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DIE SCHMIEDE

Im Jahre 1390 wurde eine Schmiede mit einem Streckhammer, auch genannt Zainhammer, am Zellersteg am Stübmingbach urkundlich erwähnt (Grundbuch 1500 Bl. 49). Er gehörte zum Anwesen eines Herrn Hammerbauer (Urb.Nr. 132). Ein höheres Alter eines Eisenwerkes in der Stübming lässt sich im Grundbuch vom Jahre 1494 feststellen. Eine Urkunde - welche ich noch besitze - besagt, dass das Anwesen ein Herr Veithofer im Jahre 1842 erworben hat. Es war 8 ½ Klafter lang und 4 ½ Klafter breit. Es war eine Wasserwehranlage mit 2 Wasserrädern, welche den Hammer, 2 Schleifsteine und eine Hausmühle betrieben. Es waren 2 Feuerstellen mit 2 Kaminen und 2 Blasbalge. Die eine Esse sehen Sie noch, die andere war dort wo sich heute das Tor befindet. Gefertigt wurden Werkzeuge, Hufeisen, Radschuhe, Reißketten (dies sind Sperrketten für die Schlittenböcke beim Holztransport), sowie Beschlagarbeiten der Holz- und Heuwagen, Schlitten, Kaleschlitten usw. 1863 wurde das Wohnhaus gebaut, wo angenommen wird, dass eine gewisse Frau Stadler - die auch Besitzerin vom heutigen Anwesen des Rupert Treitler im benachbarten Göriach war - diese Schmiede erworben hat. 1925 kam mein Vater Otto Aigner aus Niederösterreich und wurde durch die Heirat meiner Muttter zum Besitzer. 1925 baute sich mein Vater eine Turbine mit einem Stromgenerator ein und die Wasserräder wurden wegen zu wenig Leistung beseitigt. Die Transmission, wie sie heute noch sehen, wurde mit der Zeit überflüssig, da die Maschinen einzeln mit Motore angetrieben wurden. Nach dem Krieg, ca. 1950, wurden Traktoranhänger und Landmaschinen angefertigt und repariert.

DAS SCHMIEDEHANDWERK

Es ist anzunehmen, dass das Schmiedehandwerk das erste Handwerk gewesen ist. Sein Erwerb ist ausschließlich oder nahezu ausschließlich der Geschicklichkeit seiner Hände zu verdanken. Welches Ansehen der Schmied genoß, geht aus dem reichen Kranz der griechischen Dichter, seiner Könige und Helden hervor. Zum Beispiel: Grobschmiede, Schwerter- und Panzerschmiede, Pfeil- und Nagelschmiede, die Plattner (sie machten Panzer zum Schutz von Brust und Herz), Klingenschmiede, Scharschmiede, die zangenroster Zangenschmiede, die Nagler- oder Nagelschmiede, die Ketten- oder Rinkenschmiede, Büchsenmacher- oder Waffenschmiede. Dieses Handwerk war eines der notwendigsten und kann ohne dergleichen - Leut` weder Edelmann noch Bauer hausen. Der größte Hammer in der Schmiede hat "Jäckel" geheißen und weil das Eisen einen so harten Kopf hat, kann der Schmied nicht höflich damit umgehen. Dass sie schwarz und rußig sind - wohl durch das Feuer - gereicht ihnen wohl zu keiner Unehr. Es kann wohl ein einem Mann mit schwarzem Hemd ein weißes Gewissen verborgen sein. (Auszug aus "Koepper´s Handwerksbibliothek")

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