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Projekt Gedenkbuch Hartheim

Ein Projekt des Vereines Schloss Hartheim
 

Projektziel

Problemstellung

Gedenk"buch"

Dokumentation

Zeitrahmen

 

Projektziel

Namentliche Erfassung der Euthanasieopfer, die in der Tötungsanstalt Hartheim (siehe: "Schloss Hartheim" ) in den Jahren 1940 bis 1944 ermordet wurden.

Problemstellung

Im Zuge des nationalsozialistischen "Euthanasie"-Programmes wurden im ganzen damaligen Reichsgebiet körperlich und geistig Behinderte, unangepaßte und "unbrauchbare" Menschen in speziellen Tötungsanstalten ermordet. Eine dieser Anstalten war im Schloß Hartheim eingerichtet.
Bei der planmäßigen Liquidierung der Anstalt scheinen sämtliche Unterlagen über die Opfer vernichtet worden zu sein, sodaß diese bis heute namenlos geblieben sind. Falls im Rahmen dieses Projektes tatsächlich keine Originalakten mehr entdeckt werden können, sollen sekundäre Quellen systematisch vor Ort ausgewertet werden. Wahrscheinlich kann ein Großteil der Opfer namentlich identifiziert werden, wenn man die an ihren Herkunftsorten vorhandenen Aufzeichnungen heranzieht. Wegen der Streuung und Sensibilität dieser Quellen sind die erforderlichen Arbeiten sehr zeitaufwendig.

Gedenk"buch"

Die Namen (siehe: "Die Namen" ) der Opfer werden mit relevanten Daten, soweit diese verfügbar sind (Geburtsdatum, Wohn- und Pflegeort, Aufnahme- und Abgangsdatum) in einer Datei erfaßt. Der Kern des Projektes "Gedenkbuch" wird also eine automationsunterstützt verwaltete Datensammlung sein; an eine konventionelle Drucklegung ist nicht gedacht.
Nach gründlicher Abwägung aller möglichen Interessen habe ich mich entschlossen, die Familiennamen der Opfer ohne alle individualisierenden Zusätze (Vornamen, Titel, Doppelnamen etc.) in dieser Homepage zugänglich zu machen. Auf diese Weise wird sowohl dem Datenschutz von Fam
ilienangehörigen der Toten als auch einem Bedürfnis nach Erstinformation für alle Interessenten ausreichend Rechnung getragen. Individuelle Informationen werden nur an Berechtigte weitergegeben.
In welcher Form die Daten im Rahmen der Gedenkstätte bzw. der Sonderausstellung im Schloß Hartheim zugänglich gemacht werden, ist noch nicht festgelegt (siehe: "Anfragen"
).

Dokumentation

Eine wichtige Ergänzung werden Berichte indirekt Betroffener (Verwandte, Bekannte der Opfer) sein, die vor allem durch die Sonderausstellung "Wert des Lebens" zu erwarten sind. Im Rahmen des Projektes werden einschlägige Berichte und Dokumente als Grundstock einer umfassenden Dokumentation entgegengenommen, die später vom Verein Schloß Hartheim betreut und als Bestandteil der Gedenkstätte weitergeführt werden wird.

Zeitrahmen

1998 bis Juni 2002