Textile Techniken: Spinnen

Spinnen

Das Spinnen ist eine sehr alte Technik, um aus einzelnen tierischen und pflanzlichen Fasern Fäden zu gewinnen. Bei uns in Mitteleuropa kommt das Verspinnen von Wolle und Flachs ab dem Beginn der Jungsteinzeit vor 7.000 Jahren vor.

Beispiel für Spinnwirteln aus der jungsteinzeitlichen Siedlung Pulgarn bei Linz, Österreich. (ca. 3.000 v. Chr.) Archäologische Hinweise auf das Spinnen haben wir meist nur durch die sogenannten Spinnwirteln, die häufig in Siedlungen und Gräbern auftauchen. Bild: Beispiel für Spinnwirteln aus der jungsteinzeitlichen Siedlung Pulgarn bei Linz, Österreich. (ca. 3.000 v. Chr.)

Die Handspindel besteht bekanntermaßen aus einem Holzstab und einem Gewicht als Schwungmasse die Spinnwirtel, die meist aus Ton ist. Die Spindel wird in Drehung versetzt, so können sich die Fasern zu einem Faden verdrehen. Die Textilreste, die in den eisenzeitlichen Fürstengräbern und Salzbergwerken gefunden wurden, zeigen, dass die Menschen der Urgeschichte in der Lage waren, mit einfachstem Gerät so feine Fäden herzustellen, die einem heutigen Nähzwirn vergleichbar sind. Die Verwendung der Handspindel wird bei uns erst im Mittelalter im 14. Jh. vom Spinnrad abgelöst.

Dame mit Handspindel Handspindeln

Literatur zum Spinnen


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