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MÜCKEN
Bauernregel: "Tanzen im Jänner die Mucken, muß der Bauer um Futter gucken..."

Vermehrung - Entwicklung - Ernährung - Anatomie - Verbreitung - Bedeutung für den Menschen - Besonderheiten

Wußten Sie, daß...

Vermehrung:
- in Mitteleuropa bereits im Februar die ersten Mücken fliegen? Es sind dies die "Wintermücken" (Trichocera hiemalis, 6-7 mm groß). Die Männchen dieser Art "tanzen" in den ersten warmen Sonnenstrahlen und locken damit die Weibchen an...

- eine Mückenart (Psorophora confinnis) die kürzeste Entwicklungszeit hat? Es dauert nur ca. eine Woche vom frischgelegten Ei bis zum wieder eierlegenden Weibchen...

- bestrahlte Mücken eingesetzt werden, um "normale" dieser Gattung auszurotten? Bestrahlte Individuen paaren sich mit "normalen" und können doch keine Nachkommen hervorbringen. Wird dieser Vorgang öfters wiederholt, werden sich kaum zwei "fruchtbare" Partner mehr finden...

- ein sattes Stechmücken-Weibchen zwischen 100 und 300 Eier in Tümpeln, Regenwassertonnen - ja sogar in die mit Wasser gefüllten Vertiefungen eines zusammengeknüllten Plastiksackes - ablegt, die sich innerhalb weniger Tage zu stechfreudigen Jung-Weibchen entwickeln? Decken Sie daher alle Wasserbehälter in Ihrem Garten etc. ab!

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Entwicklung:
- in Mitteleuropa bereits im Februar die ersten Mücken fliegen? Es sind dies die "Wintermücken" (Trichocera hiemalis, 6-7 mm groß). Die Männchen dieser Art "tanzen" in den ersten warmen Sonnenstrahlen und locken damit die Weibchen an...

- eine Mückenart (Psorophora confinnis) die kürzeste Entwicklungszeit hat? Es dauert nur ca. eine Woche vom frischgelegten Ei bis zum wieder eierlegenden Weibchen...

- bestrahlte Mücken eingesetzt werden, um "normale" dieser Gattung auszurotten? Bestrahlte Individuen paaren sich mit "normalen" und können doch keine Nachkommen hervorbringen. Wird dieser Vorgang öfters wiederholt, werden sich kaum zwei "fruchtbare" Partner mehr finden...

- durch Genmanipulation an Anopheles-Mücken versucht wurde, diese - und damit das Malaria-Fieber - auszurotten? Der Versuch gelang bereits im Jahre 2000, musste aber wieder abgebrochen werden, weil die in die Natur entlassenen, genmanipulierten Anophelesmücken schon nach vier (und manchmal auch mehr) Generationen diese veränderten Gene wieder verloren... PS: Bis in die mittleren 40-er-Jahre des 20. Jahrhunderts war die Malaria auch in Wien ein Übel...

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Ernährung:
- es Moskitos der Art "Malaya" gibt, die an Ameisenstraßen lauernd warten, bis eine Ameise vorbeikommt und dieser dann das mühsam gesammelte Nahrungsstückchen aus den Kiefern stiehlt?

- in Mitteleuropa bereits im Februar die ersten Mücken fliegen? Es sind dies die "Wintermücken" (Trichocera hiemalis, 6-7 mm groß). Die Männchen dieser Art "tanzen" in den ersten warmen Sonnenstrahlen und locken damit die Weibchen an...

- die jede Larve der Gallmücke täglich bis zu 80 Blattläuse aussaugt? Nach fünf derartigen Freßorgien kann dann bereits die Verpuppung einsetzen.

- in der Londoner U-Bahn eine "eigene" Mücken-Art lebt? Ehemals von Menschen- und Vögelblut lebend, musste sie sich auf Rattenblut "umstellen" - und kann sich auch nicht mehr mit den oberirdischen Stechmücken paaren...

- die Männchen der uns lästigen Stechmücken kein Blut saugen? Sie leben von Pflanzensäften oder benötigen in ihrem kurzen Leben gar keine Nahrung...

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Anatomie:
- Mücken der Art Forcipomyia (Gnitze) eine Flügelschlag-Frequenz von über 1.040 Schlägen pro Sekunde haben?

- eine einzelne, mitteleuropäische (Stech-)Mücke (in Ostösterreich "Gelse" genannt), ca. 2 mg (Milligramm) wiegt?

- Zuckmücken (Chironomidae) ziemlich temperaturunempfindlich sind? Temperaturen von bis zu plus 104 Grad Celsius und bis zu minus 190 Grad Celsius (beides im Versuchslabor) überstehen die Tiere ohne sichtbare Schäden...

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Verbreitung:
- bei uns in Mitteleuropa über 8.000 Arten von "Zweiflüglern" bekannt und beschrieben sind? Insgesamt, so wird geschätzt, gibt es weltweit über 100.000 Arten!

- alleine in der Schweiz ca. 6.100 Fliegen- und Mückenarten leben? Vor kurzem wurden nahe Zürich 20 bisher unbekannte Arten entdeckt.

- die Larve der Zuckmücke Sergentia koschowi bis in Wassertiefen von über 1300 Metern vordringt? Im Baikalsee/Sibirien wurden in dieser Tiefe diese Larven gefangen...

- ab dem Jahre 1862 Malariamücken daran "schuld" sind, daß auf der Insel Maui (Hawaii) viele Arten der dort lebenden Vögel ausstarben? 1862 brachten englische Matrosen die Malariamücken - unbewußt - auf die Insel: in ihren Trinkfässern, die sie in den Flüssen Maui's ausspülten...

- in der Londoner U-Bahn eine "eigene" Mücken-Art lebt? Ehemals von Menschen- und Vögelblut lebend, musste sie sich auf Rattenblut "umstellen" - und kann sich auch nicht mehr mit den oberirdischen Stechmücken paaren...

- (durch die Erderwärmung ?) Malaria tropica verbreitende Mücken (der Gattung Anopheles) bis Mitteleuropa vordringen könnten? Was das bedeutet, kann man sich leicht ausmalen...

- das in den obigen Zeilen beschriebene bereits im Jahr 2013 eingetroffen ist? Im Nordwest- bzw. Mittelwest-deutschem Raum wurden Exemplare der "Asiatischen Buschmücke" entdeckt! Diese Art kann z. B. das West-Nil-Virus übertragen...

- in Österreich 39 Stechmückenarten leben? Durch die Erderwärmung kommen aber 'sozusagen ständig' weitere, tropische Arten in unser schönes Land...

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Bedeutung für uns:
- aus Afrika zurückkehrende Zugvögel im Frühjahr 2002 ein Virus nach Wien/Ö brachten, das fast die gesamte Amselpopulation auslöschte? Die Zugvögel wurden in ihrem Überwinterungsort von Stechmücken angefallen, die das Usutu-Virus übertrugen... (Hinweis: Amsel = heimischer Singvogel)

- das - für die Menschheit gefährlichste Tier die Anopheles-Mücke (Malaria-Überträger) ist? Es wird angenommen, daß die Hälfte aller Todesfälle seit der Frühzeit des Menschen auf deren Konto geht. Ca. 2 Mio. Menschen - die meisten davon Kinder (alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria!)- sterben auch noch heutzutage jährlich an der Malaria-Erkrankung (der Erreger ist ein Einzeller - Plasmodium falciparum).

- eine weitere "gefährliche" Mücke in Südamerika lebt? Es handelt sich um eine Sandmücken-Art, die auch Menschen sticht und dabei den Erreger (ein Einzeller) der Leishmania-Krankheit überträgt. Leishmania-Wunden heilen sehr schlecht ab, der Erreger "frisst" sich durch das Muskelfleisch bis zum Knochen durch. Auch der Knochen wird, neben Leber und Milz, angegriffen. Durch die Erderwärmung (wird angenommen) treten diese Mücken bereits in Mitteleuropa auf...

- einer der Lieblingssgerüche der "Fiebermücken" (Malaria!) der menschliche Fußschweißgeruch ist? Ein ähnlicher Geruchsstoff ist in "Limburger Käse" enthalten, der extrahiert und in Zukunft als Mückenfalle/Lockstoff in den tropischen Ländern eingesetzt wird.

- bestrahlte Mücken eingesetzt werden, um "normale" dieser Gattung auszurotten? Bestrahlte Individuen paaren sich mit "normalen" und können doch keine Nachkommen hervorbringen. Wird dieser Vorgang öfters wiederholt, werden sich kaum zwei "fruchtbare" Partner mehr finden...

- bestimmte Mückenarten "Schuld" daran haben, das pro Jahr ca. 300 bis 500 Millionen Menschen eine Klinik aufsuchen müss(t)en? Jene Mückenarten, z. B. Anopheles, die den Malaria-Erreger übertragen, haben jährlich zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Menschen "auf dem Gewissen"! Alleine in Afrika könnten hunderttausende Kinderleben gerettet werden, wenn diese ein "Moskitonetz" (mit Insektiziden behandelt) verwenden könnten... (gerade 2 % der afrikanischen Kinder nächtigen unter einem Moskitonetz!)

- Sie - ohne der Bestäubungstätigkeit einer winzigen Gnitzenart (Mücke) - den Geschmack von Kakao nicht kennen würden? Es würde nämlich keine Kakaopflanzen geben...

- Sie Mückenlarven kaufen können? Eine Firma in Wien bietet zur biologischen Bekämpfung der Blattlaus z. B. "Gallmückenlarven" an...

- (durch die Erderwärmung ?) Malaria tropica verbreitende Mücken (der Gattung Anopheles) bis Mitteleuropa vordringen könnten? Was das bedeutet, kann man sich leicht ausmalen...

- es selbst in Österreich pro Jahr über 90 Fälle von Malaria-Erkrankungen - hervorgerufen durch Stiche der Anopheles-Mücke in tropischen Ländern - gibt? Es starben sogar 3 Menschen daran (Im Jahre 2001)...

- Sie Mückenschutzmittel, die Sie auf die Haut aufgetragen haben, mindestens alle drei Stunden erneuern sollten? Danach sind die ätherischen Öle verflüchtigt und schrecken das Tier nicht mehr ab. Als "natürliches" Mittel können Sie folgende Öle mischen: etwas Zitronenöl (Zedernöl oder Nelkenöl tut's auch), etwas Mandelöl, etwas Olivenöl...

- es im Mittelmeergebiet eine besonders unangenehme Mückenart gibt? Es handelt sich um die Sandmücke (Phlobotomus perfiliewi), die eine Viruserkrankung, das Pappataci-Fieber, überträgt. Diese Krankheit ist nicht tödlich, aber die davon hervorgerufenen Gliederschmerzen und das Fieber sind allerdings auch nicht ohne...

- durch Genmanipulation an Anopheles-Mücken versucht wurde, diese - und damit das Malaria-Fieber - auszurotten? Der Versuch gelang bereits im Jahre 2000, musste aber wieder abgebrochen werden, weil die in die Natur entlassenen, genmanipulierten Anophelesmücken schon nach vier (und manchmal auch mehr) Generationen diese veränderten Gene wieder verloren...

- Bestrebungen im Gange sind, die Anopheles-Mücke (Überträgerin von Malaria) so gentechnisch zu verändern, so dass sie diese gefährliche Krankheit nicht mehr übertragen kann? Nur - es kann niemand vorhersagen, welche Nebenwirkungen eine Gen-Veränderung noch mit sich bringen kann!

- bereits im Sommer 2008 in der Nähe von Bologna (Italien, Emilia Romagna) tropische Stechmücken (in diesem Falle die "Asiatische Tigermücke") auftauchten, die ein gefährliches Fieber hervorriefen, das müde und matt macht, aber auch zum Tod führen kann? Diese Tigermücken-Art ist bereits bis Südtirol (Italien) vorgedrungen...

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Besonderheiten/Sonstiges:
- aus Afrika zurückkehrende Zugvögel im Frühjahr 2002 ein Virus nach Wien/Ö brachten, das fast die gesamte Amselpopulation auslöschte? Die Zugvögel wurden in ihrem Überwinterungsort von Stechmücken angefallen, die das Usutu-Virus übertrugen... (Hinweis: Amsel = heimischer Singvogel)

- das Erbgut (die Gene) einer Moskitoart entschlüsselt wurde? Von diesem Tier ist also die komplette Gensequenz bekannt...

- Mücken seit mehr als 168 Mio. Jahren auf unserem Planeten (...ja, das ist die Erde!...) heimisch sind?

- Zuckmücken (Chironomidae) ziemlich temperaturunempfindlich sind? Temperaturen von bis zu plus 104 Grad Celsius und bis zu minus 190 Grad Celsius (beides im Versuchslabor) überstehen die Tiere ohne sichtbare Schäden...

- Stechmücken verbreiten in Europa (und hier besonders in Südeuropa) folgende Viren: Hanta-Viren, Dengue-Viren, Chikungunya-Viren, Malaria-Viren, Bunya-Viren, Westnil-Viren... (wird fortgesetzt)

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