A M E R I K A

 

DIE MAYA

 

D

ie mexikanischen Hochkulturen und die Maykulturen der vorspanischen Zeit - archäologische Funde

haben dies immer wieder gezeigt - weisen trotz ihrer individuellen Ausprägung eine einheitliche Basis

auf, und im Laufe ihrer Geschichte haben sie sich gegenseitig nachhaltig beeinflußt. Ihr Gebiet um-

faßte die heutigen Länder Mexiko (ohne die nördlichen, an die USA angrenzenden Bundesstaaten),

Guatemala, Belize, El Salvador und Westhonduras, das mit dem kultugeographischen Begriff Mesoame-

rika bezeichnet wird.

Die Ähnlichkeiten zeigen sich in vielerlei Hinsicht, im Ackerbau, der Astronomie oder der Baukunst,

in den Pyramiden, Tempeln und Plätzen, die die Ausgrabungsstätten von Teotihuacan in Mexiko bis

Tazumal in El Salvador kennzeichnen.

Alle alten Indios Mesoamerikas hatten eine gemeinsame Kultur. Sie hatten auch viele Mythen ge-

meinsam. Aztekische Chroniken sprechen von Zyklen der Zerstörung und erneuter Erschaffung der

Erde. Ihnen zufolge wurde die Erde viermal geschaffen und zerstört, und wir leben jetzt in der fünf-

ten Welt. Für die Maya lag die Erdoberfläche in der Mitte des Universums und diente als sein Anker.

Der Motor aus der Mayschrift:

Den Göttern sei's gedankt: Zahlreiche antike Schriften der Alten und Neuen Welt konnten in unser

Jahrhundert hinübergerettet werden. Aus manchen Aufzeichnungen lässt sich eine längst in Vergessen-

heit geratene Technik herauslesen. Im so genannten Dresdner Kodex der Maya sind Schriftzeichen

enthalten sowie Zeichnungen, bei denen wir (auch wenn heute nicht mehr alles verständlich erscheint,

was hierbei dargestellt werden sollte) mehrfach ein Signum finden, das einen doppelwandigen Rechteck

gleicht mit zwei sich kreuzenden Diagonalen. Verschiedene Mayaforscher haben versucht, dieses

Schriftzeichen zu interpretieren. Stets ist dessen Darstellung (vornehmlich im alten Troano-Manus-

kript der Maya) nämlich mit Handlungen verbunden, die an einen technisch verifizierbaren Vorgang

erinnert. Man interpretierte deshalb das Mayazeichen mit den modernen Begriffen "Energiespender",

"treibende Kraft" oder "Motor".

Zwei Tirolern gelang es 1973, der Lösung des Rätsels möglicherweise näher zu kommen. Der Atom-

physiker Dr. Friedrich Egger sowie der Journalist Dr. Klaus Keplinger entwickelten auf dem Reißbrett

eine Rekonstruktion dieser Mayaglyphe. Was dabei herauskam, war ein ganz und gar nicht alltägliches

Modell. Die beiden "Erfinder" nannten ihre Entwicklung kurzerhand "Maya-Motor".

Die außergewöhnliche Apparatur funktioniert nach dem Prinzip einer Durchdringung zweier zueinander

geneigten Rotationsebenen. Die einzelnen Teile drehen sich ausnahmslos um einen gemeinsamen Mit-

telpunkt - und die Kraftmaschine (eine Bezeichnung die Egger und Keplinger vorziehen) kann sowohl

als Verbrennungsmotor, aber auch mit Hilfe von Preßluft oder Dampf in Funktion gebracht werden.

Der Maya-Motor läuft weitgehend vibrationsfrei und hat selbst kritischen Prüfungen durch Fachleute

großer Industrieunternehmen, etwa der Tiroler Firma Swarovski Optik KG, standgehalten. Die Berech-

nungen von Experten haben ergeben, daß die von Egger und Keplinger entwickelte Kraftmaschine bei

einer Größe von 40 Kubikzentimetern und einem Betriebsdruck von 10 Atmosphären (was ungefähr

dem Prüfdruck eines Druckkochtopfes entspricht) bereits bei 500 Umdrehungen pro Minute eine Leis-

tung von über 480 PS abgibt. Ein herkömmlicher Motor ähnlicher Größe schafft selbst bei 5000(!)

Umdrehungen pro Minute nicht mehr als 200 Pferdestärken.

Für Egger und Keplinger steht jedenfalls fest: Die alten Maya hatten im Troano-Manuskript ganz

offenbar eine Wärmekraftmaschine aufgezeichnet und dabei nicht einmal auf das Regelventil vergessen.

Inzwischen wurde die Erfindung bzw. Rekonstruktion der beiden Tiroler in mehr als zwanzig Ländern

patentiert. Leider mußten Egger und Keplinger auch die Kehrseite der Medaille zur Kenntnis

nehmen. Von einer von ihnen erhofften Serienproduktion ihres Maya-Motors konnte keine Rede sein.

Da hatten offenbar gewisse Multis und Lobbies ihre Finger im Spiel. Man verbannte die wirtschaftlich

revolutionierende Entwicklung auf dem Motorsektor in jenen "Tresor", in dem längst schon so manche

andere bahnbrechende Erfindungen auf bessere Zeiten warten.

Der Maya-Motor der beiden Forscher hätte es tatsächlich in sich gehabt, Furore zu machen. So wäre

die enorme Leistungsfähigkeit dieser prähistorischen Kraftmaschine als Antrieb für unsere luftver-

pestenden Kraftfahrzeuge eine positive Alternative gewesen. Bei einer Verbrennung außerhalb des

Zylinders wären wesentlich weniger schädliche Abgase entstanden, dennoch wäre eine gute Ausnützung

der angebotenen Energie garntiert gewesen. Und außerdem hätte der Maya-Motor statt Benzin oder

Diesel auch andere Treibstoffe verkraftet. Energiequellen, wie sie heute in der Raumfahrtindustrie be-

reits Verwendung finden, wären hierbei von Nutzen gewesen.

Natürlich stellt sich zwangsläufgig die Frage, ob die Maya diese technischen Kenntnisse selbst zu ent-

wickeln vermochten oder lediglich ererbten. Dr. Fiedrich Egger und Dr. Klaus Keplinger, die Re-

konstrukteure des Maya-Motors, sind jedenfalls davon überzeugt, daß der technische Gehalt der Dar-

stellungen im Troano-Manuskript überlieferten Mitteilungen früherer Zivilisationen zugrunde liegt.