Indische Legende Kurzoper, Text von Jörg Mauthe 1950 Selbstverlag
Amores Pastorales Kammertanzspiel,Libretto von Hanna Berger 1950 Edition Modern
Die traurigen Jäger Kammertanzspiel,Libretto von Paul Kont 1952 Edition Modern
Annoncen Kammertanzspiel, Libretto von Hanna Berger 1955 Selbstverlag
Traumleben Ein musikalisches Märchen frei nach Grillparzers "Der Traum ein Leben" von Jörg Mauthe 1958 Doblinger
Peter und Susanne Kammeroper,Text von Gerhard Fritsch und Paul Kont 1959 Selbstverlag
Lysistrate Oper nach der Komödie des Aristophanes,Libretto von Paul Kont 1957/61 Desch Theaterverlag München
"Und der Engel sprach..." Bild- und Tanzspiel, Libretto von Hans Aurenhammer 1963 Selbstverlag
Inzwischen Mysterienspiel für Unsere Zeit, Buch von Paul Kont nach W.H. Audens "For the Time Being. A Christmas Oratorio" 1953/66 Selbstverlag
Celestina Musikalisches Schauspiel, Buch nach Fernando de Rojas von Carlo Terron und Karl Paryla 1966 Thomas Sessler Theaterverlag München
Italia Passata Ballett 1967 Selbstverlag
Monoballette Kammertanzspiele
Gesang des Mädchens 1963/69 Selbstverlag
Egegh 1963/69 Selbstverlag
Erinnerung bei Regen 1963/69 Doblinger
Libussa Festspiel zum Grillparzerjahr 1971 Selbstverlag
Plutos Oper nach der Komödie des Aristophanes, Buch von Paul Kont 1976 Selbstverlag
Komödie der Unart Musik- und Tanzkomödie (Ballett) 1978 Doblinger
Il Ballo del Mondo Divertimenti mediterranei(Abendfüllendes Ballett)
Roma - La notteIl Mare - La mattinaLa Terra - Il pomeriggioVenezia - La sera 1980/82 Doblinger
Arkadien Bukolische Episoden für Tanz und Orchester 1984 Doblinger
K Choreographische Szenen 1984 Doblinger
Vokalwerke mit Instrumentalensemble
3 Oden nach Dichtungen von Josef Weinheber
Mit halber Stimme für Alt und Violoncello
Klage um den Freund für Mezzosopran mit Flöte, Violoncello und Klavier 1948 Manuskript
Abschied von den Dingen des Dichters für Sopran und Flöte
Vom Manne und vom Weibe Oratorium nach Dichtungen von Josef Weinheber 1964 Doblinger
Das Österreichische Jahr Solokantate nach Dichtungen von Josef Weinheber 1964 Manuskript
Laudes Mariae für 24stimmigen gem. Chor, 2 Trompeten und 2 Posaunen 1974 Manuskript
Kammermusik für mittlere Stimme und Streichquartett nach Dichtungen von Josef Weinheber 1944/82 Manuskript
Vier deutsche Ritornelle für Bariton und Orchester 1944/88 Doblinger
PAUL KONT Biographie Werke Werke auf Tonträger Literatur Die Gesellschaft
Biographie Kaum ein anderer Komponist der neueren österreichischen Musikszene ist mit so kontrastierenden Ansichten belegt wie Paul Kont. Das Wort vom "Avantgardisten" prägte sich bereits in den ersten Nachkriegsjahren, als Kont sich, anders als viele seiner Zeitgenossen, nicht etwa an Paul Hindemith (bzw. in geringerem Maß an Webern und Strawinsky) orientierte, sondern einen aus der Klavierimprovisation abgeleiteten polytonalen Stil entwickelte - die so genannte Phase der "Festgehaltenen Improvisation". Während seiner späteren Studienjahre folgte ab 1947 die Entwicklung der "Komplexen Technik", in der die einzelnen Stimmen selbständige Bewegung erfahren und nur in metrisch und tonal gefestigten Komplexen zusammentreten. Durch die Beschäftigung mit der Dodekaphonie gelangte er ab 1951 zu einer Gegenposition zur seriellen Musik, der Arbeit mit "statistischen Werten". Wesentlich ist hierbei, dass durch die Verteilung der Töne und Parameter eine harmonisch sinnvolle Summe erzielt wird, innerhalb derer freie Entwicklungen möglich sind. Konts gewichtigster Reformschritt schließlich ist die ab 1963 erfolgte Entwicklung der "Dritten Tonalität" (auch "Weite" oder "Neue" Tonalität): "Ich habe gesehen, dass die serielle Technik in außermusikalische Bereiche führt, keine Entwicklung ist, während ich selber zwar nicht konservativ bin, aber im Grunde alle Neuerung als Weiterentwicklung der Tradition sehe. Da die zweite Tonalität - ´Wohltemperiertes Klavier´ bis Dvorák - doch irgendwie mit der klassischen Moderne ihr Ende gefunden hat, und ich nie für die alte tonale Musik war, sondern immer schon weiter wollte, habe ich gefunden, dass nach erster Tonalität - Kirchentonalität - und zweiter Tonalität als organische Weiterentwicklung eine Dritte oder Neue oder Weite Tonalität kommen müsse." (Paul Kont) In Konts "Dritter Tonalität" werden keine harmonischen Funktionsschritte gesetzt, sondern die einzelnen Stimmen diatonisch in reinen Intervallen teils weit verzweigt auseinander geführt, was in der Vielstimmigkeit zu oft irrealen Zusammenklängen führt. Die schriftlich in seinem Buch "Antianorganikum" ausgeführte Theorie findet in der musikalischen Umsetzung ihre stärkste Ausformung in dem Weinheber- Oratorium "Vom Manne und vom Weibe" (1964). Parallel zu diesen Reformschritten arbeitete Kont vor allem bei den bereits während des Krieges melodisch skizzierten und bis 1977 ausgearbeiteten Lieder mit einer "Methode metrischer Motive", bei der Motivik, Melodik und Form aus Versfuß, Vers und Strophe geschöpft sind. Konts Spätwerk stellt eine an-gewandte Synthese der verschiedenen Reformschritte dar. (Dr. Christian Heindl)
1920 Geboren am 19. August in Wien 1930-34 Erster Klavierunterricht 1936-38 Violinunterricht am Neuen Wiener Konservatorium (Erna Schreier) 1939/40 Studien am Konservatorium der Stadt Wien, der damaligen "Musikschule der Stadt Wien" (Violine bei Vittorio Borri, Klavier Hans Nast) 1940-45 Militärdienst (Nachrichtendienst) in Polen, Russland und Jugoslawien 1945 - Freischaffende Tätigkeit als Komponist, Pianist, Dirigent und Musikschriftsteller in Wien, Berlin und Rom 1945-49 Studien an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien (Komposition bei Josef Lechthaler, Dirigieren bei Hans Swarowsky und Josef Krips) sowie privat bei Josef Polnauer (Formanalyse nach Schönberg - Webern) 1951 Teilnahme an den Darmstädter Ferienkursen (Wolfgang Fortner) Förderungspreis der Stadt Wien 1951/52 Studien in Paris bei Darius Milhaud, Olivier Messiaen und Arthur Honegger 1956 u. 1963 Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung
1958 1. Preis der Wiener Volksoper 1960 Heirat mit Hedy Lourié (1 Sohn) 1960 u. 1967 Preis des Wiener Kunstfonds 1964 Österreichischer Staatspreis für Musik für Traumleben 1967 UNDA-Preis Monte Carlo 1969-80 Lehrbeauftragter für das neue Fach "Komposition für Audiovisuelle Medien" an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien 1975 Musikpreis der Stadt Wien 1976 Würdigungspreis des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht und Kunst 1980-86 o. Prof. für Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien 1981 Heirat mit der Schauspielerin Inge Rosenberg 1986 Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien 1987 Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1990 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich 2000 Gestorben am 26. Dezember in Wien
Biographie