Die Goèlette SAIDA - Der Stolz der österreichischen Marine

Diese Webpage präsentiert das Buch "Die Goèlette SAIDA"

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Über den Autor und das Buch

Helmut Hengelhaupt, international bekannt als Modellbauer und Goldmedaillengewinner bei den Europameisterschaften der Naviga in der Classe C1, veröffentlicht im Eigenverlag ein über 200 Seiten umfassendes Buch über den Schooner und spätere Brigg SAIDA (1852-1874). Das Buch ist das Ergebnis langjähriger Recherchen für ein möglichst authentisches Modell eines der schönsten Schiffe der k.k. Marine.

Aus dem Vorwort

          "Die Goèlette (der Schooner) SAIDA galt aufgrund ihrer imposanten Erscheinung und der hervorragenden Segeleigenschaften als Stolz der österreichischen Marine und wurde wiederholt bei mehrmonatigen Auslandsreisen im gesamten Mittelmeerraum präsentiert, um das Ansehen der österreichischen Marine zu mehren. Die SAIDA war ein Schulschiff, das sich bei der Ausbildung des seemännischen Nachwuchses besonders verdient gemacht hatte.

Das vorliegende Werk richtet sich gleichsam an den Historiker und den anspruchsvollen Modellbauer.

Es dürfte den Leser interessieren, wie dieses Buch zustande kam.

Nachdem ich bei den Europameisterschaften der Naviga für historische Schiffsmodelle 1970 im technischen Museum in Mailand und 1974 in Wien für das Modell eines französischen Kutters aus der napoleonischen Zeit eine Goldmedaille erhielt, war die logische Fortsetzung der Bau eines zweimastigen Segelschiffes. Auf der Suche nach geeigneten Unterlagen stieß ich im österreichischen Kriegsarchiv auf eine Reihe von Originalplänen des österreichischen Kriegsschooners SAIDA 1855 - 1872, die ich sogleich kopieren ließ. Leider waren damals keine perfekten Fotokopien erhältlich, weshalb ich von den teils großen und im unterschiedlichen Maßstab gezeichneten Plänen eine Reihe kleiner Kopien erhielt, die nicht zusammenpassten und verzogen waren. Es blieb also nichts anderes übrig, als alle Pläne im Modellmaßstab 1:50 neu zu zeichnen.

Hinsichtlich der technischen Ausstattung und des tatsächlichen Baues gab es noch diverse Unklarheiten. Auch existiert bis heute kein Modell des Schooners SAIDA, an dem man sich hätte orientieren können. Über den Einsatz des Schiffes gab es nur spärliche Informationen.

Das gründliche, jahrelange Studium vorhandener Konstruktionspläne, zeitgenössischer Fotos und Aquarelle sowie zeitgenössischer Literatur über Schiffbau, Takelung und Ankerkunde, Vorschriften über den Anstrich, statistischer Angaben über die Bewaffnung und die jeweilige Bemannung gaben grundlegenden Aufschluss. Erst die Reiseberichte, Vorfallenheitsberichte und Schiffstagebücher der Kommandanten sowie behördliche Kommissionsprotokolle und Reparaturberichte und nicht zuletzt der Schriftverkehr und die Anweisungen der Admiralate führten zum Ziel und förderten die gesuchten Details zutage. Die Erhebung der Schriftstücke war schwierig, da sie unter diversen Fachgebieten eingeordnet sind. Alle Akten sind in der damals vorgeschriebenen Kurrentschrift (nur die Eigennamen in Latein, um hervorzustechen) sehr sauber von Hand geschrieben, aber nicht immer leicht zu lesen. Schließlich ergab sich die umfassende Chronographie Sr. k.k. Maj. Schooner SAIDA.

Um dem Leser eine möglichst komplette Information zu geben, enthält dieses Buch diverse Abbildungen zum Teil bisher nicht veröffentlichter Originalschriften, Fotos und Bilder. Letztlich konnte ich sowohl den Quellennachweis mit kurzen Kommentaren als auch Listen aller Kommandanten, der Bewaffnung und Bemannung sowie der lückenlos vorgefundenen Schiffstagebücher chronologisch geordnet zusammenstellen und diesem Buch beigeben. Ebenso vervollständigen Pläne mit Erläuterungen und Detailzeichnungen und ein kompletter Takelplan mit Anleitung in Baufolge — die dem Original entspricht — sowie ein Literatur- und Abbildungsverzeichnis dieses Buch. "



Das Buch besteht aus zwei Teilen:

Historischer Teil

In diesem Teil finden Sie eine 106 Seiten umfassende Chronographie des Schiffes mit vierunddreißig historischen Abbildungen (ein paar davon werden in diesem Buch erstmalig veröffentlicht). Für diesen Teil wurden über 800 Einzeldokumente gesichtet. Der größte Teil davon stammt aus dem österreichischen Staatsarchiv. Um den Leser für weiterführende Recherchen zu unterstützen sind alle diese Dokumente chronologisch im Quellennachweis mit Kurzkommentar angeführt. Die einzelnen Kapitel sind ergänzt mit historischen Betrachtungen über das jeweils beschriebene Kalenderjahr von Dr. Lothar Baumgartner (Mitglied der deutschen Gesellschaft für Schifffahrt und Marinegeschichte, Mitglied des österreichischen Marine Verbandes, Mitglied der Gesellschaft für Heereskunde und Herausgeber für Heeresfachbücher).

Technischer Teil

Den Hauptteil des technischen Teiles bilden die Beschreibung der Takelage und die Konstruktionspläne. Die Pläne sind zum Teil vom Autor selbst rekonstruiert worden. Dem engagierten Modellbauer sollte es anhand dieser Pläne möglich sein, selbst ein Modell der Goèlette bauen zu können. Natürlich kann dieses Werk auch als Unterstützung beim Bau anderer Segelschiffe aus dieser Zeit dienen.

Das Inhaltsverzeichnis

Abbildungsbeispiele

historisches Foto
Brigg SAIDA in Hafentoilette, Foto vom 21.04.1874

Modelldetail
Deckdetail des Modells: eine ausgefahrene Kanone

Planbeispiele

Detail aus dem Aufsichtplan 1:50
Detail aus dem Takelplan (mit Belegstellen, nummeriert) des Autors im Maßstab 1:50 (Klicken Sie auf den Plan um eine vergrößerte Darstellung zu bekommen)

Datail aus dem Grundrißplan 1:50
Detail aus dem Deckplan (mit Belegstellen, nummeriert) des Autors im Maßstab 1:50 (Klicken Sie auf den Plan um eine vergrößerte Darstellung zu bekommen)



Kontakt

Die erste Auflage dieses Buches ist bereits vergriffen.

Wenn Sie an Informationen rund um das Thema des Buches interessiert sind, wenden Sie sich bitte direkt an den Autor unter saida@aon.at.