim einer neuen Kultur, der Beginn eines neuen, wirklichen Fortschritts, die weltweite Veränderung der Geschichte, des Bewußtseins und der autonomen Lebensführung.

Die "Slow Food - Bewegung" versucht, die Zukunft der Menschheit mitzugestalten. Die "Slow Food - Idee" bedarf einer breiten, qualifizierten Unterstützung, um unter dem Zeichen der Langsamkeit eine internationale Bewegung zu formieren.

Kontaktmöglichkeiten: ->Slow Food Deutschland  und  ->Slow Food International

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