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 Links & Tipps

Meine Link-Sammlung zur österreichischen Geschichte

Wie ich auch im Abschnitt "Eigene Projekte" ausführlich dargestellt habe, bin ich seit geraumer "Editor" für den Bereich World/Deutsch/Regional/Österreich/Gesellschaft/Geschichte des Open Directory Project. Mittlerweile habe ich über 100 links zu meinem Bereich gesammelt (oder besser: er-jagt) . Wenngleich ich noch lange nicht "fertig" bin, kann ich diese Sammlung nun doch schon zur öffentlichen Benutzung empfehlen. Weiters darf ich alle fachlich Interessierten Benutzer bitten, Ihren Beitrag zu diesem Projekt zu leisten. Sei es durch Empfehlung von passenden Seiten, sei es sonstige konstruktive Beiträge. Es ist selbstverständlich auch möglich, direkt ins Verzeichnis einen url einzutragen.

Österreichische Historikerkommission

In den vergangenen Jahren war die Webseite der Österreichischen Historikerkommission eine optisch wie auch inhaltlich relativ blasse Sache. Die künfigen Historiker des Internets werden gewiss demaleinmalenst genug Anlass finden, über das ultra-konservative Konzept dieser Seite zu forschen: über Jahre hindurch keine Aktualisierungen! Kein Mitgliederbereich! Weder ein Forum noch sonst ein ein einziges interaktives Element! Nicht einmal die tägliche Presse-Schau wurde dort verwertet.

Wenigstens die Inhalts-Leere ist nun (nach dem Vorliegen der Berichte) vorbei! Sämtliche Ergebnisse - immerhin rund 14.000 Seiten - können nun als *.pdf-Datei heruntergeladen werden.

Eine Historikerin und vier Historiker im Netz

Meine Zeitgeschichte-Seite http://zeitgeschichte.holzbauer.net hat viel weniger "Konkurrenz", als ich mir wünschen würde. Angesichts der Tatsache, dass die institutionalisierte österreichische Geschichtsforschung der offensichtlich als lästig empfundenen Pflicht zur Präsenz im Netz mehr oder weniger lustlos nachkommt, erstaunt mich die Tatsache, dass sich nur wenige "jüngere" Historikerinnen und Historiker selbst im Web präsentieren. Ausser mir (und ich gehöre ja - biologisch gesehen - gar nicht zu den jungen) tut dies seit geraumer Zeit etwa der Wiener Zeithistoriker Walter Mentzel und der Grazer Wolfram Dornik mit seiner Seite "zeit.ge.schichte.n". Nach einem "relaunch" präsentiert sich die Seite seit Anfang 2003 auch optisch höchst professionell. Der Webmaster stellt unter anderem seine Dissertation über "zeitgeschichte und internet: der nationalsozialismus und der holocaust in (österreichischen) erinnerungsorten des internet" vor. Daneben sei Dornik hier insbesonders als eifriger Link-Jäger empfohlen.

Weiters zu empfehlen ist der Web-Auftritt des Wiener Historikers und Philosophen Ingo Zechner (der unter anderem sein Brot als Historiker der "Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde für NS-Opfer in und aus Österreich" verdient.

Seit Anfang 2003 bereichert die Seite der Wiener Sozialhistorikerin Gudrun Hopf die österreichische Szene. Ihre Forschungsschwerpunkte sind vor allem die Themen Behinderung und Gesellschaft, Konstruktionen von Normalität und Abweichung, Norm und Praxis. "Mein Zugang ist historisch-anthropologisch, mein zeitlicher Schwerpunkt liegt im 19. und frühen 20. Jahrhundert". Neben inhaltlichen und biographischen Informationen erfahren wir einiges zum Thema "Computer und Netz". Gudrun Hopf ist eine äußerst ansprechende, übersichtliche und informative Seite gelungen. Hochachtung bringe ich (als schlampiger dreamweaver mx-Verwender) der webmistress auch dafür entgegen, die Seite per editor zu erstellen. Das Internet wäre viel schöner, wenn es mehr solcher Seiten gäbe!

Weitere Österreichische Zeitgeschichte-Links

Graz ist auch die Heimat einer Initiative namens eForum Zeitgeschichte. Dieses versteht sich als elektronische Fachzeitschrift, oder wie es auch heißt: e-Journal. Aktualisierungen erfolgen vierteljährlich (was meiner Meinung nach nicht ganz die Vorzüge des Mediums Internet auszuschöpfen scheint). Das Projekt ist optisch recht hübsch gestaltet. Inhaltlich muss es wohl noch wachsen, aber das kommt ohnehin mit der Zeit.

Ausserdem gibt es eine Reihe von regional orientierten Projekten, wie etwa Ernst Langthalers Netzwerk für Regionalstudien, welches ein explizit regionalwissenschaftliches Konzept verfolgt.

Nicht unerwähnt bleiben kann hier das Zeitgeschichte-Informations-System (ZIS) der Universität Innsbruck bleiben, welches ich an anderer Stelle kurz und treffend dem Internet-Urgestein zugerechnet habe. Ein weiteres inhaltliches Dick-Schiff mit starker zeitgeschichtlicher Schlagseite ist auch das Wiener "Demokratiezentrum".

In der Mitte des Landes (in Braunau) hält Andreas Maislinger (der Initator der "Braunauer-Zeitgeschichte-Tage") mit seiner eigenen Seite www.maislinger.net und mit jener des Braunauer Haus der Verantwortung die Stellung.

Ganz im Westen, in Vorarlberg widmet sich seit 20 Jahren die Johann-August-Malin-Gesellschaft der Erforschung der Zeitgeschichte, was die (regional ?) verdrängten Themen Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus einschließt (was man dort offensichtlich betonen muß). Die vorbildliche Webseite bietet auch ein online-Lexikon "Verfolgung und Widerstand in Vorarlberg 1933-1945".

Zwar ist Albert Ottenbacher weder Österreicher (sondern Münchner), noch Zeithistoriker (sondern Kunsthistoriker). Dennoch soll sein Web-Auftritt hier ausdrücklich empfohlen sein. Zahlreiche seiner Artikel haben eindeutig einen Bezug auf die Geschichte Österreichs:eine Biographie der Ethnologin Eugenie Goldstern, ein Aufsatz über die "Kinder von der Seegasse", "ein Ausflug in den Wienerwald", "das Ende einer Luftfahrt". Aber: seht doch selbst!

Nachkriegsjustiz in Österreich

Seit März 2002 ist eine Website online, welche sich mit der gerichtlichen Ahndung national-sozialistischer Gewaltverbrechen in Österreich nach 1945 beschäftigt. Zwischen 1945 und 1955 wurden gegen 137.000 mutmaßliche Täterinnen und Täter Verfahren vor den Volksgerichtshöfen eingeleitet - rund 10 % davon endeten mit Verurteilungen. Seit 1956 gab es nur noch rund 20 Prozesse gegen NS-Verbrecher. Das Projekt www.nachkriegsjustiz.at wird von der "Forschungsstelle Nachkriegsjustiz" betrieben, welche seit 1998 wissenschaftlich tätig ist.

Neben Informationen zu NS-Verbrechen bietet die WebSite Hilfe bei der Auffindung von Gerichtsakten sowie Hinweise auf Veranstaltungen und Projekte an.

Themenportal Photographie

Seit März 2003 präsentiert historicum.net ein neues (kunstgeschichtliches) Themenportal "Photographie", das sich langfristig zu einem Kommunikationsknotenpunkt für Forschungen zur
Geschichte der Photographie entwickeln soll.
Ziel ist es ein gemeinsames Forum für alle Wissenschaftler im Bereich der Photographie zu schaffen. Die Konzeption (wie auch für die künftige Betreuung) ist der Münchner Kunsthistorikerin Birgit Jooss zu danken. Sicher haben damit auch alle photo-interessierten Zeit-Historiker/innen einen Link, den sie hin und wieder besuchen sollten.

ÖNB-Bildarchiv

Mit dem Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek ist seit Juli 2001 die grösste Bild-Dokumentation des Landes online. In den verschiedenen Beständen gibt es rund 1,5 Millionen verschieden Illustrationen, welche nun "on demand" digitalisiert werden sollen. Für Freunde der Photographie besonders empfohlen: die Dia-Shows der Ausstellungen, etwa mit den Photos von Harry Weber.

Der Nürnberger Prozess

Seit 2001 ist die Internetausstellung "Der Nürnberger Prozess gegen die Haupt-kriegsverbrecher (20. November 1945-1. Oktober 1946)" online. Sie wurde von der Stiftung Topographie des Terrors in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv und dem Londoner Imperial War Museum erarbeitet.

Die Ausstellung informiert über Hintergrund, die Zielsetzung und die Bedeutung des Nürnberger Prozesses und gibt einen Überblick über den Verfahrensverlauf bis zum Urteilsspruch am 1. Oktober 1946. Am Beispiel von fünf Angeklagten beleuchtet sie exemplarisch die Verantwortungs-träger des NS-Regimes und die von ihnen verübten Verbrechen: Hermann Göring, Reichsluftfahrt-minister und zweiter Mann im NS-Staat, Ernst Kaltenbrunner, seit 1943 Chef des Reichssicher-heitshauptamtes, Hans Frank, Generalgouverneur von Polen, Fritz Sauckel, Reichsbevoll-mächtigter für den Arbeitseinsatz und Arthur Seyss-Inquart, Reichskommissar für die Niederlande.

Bild- und Tondokumente (Originaltöne, Kommentare, Fotos) ergänzen die biographischen Angaben und inhaltlichen Erläuterungen und lassen die Atmosphäre des internationalen Prozesses erahnen.

Umfassendes Dokumentationsmaterial stellt die "Harvard Law School Library" unter dem Titel "Nuremberg Trials Project. A digital document collection" zur Verfügung. Ob wohl wirklich nach und nach 1 Million Dokumente ins Netz kommen werden? Lästig: die Seite funktioniert nicht mit alternativen Browsern.

Chronik der Mauer

Deutschland gedenkt im August 2001 des 40. Jahrestages der Errichtung der sogenannten "Berliner Mauer". Dazu gibt es nicht nur mehrere Zeitungs- und Zeitschriftenartikel (empfohlen z.B.: Der Spiegel), sondern auch das Web-Projekt Chronik der Mauer. Hinter dem ambitionierten Projekt steht die deutsche Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschland-Radio. Die Erarbeitung der Inhalte erfolgte durch das Zentrum fuer Zeithistorische Forschung Potsdam.

Zur Verfügung steht eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten (teilweise zum ersten Mall veröffentlicht), z.B. das Journal der Volkspolizei Ostberlin. Zu hören gibt es einschlägige und spektakuläre O-Töne von Walter Ulbricht, Konrad Adenauer, Willy Brandt, J.F. Kennedy u.a. sowie die ersten Reportagen über die entstehende Mauer von RIAS-Berlin-Reportern, aber auch Beiträge und Kommentare aus dem DDR-Rundfunk. Orientierungspunkt bildet eine Zeitleiste vom 15.06.1961 bis 24.08.1961, in der die Tagesereignisse kurz beschrieben und durch Dokumentationsmaterial begleitet werden. Literaturhinweise, Film- und Linklisten bieten die Möglichkeit zu weiterführenden Recherchen.

Die Seite kann allen zeithistorisch interessierten Menschen empfohlen werden, zumal es ja leider ohnehin viel zu selten vorkommt, dass historische Themen derart im Internet präsentiert werden.

Alte Schriften

Wer das Handwerk des Historikers lernt, wird früher oder später mit den sogenannten historischen Hilfswissenschaften konfrontiert, unter denen etwa die folgenden erwähnt seien: die Sphragistik (Siegelkunde), die Epigraphik (Lehre von den Inschriften), die Heraldik (die Wappenkunde), die nicht zuletzt die Paläographik (die Lehre von den alten Schriften). Wer sich dann später auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts spezialisiert, kann das dabei erworbene Wissen meist kaum anwenden.

Dabei hat auch das 20. Jahrhundert Schriften hervorgebracht, die für manche Historiker heute nicht mehr zu entziffern sind. Unter den Handschriften ist das etwa die in Österreich "Kurrent" genannte "Deutsche Schreibschrift", deren wichtigste Variante nach ihrem Schöpfer "Sütterlin" heisst. Ohne Zweifel bringt es einen deutlichen Erkenntnis-Gewinn, Texte zu verstehen, die in einer solchen Schrift geschrieben sind:

Abgeschafft wurde die Schrift übrigens per Erlass im Jahr 1941 durch die Nazis. Sie fanden, dass sie zu "jüdisch" aussieht.

Anlässlich der Abschrift einer Kartei habe ich begonnen, die Schrift zu erlernen. Dabei habe ich bemerkt, dass es im Internet zahlreiche Ressourcen dafür gibt, hauptsächlich im Umkreis der "German studies" amerikanischer Universitäten. Auch die deutsche Seite von Peter Dörling ist der Sütterlin-Schrift gewidmet - dort gibt es gar einen Lese-Kurs.

Oben abgebildete Schrift ist das Werk des amerikanischen Professors Don Becker. Sie kann als PC- oder Mac-Font hier heruntergeladen werden. Auch auf der von mir sehr geschätzten Font-Seite www.fontasy.de gibt es einen font namens "Sütterlin". Ansonsten findet man mit Hilfe einer Suchmaschine einschlägiges, etwa mit Google oder Wisenut.

Ein Tagebuch als Quelle zur Alltags-Geschichte des NS-Staates

Ein Herr Michael Gartner hat vor Jahren zwei Taschenkalender (aus den Jahren 1938 und 1941) gefunden, welche von einer Hausfrau aus Mauer bei Wien als Tagebücher benutzt wurden. Er hat diese transkribiert und im Internet unter der Adresse www.tagebuch.suite.at veröffentlicht. Leider gibt es in Österreich kein vergleichbares Projekt zum "Kollektiven Gedächtnis" des Deutschen Museums Berlin, meint Gartner, der sich eine Vernetzung mit ähnlichen Projekten wünscht. Für den Hinweis auf das Tagebuch sei Kollegin Lappin gedankt.

Reichsfluchtsteuer

Im Zuge der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der nationalsozialistischen Herrschaft wird immer deutlicher, dass die bestehenden Verwaltungsstrukturen als Instrument der Unterdrückung eingesetzt wurden und letzten Endes an der Umsetzung des Holocaust mitgewirkt haben. Wie ich bereits in meinem Beitrag über die VUGESTA (Verwertungsstelle für jüdisches Umzugsgut der Gestapo) erwähnt habe, wurden insbesonders die steuerlichen Zwangsmaßnahmen gegen Juden als Instrumente der nationalsozialistischen Umverteilungspolitik eingesetzt.

Dennoch hat sich die historische Forschung bisher kaum mit dem Thema Finanzverwaltung und nationalsozialistische Steuergesetzgebung beschäftigt. Eine erwähnenswerte Ausnahme stellt das web-Projekt www.reichsfluchtsteuer.de dar, welches wir Kerstin und Frank Wolf aus Berlin zu danken haben. Darüberhinaus sieht das Forschungsprojekt seine Aufgabe auch im Bereich der biographischen Forschung, bei der Steuersteckbriefe eine wesentlichen Quelle darstellen. Angesichts des doch ernsten Themas ist wohl durchaus zu tolerieren, dass die optische Umsetzung des Projekts ein wenig trocken scheint. Für diejenigen, die der Inhalt mehr interessiert als "infotainment", kann die Site aber durchaus empfohlen werden.

Nachrichten aus aller Welt

In Österreich, wo ich lebe, beschäftigt sich die Zeitgeschichte vor allem mit dem eigenen Land. Dessen Vergangenheit (auch: seine nationalsozialistische Phase) bietet ja auch reichlich Gelegenheit dazu. Auch die hiesige Publizistik bietet dazu nicht wirklich ein Gegengewicht. Vor allem die Probleme anderer Kontinente sind weitgehend aus dem Diskurs ausgeblendet. Das mag verschiedene Ursachen haben, wie etwa die fehlende koloniale Vergangenheit. Es bieten sich jedoch genug Möglichkeiten, eine allzu provinzielle Sichtweise zu überwinden. Eine davon ist die vorzügliche Zeitschrift Le monde diplomatique. Keine Angst, es gibt sie auch auf deutsch.

Aus der sehr zutreffenden Eigenwerbung: Le Monde diplomatique bietet den Leserinnen und Lesern zuverlässig aktuelle Nachrichten sowie Hintergrundanalysen über die wichtigsten Entwicklungen in der Welt; dabei werden alle Dimensionen beleuchtet: die politische, die wirtschaftliche, die ökologische, die soziale sowie die kulturelle. Gegen das Einheitsdenken und den Konformismus der Positionen entwickelt Le Monde diplomatique eine Kultur des "Gegen-Denkens". Dabei beteiligt sich die Zeitung kontinuierlich und intensiv an der Suche nach realen Lösungsansätzen für diesen krisengeschüttelten Planeten. Empfohlen!
Weltkugel

NACHRICHTEN für HISTORIKER

Seit ich diese Seite betreue, vergeht praktisch kein Tag, an dem ich nicht Tobias Bergs "Nachrichtendienst für Historiker" zu Rate ziehe. Seiner täglichen Presse-Schau verdanke ich viele der Hinweise auf diesen Seiten sowie die traurige Einsicht, dass selbst Österreichs bessere Printmedien in punkto historischer Berichterstattung meilenweit hinter den internationalen Qualiätszeitungen zurückliegen. Biis dahin kann ich nur empfehlen, die internationale Online-Presse zu Rate zu ziehen, etwa die die New York Times, die Neue Zürcher Zeitung, die Berliner Welt und die Münchener Süddeutsche Zeitung.

 

www.historiker.de

Das Fritz-Bauer-Institut und die Cinematographie des Holocaust

Das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt am Main, welches den Untertitel "Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust" führt, betreibt eine Website, welche (meiner Meinung nach) derart empfehlenwert ist, dass deren Adresse in die bookmarks jedes zeitgeschichtlichen interessierten Menschen gehört. Unbedingt ansehen: die Rezensionen.

Seit 1992 arbeiten Filmhistoriker, Filmarchivare und Holocaust-Forscher im Rahmen des Projekts Cinematographie des Holocaust an der Erschließung und Dokumentation des Zentralbestands von Filmen zur Geschichte und Wirkung des Holocaust. Seit November 2000 ist als Ergebnis dieses Projekts eine Datenbank von über 1.000 Filmen im Netz abzufragen. Die Zeitgeschichte ist ja im wesentlichen auf schriftliche Quellen fixiert. Für die "Aufarbeitung der kinematographischen Überlieferung" besteht noch immer beträchtlicher Aufholbedarf. Hier ein Artikel über das Projekt in der "Welt".

Nebenbei eine Bemerkung: bei der Verwendung von Filmen wird bei weitem nicht so sauber zitiert wie bei der Erstellung von Texten. Im ORF-Dokumentarfilm "Kunstraub" von Eva-Maria Berger, den ich im übrigen (etwa wegen der Verwendung von Orginalmaterial) für sehr gelungen halte, kamen auch Bilder aus Polen und nachgedrehte Szenen zur Verwendung, ohne dass dies dem flüchtigen Betrachter zur Kenntnis gebracht wurde.

KUNST und Kunstraub: body missing

In meinem Bereich "web watch" weise ich derzeit auf das Projekt "body missing" der kandischen Künstlerin Vera Frenkel hin, welches das zentrale Projekt des NS-Kunstraubes, Hitlers "Linzer Führermuseum", zum Inhalt hat.

www.shoa.de

ist der Titel eines deutschen Website-Projekts, welche einen kompakten Überblick über Nationalsozialismus und Holocaust und Antisemitismus biete. "Nebst der Vermittlung von sachlich prägnanten Informationen für ein breites Publikum versteht sich shoa.de auch als Prävention gegen revisionistische und pseudo-wissenschaftliche Desinformation im Internet." In zahlreichen prägnanten Aufsätzen zu Themen, Opfern und Helden sowie zu den Tätern ist die Seite als Nachschlagewerk durchaus geeignet. Recht brauchbar zum Thema sind die Hinweise auf Links und Literatur. Ausserdem ist die Seite grafisch sehr gut gemacht. www.shoa.de ist weite Verbreitung zu wünschen.

SCHWEIZ und der Holocaust

Eine der besten Seiten, die ich in den letzten Jahren zum Thema Holocaust gefunden habe, war Bruno Giussani´s Seite "Switzerland and the Holocaust Assets". Seit Juli 2001 wird die Seite nicht mehr aktualisiert - aus historischen Gründen ist das Projekt aber noch immer sehenswert.

Switzerland and the Holocaust Assets

 

 

 

 

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inhalt und form und ©: robert holzbauer. Zuletzt geändert 2003-10-26