Schoenbrunn

DS (Dampfschiff) "Schoenbrunn" wurde 1912, wie viele Dampfschiffe der DDSG, in der Schiffswerft Obuda (Budapest, Ungarn) gebaut.

Die Schoenbrunn, liebevoll restauriert durch Eisenbahnfreunde, die sie wieder in fahrfaehigen Zustand versetzt haben.

technische Daten:

Länge 70 m, Breite mit Schaufelraeder 15,8 m, ohne 8 m.

Zweizylinder Dampfmaschine mit 710 induzierten PS.

letztes Update
01.3.2001

Der Kesselplatz

Blick in den Kesselraum, der "Feuerplatz".

In der Bildmitte zwei Flammrohre mit Brennern. Als Brennstoff diente Heizoel schwer (Pacura), eine schwarze zaehklebrige Masse. Im Betrieb muszte das Heizoel erst auf etwa 80 Grad Celsius erwaermt werden, damit es flueszig wurde. Im Kesselraum war die Arbeit auf Grund der hohen Temeperaturen sehr anstrengend.

Ein mechanisches Wunderwerk

Dampfschiffe waren wahre Wunderwerke der Mechanik. Diese kleine Maschine (etwa20-30 cm grosz) wurde ebenfalls mit Dampf betrieben

Die Schaufelraeder

DS "Schoenbrunn" war, wie fast alle Dampfschiffe ein "Seitenradschiff".

Der Antrieb erfolgte durch zwei mittschiffs angebrachte Schaufelraeder, auf jeder Schiffsseite ein Schaufelrad auf einer starren Radwelle.

Hier ein Blick auf eine Radschaufel und das Gestaenge. Die Radschaufeln waren beweglich aufgehaengt und wurden durch eine sinnvolle Excenterkonstruktion beim Drehen des Rades so gesteuert, dasz die Radschaufel senkrecht ins Wasser eintauchte und ihre senkrechte Stellung waehrend des ganzen Weges im Wasser beibehielt.

So konnten die Radschiffe einen otimalen Wirkungsgrad erzielen.

Der Maschinenraum

Blick auf die Kolbenstangen.

Zwei liegende Zylinder mit freilaufenden Kolbenstangen treiben eine gekröpfte Radwelle (aehnlich der Kurbelwelle beim Auto).

Der Maschinenraum lag mittschiffs, und war auf beiden Seiten verglast. So konnten die Fahrgaeste der Dampfmaschine beim "arbeiten" zusehen.

Kolbenstange mit Kreuzkopf

Links im Bild, der Zylinder mit der Schieberstange. daran schlieszt der Kreuzkopf an. damit wird erst die Verbindung der Kolbenstange mit der Kroepfung der Radwelle ermoeglicht.

Die beiden roten Bauteile dienen zur Schmierung. Rechts im Vordergrund eine Art Dochtstreifen, der staendig mit Schmieroel versorgt wird. bei jeder beewgung der Kolbenstange streifen die beiden Bauteile Oel vom Docht ab und schmieren so den Kreuzkopf.