Von Parkinson
spricht man, wenn der Überträgerstoff Dopamin im Gehirn
nicht mehr ausreichend gebildet wird. Dopamin ist
notwendig für die Übertragung von Signalen und ein
Mangel dieses Stoffes wirkt sich vorwiegend auf die
Bewegungsabläufe, aber auch auf das vegetative
Nervensystem aus.
1817 beschrieb der Arzt James Parkinson
erstmals die verschiedenen Symptome als Krankheitsbild.
Symptome
Da das Krankheitsbild fast bei jedem anders ist, können
die verschiedenen Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt
sein und einzelne sogar fehlen. Tremor -
Zittern, das durch den Willen nicht beeinflußt werden
kann, Rigor - Muskelsteifigkeit, die zu
schmerzhaften Dauerkrämpfen führt. Bewegungen können
nur mühsam gegen den Widerstand der versteiften Muskeln
durchgeführt werden. Der Patient macht immer kleinere
Schritte und die Geschicklichkeit läßt nach. Akinese
- Verlangsamung aller Bewegungen bis hin zur Erstarrung.
Auch das Reden und Denken kann langsamer werden, ebenso
wird die Schrift immer kleiner. So passiert es oft, daß
der Patient plötzlich ruckartig erstarrt und sich nicht
mehr vom Fleck rühren kann. Meistens verändert sich der
Gesichtsausdruck und die Mimik im Laufe der Erkrankung
zum sogenannten "Maskengesicht", was von der
Umgebung oft als Teilnahmslosigkeit mißverstanden wird.
Entgegen allen Vorurteilen ist der Parkinson-Kranke bei
klarem Verstand.
Der Krankheitsbeginn liegt normalerweise jenseits der 60
Jahre, doch nehmen in letzter Zeit die Parkinson-Erkrankungen
vor dem 40.Lebensjahr ständig zu.
Mein Krankheitsverlauf
Die ersten Anzeichen einer Erkrankung waren bei mir die
Ungeschicklichkeit der Finger, Nichtmitschwingen der Hände
beim Gehen sowie später Schwierigkeiten bei der
Fortbewegung (diese Symptome waren zuerst alle nur auf
der rechten Seite, später auch links). Einen Tremor
hatte ich nie, doch in letzter Zeit bemerke ich in
schlechten Phasen ein Zittern, das vom Kopf ausgehend
auch Hände und Oberkörper erfaßt.
Obwohl ich schon seit 1984 Ärzte, Fachärzte und
Kliniken konsultierte (Behandlung auf Rheuma, Abnützung,
Neuromyotonie, Verdacht auf PCP, MS,...), wurde erst 1990
die Diagnose Parkinson gestellt.
Den jetziger Zustand kann man in 3 Phasen einteilen:
1) Akinese - Bewegungseinschränkung fast bis zur völligen
Bewegungslosigkeit --
2) ziemlich nomale Bewegungen möglich (diese Phase wird
immer kürzer) --
3) Hyperkinesen - Überbewegungen (mit Schweißausbrüchen)
als Folge der jahrelangen Medikamenteneinnahme (diese
Phase wird immer stärker und öfter).
Ein Beispiel dafür, warum diese Krankheit für Außenstehende
so schwer zu verstehen ist (Aussagen: "Der hat ja
gar nichts, der tut ja nur so!.."). Wenn es mir ganz
schlecht geht und ich mit größter Mühe noch ein, zwei
kleine Schritte zustandebringe, dann gelingt es mir fast
mühelos über Stiegen zu steigen, ja mir ist es sogar
manchmal möglich, wenn der Weg vor mir frei und eben ist,
zu laufen!!!
Da die Zeiten, wo ich mich halbwegs bewegen kann, immer kürzer
und seltener werden und auch immer wieder neue
Krankheitssymptome hinzukommen (z.B. Schluckbeschwerden),
habe ich eine Operation - die sogenannte Tiefe
Hirnstimulation in Erwägung gezogen. -
Die Ergebnisse diverser Untersuchungen haben nun ergeben,
daß durch einen operativen Eingriff eine wesentliche
Verbesserung meines Gesundheitszustandes zu erwarten ist.
Somit wird die Operation am 6. Sept. 2000 im AKH Wien von
Prof. Dr. François Alesch mit seinem Team durchgeführt.
Sie wird ca. 8-10 Stunden dauern, und da die aktive
Mitarbeit des Patienten bei dieser Operation sehr wichtig
ist, werden weder Narkose noch irgendwelche
Beruhigungsmittel verabreicht!!

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