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"Welcher Glückliche würde nicht beneidet, der in der Lage ist, dieses Tal auf sein Reiseprogramm setzen zu können, und welchem Besucher bliebe nicht für immer ins Herz geschrieben die Erinnerung an die gewaltigen Bilder erhabener Hochgebirgswelt und an die lieblichen Szenerien weltabgeschiedener Täler?"

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Die einzigartige Ausstrahlung des Zillertales beruht freilich auf seiner Landschaft. Seine sanften Züge und seine schroffen Felsen bilden einen reizvollen Kontrast.

Ob hochalpin oder heiter gelassen, ob mehrtägige Hüttentour oder Tageswanderung - das Zillertal heißt jeden willkommen und hat jedem das Richtige zu bieten. So war es einst - und so ist es heute. Verändert hat sich lediglich der Entwicklungsgrad des Tales

Die Rede ist vom Zillertal. Der Verschönerungsverein Mayrhofen leitete schon vor 80 Jahren eine Broschüre derartig wortgewaltig ein, daß der Ruf "Ins Zillertal!" nicht ungehört verhallen konnte.

Als der Alpinismus in Bewegung kam, war das Zillertal vorne mit dabei. Bergwandern und Bergsteigen haben in Fügen und im Zillertal eine lange Tradition. Hotellerie und Gastgewerbe kümmerten sich um die wagemutigen Gäste. Erste Formen des Tourismus entstanden. Daß ausgerechnet das Zillertal diese Vorreiterrolle übernahm, ist kein Zufall. Schon traditionell zeigten sich seine Bewohner der Welt zugewandt. Als Händler waren sie bekannt, aber auch als Sänger. Die berühmtesten, die Geschwister Rainer aus Fügen, gelangten zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis an den Hof des englischen Königs. Die Zillertaler Volksmusik war ein früher Werbeträger, der das Tal weithin bekannt machte und die frühe touristische Entwicklung beschleunigte. In deren Verlauf entstand später zudem ein Netz von Hütten, das auch heute noch seinesgleichen sucht.

Der bayerische Reiseschriftsteller Ludwig Steub, im Jahre 1842 im Zillertal zu Gast, notierte damals offenbar augenfällige Unterschiede zwischen den Bewohnern des Ziller- und des anschließenden Tuxer Tales: "Die Zillertaler, ehemals wohl in den meisten Stücken ihren Hintermännern ähnlich, haben neuerer Zeit durch bekannte Verhältnisse in der Verfeinerung solche Sprünge gemacht, daß sie jetzt für das weltläufigste, geschliffenste Bauernvolk in Tirol gelten können; die Tuxer aber sind in ihrer alpenhaften Geistesjugend geblieben wie vorher, noch immer keine Fernzügler, sondern gern am heimischen Herde, unverlockt durch die abenteuernden Handelsschaften der anderen, ehrlich und ohne Falsch."

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