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Zwar hatte ich keinerlei Anlass, über Bewegungsmangel zu klagen. Aber es war nicht so, dass ich "Freizeitsport" betrieben habe. Der Großteil meines Trainings bestand darin, die knapp 30 km zu meinem Arbeitsplatz mit dem Fahrrad zurückzulegen. Weil ich praktisch am Waldrand wohne, habe ich auch hin und wieder einen Waldlauf unternommen. Auf diese Art konnte ich ein Trainingspensum absolvieren wie andere Amateur-Radsportler auch: rund 7.000 km, also kaum mehr als im Jahr 2000. Der Zeit dafür war ein Geschenk, weil ich mir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel erspart habe. Eigentlich sehe ich nichts Außergewöhnliches darin. Ganz im Gegensatz zu manchen Medien: am 11. Juni 2001 berichtete die österreichische Tageszeitung "KURIER" über meine Gewohnheit. Hier ist dieser Artikel. Folgeerscheinungen davon waren drei Interviews für Radio Wien sowie ein Beitrag für die Fernsehsendung "Willkommen Österreich" (ORF2). Seltsam, was die Öffentlichkeit interessiert!?
"Ich finde,
´Super-Randonneur´ klingt toller, als es ist." (Tim
Holzbauer, damals 9 Jahre alt).
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Klaus Bäumel (für uns randonneurs d´Autriche: monsieur le president) meldete am 27. Juli 2001, dass er London-Edinburgh-London (1416 km!) überstanden hat. Von insgesamt 97 Stunden und 20 Minuten hat er 12 Std. geschlafen, 15 auf Kontrollpunkten (z.T. für Nahrungsaufnahme) verbraucht sowie eine weitere für die Behebung diverser Defekte aufgewendet. Die restliche Zeit ist er gefahren, gefahren.... Gratulation, Klaus!
Andrea Caranti, Radfahrer und Mathematiker an der Universität Trient, betreut seit Jahren die - meiner Meinung nach - beste Radfahrerseite Europas: die Trento Bike Pages. Ich führe mir sie allerdings nicht allzu oft zu Gemüte, weil dies heftige Anwandlungen von Fernweh nach sich zieht. Die Trento Bike Pages bringen Tipps für Radtouren in allen Himmelsrichtungen, allerdings mit dem klaren Schwerpunkt Europa. In einer anderen Weltgegend hingegen ist Jan Boonstra rad gefahren. Seine homepage beschreibt Radtouren in Japan, Südostasien, Australien und Neuseeland. Ausserdem hat er eine wunderschöne Sammlung von Fahrrad-Grafiken (GIFs) zusammengestellt.
Ich bin ja in modischen Fragen ein eher bescheidener Mensch, sieht man vielleicht von einer Vorliebe für Beinkleider des Hauses Cerruti und einem leicht erhöhten Qualitätsbewusstsein in punkto Schuhwerk einmal ab. Aber es ist ja grundvernünftig, Maß-Schuhe zu tragen, schliesslich halten sie ja zehnmal so lang. Zu den ganz wenigen Extravaganzen, die ich mir erlaube, gehört das Tragen von Radklamotten der Marke Pearl Izumi. Alles andere aus Lycra mag ja mehr oder weniger gleich sein.Was immer eine Radhose gekostet haben mag, ist Dir egal, wenn Du sie erst nach 300 oder 417 km am Tag ausziehst! Gleichfalls aus Amerika kommt die einzig denkmögliche Alternative, nämlich die Firma Bouré, welche im Eigentum des Mountainbike-Urgesteins Ned Overend steht. Ein besonderes Service von Bouré: Maßanfertigung!
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