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ZIKADEN
Vermehrung - Entwicklung - Ernährung - Anatomie - Verbreitung - Bedeutung für den Menschen - Besonderheiten
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Vermehrung: |
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Entwicklung: - Zikadennymphen (=Jungform des erwachsenen Tieres) über 2,5 Meter tief in den Boden eindringen können? Damit durchlüften sie diesen bis in Tiefen, zu denen andere Bodentiere nicht vordringen... nach oben |
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Ernährung: nach oben |
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Anatomie: - Zikaden die Nachtruhe empfindlich stören können, besonders wenn ein Männchen in der Nähe "brüllt"? Bis zu 400 Meter kann man ein liebestolles Exemplar hören! Natürlich werden diese Lautäußerungen nicht vom "Mund" hervorgebracht, sondern durch eine Membran am vorderen Teil des Hinterleibes, die durch zwei starke Muskeln in Schwingungen versetzt wird. Der Hinterleib selbst dient als Resonanzkörper. Diese Laute können bei der Singzikade bis 120 dB erreichen (bei Schwingungen von 900 Hz)... - eine afrikanische Zikadenart (Brevisana brevis) die lauteste Zikade ist? In ihrer unmittelbaren Nähe wurde ihr "Gesang" mit einer Lautstärke von über 105 Dezibel gemessen! Es wird angenommen, daß diese Lautstärke nicht nur zum Anlocken der Weibchen, sondern auch zur Abschreckung von Freßfeinden eingesetzt wird... - eine Buckelzikadenart mit ihren Körperauswüchsen eine Ameise imitiert? Wenn man das Tier ansieht, glaubt man eine Ameise vor sich zu haben, denn die Zikade selbst ist fast durchsichtig... nach oben |
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Verbreitung: - ca. 35.000 Arten von Zikaden bisher bekannt sind? Die bisher bekannten sind ausschließlich Pflanzen(saft)sauger. - es in Südeuropa (Mittelmeergebiet) 45 Arten von Singzikaden gibt? Jeder von uns, der in Italien oder in anderen Mittelmeerländern schon einmal einen Sommerurlaub verbracht hat, kennt den typischen "Gesang" dieser Zikaden! - es fast 3.000 Arten von Buckelzikaden gibt? Jede ist etwas anders "gebaut", d. h. jede hat anders gestaltete Auswüchse auf dem Brustsegment. nach oben |
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Bedeutung
für uns: - die Ureinwohner von Malaysia Zikaden (eine dort lebende große Art) durch Händeklatschen anlocken? Die Zikaden lassen sich in der Nähe der Klatschgeräusche (ähnliche der Rufe der Männchen dieser Art) nieder, werden dann eingesammelt und anschliessend in Kokosfett gebraten... - die Ausscheidungen von 2 Zikadenarten, die an Tamarisken-Bäumen leben, als "Manna" bezeichnet werden? Schon im Alten Testament ist von "Manna" als Nahrung ("...es hat einen Geschmack wie Semmeln mit Honig...") die Rede. Die Beduinen der Sinai-Wüste sammeln noch heute dieses "Manna"... nach oben |
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Besonderheiten/Sonstiges: - sich tropische "Buckelzikaden" auf einem Ast sitzend wie "Dornen" präsentieren? Eigentlich ist es kein Buckel, sondern ein spitzer Auswuchs, der sich aus dem Brustsegment nach oben reckt. Kommt man doch näher, ist außerdem die Warnfarbe rot wahrnehmbar - ein zweifacher Schutz vor Freßfeinden! - schon der Grieche Xenarxos sagte: "Glücklich leben die Zikaden, denn sie haben stumme Weiber...." (es "singen" nur die Männchen der Zikaden...) - Ameisen das Gelege der Buckelzirpe "Pubilia" bewachen? Die Larven scheiden einen, von den Ameisen begehrten, Saft aus - die Ameisen verscheuchen als Gegenleistung die Freßfeinde. Das Buckelzirpen-Weibchen kann nun unbesorgt nochmals "Hochzeit feiern" und neuerlich Eier ablegen... nach oben |
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Zikade
aus Neuseeland
(Das Foto wurde am 16. März 2007 um 17:39 Uhr in einem Wald in der Nähe von Karangahake [nördl. Ende der Kamai Range] gemacht.) Copyright: Peter K. Wien |
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