Das Eiserne Tor (die Kataraktenstrecke)

Die Donaustrecke von Moldova Veche (linksufrig, Rumaenien, Donau-km 1048) und Turnu-Severin (linksufrig, Rumaenien, Donau-km 931) wird als Katraktenstrecke bezeichnet.

Dabei handelt es sich um den Donaudurchbruch zwischen den Karpaten und dem Balkangebirge. Auf dieser Donaustrecke besteht der Fluszgrund groesztenteils aus gewachsenem Fels.

Am 7.9.1964 erfolgte der feierliche Baubeginn des Kraftwerkkomplexes "Eisernes Tor".

Am 9.8.1969 wurde mit der Donauabsperrung begonnen, die Schiffahrt nahm ihren Weg durch die Schleusenkammer.

Mit einer feierlichen Eroeffnung am 16.Mai 1972 nahmen die Staatsoberhaeupter von Jugoslawien und Rumaenien (Tito, Ceausescu) das Kraftwerk in Betrieb.

Damit hat die Kataraktenstrecke viele Schwierigkeiten fuer die Schiffahrt aber auch viel reizvolles verloren.

letztes Update
15.3.2001

Vor dem Kraftwerksbau

Im ganzen Donaubereich gab es Unterwasserriffe, in diese waren Fahrrinnen (Kanaele) eingesprengt, deren Ufer (Raender) unter Wasser lagen. Die lage dieser Schiffahrtsrinnen war daher nicht sichtbar.

Fuer die Navigation gab es Lotsenpflicht, mit staatlichen Lotsen, welche die Schiffe ueber die Kataraktenstrecke fuehrten.

Kanal von Sip

Kanal von Sip

Unterhalb der Stadt Orsova (linksufrig, Rumaenien, Donau-km 955) liegt das eigentliche Eiserne Tor.

Eine Reihe von Felsriffen quer uber die Donau. Hier gab es vor dem Bau des Kraftwerkes so geringe Wassertiefen, daß in das rechte Donauufer ein eigener Kanal gebraben wurde, den die Schiffahrt benutzte. Nur leider war die Wassergeschwindigkeit im "Sipkanal" so hoch, dasz die Schiffe gegen den Strom (Bergfahrt) mit einer eigenen Treidellok vom Ufer aus hochgezogen wurden.

Sip Kanal, Treidellok

Kanal von Sip, Treidellok

MS "Kolmegg" bergfahrend mit zwei Gueterkaehnen im Kanal von Sip.

Auf gleicher Höhe mit dem Schiff faehrt die 153 to schwere Treidellok mit. Von Seilanhaenger der Lok fuehrt ein starkes Drahtseil auf den ersten Gueterkahn. Somit zieht die Lok den "Anhang" der "Kolmegg" und die Kolmegg braucht sozusagen nur sich selbst gegen den Strom bewegen.

Greben mit Vaskapu

"Vaskapu", Greben

Ein weiterer Streckenabschnitt war der "Greben", hier erhielten die bergfahrenden Schiffszuege Hilfe vom Seilschiff "Vaskapu".

Die "Vaskapu" bewegte sich mittels einer groszen Seiltrommel an einem langen, am Fluszgruund verankertem Seil auf- und abwaerts.

Vaskapu im Greben

MS "Kolmegg" am Seil der "Vaskapu" im Greben

Kazan

Der Kazan

Oberhalb der Stadt Orsova (linksufrig, Rumaenien, Donau-km 955) liegt das landschaftlich schoenste Durchbruchsgebiet der Donau der "Kazan" (Kessel).

Zwischen hohen Felsen engt sich die Donau auf etwa 150 m ein. Auch mit dem Aufstau durch das Kraftwerk Sip hat der Kazan nichts von seiner Schoenheit verloren.

JRB Schubschiff im Kazan

Im Kazan

Ein jugoslawisches Schubschiff der Reederei JRB mit vier Schubleichtern im Kazan zu Berg. Die Aufnahme stammt aus 1991 und zeigt den eingestauten Kazan nach dem Bau des Kraftwerkes Sip 1972.

Der Babakai Felsen

Der Babakai

Das Wahrzeichen am oberen Eingang der Kataraktenstrecke, der Babakai-Felsen. Um diesen Felsen rankt sich das Maerchen (mit zahlreichen Versionen) von der schoenen, aber ungluecklichen "Babakai". Es soll sich um eine Haremsdame des Wesirs von Golubac gehandelt haben, die von einem Verehrer entfuehrt wurde.

Die schoene Prinzessin soll mitsamt dem Kopf ihres enthaupteten Entfuehrers auf den Felsen verbannt worden sein.