Einladung – Invitation

 

 

Gnawa-Musiker aus Marrakesch in Krumegg!

 

Atlas Austria Express

 

am Sonntag, 7. August 2011, um 19:30 Uhr

 

im Hügelland Cafe

 

A-8323 Krumegg 2

 

Eintritt: freiwillige Spende!

 ... ein Pröbchen zum Anhören!

Abdeljalil Kodssi - vocals, krakeb

Yassine Kodssi - gimbri, backvoc

Ahmed Larfaoui - krakeb, backvoc

Abdeljalil Qadouss - guitar, backvoc

Emil Gross - drums, percussion, backvoc

Abdelillah Hajim - oud, vocals

 

 

 

Im April 2009 trafen sich Abdeljalil Kodssi und seine Gruppe von jungen Gnawa-Musikern mit dem jungen österreichischen Drummer Emil Gross für drei Wochen in Marrakesch in Marokko, spielten und konzertieren dort. Das Zusammenspiel dieses „Atlas Austria Express“ wurde zu einer spannenden Begegnung und zu einem intensiven Austausch zwischen traditioneller Gnawa Trance Musik, Jazz, Reggae und Funky Music. Anschließend ging es dann auf Europa Tournee, auf der sie auch Krumegg besuchten. Nun kommen sie - nach einer weiteren Zeit des gemeinsamen Musizierens in Marrakesch, wo auch Aufnahmen für eine gemeinsame CD gemacht wurden, wieder nach Österreich - und wieder nach Krumegg!

 

Die Gnawa-Gemeinschaft ist eine ethnische und kulturelle Minderheit in Marokko, die sich aus Nachfahren jener Menschen aus Zentralafrika gebildet hat, die im Mittelalter als Sklaven in den Maghreb gebracht wurden. Die Gnawa gelten als die „Hüter des Rhythmus“. Ihre Musik hat ihre ursprüngliche Funktion beim nächtlichen Lila-Ritual. In dieser wichtigsten Zeremonie, die aus Musik, Tänzen, ritualisierten Tabubrüchen und einem Tieropfer besteht und zwölf Stunden dauern kann, werden böse Geister vertrieben und andere angerufen. Sie erfüllt auf der individuellen Ebene den therapeutischen Zweck der Selbstheilung für die Teilnehmer, die in Trance fallen, mit der Erinnerung an ihre schwarzafrikanischen Wurzeln. Für die Gemeinschaft gilt diese Zeremonie als symbolische Wiederholung der Weltschöpfung.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Gnawa Musik zu einer Mischung aus religiösen Liedern und Rhythmen der Afrikaner, Berber und Araber. Neue Instrumente und neue Elemente wurden eingebunden. Musik wird mit akrobatischem Tanz kombiniert und ist sowohl eine Art Gebet als auch eine Tanz- und Festtagsmusik. In Marrakesch hat diese wichtige Musik einen fruchtbaren Boden gefunden, um in der Stadt der Sieben Heiligen aufzublühen. Die Gnawa-Musik übt schon lange eine große Anziehungskraft auf westliche Musiker aus – Musiker wie die Beatles, die Rolling Stones, Bob Marley, Jimi Hendrix, Peter Gabriel, Joe Zawinul und viele andere haben die Gnawa in Marrakesch besucht, um von ihnen zu lernen.

 

Unter den Gnawa-Musikern, die eine wichtige Rolle für die Musik spielten, ist es vor allem Abdeljalil Kodssi, der diese Musik auch weiterentwickelte. Er stammt aus Marrakesch und ist bereits seit den früheren achtziger Jahren als Sänger und Musiker aktiv. 1984 gelangte er auf Einladung des spanischen Schriftstellers Juan Goytisolo, der ihn in Folge auch tatkräftig unterstützte, nach Spanien. Seine Freundschaft zu dem marokkanischen Musiker Hassan Hakmoun führte zu einer mehrjährigen, intensiven Zusammenarbeit mit Don Cherry bis zu dessen Tod in Jahre 1995. Zwischenzeitlich gründete er 1990 die Formation Nass Marrakech, mit der er mehrere Welttourneen absolvierte und das preisgekrönte Album ‘Bounderbala’ aufnahm, an dem auch der kubanische Pianist Omar Sosa mitwirkte. 2002 erschien dann das erste, von Omar Sosa produzierte Soloalbum ‘Mimoun’.

Auf seiner zweiten CD „Oulad Fulani Ganga“, aufgenommen in Barcelona und Marrakesch, gelingt Abdeljalil Kodssi erneut ein Werk von großartiger Wirkung, auf dem er auf unvergleichliche Art marokkanische Klänge mit denen des Latin, Jazz und Flamenco verbindet und darüber hinaus mit seinem einzigartigen Gesang verzaubert.

 

Für die Gnawa-Familie war es immer immens wichtig, diese Musik von Generation zu Generation weiter zu geben. Das zeigt sich etwa am Sohn von Abdeljalil Kodssi, dem Baccalaureat-Studenten Yassine Kodssi, der meist die Gimbri, eine dreisaitige Bass-Laute spielt. Er folgte seinem Vater musikalisch Stück für Stück und veröffentlichte sein erstes Album als 18jähriger, "minor". Dem folgte 2007 ein zweites Album, "Forlani Gauge" mit Gnawa-Musik. Auch er liebt es, das Publikum bis in den ekstatischen Tanz hinein zu begleiten.

 

Ahmed Larfaoui, Sohn einer bekannten Gnawa-Familie, dessen Vater mit der "Gnawa Diffusion" zusammenarbeitete, ist ebenso ein wichtiger und vielversprechender Musiker.

 

Abdelillah Hajim spielt die Oud (orientalisches Zupfinstrument) und die Outare (marokkanisches Zupfinstrument). Er wurde in Khénifra, Marokko geboren und studierte Musik in Rabat, Marrakesch und Paris. Seit 1984 lebt er in Deutschland (Nürnberg) und ist als Songwriter und Komponist tätig. Seine Texte sind poetisch, meist ernst und nachdenklich - immer sind sie dem Leben und den Sorgen und Nöten des Alltags der Menschen gewidmet.

 

 

 

 

       

 

 

 

Das Bild auf der Einladung, die Druckgrafik „Atlas meets Alpen“ (2011), stammt von der Oberösterreicherin Doris Luger, die als Malerin und Restauratorin in Venedig lebt.

2010 hat sie ihr „Atelier d'Oris“, die „Werkstatt für Malerei und Restaurierung + Skriptorium“ auf dem Festland von Venedig gegründet.

Aktuelles von ihr kann man in ihrem Blog http://expose-doris-luger.blogspot.com nachlesen.

 

Ab 6. August 2011 ist im „Narrenkastl“ in Frohnleiten (Steiermark) eine Ausstellung mit weiteren Werken der Künstlerin zu sehen.

 

 

 

 

 

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Freitags 15 - 18 Uhr am Dorfplatz

 

   

Laßnitzhöhe

 

 

 

 

Mehr Information – auch Musikbeispiele - unter

-      http://www.limmitationes.com/    (noch ein Konzert des Atlas Austria Express: am Samstag, 6. August 2011 bei limmitationes im Künstlerdorf Neumarkt an der Raab!)

-      http://www.myspace.com/atlasaustriaexpress

-      http://www.youtube.com/watch?v=Kp9bW5xivfc

-      http://www.myspace.com/abdeljalilkodssi

-      http://www.ventilador-music.com/pagArtistas.asp?Artista=AJ (spanisch)

-      http://www.myspace.com/emiliogotthesticks

 

Und noch für alle Neulinge (und Vergessliche): Wie geht's nach Krumegg?

 

Musik in Krumegg“ ist Teil der „Kultur24“-Initiative im „Hügelland östlich von Graz“!

 

Für weitere Informationen zu Musik in Krumegg: +43-650-3507111 , krumusik@gmx.at